Pacht-PV Naturstrom - 8,64 kWp/9,3 kWh ost-west Flachdach

Hier kann jeder seine eigene PV-Anlage vorstellen.

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Re: Pacht-PV Naturstrom - 8,64 kWp/9,3 kWh ost-west Flachdac

Beitragvon Schneemann88 » 12.08.2018, 13:02

Gestern haben wir die erste Megawattstunde voll gemacht nach 26,5 Tagen. Damit liegen wir meines Erachtens doch deutlich über den Prognosen von PVGIS (850) und Naturstrom (760) für diesen Zeitraum. Für mein persönliches Empfinden läuft die Anlage auch mit den Teilverschattungen und der Ost-West-Ausrichtung gut. Sicherlich hatten wir zumindest einen überdurchschnittlichen aber sehr heißen Juli und ich will mal nicht zu euphorisch sein. Aber der August ist dann doch eher wieder durchschnittlich vom Wetter her.

Die Autarkie liegt bei gefühlten 100 Prozent. Wenn ich das richtig beobachte, entsteht Netzbezug nur bei Lastspitzen. Hier ist der Speicher wohl zu träge? Wir sprechen hier aber nur von einer kWh pro Monat.

Das E-Auto ist nun auch endlich aus der Werkstatt zurück und wir haben es inzwischen mit PV geladen. Klappt so, wie ich mir das vorgestellt habe. Wir laden über einen NRGKick an einer CEE/Schuko-Kombi mit 16 A. Wenn die Sonne scheint, stelle ich ihn auf 3,7 kW ein, ansonsten auf 2,3 kW. Reicht die Leistung nicht, springt der Speicher ein. Im Endeffekt stehen bei Sonnenuntergang Auto und Hausspeicher bei 100 Prozent. Wenn wir diese Autarkie von April bis September weitestgehend hinkriegen würden, wäre ich schon sehr zufrieden.

Eingespeist haben wir in der Zeit 750 kWh. Wenn ich die im Winter abzüglich der Lagerungsverluste wiederhaben könnte, bräuchte ich überhaupt kein Kohlekraftwerk mehr.

Wir haben uns nun für die Regelbesteuerung entschieden. Somit senken sich unseren Ausgaben für die Pacht über 18 Jahre auf 32.875,20 Euro. Die Alternative wäre Kauf über Vollfinanzierung mit Zinsen, Wartung und Versicherung und Reparaturen/Gerätetausch über 18 Jahre gewesen. Wie wir im Steuerbereich ( finanzen-steuern-f9/steuerliche-behandlung-bei-pachtmodell-t124909.html ) ermittelt haben, gleichen alleine die Finanzierungszinsen die Preise deutlich an. Jeder möge für sich ausrechnen, wieviel Aufpreis wir für genau diese Anlage investieren.

Unser Installateur ruft pro kWp 1400 Euro für vernünftiges Material auf. Dafür ist er auch jederzeit auf den modernenen Kommunikationswegen erreichbar und hat Dampf gemacht, dass unsere Anlage nur eine Woche nach IBN offiziell ans Netz gegangen ist. Er ist auch der Meinung, dass wir an den Wechselrichter noch mehr Module ranhängen können. Das wäre mit der Anschaffung einer Brauchwasserwärmepumpe für uns sicherlich interessant. Für fünf Module habe ich noch unverschatteten Platz auf dem Dach. Der Installationsaufwand ist minimal und wir können jederzeit erweitern, da wir unter 10 kWp bleiben.

@Roland81 Wie du ja gerade bei GE selbst schreibst, hast du eine Bastelanlage mit ähnlichen Leistungwerten für 16.000 Euro Anschaffung. Ich bin aber kein Bastler sondern nur Nutzer und die o.g. Folgekosten inkl. Finanzierung musst du in meinem Fall auch mit einrechnen.

Insgesamt sind wir mit unserer Entscheidung super zufrieden. Es ist schon ein geniales Gefühl, sich mit dem eigenen Strom fortzubewegen und wir sind gespannt, wie lange wir mit unserer Energie auskommen, bis wir wieder auf Netzbezug angewiesen sind.
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Re: Pacht-PV Naturstrom - 8,64 kWp/9,3 kWh ost-west Flachdac

Beitragvon Roland81 » 12.08.2018, 13:35

Öhm das einzige was "gebastelt" ist, ist der Umbau der Wallbox so dass der Ladestrom PV abhängig gesteuert werden kann. Die PV wurde von Fachfirmen installiert.
Die Anlage ist über 12 Jahre finanziert. In der Zeit habe ich +- keine Einnahmen/Ausgaben.
Mit der Kostendifferenz kann ich dann noch 2,5× WR und Speicher tauschen oder steck es in die Haustilgung was mir dann die nächsten 16 Jahre je 480 Euro Zinsen spart.
Deine Freude an der Anlage kann ich absolut nachvollziehen. Geht mir auch so.
Speicher voll, Auto voll und es kommen 7500 Watt vom Dach..ich brauch ein 2.Eauto

Der Vollständigkeit halber: seit 20.7
Ertrag 1.089,4kWh
Hausverbrauch 454,4kWh
Eigenverbrauch 441,4kWh
Eigenverbrauchsquote 40,5%
Autarkiegrad 97,1%
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Re: Pacht-PV Naturstrom - 8,64 kWp/9,3 kWh ost-west Flachdac

Beitragvon E-Energy » 12.08.2018, 14:03

Hier wurde zum Thema soweit alles schon gesagt, ich hätte aber noch eine Frage zum Pachtmodell.

