Montage auf Betondach mit "Dämmung"

Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.

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Montage auf Betondach mit "Dämmung"

Beitragvon netadair » 10.08.2018, 11:58

Hallo zusammen,

ich habe mal wieder ein "interessantes" Dach auf der Agenda und frage mich, was die beste UK-Befestigung (mit Dachdurchdringung) dafür ist.

Das Dach besteht aus Betonträgern, auf denen (mit Beton) ausgeschäumte Betonplatten liegen. Ich vermute, dass ist eine ähnliche Konstruktion wie bei den WBS70-Plattenbauten.
Darauf liegen dann Sauerkrautplatten, darüber dann Dachpappe/Bitumenbahnen.

Die erste Idee (Vorschlag vom Dachdecker) war, an geeigneter Stelle von oben in die Träger bohren, und dort Gewindestangen (ich würde Stockschrauben M12*35 nehmen) mit einem 2k-Injektionsmörtel einzukleben. Damit würde die Stockschrauben die "Dämmung" überbrücken, und müssen auf der Bitumenbahn zur Abdichtung nur noch mit Kemperol+Vlies eingekleistert werden.
Dann weiter mit Profilen usw., quasi wie auf einem Bitumendach mit Stockschrauben in den Sparren.

Ich rätsele noch, ob die Längenausdehnung der Profile den Injektionsmörtel doch mit der Zeit "sprengt". Wenn ich die Profile nicht verbinde, sind das m.E. immer noch ca 6mm kürzer/länger auf 6.4m Länge.

Wer hat denn andere, bessere(?) Vorschläge?

Ciao
Michael
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Re: Montage auf Betondach mit "Dämmung"

Beitragvon stromdachs » 13.08.2018, 23:54

netadair hat geschrieben:an geeigneter Stelle von oben in die Träger bohren,

Flachdach vermute ich?
Was ist eine "geeignete Stelle"! Wo die Bewehrung ist bestimmt nicht. In solchen Trägern sind Bewehrungsstäbe, die würde ich nicht "zerbohren", geht auch nicht so einfach, daran scheitert jeder Hartmetallbohrer!
Man kann die Anlage auch mit entsprechenden Gewichten fixieren. 6x50kg auf 2x6m (vorn und hinterer Träger) verteilt, welcher Sturm soll das vom Dach reißen? Eher fliegt das Dach weg! (Aber vielleicht nicht mit den Gewichten....) Die Gewichte eben über den Trägern positionieren....nicht dazwischen auf den Sauerkrautplatten!
Gruß Claus
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Re: Montage auf Betondach mit "Dämmung"

Beitragvon Janne » 14.08.2018, 13:34

Die Sauerkraut Platten (Heraklit?) dürften ja vollflächig als Dämmung liegen, insofern würde jede Ballastierung auf den Platten ablasten.

Die Überlegung mit der Krafteinleitung / Torsion der Gewindestangen hatte ich bei meiner Anlage auch. Bis jetzt funktioniert meine Variante.
Ich habe auf meine M12 er Flacheisen aus VA mit zwei Bohrungen (? Montageplatten?) vom Würth Zebra System montiert zwischen selbstsichernden Muttern. Dann die Schiene auf das Flacheisen mit Hammerkopf Schrauben in den Nuten + selbstsichernden Mutter.
Theoretisch könnte sich jetzt die Schiene ausdehnen und die Platte dabei verdrehen.

Edit: im Prinzip solch eine Platte, nur von Würth:
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Re: Montage auf Betondach mit "Dämmung"

Beitragvon netadair » 15.08.2018, 01:49

Genau, das sind Heraklit-Platten, vollflächig verlegt.
Die geeigneten Stellen sind halt da, wo die Stockschraube genug halt im Beton hat. Das mit dem Armierungen im Beton muss ich mal im Kopf halten.

Die Idee mit den selbstsichernden Schrauben ist sehr gut! Das Gelenk kann dann über die Länge arbeiten, und die Stockschrauben können schön eingeklebt werden. Super! :danke:
Ich nehme ja sonst Flaschmuttern oder die Schletter-Platten dafür, aber die arretieren das Profil, das bewegt sich nicht mehr.
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Re: Montage auf Betondach mit "Dämmung"

Beitragvon Janne » 15.08.2018, 05:38

Schön, wenn's hilft.
Ich glaub ich hab so je 2 oder 3 6m Schienen zusammen montiert, dann jeweils ein Schiebestück. Müsstest mal meinen newbie Aufbauthread aus 2010, falls von Interesse. M.E. schwirrt da noch ein Photo von Halter (Eigenbau mit Grundplatte) und Schiene rum, aber Du hast es glaub ich eh schon aus meiner Beschreibung verstanden.
Klebeanker hab ich übrigens auch verwendet, musst Dich bei den Temperaturen nur sputen, das reagiert ja umso schneller. Und natürlich gut aussaugen/auspusten, sonst fällt dir der Dreck vom Bohren aus dem Heraklit wieder ins Loch. Viel Erfolg.

Grüße
Jan

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