Verständnisproblem Messstellenbetreiber und Smart-Meter-Zähler

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Re: Verständnisproblem Messstellenbetreiber und Smart-Meter

Beitragvon Bento » 23.04.2018, 18:02

Mir fällt aber gerade ein weiterer Grund für die Einführung der Smartmeter ein: Die Netzbetreiber sehen künftig, wer eine Guerilla-Anlage betreibt und unerlaubt einspeist.

Mal ehrlich: Und was hat der Netzbetreiber davon (außer evtl. Unmengen von Arbeit :wink: )?
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Re: Verständnisproblem Messstellenbetreiber und Smart-Meter

Beitragvon alterego » 23.04.2018, 18:29

Normale Verbraucher (bis 10000kWh/a) werden ja nicht ständig ausgelesen sondern imo standardmäßig, wie bisher, jährlich nur "auf Antrag" bekommt man höhere Auflösung. Schön blöd, wer eine Guerilliaanlage betreibt und 15-Minuten-Messung freischalten läßt.
Sonst hat @Bento ntürlich Recht, der, der den Schaden (der Versorger) hat, hat die Daten nicht und der, der die Daten hat, handelt sich nur einen Haufen Arbet ein, wenn er agiert. Ob angemeldet oder nicht, der VNB braucht ja nur die Daten um sein Netz zu planen...
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Verständnisproblem Messstellenbetreiber und Smart-Meter

Beitragvon joule » 23.04.2018, 19:06

Bento hat geschrieben:
Mir fällt aber gerade ein weiterer Grund für die Einführung der Smartmeter ein: Die Netzbetreiber sehen künftig, wer eine Guerilla-Anlage betreibt und unerlaubt einspeist.

Mal ehrlich: Und was hat der Netzbetreiber davon (außer evtl. Unmengen von Arbeit :wink: )?


Vielleicht hat er die Pflicht, dies den Stromlieferanten mitzuteilen. Die Zählerstände muss der Messtellenbetreiber schliesslich auch übermitteln.
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Re: Verständnisproblem Messstellenbetreiber und Smart-Meter

Beitragvon Bento » 23.04.2018, 19:44

alterego hat geschrieben:....der, der den Schaden (der Versorger) hat, .......

Wieso hat der Versorger den Schaden? Nur weil er weniger Strom verkaufen kann?
Dann müsste jeder Überschusseinspeiser seinen Versorger schädigen.

joule hat geschrieben:
Bento hat geschrieben:
Mir fällt aber gerade ein weiterer Grund für die Einführung der Smartmeter ein: Die Netzbetreiber sehen künftig, wer eine Guerilla-Anlage betreibt und unerlaubt einspeist.

Mal ehrlich: Und was hat der Netzbetreiber davon (außer evtl. Unmengen von Arbeit :wink: )?


Vielleicht hat er die Pflicht, dies den Stromlieferanten mitzuteilen. Die Zählerstände muss der Messtellenbetreiber schliesslich auch übermitteln.

Genau das meine ich ja. Die Netzbetreiber freuen sich bestimmt tierisch darauf, mit den neuen Zählern endlich in der Lage zu sein, Betreibern von Guerilla-Anlagen auf die Spur zu kommen. Die haben ja auch sonst nichts zu tun und wollten immer schon mal FBI spielen. :wink:
Also nochmal: Was hat ein VNB davon, außer Arbeit?
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Re: Verständnisproblem Messstellenbetreiber und Smart-Meter

Beitragvon cybersoft » 23.04.2018, 19:54

Der VNB spart sich den Ableser oder die Postkarte, was aber nicht wirklich der Rede Wert ist ...

Das Große und Ganze ist schon ein Smart-Grid, aber da sind wir noch Lichtjahre von entfernt. Der Überblick wird besser ohne Frage. Andere Länder sind da viel weiter, hatte aber ganz andere Motivation: Italien-Stromdiebstahl, die hauen jetzt alles raus und machen es nach 10 Jahren noch mal ganz neu.
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Re: Verständnisproblem Messstellenbetreiber und Smart-Meter

Beitragvon Bento » 23.04.2018, 20:29

Hier ging es um die Möglichkeit der "Aufspürung von Guerilla-Anlagen" und die Frage, was ein VNB davon hat?

Ansonsten ist schon klar, dass die Digitalisierung der Energiewende dem VNB wertvolle (Plan-)daten zur Stabilisierung seines Netzes liefert und ihm Ablesungsaufwand erspart (was natürlich auch für den Betreiber gilt :wink: )
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Re: Wir werden Messstellenbetreiber: ComMetering

Beitragvon Kadege » 23.04.2018, 23:36

joule hat geschrieben:Im 2. Beitrag von oben hatte ich das bereits in ähnlicher Weise erklärt. !

Tut mir leid, wenn ich so begriffsstutzig bin... Du schreibst von Versorgern und Verbrauchern, als Betreiber einer PV-Anlage sehe ich mich aber nicht als einer dieser Gruppen. Ich dachte, es geht hier um die Schöpfung von Daten aus der PV-Anlage? So kam es mir vor, als ich die Rundmail erhielt.

