Einem Grufty bleibt nichts erspart

Alles, was sonst nirgends reinpaßt, aber noch einen Bezug zu PV hat

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Re: Einem Grufty bleibt nichts erspart

Beitragvon remag » 27.08.2018, 19:21

django65 hat geschrieben:Ich habe den verdacht, daß da jemand seine Stromrechnung nicht versteht.

Ich vermute:

Passivhaus mit Luft WP und den Estrich über den Bauzähler mit der WP trocken geheizt. Das gab einen ordentlichen Verbrauch am Baustromzähler.
Daraus errechnet der Stromlieferant die Abschläge. Die sind natürlich höher durch den dadurch entstandenen außergewöhnlichen hohen Verbrauch. Das regelt sich dann in den ersten Jahren im Haus wieder ein.

Ich hatte das Problem daß die WP noch nicht angeschlossen war und ich so mit reinem Strom in den Winter hinein trocken geheizt habe. Das gibt sich mit der zeit. wenn man aber bisher seine Stromrechnung njcht angeschaut hat und versucht hat sie zu "Verstehen" die Beträge nachvollziehen kann sollte sich mal intensiv damit befassen.

Django


Bei so einer großen Heizlast gerade im Winter würde ich eher zu einem Heizmobil (Gas/Heizöl) tendieren.
Eine Luft Wärmepumpe ist doch im Winter auch nichts anderes als ein Heizschwert ?
remag
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Re: Einem Grufty bleibt nichts erspart

Beitragvon Hasch-Key » 27.08.2018, 19:33

At: Fritzi1
Richtig. Mea Culpa.
Wolllte nur ne Spitze bringen.
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Re: Einem Grufty bleibt nichts erspart

Beitragvon Grufty » 28.08.2018, 10:05

Puh...
ganz viele Antworten, auch wenn manche eher lustig (oder mit leicht spöttelden Unterton) versehen sind.
Richtig ist, dass ich keine Ahnung habe und unsere Jungen im EG wohl auch nicht.
Das mit den hohen Stromrechnungen hat sich aufgeklärt.

@django65
Du hast viel richtig vermutet. Erstens, die Stromrechnung haben wir alle nicht verstanden. Jetzt wissen wir jedoch, dass sie einer Schätzung zugrunde liegt. Die Zähler wurden nie richtig abgelesen, wir haben diese Zähler auch nicht verstanden. Sie zeigten im Wechsel ständig etwas anderes an. Jetzt weiß wenigstens der Schwiegersohn welcher Ablesewert wichtig und relevant ist.

Wir haben das UG über mehrere Wochen mit Baustrom aufheizen müssen, weil der E-Strich nicht trocken wurde und somit kein Boden verlegt werden konnte. Die Alten im OG sind bereits letzten Herbst „provisorisch“ ins Haus eingezogen und da war die Erdwärmepumpe und auch die Photovoltaik-Anlage noch nicht in Betrieb. Es wurde mit „reinen Strom“, wie es django65 formulierte, geheizt. Zusätzlich haben wir auf der Dachterrasse (außerhalb der warmen Hülle) einen Heizkörper aufgestellt, der in der ersten Stufe 900 Watt und der 2. Stufe nochmals 900 Watt verbrannte. Und wir lieben unsere mit Doppelverglasung geschlossene Dachterrasse über alles. Wir werden dennoch prüfen, ob wir für die Zukunft eine Wandflächenheizung aufstellen, die dann hoffentlich deutlich weniger verbraucht.

Die hohen Heizkosten sind geklärt und waren wohl einmalig.

