Pultdach Aufständerung nötig?

Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.

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Pultdach Aufständerung nötig?

Beitragvon Commocruiser » 13.07.2018, 10:30

Ich plane auf mein Gargendach(Pult, Bitumen, 7° SW) eine PV Anlage.
Der tiefste Punkt von Pult dach liegt bei NO und der höchste bei SW.

Eigentlich dachte ich an ein System wie VarioTwin, weil ich aus testgründen auch mal Ost-West oder nur Süd ausprobieren möchte.
Nun wurde mir vom Installateur mitgeteilt das er dort eine Aufständerung empfiehlt welche auch verschraubt werden soll.

Es sollen Glass/Glass Module von Solarwatt drauf.

Was meint ihr, welches Befestigungssystem würdet ihr empfehlen?
Bei VarioTwin würde ich es auch selbst machen und nur die Verkabelung dem Installateur überlassen.
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Re: Pultdach Aufständerung nötig?

Beitragvon Weidemann » 13.07.2018, 11:18

Willkommen im Forum!

Lass dir erstmal in PVGIS die Erträge für die verschiedenen Fälle raus (auch einfach flach gelegt, also Ausrichtung NO), um den besten Kompromiss zwischen Leistung und spezifischen (und damit auch absolutem) Ertrag zu finden.
Gibts Verschattung?

Je nach Höhe (exponierte Lage?) und Tragfähigkeit der Garage würde ich entweder mit Wannen und Ballastierung arbeiten, oder mit einem sehr flach aufgeständerten System, was man geringfügig beschwert und noch seitlich an der Garage befestigt (aber wo man die wasserführende Schicht nicht durchbohren muss).
sonnige Grüße,
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Re: Pultdach Aufständerung nötig?

Beitragvon seppelpeter » 13.07.2018, 11:18

Commocruiser hat geschrieben:Ich plane auf mein Gargendach(Pult, Bitumen, 7° SW) eine PV Anlage.
Der tiefste Punkt von Pult dach liegt bei NO und der höchste bei SW.


Stelle bitte mal ein Bild der Garage und ein google Luftbild ein, aus dem die Umgebung hervor geht (Schattenspender, da Garagendächer gerne tiefer liegen, als Häuserdächer).

Eigentlich dachte ich an ein System wie VarioTwin, weil ich aus testgründen auch mal Ost-West oder nur Süd ausprobieren möchte.
Nun wurde mir vom Installateur mitgeteilt das er dort eine Aufständerung empfiehlt welche auch verschraubt werden soll.


Ich würde da kein Ost/West bauen, sondern einfach flach drauf legen.
Befestigung könnte aber ein Thema werden.
Du musst ein System finde, das bis DN7 mit etwas Ballast abrutschsicher montiert werden kann, ohne Dachdurchdringung.
Mir fällt gerade keine Lösung ein.
Hat die Garage eine Betondecke?

Es sollen Glass/Glass Module von Solarwatt drauf.


Wozu?
Es gibt keinen Nachweis, dass die länger halten oder besser funktionieren.
99,9% der Anlagen werden mit Glas/Folie Modulen gebaut, weil es einfach Standard ist, günstig und es funktioniert.
Probleme sind nicht bekannt.

Was meint ihr, welches Befestigungssystem würdet ihr empfehlen?


Irgendwas in Richtung Schletter FlatGrid oder ähnlich.
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Re: Pultdach Aufständerung nötig?

Beitragvon Commocruiser » 13.07.2018, 12:43

Danke für die schnellen Antworten.
Als Hintergrund: ich möchte soviel Strom wie möglich selbst verbrauchen und nicht einspeisen(Batterie ist also nötig).
Warum Solarwatt Glass/Glass? -> Weil ich da günstig ran komme und ich gelesen habe das Glass/Glass länger hält wie die normalen(geringere oxidierung usw.)
Garagendach(Solarthermie ist südlich ausgerichtet):
Bild

Dach ist eine einfache Holzkonstruktion mit Bitumen drauf. Lasten sollte sie schon aushalten, man kann normal drauf laufen ohne das sich was biegt und ca. 0,75m schnee/Eis hat ihr damals auch nix ausgemacht(Wurde aber entfernt).

Bei flach drauflegen bekomme ich glaube ich früh und abends nicht so das Licht oder?
Bezüglich Verschattung: von Osten und Süden nix, aber von Westen spät abends der Wald bzw. Wohnhaus.
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Re: Pultdach Aufständerung nötig?