Du hast Anlage und Speicher für 18 Jahre gepachtet, Die Module klammere ich jetzt mal aus, aber was passiert wenn der Speicher innerhalb der 18 Jahren unter 60/70 % Leistung rutscht oder der Wechselrichter ausfällt. Bekommst du dann von Naturstrom einen neuen zur Verfügung gestellt? Das wäre ein Punkt für mich dem ich den Pachtmodell zumindest zugute halten würde.
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Re: Pacht-PV Naturstrom - 8,64 kWp/9,3 kWh ost-west Flachdac

Beitragvon Schneemann88 » 12.08.2018, 14:12

16.000 ist dann aber schon ein sehr sportlicher Preis. Mein Speicher plus Wechselrichter ohne Aufbau kostet schon die Hälfte deiner ganzen Anlage. Aber Hauptsache wir haben beide die PV auf dem Dach. Darauf kommt es an. Bei mir wird gerade der Speicher beim Autoladen angeknabbert, weil es bewölkt ist. Aber bis heute abend ist der auch wieder voll.
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Re: Pacht-PV Naturstrom - 8,64 kWp/9,3 kWh ost-west Flachdac

Beitragvon Schneemann88 » 12.08.2018, 14:15

E-Energy hat geschrieben:Hier wurde zum Thema soweit alles schon gesagt, ich hätte aber noch eine Frage zum Pachtmodell.

Du hast Anlage und Speicher für 18 Jahre gepachtet, Die Module klammere ich jetzt mal aus, aber was passiert wenn der Speicher innerhalb der 18 Jahren unter 60/70 % Leistung rutscht oder der Wechselrichter ausfällt. Bekommst du dann von Naturstrom einen neuen zur Verfügung gestellt? Das wäre ein Punkt für mich dem ich den Pachtmodell zumindest zugute halten würde.


Ja natürlich ist das so. Ich bin ja innerhalb der Pachtzeit kein Besitzer und Naturstrom ist für den ordnungsgemäßen Betrieb innerhalb der Leistungsparameter verpflichtet. Auf mich werden definitiv in den nächsten 18 Jahren keine weiteren Kosten zukommen.

Deshalb reite ich ja immer drauf herum, dass das mit in die Rechnung gehört. Man kann nicht nur Kaufpreis mit Pacht vergleichen.
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Re: Pacht-PV Naturstrom - 8,64 kWp/9,3 kWh ost-west Flachdac

Beitragvon Roland81 » 12.08.2018, 14:21

*prost*
Speicher+Hybridwechselrichter ca. 6300Euro. Bleiben knapp 10000 für Module, Unterkonstruktion, Montage etc. Extra Wechselrichter entfällt ja.
D.h. der PV Teil war eigentlich zu teuer.
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Re: Pacht-PV Naturstrom - 8,64 kWp/9,3 kWh ost-west Flachdac

Beitragvon E-Energy » 12.08.2018, 14:34

Es geht hier ja wie eingangs beschrieben nicht um eine Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Sondern nur darum ein Finanzierungsmodell mit seinen Vor und Nachteilen vorzustellen.
Das dieses Modell für praktisch 99% nicht geeignet/wünschenswert ist sollte schon seit dem Threadstart klar sein.

Wer es darauf anlegt als Hobby Speicher in den Grenzbereich zu fahren und in den 18 Jahren voraussichtlich entsprechend viele Speicher verschleißt kann es sich ja zumindest mal ansehen.
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Re: Pacht-PV Naturstrom - 8,64 kWp/9,3 kWh ost-west Flachdac

Beitragvon Schneemann88 » 12.08.2018, 14:46

Darum geht es mir ganz bestimmt nicht. Ich bin froh, wenn der Speicher die 18 Jahre und gerne noch ein wenig länger durchhält und in 20 oder 25 Jahren hoffentlich vernünftig recycelt wird. Mir geht es um einen sauberen energetischen Weg in die Zukunft. Ich weiß, dass viele den Hausspeicher als nicht sinnvoll ansehen. Ich sehe das anders. Zurzeit mag das auch zutreffen, aber in 10 Jahren, wenn PV hoffentlich wesentlich verbreiteter ist, sieht das schon anders aus. Ich produziere mit einer nicht übermäßig großen PV mehr Strom, als ich für meine Mobilität und meinen Hausstrom inkl. warmes Wasser benötige.

Von der wirtschaftlichen Seite her geht es mir nur darum, zu zeigen, wie es mit der Pacht läuft und dass es nicht so überzogen teurer ist, wie hier anfangs behauptet wurde.
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