Was meine Tochter aber immer noch verunsichert ist folgendes:

Aufgrund unserer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, soll sie nun plötzlich Gewerbetreibende sein und für den ins Netz eingespeisten Strom Gewerbesteuer bezahlen. Darüber müssen wir uns nun wirklich schlau machen. Fakt ist, dass es ein Zweifamilienhaus ist (Tochter mit Familie im EG und wir Alten oben im OG) Bezahlt haben wir bisher alles (nachweislich) gemeinsam. Eigentümer dieser Anlage sind wir alle, als Betreiber wurde der Schwiegersohn gewählt und er bekommt die Post. Das muss aber nicht so sein, wir haben das nur der Einfachheithalber so gemacht. Wir könnten auch alle 4 als Betreiber auftreten. Wir sollten einfach wissen, was sinnvoll und vernünftig ist.

Ich bin der Meinung, dass durch den Stromverkauf noch kein Gewinn entstanden ist. Vielmehr stehen diesen Einnahmen hohe Investitionskosten gegenüber. Die Frage ist, ob wir dem Finanzamt gegenüber auch die Sonnen-Batterie ansetzen dürfen? Wenn ich @Fritzi1 richtig verstehe, hat unsere Batterie mit der Steuerproblematik nix zu tun.

Völlig unverständlich ist für mich, dass wir derzeit Strom von der Firma Sonnen beziehen, den am Dach gewonnenen Strom aber an die LEV verkaufen. Sonnen meint, dass wir erst gegen Ende diesen Jahres aus der örtlichen Stromgesellschaft rauskommen. Andererseits schreibt Sonnen, dass unsere Sonnen-Flat (März 2018) gestartet ist. Alles nicht verständlich und für mich nicht nachvollziehbar.

Wie es steuerlich aussieht, da muss ich mich auch von grundauf schlau machen. Ist die Gewerbesteuer ein Teil der Einkommensteuer, oder muss diese immer abgeführt werden, auch wenn der Betreiber ansonst kein Einkommen zu versteuern hat? Denn dann wäre es sinnvoller wenn wir Alten im OG Betreiber der Anlage wären. Wir fühlen uns zwar nicht bettelarm, obwohl wir unsere Renten nicht versteuern müssen. Die Splittingtabelle greift erst bei höheren Beträgen.

Liebe Forums-Mitglieder, bitte nicht spötteln, oder diese Unwissenheit ins Lächerliche ziehen. Wenn ich Euer Wissen hätte, würde ich nicht versuchen hier Hilfe zu finden
LG Grufty
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Re: Einem Grufty bleibt nichts erspart

Beitragvon Grufty » 28.08.2018, 10:25

Hm...
Vielleicht habe ich mich hier vorschnell angemeldet. Besser wäre gewesen, wenn ich passiv die relevanten Beiträge hier im Forum gesucht und gelesen hätte. Hier steht so viel und mit viel Geduld findet man vielleicht alles was man wissen will und wissen muss.

Liebe Forum-Mitglieder in bin Euch nicht böse, wenn Ihr hier nicht mehr schreibt. Und Ihr braucht mich auch nicht auf die entsprechenden Informationen hier im Forum hinweisen. Ich werde schon alles finden. Gefunden habe ich schon eine Broschüre "Hilfe fuer Photovoltaikanlagen".

LG Grufty
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Re: Einem Grufty bleibt nichts erspart

Beitragvon django65 » 28.08.2018, 10:49

Na ja "wer den Schaden hat...."


Zu der Sonnen Flat, kann es sein, daß da jemand auf einer Energiemesse oder beim Heizungsbauer einen "Günstigen Stromliefervertrag unterschrieben hat?

Noch eine Anmerkung zu der Erdwärmepumpe.

Der Technisch versierteste im Haus sollte sich mal im Haustechnikforum im Bereich WP umsehen, da gibt es viele Tipps und Beispiel auch von wirklichen Fachleuten, und querlesen. Denn die WP hat meist einsparpotential das der HB nicht heben kann da er sie Zeit nicht hat.

Hoffentlich hat die WP einen eigenen Stromzähler bzw. es kann einer nachgerüstet werden. Denn dann kann man dem Verbrauch auf die Spur kommen und durch Einstellungen den Verbrauch optimieren.

