IBC Mammut S+ - Probleme bei Braas Frankfurter Pfanne?

Modulbefestigungen: dass auch die Photovoltaikmodule halten.

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IBC Mammut S+ - Probleme bei Braas Frankfurter Pfanne?

Beitragvon Titus-Pullo » 08.06.2017, 09:55

Moin,

aufgrund baulicher Gegebenheiten (z.B. Sparrenabstand 1.25m) habe ich das relativ kostspielige Mammut S+ von IBC in die nähere Wahl gezogen. Das ist eine Blechpfanne, die die bestehende Pfanne ersetzt, sodaß keine Flexarbeiten mehr nötig sind.
Laut IBC sind keine Kompatibilitätsprobleme mit Braas Frankfurter Pfanne zu erwarten (Pfanne paßt nicht sauber in die bestehenden Profile), aber ich frage hier zur Sicherheit noch einmal nach, ob jemand das bestätigen kann.

Außerdem frage ich mich, ob man auf die IBC-Pfannen wohl auch Schletter Schienen + Zubehör montieren könnte, oder ob ich lieber alles komplette von IBC nehmen soll. IBC stellt onliine leider keine gescheiten Datenblätter zur Verfügung; z.B. bis zu welchem Sparrenabstand und unter welchen Schnee- und Windlastbedingungen das TF50+ zugelassen ist.
Das ist bei Schletter alles recht genau spezifiziert.

Hat hier jemand einen Rat?
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Re: IBC Mammut S+ - Probleme bei Braas Frankfurter Pfanne?

Beitragvon letsdoit » 12.06.2017, 06:21

Würde ich nicht machen. Die Befestigung gehört immer in den Sparren. Es gibt mehr solche Systeme denen ich allen nicht traue. Ich würde immer einen Blechunterlegziegel und einen DH verwenden, der in den Sparren verschraubt wird. Hält besser und ist deutlich billiger.
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Re: IBC Mammut S+ - Probleme bei Braas Frankfurter Pfanne?

Beitragvon Schletter Profi Tip » 12.06.2017, 07:41

Hallo,

wie letsdoit schon geschrieben hat sollte in den Sparren verschraubt werden.
Nach den anerkannten Regeln der Technik muss auch mit 2 Schrauben in den Sparren geschraubt werden.
Wir sagen mindestens 60mm Schraubenlänge in den Sparren rein.
Eine Angabe zu Sparrenabstand sowie Wind und Schneelasten ist dringend erforderlich, da die Anlage ja auf deinen Standort ausgelegt sein soll.
Im Falle eines Schadens, ist die Statik das erste was die Versicherung prüfen wird.
Eine Mischung der Systeme würde ich nicht empfehlen, da die meistens nicht gut zueinander passen.
Schletter hätte hier noch das AluTile im Angebot, welches bei Frankfurter Pfanne ohne Probleme funktioniert und mit Statik auch genau auf deinen Standort berechnet werden kann.
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Re: IBC Mammut S+ - Probleme bei Braas Frankfurter Pfanne?

Beitragvon letsdoit » 12.06.2017, 10:36

Wie Schletter schon schreibt kannst du 1/3 zu 2/3 Lösung annehmen. 2/3 der Schraube IM Sparren - 1/3 der Schraube außerhalb. Bei einer 30er Konterlattung plus Haken nimmst du 120er Schrauben - damit hast du 80 im Sparren.
Das andere ist Bastelwerk...
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Re: IBC Mammut S+ - Probleme bei Braas Frankfurter Pfanne?

Beitragvon Titus-Pullo » 12.06.2017, 11:23

Erst mal danke für den Input.

Die Blechpfannen sollen schon in unmittelbarer Nähe (150mm) der Sparren sitzen. Ich muß die Wind/Schneelast leider auf wenige Befestigungspunkte verteilen, daher scheint mir eine Blechpfanne mit 50cm U-Profil, welches im Sparren verschraubt ist stabiler, als die Hakenlösung, speziell bei Torsionsbelastung.
Die Dachlatten sind übrigens auch 45x55mm stark - daher müßte ich die Haken ohnehin entweder auf Abstandsplättchen setzen, oder sogar extra tiefe Haken nehmen. Auch das macht die Situation nicht gerade besser.

Ein weiterer Punkt ist, daß die Sparren als Doppel-T ausgeführt sind. Der innere Träger (also der Stiel vom T) ist nur 30mm stark und 180mm tief. Oben und unten ist dann jeweils ein Brett 30mmx90mm aufgeleimt. Gesamttiefe also 240mm .
Die Schrauben müssen schon recht genau mittig sitzen, damit sie diese 30mm Holz treffen. Auch das ist bei versetzten Löchern in den Standard Haken problematisch, vor allem, wenn man zwei Schrauben nehmen will.
Ich denke das U-Profill mit einer langen (100-120mm) Schraube direkt in den Sparren und weiteren Schrauben daneben (in den 45x55mm Latten), kann wesentlich besser Torsionen aufnehmen, als ein normaler Haken. Die errechneten Sogkräfte sind ohnehin nicht das Problem; da reicht auch eine Schraube, um ein paar 1000 Newton auszuhalten.

