Meine Victron ESS Anlage

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Re: Meine Victron ESS Anlage

Beitragvon mmmpv » 28.07.2018, 15:20

Folgend Bilder von den wichtigsten Komponenten. Zuerst das ESS selbst (Bilder sind von vorigem Jahr, kurz vor Fertigstellung):

VictronQuattros.jpg


Ganz unten ist die DC Verteilung. In den dicken Kabelkanälen die DC Kabeln, oben plus unten minus.
Darüber die beiden Boxen führen DC zusammen, links plus, rechts minus.
Darüber die 3 x Quatto 10k.

Der große Kasten darüber ist die AC Verteilung.
Strom vom Netz rein (links unten), gleich danach der Netzanlagenschutz (Vorschrift).
Die beiden dicken Bypass-Schalter zum Umgehen des ESS Systemes.
Und etwas Kleinzeug.

Auf der rechten Seite ein Fronius, unten rechts 2 x dicke MPPTs.
Jedes Teil brav abgesichert mit Neozed oder NH - je nach Stromstärke.

Ach ja - das "Hirn", also das CCGX ist oberhalb des rechten Quattros.
Fronius kommuniziert per LAN (Modbus TCP) mit dem CCGX.

So weit findet man Beispiele auf der umfangreichen Victron Webseite / youtube.


Nun meine eigene "Spinnerei", das Backup vom Backup (der rechte Teil des Bildes):

Gesamt.jpg


Das Gelbe ist der Generator, Auspuff nach draußen.
Rechts daneben die graue Box gehört zum Generator und startet diesen bei Netzausfall. Und lädt die 12 V Batterie des Generators.
Hab mir lange überlegt, den Generator vom CCGX steuern zu lassen - nö gefällt mir nicht. Und die Komponenten waren schon da.
Rechts unten die Box sind einfach nur Steckdosen zum schnellen Anstecken im Notfall.
Die beiden blauen Boxen auf der rechten Seite sind nun:
Links = das Ladegerät (welches vom Generator mit Strom versorgt wird), rechts der Wechselrichter.
Beides ohne Kommunikation, nur mit dem Akku per DC verbunden.
Wenn Generator und / oder Inverter angeworfen werden, merkt das ESS nur, dass da "jemand" oder "etwas" Strom auf DC Seite liefert oder saugt - und zeigt es an.

Der große "weisse Fleck" in der Mitte ist Platz für noch einen Fronius und noch 2 x MPPTs - für die Zukunft.
Notwendige Kabeln dazu sind auch schon in den Kanälen, damit es später schnell gehen kann.

Die anderen beiden Froniusse sind bei den Carports und kommunizieren ebenfalls per LAN mit dem ESS.

Hoffe das ist halbwegs verständlich erklärt... :D
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Re: Meine Victron ESS Anlage

Beitragvon alexNOE » 29.07.2018, 08:38

jetzt bin ich platt. Das ist ja weit von einer "normalen" Anlage fürs EFH entfernt. Sehr schön.
wenn du einen Spannungswächter hättest, würdest du es wissen: https://www.netz-noe.at/Netz-Niederoste ... chter.aspx
War bei mir ein Thema und musste alles für einen 10kVA WR geprüft werden. Den Ertrag finde ich super.
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Re: Meine Victron ESS Anlage

Beitragvon cti » 29.07.2018, 08:53

Thumbs up!

:danke: für die Bilder!
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Re: Meine Victron ESS Anlage

Beitragvon alterego » 29.07.2018, 15:56

Kommt mir alles ewas eng vor, wenn pezi da mitgeredet hat, werden die Abstände schon passen. Ich hätte wohl ein Fenster zugemauert und den Heizkörper entfernt um es übersichtlicher anordnen zu können 8)
Den Speicher sieht man auf dem unteren Bild links gerade noch?

OT:
alexNOE hat geschrieben:wenn du einen Spannungswächter hättest, würdest du es wissen: https://www.netz-noe.at/Netz-Niederoste ... chter.aspx

Vielleicht sollte man denen mal sagen, daß man bei sehr vielen WR P(U) einfach nur konfigurieren muß und es da keine Zusatztechnik braucht, die auch noch auf (Strom-)Kosten des Betreibers läuft.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Meine Victron ESS Anlage

Beitragvon mmmpv » 29.07.2018, 20:22

@cti Thx!

