Verständnisproblem Messstellenbetreiber und Smart-Meter-Zähler

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Re: Wir werden Messstellenbetreiber: ComMetering

Beitragvon Ralf Hofmann » 24.04.2018, 08:08

Hi,

Kadege hat geschrieben:Es bekomen also auch "normale" Verbraucher so einen Smart-Meter?

erstmal nur die, die mehr wie 6.000 kWh Verbrauch jährlich haben.
Auf lange Sicht gesehen bekommen aber alle einen Smartmeter.


Kadege hat geschrieben:Was machen die Leute in einem Mehrfamilienhaus, wo die (schon jetzt digitalen) Zähler in einem Zählerraum hängen, wie kommen die denn ins Internet?

Im Zählerschrank wird ein Gateway installiert, mit dem alle Zählerdaten übertragen werden.
Je nach Vertrag, Anbieter und Ausbaustufe kann man dann als Zählerkunde mehr oder weniger damit im Internet machen.

Und wenn Oma Erna nicht in`s Internet möchte, muss sie auch nicht.
Dann kann sie mit ihrem schicken neuen Zähler halt auch nix machen. Pech für Oma Erna.


Kadege hat geschrieben:Und die dürfen auch noch 100 EUR dafür bezahlen`

EUR 100,- kostet`s nur die PV-Betreiber, der normale Verbraucher zahlt imho nur EUR 20,- jährlich.
MfG
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Re: Verständnisproblem Messstellenbetreiber und Smart-Meter

Beitragvon BuBu01 » 24.04.2018, 09:02

Ich hatte jetzt die Nase voll und hab bei meinem MSB angerufen und mir die Sache erklären lassen. Es sieht so aus, dass für verschiedene Messstellen auch verschiedene Kosten anfallen. Für mich bedeutet das Mehrkosten in Höhe von 77.80 Euro im Jahr incl. Mwst. Auch die Zeitangaben, welche man hier immer wieder liest können von meinem MSB nicht bestätigt werden, da von Messstelle zu Messstelle unterschiedlich. In meinem Falle würde der Zähler erst 2021 getauscht, und die Kosten werden auch erst dann anfallen.

Ich kann nur jedem raten, wenn er die genauen Kosten und Zeiten haben will, bei seinem MSB anzurufen und sich zu erkundigen. Als besonders ärgerlich empfinde ich es allerdings, dass mein Stromanbieter die Kosten für den Messstellenbetrieb nicht in der Stromabrechnung gesondert ausweist, und somit habe ich wohl keine Chance das über die PV steuerlich abzusetzen, aber da bleib ich auch noch dran......
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Re: Wir werden Messstellenbetreiber: ComMetering

Beitragvon Kadege » 24.04.2018, 11:42

joule hat geschrieben:Ich selbst habe mir den ComMetering-Zähler (Forumszähler) bestellt, weil ich gegenüber technischen Neuerungen aufgeschlossen bin und der Zähler meine Elektrogeräte erkennt, deren Verbrauch graphisch darstellt und mir Hinweise zum Stromsparen und der Eigenverbrauchsoptimierung bietet.

Das klingt interessant. Wie erkennt der Zähler die einzelnen Elektrogeräte?
--
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Re: Wir werden Messstellenbetreiber: ComMetering

Beitragvon Kadege » 24.04.2018, 11:52

ComMetering hat geschrieben:Wir haben aufgehört uns die Frage nach dem warum und dem Sinn zu stellen

Also nochmal ganz nüchtern zusammengefasst, und bitte fühlt euch nicht angegriffen, das ist nicht meine Absicht:

1. Es gibt ein Gesetz, wonach man als PV-Anlage-Betreiber über kurz oder lang einen Smart-Meter-Zähler braucht. Wozu man den braucht, steht nicht in dem Gesetz.

2. Ihr liefert in Kürze und die anderen liefern etwas später einen solchen Smart-Meter-Zähler. Jeder Lieferant (Messstellenbetreiber MSB genannt) bekommt dann exklusiv die Daten der PV-Anlage, die jeweils anderen MSB erfahren davon nichts und es gibt auch keine zentrale Stelle, die sich diese Daten in irgendeiner Form zunutze macht.

2a. Zu diesem Zweck taucht ein von euch beauftragter Unternehmer bei mir auf und tauscht den vorhandenen, nagelneuen digitalen 2-Tarif-Zähler (Verbrauch und Einspeisung) gegen einen anderen Zähler mit LAN-Schnittstelle aus. Den alten Zähler gibt er den Stadtwerken zurück, die reduzieren die jährliche Rechnung um 9,00 EUR (soviel kostet mich der Zähler).

3. Meinem Stromversorger gebt ihr oder der MSB X auf Wunsch den Verbrauch bekannt. Auch die Einspeisung. Die jährliche Ablesung entfällt somit.

4. Ich kann über ein Webportal meine PV-Anlage beobachten, was ich auch schon auf dem Webportal des Wechselrichterherstellers tun könnte.