=> Alle Räume heizen, bei keinem die Heizung ganz ab drehen auch wenn er kaum genutzt wird denn die Räume daneben heizen den dann mit. Im Winter mit den Heizkufven spielen und immer ein zwei Tage warten wie sich die Temperatur verändert ob es zu kalt oder warm wird. Kostet Zeit und kann durchaus länger als einen Winter dauern Hilft aber auch beim Stromsparen.

Wie gesagt es wird in nächster Zeit nicht langweilig. :wink:

Django
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Re: Einem Grufty bleibt nichts erspart

Beitragvon Grufty » 28.08.2018, 11:01

Danke Django!

Ja, die WP hat einen eigenen Stromzähler. Was wir jedoch nicht wissen ist, wem der Verbrauch zugeschlagen wird. Dem OG-Zähler, oder dem EG-Zähler. Auf jeden Fall nicht dem Zwischenzähler, denn der zeigt viel zu wenig an. Hab diesbezüglich den Elektro-Installateur gefragt, an welchem Zähler die WP hängt. Er wusste es nicht, vielmehr meinte er, dass sie wohl mit der Sonnen-Batterie verdrahtet sei und diese, wie auch die Photovoltaik-Anlage von jemanden anderen installiert wurde.

Alles nicht verständlich, aber ich ackere mich durch, obwohl technisch ganz sicher der Schwiegersohn der versiertere ist.

LG Grufty
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Re: Einem Grufty bleibt nichts erspart

Beitragvon MHL99974 » 28.08.2018, 11:17

Grufty hat geschrieben:Hm...
Vielleicht habe ich mich hier vorschnell angemeldet. Besser wäre gewesen, wenn ich passiv die relevanten Beiträge hier im Forum gesucht und gelesen hätte. Hier steht so viel und mit viel Geduld findet man vielleicht alles was man wissen will und wissen muss.
LG Grufty


Von Grufty :wink: an Grufty
Ich würde sagen zu spät angemeldet

Zur Gewerbesteuer:
Berechnungsschema der Gewerbesteuer:
Gewinn aus Gewerbebetrieb (Gewinn) gem. EStG bzw. KStG
+ Hinzurechnungen
− Kürzungen
----------------------------------------------------------------
= Gewerbeertrag vor Verlustabzug
− Gewerbeverlust aus Vorjahren
----------------------------------------------------------------
= Gewerbeertrag (abzurunden auf volle 100 €)
− Freibetrag von 24.500 € (nur für Einzelunternehmen und Personengesellschaften)
bzw. 5.000 € für sonstige juristische Personen des privaten Rechts (z. B. Vereine)
sowie gewerblich aktive nichtrechtsfähige Vereine
-----------------------------------------------------------------
= Gewerbeertrag × Steuermesszahl (seit 2008: 3,5 %)
-----------------------------------------------------------------
= Steuermessbetrag × Hebesatz der Gemeinde
-----------------------------------------------------------------
= festzusetzende Gewerbesteuer
- Gewerbesteuer-Vorauszahlungen
= Gewerbesteuerzahllast

Hiervon werdet ihr sicher verschont :wink:

Ihr müsst erst mal eure Verhältnisse klären Wer ist der Betreiber = Unternehmer
Der "Betreiber" der Solaranlage ist steuerlich dann in Zugzwang :wink:

Solange die Anlage keine Gewinne abwirft also nur Verluste produziert ist das Elterngeld sicher nicht in Gefahr

User "Paulchen" hat diverse Exeltools (PV-Steuer.com) für PV-Betreiber.

