Erst Süd, dann Nord - Erfahrungen

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Erst Süd, dann Nord - Erfahrungen

Beitragvon Jackson76 » 07.03.2018, 17:33

Hallo zusammen,
ich lese bereits seit fast 3 Jahren sehr interessiert mit und habe viele der genannten Tipps gerne beherzigt.
So kam es Ende 2015 zur Errichtung meiner ersten PV-Anlage auf unserem EFH in 84048. Verbaut wurde eine 7,7 kWp-Anlage mit IBC Solar Monosol Modulen und Fronius WR mit 70 weich. Ausrichtung ist -26 Grad, DN 22 Grad. Verschattung gibt es keine. Die Anlage hat jetzt zwei volle Jahre hinter sich und jeweils knapp über 1100 kWh/kWp gebracht. Damit bin ich mehr als zufrieden.

Mein Eigenverbrauch lag jeweils bei 41%, die Autarkie bei gut 50%, auch das finde ich sehr gut. Gesamtstromverbrauch waren etwa 7000 kWh pro Jahr. 2000 kWh entfallen davon etwa auf ein eAuto. Da ich die Anschaffung eines zweites eAutos plane und die Kinder aus dem Kleinkindalter langsam rauswachsen, wurde mir die Anlage zu klein. Also:

Zweite Anlage auf das NNW-Dach. Die ist seit gestern in Betrieb. Aber erst mal die Eckdaten. DN und Ausrichtung analog zur Südanlage, halt 180 Grad gedreht. Schatten durch einen Kamin am westlichen Giebel. Verbaut wurden 8,84 kWp mit Winaico PERC Modulen und ein WR Fronius. Dazu drei Moduloptimierer. Der zweite WR hängt als Slave am ersten, die 70-weich-Regelung wird nun für beide Anlagen saldiert, eine Abregelung ist also in keinem Fall mehr zu erwarten. Ich dürfte rund 12 kW einspeisen, das wird nie passieren.

Laut PVGIS sollten rund 740 kWh/kWp möglich sein, dann würde die Anlage ab dem 12. Jahr Gewinn einspielen. Die Südanlage wird sich schon nach 8,5 Jahren rechnen. Ich hoffe jetzt auf mehr Autarkie und einen um etwa 1000 kWh höheren Eigenverbrauch.

Was sich jetzt schon zeigt: an bewölkten Tagen liegt Nord fast auf dem Niveau von Süd.

Soviel bis hierhin.

Fragen beantworte ich gerne.

Gruß, Jackson.

Ich seh grad, das ist nicht der perfekte Themenbereich. Hätte in "Meine Anlage" gemusst. Vllt. könnte es bitte jemand verschieben?
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Re: Erst Süd, dann Nord - Erfahrungen

Beitragvon Jackson76 » 08.03.2018, 14:54

Heute an einem überwiegend sonnigen Tag zeigt sich, dass Süd auf bis zu 90 % Generatorleistung hochgeht, im Norden ist bei 36 bis 38 Prozent der installierten Leistung Schluss. Bisher heute 2,9 kWh/kWp auf S, 1,2 kWh/kWp auf N.

Gruß, Jackson.
Zuletzt geändert von Jackson76 am 08.03.2018, 15:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erst Süd, dann Nord - Erfahrungen

Beitragvon seppelpeter » 08.03.2018, 15:08

Jackson76 hat geschrieben:Zweite Anlage auf das NNW-Dach. Die ist seit gestern in Betrieb. Aber erst mal die Eckdaten. DN und Ausrichtung analog zur Südanlage, halt 180 Grad gedreht. Schatten durch einen Kamin am westlichen Giebel. Verbaut wurden 8,84 kWp mit Winaico PERC Modulen und ein WR Fronius. Dazu drei Moduloptimierer. Der zweite WR hängt als Slave am ersten, die 70-weich-Regelung wird nun für beide Anlagen saldiert, eine Abregelung ist also in keinem Fall mehr zu erwarten. Ich dürfte rund 12 kW einspeisen, das wird nie passieren.


Wie sieht diese Master - Slave Schaltung aus? Wurde ein Fronius Energy Meter mit der 1. Anlage verbaut?
BTW: Du wirst im Sommer sicher in die 70% Abregelung kommen, wenn der Verbrauch im Haus nicht hoch genug ist.
Bei DN22 läuft das NNW Dach im Sommer annähernd so gut wie Süden.

Laut PVGIS sollten rund 740 kWh/kWp möglich sein, dann würde die Anlage ab dem 12. Jahr Gewinn einspielen. Die Südanlage wird sich schon nach 8,5 Jahren rechnen. Ich hoffe jetzt auf mehr Autarkie und einen um etwa 1000 kWh höheren Eigenverbrauch.


Du vergißt vielleicht, dass WR kaput gehen werden.
Sind dann eher 14-15 Jahre für Nord und 10-11 Jahre für Süd, aber immer noch ok.