Es bekomen also auch "normale" Verbraucher so einen Smart-Meter? Was machen die Leute in einem Mehrfamilienhaus, wo die (schon jetzt digitalen) Zähler in einem Zählerraum hängen, wie kommen die denn ins Internet? Und die dürfen auch noch 100 EUR dafür bezahlen`
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Re: Wir werden Messstellenbetreiber: ComMetering

Beitragvon joule » 24.04.2018, 01:24

Kadege hat geschrieben:
joule hat geschrieben:Im 2. Beitrag von oben hatte ich das bereits in ähnlicher Weise erklärt. !

Tut mir leid, wenn ich so begriffsstutzig bin... Du schreibst von Versorgern und Verbrauchern, als Betreiber einer PV-Anlage sehe ich mich aber nicht als einer dieser Gruppen. Ich dachte, es geht hier um die Schöpfung von Daten aus der PV-Anlage? So kam es mir vor, als ich die Rundmail erhielt.

"Einen gesetzlichen Zwang zum Einbau von intelligenten Messsystemen gibt es nur für drei Gruppen:

seit 2017 für Haushalte mit einem Stromverbrauch von mehr als 10.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr
ab 2020 für Haushalte mit einem Stromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr
seit 2017 für Betreiber von Strom erzeugenden Anlagen (zum Beispiel Photovoltaik) mit einer Nennleistung von mehr als sieben Kilowatt (kW)

In allen anderen Fällen bleibt ein intelligentes Messsystem optional. Allerdings kann sich nicht nur ein Verbraucher selbst für ein solches System entscheiden, sondern auch der Messstellenbetreiber kann diese Entscheidung treffen, ohne dass Verbraucher sich hiergegen zur Wehr setzten könnten. Dies kann ab 2020 Stromkunden mit Verbräuchen unter 6.000 Kilowattstunden pro Jahr sowie ab 2018 Betreiber von Neuanlagen mit einer Nennleistung über einem und bis einschließlich sieben Kilowatt betreffen.
https://www.verbraucherzentrale.de/wiss ... mmen-13275

Es bekomen also auch "normale" Verbraucher so einen Smart-Meter? Was machen die Leute in einem Mehrfamilienhaus, wo die (schon jetzt digitalen) Zähler in einem Zählerraum hängen, wie kommen die denn ins Internet? Und die dürfen auch noch 100 EUR dafür bezahlen`

Die Smartmeter übertragen die Daten per Kommunikationsmodul, d.h. per Funk.

Zur Zeit werden ja auch schon die alten Ferraris-Zähler gegen intelligente Zähler ausgetauscht, weil sie angeblich leicht durch Magnete etc. manipuliert werden können. (Drehscheibe bleibt angeblich stehen)

Ich selbst habe mir den ComMetering-Zähler (Forumszähler) bestellt, weil ich gegenüber technischen Neuerungen aufgeschlossen bin und der Zähler meine Elektrogeräte erkennt, deren Verbrauch graphisch darstellt und mir Hinweise zum Stromsparen und der Eigenverbrauchsoptimierung bietet.
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Re: Verständnisproblem Messstellenbetreiber und Smart-Meter

Beitragvon BuBu01 » 24.04.2018, 06:19

Ich habe Schwierigkeiten die immer wieder genannte Zahl von 100 Euro zu verstehen. Sind das einmalige Kosten oder fallen diese jährlich an? Ich habe vor drei Jahren im Zuge der Installation PV die gesamte Elektrik neu machen lassen incl. Zählerschrank. Dabei wurde ein neuer Zähler mit Fernauslesung über Funk installiert. Gestern wurde mein Hausanschluss vom Netzbetreiber wegen zusätzlicher PV durchgemessen. Dieser sagte mir, dass ggf. der neue Zählerschrank ausgetauscht werden muss, da er für die neuen Zähler zu klein ist, gehts noch? Er laberte irgendwas von neuer DIN und laufenden Kosten und eben diesen 100 Euro Maximalgebühr. Wie sind diese zu verstehen?
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Re: Verständnisproblem Messstellenbetreiber und Smart-Meter

Beitragvon ComMetering » 24.04.2018, 07:54

BuBu01 hat geschrieben:Ich habe Schwierigkeiten die immer wieder genannte Zahl von 100 Euro zu verstehen. Sind das einmalige Kosten oder fallen diese jährlich an?


Es sind die jährlichen Kosten. Werden im Gesetz mit Preisobergrenzen (POG) definiert.


BuBu01 hat geschrieben: Ich habe vor drei Jahren im Zuge der Installation PV die gesamte Elektrik neu machen lassen incl. Zählerschrank. .....
Dieser sagte mir, dass ggf. der neue Zählerschrank ausgetauscht werden muss, da er für die neuen Zähler zu klein ist, gehts noch? Er laberte irgendwas von neuer DIN und laufenden Kosten und eben diesen 100 Euro Maximalgebühr. Wie sind diese zu verstehen?


Die VDE-AR-N 4101:2015-09 und E DIN VDE 0603-2-2 sind für die Zählerschrank, sind schon über 2 Jahre in Kraft.
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