@alexNOE: Ich musste diesen Netzbezugsvertrag machen, da wollten sie alle möglichen Infos zu den verbauten Teilen - wobei eigentlich nur Wechselrichter und den Netzanlagenschutz.
Da sowohl Fronius, als auch Victron je nach Spannung und Frequenz automatisch (ab)regeln dürfte das wohl die EVN befriedigt haben.
Der Netzanlagenschutz (NAS) ist dann die letzte Kontrollinstanz, der notfalls trennt - sowieso nötig für den Inselbetrieb, um Rückspeisung bei Blackouts zu verhindern.
Die Funktion der Abschalterei ist auch interessant zu beobachten:
Blackout, NAS trennt. Strom da, NAS sieht sich 60 Sekunden lang die Güte des Stromes an und schaltet dann durch.
Victron bekommt Strom, schaltet aber noch nicht durch. Sieht sich auch eine Zeit lang die Situation an, beginnend mit Phase 1 werden die Phasen Grid / Off-Grid angenähert, wenn alle 3 Phasen übereinstimmen - schaltet Victron auf Netz.
Bin da sehr neugierig - beim ersten "Auf-Grid-Schalten" beobachtete ich per Multimeter wie sich Phase 1 annäherte bis diese ident waren.
Aber es passierte nichts. Ich sehe die beiden Phasen 2 an, aber die sind 400 V auseinander. Hä? Dann "aha"! Drehrichtung. Phase 2 und 3 vertauscht, und dann hörte ich erstmals das "Klack-Konzert". Anlage on grid...
Will damit sagen, dass Victron+NAS schon eine ziemliche Sicherheit zu bieten scheint. Was auch immer am Grid nicht passt, es wird getrennt. Kommt glücklicherweise extrem selten bei uns vor. Aber ab und zu will jemand sehen wie das funktioniert, dann ziehe ich eine Sicherung vom Grid...

@alterego: Ja, das ist eine Erkenntnis - Platz kann niemals genug sein! War auch kurz davor das Fenster zu opfern und auch den nie benutzten Heizkörper. Aber beides störte dann doch nicht.
Auf dem Bild sieht alles so klein aus - die Trümmer sind riesig und schwer. Keine Sorge, die Abstände passen. Bei jedem Teil laut Anleitung penibel alles eingehalten. Auch die div. Drehmomente.
Ja, der Pezi hat mir mehrere Male zur Vorsicht geraten und mich zur Sorgfalt ermahnt...
Apropos Abstände: der Grund ist ja auch die thermische Situation, das Zeug muss "atmen" können.
Aus diesem Grund hat dieser Raum (gleichzeitig Serverraum) eine besondere Funktion - Wärmequelle.
In den warmen Zeiten sorgt eine Klimaanlage für ca. 22-24 Grad. Der Luftstrom zirkuliert, in Bodennähe (wo die ESS Teile stehen) sogar etwas kühler.
Dazu eine "kleine" Story:
In den ersten Tagen beobachtete ich das Display vom CCGX. 3,5 kW Grundlast. Ein Stromdieb war eine total ineffiziente Klimaanlage. Wurde ersetzt. Jetzt ist es viel kühler und braucht viel weniger Strom.
Dann sah ich ab und zu wieder so 1-1,5 kW am Display. Was war das? Der Brauchwasser-Boiler.
Blöd. Ich kühle den Technikraum und gleichzeitig brauche ich Strom zur Brauchwasserbereitung.
Also Wärmepumpe, Zuluft aus dem Technikraum. Funtionert klasse, aber die Temperatur im Raum ändert sich nur kurzzeitig. Blöd und gut zugleich.
Dann kam die Zwischensaison. Die Klimaanlage läuft noch im Technikraum, gleichzeitig heizen wir das OG mit Öl. Da muss was gehen.
Recherchiert, was es denn da für Wärmepumpen gibt. Alles sauteuer oder nie gemacht, man findet nur Berichte von anderen Firmen mit z. B. Servern, die die Abwärme nutzen (wollen).
Dann dachte ich mir: warum nicht noch so eine Brauchwasserwärmepumpe reinstellen, direkt in den Technikraum, und damit die Ölheizung unterstützen?
Installateur sagte geht nicht, ich sagte dann "ich probiers". Kostet ja nicht die Welt.
Was soll ich sagen: Endergebnis: Ölverbrauch auf ca. 10 % gesunken, Temperatur geht im Winter nicht unter 16 Grad im Technikraum, obwohl die WP dauerhaft läuft. Und der ganzen Technik tut es gut.

Hier mal ein Bild:

WP.jpg


Links oben sieht man das Zuluftrohr zur Brauchwasser-WP. Darunter die bereit liegenden Verlängerungskabel für Notfälle.
Und dann rechts die zusätzliche (idente) Brauchwasser-WP, die für die Rücklaufanhebung der Ölheizung zuständig ist.