Beitragvon Weidemann » 13.07.2018, 12:50

Was ist mit dem Hausdach?

Zum Eigenverbrauch: spiel mal mit PVGIS die Szenarien durch, siehe monatliche Erträge.
Bei flacher Belegung hast du mehr Ertrag (weil mehr Leistung), aber hauptsächlich im Sommer.
Bei aufgeständerter Belegung hast du geringfügig mehr Ertrag im Winter, aber dann so oder so nur winzige Erträge.

Wieso willst du keine Einspeisung?
Schwebt dir ein Eigenbau-Batteriesystem vor, oder was zum kaufen? Letzters ist unrentabel, das muss dir klar sein (siehe auch Reiter "Speicher-Rechner" oben). Da wäre eine möglichst große Einspeiseanlage wesentlich wirtschaftlicher.
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Re: Pultdach Aufständerung nötig?

Beitragvon seppelpeter » 13.07.2018, 12:56

Commocruiser hat geschrieben:Danke für die schnellen Antworten.
Als Hintergrund: ich möchte soviel Strom wie möglich selbst verbrauchen und nicht einspeisen(Batterie ist also nötig).


Warum nicht einspeisen bzw. warum ein Speicher?

Wie günstig sind die Solarwatt Glas/Glas Module denn in welcher Wattierung?

Kommt die Thermie vom Garagendach weg?
Diese reduziert die nutzbare Fläche deutlich.

Thema Garagendach, "einfache Holzkonstruktion" oder "Lasten sollte sie schon aushalten" ... wie dick sind denn die Sparren und welchen Abstand haben die im Dach?

Bei flach drauflegen bekomme ich glaube ich früh und abends nicht so das Licht oder?
Bezüglich Verschattung: von Osten und Süden nix, aber von Westen spät abends der Wald bzw. Wohnhaus.


Mit 10 Grad aufständern bringt fast keinen Ertragsgewinn, erhöht aber Eigenverschattung und reduziert die nutzbare Fläche ... Reihenabstände sind zu bilden. Flach drauf können alle in einen String, was optimale Schattentoleranz bringt.
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Re: Pultdach Aufständerung nötig?

Beitragvon Commocruiser » 13.07.2018, 12:56

ok PVGIS schaue ich mir mal an.
-> 0grad: 3340 und 20grad: 3770kWh
Und bei Flach auf das Dach legen habe ich doch ein größeres Problem mit Verschmutzungen und Schnee oder gibt es da andere Erfahrungen?

Keine Einspeisung daher, weil ich dann Aufwand habe(Umsatzsteuer) und auch jedes Jahr meine Steuererklärung abgeben muss. Somit entfallen mir meine Zinsen auf meine Steuerrückzahlung(aktuell 6%/Jahr).

Die Berechnung habe ich mal durchgeführt, aber die Batteriepreise kann man leider nicht anpassen.
Aktuell plane ich mit einer Pylontech und Förderung -> 600€/kWp

Bzgl Dach:
Sparren ca 6x15cm Abstand 0,8 - 1m, Latten ca. 2cm

Thermie bleibt nach aktueller Planung drauf. Plane aktuell mit ca. 4kWp
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Re: Pultdach Aufständerung nötig?

Beitragvon seppelpeter » 13.07.2018, 14:04

Commocruiser hat geschrieben:Keine Einspeisung daher, weil ich dann Aufwand habe(Umsatzsteuer) und auch jedes Jahr meine Steuererklärung abgeben muss. Somit entfallen mir meine Zinsen auf meine Steuerrückzahlung(aktuell 6%/Jahr).


Ist dein Geld, sowohl beim teuren Speicher, den Du bezahlst, als auch bei der Einspeisevergütung, die Du nicht haben willst
Nur mal die Einspeisung betrachtet, eine 4KWp Anlage produziert rund 20KWh pro Tag und das von März bis Oktober auch fast jeden Tag. Wohin damit im Sommer ... jeden Tag ?

Nicht einspeisen verursacht hohe Verluste.
Thema Umsatzsteuer ... willst Du die Anlage brutto bezahlen?
Da schmeißt Du dann wieder 1000,- bis 1500,- weg.

Eine Steuererklärung gibst Du doch so oder so ab, oder bist Du Privatier?

