Erlebnis "Zählertausch"

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Re: Erlebnis "Zählertausch"

Beitragvon Elektron2000 » 29.01.2018, 10:08

Solar-Scout hat geschrieben:1. Freischalten (Nicht erfolgt)
2. Gegen Wiedereinschalten sichern (Ohne 1 Sinnfrei)
3. Spannungsfreiheit feststellen (Ohne 1 Sinnfrei)
4. Erden und Kurzschließen (400V also entfällt)
5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken (Gegeben)

Mann kann Positiv sagen er hat "nur" 3 von 5 Punkten nicht beachtet.


Das ist so nicht richtig, denn was hat denn ein NICHT erden und kurzschließen mit 400V zu tun?
Wenn die Anlage Spannungsfrei ist, kann man sehr wohl erden und kurzschließen.

@Sonnenmaus24
Hier würde mich mal interessieren, was eine Brücke zwischen N und PE, mit wie ich denke, einem verschieben des Sternpunktes durch fehlenden Neutralleiter zu tun hat? Oder wo war das Problem, weswegen die ganzen Geräte defekt waren?
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Re: Erlebnis "Zählertausch"

Beitragvon Sonnenmaus46 » 29.01.2018, 11:55

Zurück auf die Brücke , ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher ob die Brücke rein musste oder entfernt werden musste , weis nur das der Elektriker dies auf einem Blatt A4 im Zählerschrank hinterlegt hatte für den Fall das er beim Zählersetzen nicht direkt vor Ort sein sollte , laut Aussage unseres Elektrikers hatte er so auch noch nie Probleme bzw. hätten Ihn in solch einem Fall meist die Monteure per Handy kurz kontaktiert und alles war gut , geschah jedenfalls so bei uns nicht bzw. unser Elektriker kannte den Monteur anhand seiner Unterschrift auch nicht , vorgenannte Unterschrift war bzw. ist auch sehr schwer einem Namen zuzuordnen bzw. einen solchen zu erkennen , zwei Striche nach oben und einer quer und da soll einer schlau werden .

Was ich von unserem Elektriker weis , da wir hier kurzzeitig über den Baustromkasten mit FI (Baustrom) versorgt wurden konnte er die Brücke (nicht stecken/nicht entfernen) um ein abnormales Verhalten der eingebauten FI im Zählerkasten zu auszulösen , so jedenfalls hat er mir es erklärt ob es jetzt genau so ist bin ich als Leihe überfragt , er hat mir nur gesagt wenn dies mit der Brücke beim setzen des Zähler nicht berücksichtigt wird kann es zu Überspannung im Hausnetz kommen beim einschalten der Hauptsicherung , was ja auch so passiert ist , ob nun unbewusst oder bewusst oder Faulheit oder oder oder kann ich so jetzt nicht mehr nachvollziehen , eins was ich weis was mir meine Frau und mein Vater eben gesagt haben , nach dem komischen Stromgeruch (Kurzschluß) hat sich der Monteur sehr schnell in Luft aufgelöst , wenn ihr versteht was ich meine , hat vermutlich genau gewusst was er in diesem Moment falsch gemacht hat , mein Vater (rentner-Elektrikermeister) hat ihm wohl gesagt was er noch machen muss/soll jedoch hat er ihm gesagt er weis was er zu machen hat und er solle Ihn doch bitte alleine lassen , was mein Vater nicht direkt gemacht hat sich jedoch 2-3m entfernt hat und so jedoch nicht mehr direkt gesehen hat was er macht .
Jedenfalls kam dann unser Elektriker nach Anruf meiner Frau relativ schnell vorbei um nach dem Rechten zu sehen und hat es dann gerichtet , nach seiner Antwort war es dringend erforderlich das er vorbei kam um die Sicherheit wieder herzustellen .
So jedenfalls was ich weis .
Jedenfalls kommt mir kein Monteur mehr unbeaufsichtigt ins Haus bzw. ist immer einer bei wo sich mit dem aktuellen auch etwas auskennt .

Im Enddefekt war ich damals sehr Stinkig und nicht besonders gut zu sprechen auf unseren Energieversorger auch wie ich nach vorsprechen dort behandelt wurde , haben solche Unternehmen keine Haftpflicht ?wenn so etwas mal passiert . Ich jedenfalls hatte eine solche vom ersten Tag an meiner Selbstständigkeit bis ich diese Gesundheitlich aufgab . Klar kostet dies Geld aber 1 großer Schaden kann den Ruin bedeuten und somit ist eine Versicherung da günstiger zumal diese oft von Bauträgern sogar eingefordert wurde vor Auftragserteilung zur Sicherheit .
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Re: Erlebnis "Zählertausch"