Schau mal in den Nord-Dach-Erfahrungs Thread.
Meine kleine Nordanlage stelle ich auf Seite 17 vor.
allgemeine-anlagenplanung-f69/nord-dach-erfahrungen-t102548.html
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Re: Erst Süd, dann Nord - Erfahrungen

Beitragvon Jackson76 » 08.03.2018, 15:21

seppelpeter hat geschrieben:Wie sieht diese Master - Slave Schaltung aus? Wurde ein Fronius Energy Meter mit der 1. Anlage verbaut?
BTW: Du wirst im Sommer sicher in die 70% Abregelung kommen, wenn der Verbrauch im Haus nicht hoch genug ist.
Bei DN22 läuft das NNW Dach im Sommer annähernd so gut wie Süden.


Der zweite WR, ein Light-Modell, nutzt das entsprechende Datenmodul des ersten WR, der wiederum an dem Fronius Energy Meter hängt.
Im Sommer schafft S meist nicht mehr als 70 %, allein schon wegen der Temperatur. Davor ist es oft auch deutlich mehr, aber da hängt dann N weit hinterher. Und die beiden Anlagen werden am Einspeisepunkt kumuliert, ich dürfte also inkl. Grundlast knapp 12 kW produzieren - eher unwahrscheinlich.

seppelpeter hat geschrieben:Du vergißt vielleicht, dass WR kaput gehen werden.
Sind dann eher 14-15 Jahre für Nord und 10-11 Jahre für Süd, aber immer noch ok.


Ich habe in beiden Fällen eine Garantiedauer von 10 Jahren. Aber sicher kann der auch danach direkt kaputt gehen.
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Re: Erst Süd, dann Nord - Erfahrungen

Beitragvon hgause » 08.03.2018, 16:00

Hast Du eine ungerade Anzahl an Modulen auf den beiden Dachseiten, oder warum hast Du das nicht mit einem z.B. SYMO 12.5-3-M verschaltet? Oder war das für Dich keine Überlegung wert?
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Re: Erst Süd, dann Nord - Erfahrungen

Beitragvon Jackson76 » 08.03.2018, 16:06

hgause hat geschrieben:Hast Du eine ungerade Anzahl an Modulen auf den beiden Dachseiten, oder warum hast Du das nicht mit einem z.B. SYMO 12.5-3-M verschaltet? Oder war das für Dich keine Überlegung wert?


Die Südanlage läuft schon seit 2 Jahren, Nord kam jetzt dazu. Da war ein zweiter WR einfach wirtschaftlicher. Zudem sind es in Summe vier Strings, je zwei auf SSO und NNW.
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Re: Erst Süd, dann Nord - Erfahrungen

Beitragvon seppelpeter » 08.03.2018, 16:08

Das wird wohl einfach so gewachsen sein.
Ich habe 2014 auch nicht daran gedacht, dass ich 2016 mal eine Dachgaube auf Nord bauen werde, sonst hätte ich mir in 2014 gleich den SMA STP6000 an die Wand gehängt. Heute habe ich also 2 WR und auf STP6000 wird umgestellt, wenn der SB4000TL-21 hops geht.

Interessant wäre noch, welche Fronius WR der TS da am Start hat bei 7,7 (Süd) und 8,8WKp (Nord) :?: :juggle:
Ich tippe auf zwei Symo7KVA wovon der auf Nord "light" ist.
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Re: Erst Süd, dann Nord - Erfahrungen

Beitragvon Jackson76 » 08.03.2018, 16:16

seppelpeter hat geschrieben:Interessant wäre noch, welche Fronius WR der TS da am Start hat bei 7,7 (Süd) und 8,8WKp (Nord) :?: :juggle:
Ich tippe auf zwei Symo7KVA wovon der auf Nord "light" ist.


Ist wie bei dir. War anfangs so nicht geplant.
Ich habe folgenge WR im Einsatz:
Süd: Fronius Symo 8.2-3-M
Nord: Fronius Symo 6.0-3-M
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Re: Erst Süd, dann Nord - Erfahrungen

Beitragvon hgause » 08.03.2018, 16:16

Jackson76 hat geschrieben:Die Südanlage läuft schon seit 2 Jahren, Nord kam jetzt dazu. Da war ein zweiter WR einfach wirtschaftlicher. Zudem sind es in Summe vier Strings, je zwei auf SSO und NNW.

Ich war nur neugierig, denn grundsätzlich kann man einen 2 Jahre alten WR auch noch gut verkaufen. Dann hätte es preislich aufs Gleiche rauskommen können, aber man hätte eine Fehlerquelle weniger gehabt. Dass es je 2 Strings sind, ist mir bewusst - deshalb ja die Frage nach ungerader Anzahl an Modulen. Bei gerader Anzahl und wie genannt kein Schatten, wären je 2 Strings parallel kein Problem gewesen.
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Re: Erst Süd, dann Nord - Erfahrungen

Beitragvon Jackson76 » 08.03.2018, 16:18

ja, beide Male ungerade Zahl. Dazu ein wenig Schatten auf Nord durch Kamin.
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