Welche Zinsen, mit 6% Du auf welche Steuerrückzahlung beziehst ... ich verstehe den Punkt nicht.

Die Berechnung habe ich mal durchgeführt, aber die Batteriepreise kann man leider nicht anpassen.
Aktuell plane ich mit einer Polytech und Förderung -> 600€/kWp


Die Batterie kenne ich nicht.
Lionen? Welche kapazität und was kostet die?
Förderung bedingt dann eine Reduzierung der Einspeisung auf 50%, sofern eingespeist wird?

Bzgl Dach:
Sparren ca 6x15cm Abstand 0,8 - 1m, Latten ca. 2cm
Thermie bleibt nach aktueller Planung drauf. Plane aktuell mit ca. 4kWp


Klingt massiv, was keine Aussage zur Statik sein soll.

Hast Du die Möglichkeit, die Thermie weiter nach Norden zu schieben?
Wie groß ist aktuell die Fläche vor der Thermie bzw. wie groß ist die Garage insgesamt?

Kennst Du deinen Jahresstromverbrauch ... 4KWp ist jetzt nicht unbedingt üppig viel PV.
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Re: Pultdach Aufständerung nötig?

Beitragvon Commocruiser » 13.07.2018, 14:12

Bisher bin ich von brutto ausgegangen, müsste ich mal rechnen ob sich das andere lohnt.

Als normal angestellter ist man nicht verpflichtet seine Steuererklärung abzugeben und hat 4 Jahre zeit dafür. Somit gebe ich die von vor 4 Jahren ab und bekomme 6% Zinsen pro jahr auf die Rückzahlung: https://www.finanztip.de/zinsen-auf-steuererstattungen/

Batterie wäre folgende: http://greenakku.de/Batterien/Lithium-Batterien/PYLONTECH-LiFePO4-Speicher-48V-4-8-kWh::573.html
Ja 50% Einspeisung, Kapazität dachte ich an 4,8kWh.

Jahresverbrauch liegt bei ca. 3000kWh. Und die Thermie zu verschieben wäre wohl extrem aufwändig, wobei diese sogar noch verschraubt ist.
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Re: Pultdach Aufständerung nötig?

Beitragvon seppelpeter » 13.07.2018, 14:23

Commocruiser hat geschrieben:Bisher bin ich von brutto ausgegangen, müsste ich mal rechnen ob sich das andere lohnt.


Wenn es sich nicht lohnt, wirst Du dich verrechnet haben. :wink:
Selbst bei Eigenbau lohnt sich das.
Ist Eigenbau geplant und Elektriker zur Hand?

Als normal angestellter ist man nicht verpflichtet seine Steuererklärung abzugeben und hat 4 Jahre zeit dafür. Somit gebe ich die von vor 4 Jahren ab und bekomme 6% Zinsen pro jahr auf die Rückzahlung: https://www.finanztip.de/zinsen-auf-steuererstattungen/


Interessant, ich kenne nur das hier:
https://www.finanztip.de/steuererklaeru ... g-pflicht/

Abgabetermin ist der 31. Mai und ich werde auch regelmäßig angeschrieben, wenn es doch mal August oder Oktober wird.
Da wird dann auch gerne auf den Weg der Schätzung hingewiesen.

Batterie wäre folgende: http://greenakku.de/Batterien/Lithium-Batterien/PYLONTECH-LiFePO4-Speicher-48V-4-8-kWh::573.html
Ja 50% Einspeisung, Kapazität dachte ich an 4,8kWh.


Die kenne ich. Kommst Du aus der Ecke und willst abholen?
Welchen Batterie WR willst Du verwenden und wie stellst Du die 50% Einspeisung bzw. Zero-Export sicher?

Jahresverbrauch liegt bei ca. 3000kWh. Und die Thermie zu verschieben wäre wohl extrem aufwändig, wobei diese sogar noch verschraubt ist.


Dann messe mal die Fläche vor der Thermie aus oder noch besser eine kleine Skizze anfertigen mit Dachmaßen Länge/Breite und der Position der Thermie auf dem Dach. Wie hoch ist die Thermie, ich vermute hinter die Thermie wird man nix mehr legen können, deswegen die Frage nach der Möglichkeit der Verschiebung nach Norden, das Ding steht fast mittig drauf. :( :roll:
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