Hier mal ein Überblick für euren "Gewerbebetrieb" aus steuerlicher Sicht
EKST Ermittlung.png


Es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird :wink:
Sonnige Grüße
Eigenbau 2011; 8,58 kWp/-45°+ 3°DN/YL-Panda 260C-30b Strings: A=18+ B=15
STP 8000TL-10 (Upd.10.04.18) / WebboxBT+Sensorbox ü. FB7490,DLan
2017: Video-ÜW 2018:Reinigungsanlage
2012-860, 2013-776, 2014-776 2015-844 2016-844, 2017-819
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Re: Einem Grufty bleibt nichts erspart

Beitragvon duncan02 » 28.08.2018, 12:16

Und falls das Haus finanziert wird, sollte einer der Vermieter und der andere der Mieter sein. Dann läuft ein Teil der Tilgung und der nächsten Renovierung über die Steuer mit weg. Ich glaube Ihr müsst wirklich in Ruhe alles Hinterfragen und notfalls noch ein paar Verträge aufsetzen ...
3.2018 40 x BenQ Solar Sun Vivo PM060MB2 -> 12kWp bei DN 38° mit ca. -18 ° SO
an 25000TL-30 mit SHM 2.0
SBS 3.7 und BYD HV 7,7 kWh
PVGIS-Prognose 980 kWh/kWp
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Re: Einem Grufty bleibt nichts erspart

Beitragvon seppelpeter » 28.08.2018, 12:45

Grufty hat geschrieben:Danke Django!
Ja, die WP hat einen eigenen Stromzähler. Was wir jedoch nicht wissen ist, wem der Verbrauch zugeschlagen wird. Dem OG-Zähler, oder dem EG-Zähler. Auf jeden Fall nicht dem Zwischenzähler, denn der zeigt viel zu wenig an. Hab diesbezüglich den Elektro-Installateur gefragt, an welchem Zähler die WP hängt. Er wusste es nicht, vielmehr meinte er, dass sie wohl mit der Sonnen-Batterie verdrahtet sei und diese, wie auch die Photovoltaik-Anlage von jemanden anderen installiert wurde.


Kläre mal an welchem Zähler die PV mit Speicher hängt und was noch an diesem Zähler hängt.
Hat die WP wirklich einen separaten Zähler von VNB oder nur einen eigenen Unterzähler?
Gibt es wirklich einen VNB Zähler für das EG (Kinder) und einen VNB Zähler für das OG (Grufties)?

Das macht doch keinen Sinn und sollte so schnell wie möglich korrigiert werden, gerade mit Blick auf das Passivhaus mit EWP ... auch die EWP war sicher richtig teuer und im Passivhaus hätte es eine Geisha für 2500,- gemacht. Der Einwurf wird garantiert kommen, wenn Du im Forum des Haustechnikdialogs aufschlägst.

Wie auch immer, alles auf einen VNB Zähler legen also OG, EG und WP und dann mit Zwischenzählern, die aber nicht vom VNB sind, sondern dein Eigentum, arbeiten. Ziel muss es sein, dass Betreiber der PV und die Person, die im Stromliefervertrag steht identisch ist. Sonst droht bei euch auch noch 100% EEG Umlage auf den gesamten DV zumindest von einem Teil der Bewohner.

Mann Mann, was für eine Planung bzw. Umsetzung ... erstmal machen und dann die Fragen stellen.
18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
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Re: Einem Grufty bleibt nichts erspart

Beitragvon Mastermind1 » 28.08.2018, 13:02

Wie lange bekommt die Tochter dem Elterngeld? Wenigen Monate, oder 1-2 Jahre.
Bei ersterem (aus eigener Erfahrung) reicht es auch, beim VNB anzurufen oder per Mail anzufragen ob die Zahlung der Einspeisevergütung für die Monate x, y ausgesetzt werden können.
So habe ich das dieses Jahr gemacht. Damit ist die Elterngeld Stelle zufrieden. Keine Geldfluss im Monat des Elterngeld Bezuges - fertig.
Im ersten Jahr der PV Anschaffung wollte die Elterngeldstelle lediglich den Kaufpreis der Anlage und damit war klar, dass ich in dem Jahr keine Einnahmen haben kann.
Wenn man hi Ralf wie bereits angedeutet für die ersten beiden Jahre die sonder Abschreibung nutzt, dann musste man auch aus dem Schneider sein ;-)
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