Protest im Namen der Energiewende

VonInes Rutschmann

Protest im Namen der Energiewende

Rund 16.000 Menschen aus ganz Deutschland haben heute in Berlin für die Energiewende und gegen die beabsichtigte Deckelung des Ausbaus erneuerbarer Energien demonstriert. Unter dem Schlachtruf „Keine Kohle, kein Atom, wir wollen Ökostrom“ bewegten sie sich vom Hauptbahnhof zur Friedrichstraße und von dort weiter zum Regierungsviertel und umzingelten das Kanzleramt. Organisiert hatte die Demonstration die Organisationen Attac, .ausgestrahlt, Campact, Naturfreunde Deutschlands und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz.

Mit der Beteiligung der Bürger können die Veranstalter sicher zufrieden sein. Es zeigte sich jedoch nicht ein Politiker auf der Bühne vor dem Hauptbahnhof mit Ausnahme von Michael Müller (SPD), der in seiner Funktion als Bundesvorsitzender der Naturfreunde sprach. Er kritisierte, dass die Politik bis heute kein Konzept für die Energiewende entwickelt habe. „Fangt endlich an, über das Notwendige zu reden. Dann reden wir, wie es machbar ist“, rief der ehemalige Staatssekretär von Sigmar Gabriel im Umweltministerium seinen Politikerkollegen zu. Unter den Demonstrierenden fanden sich zudem Vertreter der Parteien Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, der ÖDP und der MLPD, jedoch keine namhaften Politiker.

Demonstration für die Energiewende am 30. November 2013 in Berlin

Demonstration für die Energiewende am 30. November 2013 in Berlin

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Die Organisatoren kündigten weitere Proteste an, wenn Union und SPD – vorausgesetzt sie gehen eine Koalition miteinander ein – von den bisher genannten Plänen zur Begrenzung des Ausbaus erneuerbarer Energien nicht abrückten. „Wir sagen denen den Kampf an. Das EEG muss bleiben und die alten Energien müssen gehen“, sagte Jochen Stay von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt. Noch sei die Energiepolitik aber nicht entschieden. Es gebe in Union und SPD Vertreter, die sich für die Energiewende einsetzten.

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Ines Rutschmann editor