Beitragvon jodl » 29.01.2018, 12:05

das mit dieser Brücke würde ich jetzt sagen ist eine Sache die nicht eine Haftpflicht des Netzbetreibers betreffen kann, weil das eine Frage der Installation in deinem Haus ist. Heißt, der Schaden an deinen Geräten ist entstanden, weil deine Hausinstallation falsch angeschlossen war. Würde also eher die Haftpflicht deines Elektroinstallateurs betreffen.
Es ist nicht die Aufgabe des Zählermonteurs daß er in deiner Hausinstallation irgendwelche Brücken setzt oder ausbaut.
Der tauscht seinen Zähler und fertig.
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Re: Erlebnis "Zählertausch"

Beitragvon donnermeister1 » 29.01.2018, 12:08

Jepp, während der Versorgung über den Baustrom mit RCD hätte die Verbindung zw. N und PE in der Verteilung zum Auslösen des RCD geführt und musste daher weggelassen werden. Diese Verbindung müsste vor dem Einschalten mit dem neu gesetzten Zähler eingebaut werden, da es sonst keinen N im Hausnetz gibt und es dadurch zur Verschiebung des Sternpunkts, Überspannungen und Beschädigungen an elektr. Betriebsmitteln kommt. Genau das ist passiert.
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Re: Erlebnis "Zählertausch"

Beitragvon Carstene » 29.01.2018, 12:43

Ich versuche zu verstehen....geht gerade nicht so gut...

Kann ich das irgendwo nachlesen was die Verschiebung des Sternpunktes für Auswirkungen hat?

Was ich verstehe ist, wenn das Haus kein N hat/hätte und ein Gerät z.B. von einer anderen Phase auf N den Strom quitt werden möchte (es aber nicht geht, da kein N), ein anderes Gerät nun zwischen zwei Aussenleitern liegt...

Beispiel:

Phase 1 Fernseher (200 Watt) auf N - alles gut
Phase 3 Wama (1500 Watt) auf N - alles gut

Jetzt hammer kein N :

Phase 1 Fernseher (200 Watt) auf N und Wama (1500 Watt) kommt per Phase 3 auch auf N.
Problematisch da N nicht ableitet und somit beide Geräte zwischen den Aussenleitern, quasi als Reihenschaltung liegen.
Durch den hohen Leistungsunterschied verschieben sie die Verhältnisse was Versorgungsspannung angeht und der Fernseher zieht den Kürzeren

Ist sowas damit gemeint?
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Re: Erlebnis "Zählertausch"

Beitragvon donnermeister1 » 29.01.2018, 13:05

Jepp. Spannung L1 - L2 = 400 V, Fernseher 30 Ohm, Waschmaschine 10 Ohm, dann hat der Fernseher 300 V Teilspannung und die Waschmaschine 100 V Teilspannung. Die 300 V am Fernseher bekommen dem nicht so gut, da die Geräte für 230 V +- 10 % (207 - 253 V) ausgelegt sind. Da knallt im besten Fall einfach nur ein Überspannungsschutz (Varistor https://de.wikipedia.org/wiki/Varistor) durch.
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Re: Erlebnis "Zählertausch"

Beitragvon Carstene » 29.01.2018, 13:12

Ok... aber diese Brücke bekomme ich da in dem Zusammenhang nicht unter....
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Re: Erlebnis "Zählertausch"

Beitragvon donnermeister1 » 29.01.2018, 13:40

Ohne Verbindung (Brücke) PE - N kein N, die zwei Geräte im Beispiel liegen in Reihe an zwei Außenleitern (400 V). Mit Verbindung PE - N liegen die beiden Geräte an einem Außenleiter und N (230 V).

Im TN-System https://de.wikipedia.org/wiki/TN-System kommen von der Trafostation vier Leiter, L1, L2, L3 und PEN. Das nennt sich TN-C-System. Spätestens hinter dem Zähler wird das zum TN-C-S-System. Also zu L1, L2, L3, PE und N. D.H. der PEN wird in PE und N aufgeteilt. Das macht mas so, dass der PEN an die PE-Schiene geklemmt und von dort eine Verbindung zur N- Schiene hergestellt wird. Nicht anders rum! technisch wäre es egal, es hat aber den Hintergrund, dass der Schutz von Peronen wichtiger ist als der Schutz von Sachwerten. Vergisst man die Verbindung von PE zu N, ist der Personenschutz gegeben, es gehen aber möglicherweise geräte kaputt. Andersrum, würde man die verbindung N zu PE vergessen, funktioniert alles, aber es gibt keinen Personenschutz. Das würde man erst feststellen, wenn es zu spät ist.
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Re: Erlebnis "Zählertausch"