Ich schiebe mal das Thema "Rentabilität" ein, in Kurzform. Die (nicht berauschende) Rentabilität des ESS hat sich aus ganz unerwarteten Gründen verkürzt:
- ich fand Stromdiebe (ca. Eur 600 / Jahr)
- der Serverraum ist nun viel kühler (Lebensdauer)
- der Ölverbrauch ist dramatisch gesunken (ca. Eur 1000 / Jahr)

Also zu Abständen der Komponenten: die passen, aber wichtiger ist der Zweck: Temperatur / Belüftung. Und das passt hervorragend.
Die Akkus befinden sich in einem Nebenraum, mit Belüftung und H2 Wächter - sicher ist sicher.

Sorry für den langen Text :D

Grüße, mmmpv
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Re: Meine Victron ESS Anlage

Beitragvon pezibaer » 30.07.2018, 11:51

Winke Winke*

mmmpv hat geschrieben:Auch wenn ich ihn zwischenzeitlich "gehasst" habe - was man da alles für Trümmer braucht, um auch ein wirklich sicheres System zu haben... das habe ich dann verstanden, danke Pezi!


Jo manchmal wars net einfach :P , ich war ja anfang sehr skeptisch bei dir ob du wirklich sowas machen willst... vorallem immer dann wenn sich jemand selbst schon recht viel vorinformiert hat und gewisse Sachen dann anderst vorgstellt hat. wirds oft etwas schwierg gewissen meinungen wieder zu revidieren oder dinge umzuwerfen die so in der PRaxis eher unpraktisch sind.,. aber im Endeffekt lässt sich sowas immer erklären warum. Was anfang oft noch unverständlich und frustrierend ist wird einem dann einfach mit der Zeit dann klar wenn man bissal hinter die Kullissen dann blickt. War unterm Strich keine kleine Anlage. Was dann unterrm Strich in ein Freunschaftliches Verhältniss übergeht weil man sich einfach enorm viel und lange darüber unterhält, da waren ja einige gespräche bis in die späten Morgenstunden :)

Die Generatordiskussion hab ich noch gut in Erinnerung, da hab ich mich einfach nicht durchsetzen können, den wolltets unbedingt behalten.. :P :lol:

mmmpv hat geschrieben:Ein Bild auf die Schnelle vorab - die Software, die ich für mich gebaut habe um das System etwas zu "pimpen".
SW.jpg



nice.. das hast mir noch garnie gezeigt .. funktionalität steht immer über optik.. die mußt mir mal life zeigen

lg Peter
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Re: Meine Victron ESS Anlage

Beitragvon mmmpv » 06.08.2018, 22:37

@ pezibaer: danke!

Ich hab mich nun die letzte Woche mit meiner Steuerungssoftware gespielt, hatte ein paar Herausforderungen zur Optimierung zu lösen.

Meine Software kommuniziert per Modbus TCP mit folgenden Geräten:
- Victron CCGX
- 3 Fronius Symo Wechselrichtern
- 2 Ladestationen mit Phoenix Controller

Falls jemand Hilfe beim Umsetzen / Kommunizieren mit den oben genannten Komponenten braucht, bitte melden. Da und dort gab es ein paar Sachen, die nicht gleich klappten - jetzt kenne ich die div. Probleme / Lösungen.

Diese Dinge habe ich umgesetzt:
- max. Einspeiselimit durch dynamische Reduktion der Fronius-Wechselrichter
- Optimierung der CCGX Optionen je nach Situation bzw. Sonnenprognose der folgenden Tage
- Steuerung der Ladestationen (starten / stoppen und Anpassung der Stromstärke)

Zwecke sind immer dieselben: nur keinen Strom verschenken, nutzen statt einspeisen, Stromschnorrer finden und optimieren

Ach ja - hatte Riesenangst, dass ich einen Fehler mache oder die Kommunikation unterbricht und dadurch zu viel eingespeist wird. Das kriegt der Stromzähler mit (15 min Durchschnitt). Lösung ganz einfach: Fronius kann es, dass wenn per Modbus eine Zeit lang nichts kommt (2 Minuten), ein fixes, niedriges Notfall-Leistungslimit verwendet wird. Perfekt...

Grüße, mmmpv
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Re: Meine Victron ESS Anlage

Beitragvon Toni1965 » 07.08.2018, 10:45

Die Bezeichnung der beiden Firmen "Freekbude".....gefällt mir sehr! :D
Grüße Toni.
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