Was habe ich vergessen?
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Re: Wir werden Messstellenbetreiber: ComMetering

Beitragvon mbrod » 24.04.2018, 15:03

Nur kurz zu 2 Punkten:
Kadege hat geschrieben:1. Es gibt ein Gesetz, wonach man als PV-Anlage-Betreiber über kurz oder lang einen Smart-Meter-Zähler braucht. Wozu man den braucht, steht nicht in dem Gesetz.
Es ist das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)

Kadege hat geschrieben:4. Ich kann über ein Webportal meine PV-Anlage beobachten, was ich auch schon auf dem Webportal des Wechselrichterherstellers tun könnte.
Der Zähler des Wechselrichters ist nicht geeicht. Die Auflösung über das Webportal von Discovergy reicht bis auf 2 Sekunden herunter. Das habe ich noch bei keinem Wechselrichterportal gesehen.
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Re: Wir werden Messstellenbetreiber: ComMetering

Beitragvon mbrod » 24.04.2018, 15:05

Kadege hat geschrieben:
joule hat geschrieben:Ich selbst habe mir den ComMetering-Zähler (Forumszähler) bestellt, weil ich gegenüber technischen Neuerungen aufgeschlossen bin und der Zähler meine Elektrogeräte erkennt, deren Verbrauch graphisch darstellt und mir Hinweise zum Stromsparen und der Eigenverbrauchsoptimierung bietet.

Das klingt interessant. Wie erkennt der Zähler die einzelnen Elektrogeräte?

So wie es Algorithmen für die Gesichtserkennung gibt, so gibt es diese inzwischen auch für Elektrogeräte.
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Re: Wir werden Messstellenbetreiber: ComMetering

Beitragvon joule » 24.04.2018, 16:40

mbrod hat geschrieben:
Kadege hat geschrieben:
joule hat geschrieben:Ich selbst habe mir den ComMetering-Zähler (Forumszähler) bestellt, weil ich gegenüber technischen Neuerungen aufgeschlossen bin und der Zähler meine Elektrogeräte erkennt, deren Verbrauch graphisch darstellt und mir Hinweise zum Stromsparen und der Eigenverbrauchsoptimierung bietet.

Das klingt interessant. Wie erkennt der Zähler die einzelnen Elektrogeräte?

So wie es Algorithmen für die Gesichtserkennung gibt, so gibt es diese inzwischen auch für Elektrogeräte.


Genau, eine Waschmaschine erzeugt ein typisches Lastprofi, ein Geschirrspüler ebenfalls. Einen DLE erkennt man sehr leicht an den ausserordentlich hohen Strömen. Ölheizkessel und Kühl-Gefrierschrank werden über 24 h in regelmässigen Abständen ein- und ausgeschaltet. Schwierig wirds mit der Erkennung kleiner LED-Lampen, kleiner Steckernetzteile etc.
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Re: Verständnisproblem Messstellenbetreiber und Smart-Meter

Beitragvon alterego » 24.04.2018, 17:01

Fast OT: irgendwer hat mit genügend genauen Daten sogar schon mal rausgefunden, welches Fernsehprogramm gelaufen ist; aber das braucht man ja nicht mehr, kann man auch bei google & Co erfahren, wer, wann was streamt.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Wir werden Messstellenbetreiber: ComMetering

Beitragvon cybersoft » 24.04.2018, 21:36

mbrod hat geschrieben:Nur kurz zu 2 Punkten:
Kadege hat geschrieben:1. Es gibt ein Gesetz, wonach man als PV-Anlage-Betreiber über kurz oder lang einen Smart-Meter-Zähler braucht. Wozu man den braucht, steht nicht in dem Gesetz.
Es ist das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)

Und das Warum ist in der Kosten-Nutzen-Analyse von EY im Auftrag des BMWi nachzulesen. Ist glaube ich auf der Seite von ComMetering verlinkt
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Re: Wir werden Messstellenbetreiber: ComMetering

Beitragvon ComMetering » 24.04.2018, 22:25

@ Kadege

die ganz nüchterne Zusammenfassung ist ganz objektiv richtig...

Über Sinn und Unsinn des Gesetzes kann man diskutieren, aber das wird das Gesetz nicht ändern, deshalb müssen wir das beste daraus machen. Und ja, es ist unsinnig, dass Du dafür dass jemand Deine Messwerte übermittelt auf einmal 60 Euro zahlen sollst... und ja, auch über der Wechselrichter kannst Du Daten visualisieren

Habe ich was vergessen?


Vergessen nicht aber ausgelassen vielleicht.... Der ganze Unsinn wird nach offiziellem Rollout mindestens 100 Euro Kosten und für die 100 Euro bekommst Du dann nicht mal ein anständige Visualisierung.... Unser Ansatz ist einfach das besser zu machen und irgendwie zu versuchen das Maximum rauszuholen. Das hat einerseits mit dem Preis zu tun, aber wir nehmen uns vor auch andere Probleme in Angriff zu nehmen - beispielsweise einen Stromtarif ohne Messstellengebühr... auch wenn das große Ganze Unsinn bleibt.
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