Beitragvon Sonnenmaus46 » 29.01.2018, 22:49

Ja , so hat mir mein Vater dies damals auch in etwa erklärt , mein Vater wollte ja damals das mit der Brücke machen bevor der Monteur den Strom wieder drauf gab , durfte jedoch nicht dran da der Monteur ihm dies verweigerte mit der Begründung da habe er nichts verloren es wird verplombt und gut ist , hat er dann auch gemacht auch nach dem Zähler selbst die ganze Zählertafel also , so das mein Vater so jetzt gar nicht mehr dran kam . Gut es kam ja dann unser Elektriker paar Stunden später und hat alles gerichtet bis auf die Sachen der Einrichtung was dann eben hops ging .
Was die Haftung anging hat unser Elektriker hier seine Versicherung ja auch informiert jedoch sah diese es nicht so und hat hier den Monteur als in Haftung angesehen da er vor setzen eines Zählers die Anlage auf richtige Funktion überprüfen muss , auch was des N u. PE Anschlußes ist , was er ja so eigentlich nicht korrekt ausgeführt hat , was bei einer Neusetzung des Zähler so in deren Aufgabenbereich ist , so hat es mir auch der Elektriker gesagt , in dem Fall hätte er das Zählersetzen verweigern müssen und einen neuen Termin abmachen mit unserem Elektriker zusammen und nicht einfach den Zähler einbauen und Strom drauf .

Na ja ich hab´s nun jetzt verkraftet , hätte aber nicht sein müssen , mir aber eine Lehre .
Seither lass ich dies von einem gelernten Elektriker machen wenn mal was sein sollte , obwohl ich wie gesagt selbst im Betrieb einiges am Elektrischen mache , dort aber auch ein Elektromeister ist wo dann ab und an ein Auge drüber wirft . Mein Vater ist zudem in einem Alter wo ich es ihm einfach nicht mehr Zumuten möchte hier irgendetwas zu machen zumal er einiges an Werkzeug auch nicht mehr so hat bzw. was er hat einfach zu veraltet ist , er geht den 90 zu zwar noch relativ fit aber er soll sein Rentenalter genießen .
Unsere letzte E-Prüfung hab ich zudem gleich mitmachen lassen wo unsere PV montiert wurde also alles in einem und hat dadurch nur knapp 50.-€ mehr gekostet zu dem Zeitpunkt und wurde dort komplett auf die Rechnung mit draufgesetzt von der PV , konnte dies dann also voll geltend machen ., zumal ja beim Anschluß die E-Leitungen geändert bzw. anders angeschlossen wurden so das man später jederzeit einen Zwischenzähler hat installieren können was ich zu dem Zeitpunkt als nicht erforderlich gehalten hatte jedoch 3 Monate später nachgerüstet hab bzw. hab lassen .
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Re: Erlebnis "Zählertausch"

Beitragvon Carstene » 30.01.2018, 10:53

donnermeister1 hat geschrieben:... Also zu L1, L2, L3, PE und N. D.H. der PEN wird in PE und N aufgeteilt. Das macht mas so, dass der PEN an die PE-Schiene geklemmt und von dort eine Verbindung zur N- Schiene hergestellt wird. Nicht anders rum! ...



Jetzt brauche ich Rat

Meine eigenen Worte:

Es kommen vom Dach vier Leitungen vom Versorger, Das ist L1,L2 und L3 plus N (PEN?)

Die Phasen kommen aus die Schienen im Schrank und gehen weiter zur Sicherung - soweit OK

Der N (PEN) vom Versorger kommt im Zählerschrank auf die gleiche Schiene wie der Hauserder (?)
Zusätzlich kommt eine Verbindung von dieser Schiene, wo nun N (PEN) und der Hauserder drauf liegen auf die N-Schiene im Haus :?: :?:
Andersrum, sprich der N (PEN) auf N-Schiene der Hausverteilung und Hauserder auf PE-Schiene, und diese dann verbinden ist nicht zulässig ?

Ist das so richtig verstanden ?

Seit wann gibt es diese Vorschrift ?
Andersrum, was ist wenn das nicht gemacht wurde ?
Ich kann mich nicht daran erinnern das die beiden Schienen verbunden waren
Sowas hätte ja eigentlich bei der Abnahme (Messung) der Hausinstallation auffallen müssen - immerhin hatte er ziemlich jede Steckdose auf FI-Funktion getestet und andere Messgeräte eingesteckt.

Zur Not muss dann umgeklemmt werden ...

Unsere E-Technik im Haus hatte noch klassische Nullung (50er Jahre) die ich in 2012 zu 99% eliminieren konnte (Irgendwo gibt es im Flur vom Altbau noch eine alte Verbindung die nicht auffindbar ist - dieser Kreis liegt eben nicht auf einem FI und wird im nächsten Umbau rausgerissen).
Heute sind bei uns 5 FI-Kreise und 20 Sicherungen mehr im Haus.
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