Ich schau mir auch die Lösung von Otto Lehmann an - da könnte ich dann die 60mm Schletter Träger befestigen.

Für mich ist der Hauptvorteil, daß keine Dachziegel beschädigt werden und die Dachlatten rechts und links vom Sparren zusätzliche Stabilität liefern.

Es hängt allerdings davon ab, daß diese Blechziegel 100% passen, sodaß keine Feuchtigkeit eindringen kann.
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Re: IBC Mammut S+ - Probleme bei Braas Frankfurter Pfanne?

Beitragvon Schletter Profi Tip » 12.06.2017, 14:34

Schauen Sie sich mal von Schletter den AluTile an, eventuell ist das eine Alternative für Sie.
https://www.schletter.eu/index.php?article_id=246&clang=0&lang=DE&pn=400197
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Re: IBC Mammut S+ - Probleme bei Braas Frankfurter Pfanne?

Beitragvon Titus-Pullo » 12.06.2017, 15:57

Ja, danke für die Info.
Das Schletter System hatte ich mir auch schon angesehen - allerdings ist mir nicht klar, wo dort die Befestigung mit dem Sparren stattfindet.
Es sieht so aus, als ob nur an der Dachlatte (in der Nähe des Sparrens) verschraubt wird. Der Haken ist ja fix auf der Alu-Tile.
Oder gibt es dort ebenfalls eine U-Schiene, die über die Dachlattung gelegt wird und anschließend mit der Alu-Tile verschraubt wird?
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Re: IBC Mammut S+ - Probleme bei Braas Frankfurter Pfanne?

Beitragvon Schletter Profi Tip » 19.06.2017, 13:12

Der Haken wird mit der Platte direkt in den Sparren verankert mittels 2 Schrauben.
Unter der Platte ist noch ein Abstandhalter.
Anbei die Montageanleitung
https://www.schletter.eu/index.php?arti ... &pn=400240
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Re: IBC Mammut S+ - Probleme bei Braas Frankfurter Pfanne?

Beitragvon Titus-Pullo » 19.06.2017, 15:04

Danke. Dann ist der Haken doch nicht fest, sondern kann dem Sparren entsprechend verschoben werden. Die Informatipn fehlte mir. Damit ist das durchaus eine Alternative
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Re: IBC Mammut S+ - Probleme bei Braas Frankfurter Pfanne?

Beitragvon Elektro-Michel » 19.06.2017, 16:00

Hallo.......


Titus-Pullo hat geschrieben:Moin,
IBC stellt onliine leider keine gescheiten Datenblätter zur Verfügung; z.B. bis zu welchem Sparrenabstand und unter welchen Schnee- und Windlastbedingungen das TF50+ zugelassen ist.
Das ist bei Schletter alles recht genau spezifiziert.

Hat hier jemand einen Rat?


Folgendes weiss auch Schletter ....... aber man will ja auch verkaufen :mrgreen:

IBC verwendet für die Auslegung ein Programm (PV-Manager).
Der berechnet anhand eingegebener Daten wie z.B.
Sparrenabstand, Wohnort, (wichtig für Wind- und Schneelasten) Höhe Dach und einiger
vieler Parameter mehr, die notwendigen Befestigungspunkte und Anzahl der Befestigungen
auf dem Dach.

Datenblätteraussagen sind nicht anwendbar.
Nach Berücksichtigung dieser Faktoren gibt es eine Systemstatik
(Wichtig z.B. bei öffentlichen Auftraggebern).

Ohne die Auslegung (auch Schletter gibt keine pauschalen Aussagen) mit diesem Programm
und den einzugebenden Paramtern lässt sich keine Aussage über die Frage des TE
Titus-Pullo hat geschrieben:Moin,
............. bis zu welchem Sparrenabstand und unter welchen Schnee- und Windlastbedingungen das TF50+ zugelassen ist.
geben.

Mischen verschiedener Systeme ist nicht ratsam.
Und ..... die Auslegung mit einem Programm und der daraus resultierenden Anzahl und Plazierung
der Befestigungsunkte kann spätestens bei einem Versicherungsfall bedeuend sein.
Andere Hersteller machens vielleicht phi mal Daumen.................
Das Programm ist halt kostenpflichtig und (leider) nicht günstig. Auch nicht zu kaufen sondern
(sondern nochmal leider) mittels Gebühr (jährlich) zu nutzen.
Öffentliche Auftraggeber wollen alllerdings solche Berechnungen der Systemstatik sehen - und das
man sich dran hält.

Übrigens sagt nicht nur Schletter 60mm in den Sparren rein - das ist sogar in einer
Norm festgehalten..........Es gibt sogar (auch das weiss Schletter) eine Vorgabe wie weit die (Tellerkopf)schraube
vom Rand des Sparrens entfernt sein muss..........war mal irgendwas mit 3x Durchmesser Schraube.........etc pp

Die wichtigen Datenblätter und andere Dinge sind anscheinend bei IBC nur den Fachpartnern zugänglich.
Der "Laie" oder nicht Fachpartner erhält hier kaum Information.


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