Wieviele Strings am Kostal Plenticore Plus ?

PIKO-Wechselrichter (1phasig und 3phasig), Zubehör etc.

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Re: Wieviele Strings am Kostal Plenticore Plus ?

Beitragvon Weidemann » 03.10.2018, 10:14

Das Planungstool bildet im Idealfall nur die technischen Daten ab, und ist in jedem Fall objektiv was die Hersteller-Freigabe für die Installation angeht! Je nach Tool muss man aber selbst auch noch mitdenken, weil nicht alle Spezialfälle erschlagen werden.

Und siehe da, im Datenblatt des Plenticore wird man fündig:
max. Eingangsspannung 1000V
max. MPP-Spannung (625)V -> veraltete Zahl, neue siehe weiter unten!
max. Arbeitsspannung (800)V -> veraltete Zahl, neue siehe weiter unten!

Wenn der MPP-Tracker wirklich nur bis 625V raufkommt, wozu gibts dann die höhere "Arbeitsspannung" und die max. Spannung von 1000V? Sind die nur für anzuschließende Hochvolt-Batterien?

@Tigerchen78, wieso solls überhaupt der Plenticore werden? Und nicht z.B. ein Piko 5.5 NG? Bei dem gingen wohl alle Module in einen String.

Generell gibts bei Kostal ein ungeklärtes Problem mit Schattenmanagement in Verbindung mit niedrigen Stringspannungen. Solang das nicht geklärt ist würd ich keinen 10er/11er-String in Verbindung mit Schatten installieren!
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Re: Wieviele Strings am Kostal Plenticore Plus ?

Beitragvon zooom » 03.10.2018, 10:18

Könnte es sein (ich weiß es nicht), daß diese Angaben die Grenzwerte angeben, ab denen die Gefahr besteht, daß der WR abrauchen könnte, die anderen Werte die Idealvorgaben darstellen?
Gruß Thomas

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Re: Wieviele Strings am Kostal Plenticore Plus ?

Beitragvon Broadcasttechniker » 03.10.2018, 10:28

Da sollte sich Kostal mal zu äußern und Topologie und Konzept offenlegen.
Das ist kein Verrat von Betriebsgeheimnissen.
Die maximale mppt Spannung sollte, ich sage sollte, mit der Arbeitsspannung übereinstimmen.
In dem Moment wo ich den Boostkonverter eines Strings überfahre geht die Zwischenkreisspannung eben hoch und ich muss das mppt mit dem Buckkonverter (Sinusformung) machen. Der zweite oder dritte Bostkonverter hat sich dann an die jeweilig höhere Zwischenkreisspannung anzupassen.
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Re: Wieviele Strings am Kostal Plenticore Plus ?

Beitragvon Weidemann » 03.10.2018, 10:59

Korrektur: Die oben genannnten Spannungen 625V und 800V standen nur in einer Vorabversion des Datenblatts.
In der aktuellen Version steht dagegen: 120V-720V MPP-Arbeitsspannungsbereich, soweit so gut.

Weiter verwirrend ist aber die "maximale Arbeitsspannung" von jetzt 900V, was soll das bedeuten? (Für die Batterie gilt das nicht, die hat einen Bereich bis max. 500V.)
Es bleibt also die Frage an Kostal: was bedeuten die 900V vs. 720V? Betreibt der WR den String bei max. 720V, oder regelt der Tracker bis 900V?

Aber der Grund, wieso bei 23x300Wp im String eine Fehlermeldung kommt, ist, dass jeder Tracker max. 6,5 kWdc verarbeiten kann. 23x300Wp sind schon 6,9kWp.
Hier die Frage an Kostal: Darf man das trotzdem hinhängen, oder wird das gefährlich für den WR?
Ich erwarte, dass man das darf, denn die Momentanleistung bei aufreißendem Himmel kann ja eh beliebig höher liegen, der WR muss also auch mit einer kurzfristig angebotenen Eingangsleistung von 8kW fertig werden...
Vom Ertrag her würde ich diese 94% "DC-Dimensionierung" wahrscheinlich vorziehen, weil man da weniger Abregel-Verluste hat (bzw. die hat man eh durch 70%-Regel...), aber durch die höhere Spannung mind. 1% Wirkungsgrad gewinnt! Also trotz Abregelung Mehrertrag hat.

Lustig ist, dass Kostal SolarPlan die 23 Module im String automatisch vorschlägt :wink:
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Re: Wieviele Strings am Kostal Plenticore Plus ?

Beitragvon Tigerchen78 » 03.10.2018, 12:22

Hallo und danke an alle !

Langsam wird das mitlesen etwas komplizierter für mich :wink:

@ Weidemann: 21 Module = 6,3 kWp !!! :wink:

Also:
Es war ursprünglich der Piko (glaube zu der Zeit wäre es schon der NG gewesen) geplant. 2 Strings wie bereits erwähnt weil die Anlage teilweise teilverschattet wird.

Vom Piko (Angebote hatte ich hier im Forum eingestellt) wurde mir dringend abgeraten weil er scheinbar einige Nachteile mit sich bringt die andere (Fronius Symo) für ähnliches Geld nicht haben. Z.B. soll der Piko nachts keine Spannungsversorgung für die Visualisierung und kein Schattenmanagement haben). Beim Piko wurde ganz klar von 2 Strings abgeraten.
Dann kam der Piko IQ und der Plenticore Plus auf den Markt und da evtl. in einigen Jahren mal die Anschaffung eines Speichers in Frage kommen könnte wurde der Plenticore ohne Aufpreis ins Angebot genommen.

Vielleicht täusche ich mich aber ich meine das Piko IQ und Plenti Plus sich sehr ähnlich sind (z.B. 24h-Visualisierung und Schattenmanagement), nur der Plenti mit 3 Trackern die Möglichkeit bietet mal einen BVD Speicher dranzuhängen.
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Re: Wieviele Strings am Kostal Plenticore Plus ?

Beitragvon Roland81 » 03.10.2018, 12:43

Vielleicht wäre Piko MP Plus 4.6 eine Idee. Ein Tracker für die Module, den zweiten für den Speicher.
11/2016 Ioniq electric - 07/2018 29 x 320Wp QCells Duo - Kostal Piko BA - BYD 7,7 kWh
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Re: Wieviele Strings am Kostal Plenticore Plus ?

Beitragvon Tigerchen78 » 03.10.2018, 12:51

Hier mal einige Technische Daten die mir ausgehändigt wurden:

WR:
- Max. PV-Leistung 6,3 kWp
- Max. PV-Leistung pro DC-Eingang 6,5 kWp
- Nominale DC Leistung 5,67 kW
- Bemessungseingangsspannung 570 V
- Start-Eingangsspannung 150 V
- Eingangsspannungsbereich 120-1000 V
- MPP-Bereich bei Nennleistung im Ein-Tracker-Betrieb 450-720 V
- MPP-Bereich bei Nennleistung im Zwei-Tracker-Betrieb 225-720 V
- MPP-Bereich bei Nennleistung im Drei-Tracker-Betrieb 160-720 V
- MPP-Arbeitsspannungsbereich 120-720 V
- Max. Arbeitsspannung 900 V

Module:
- Spannung U MPP 32,23 V
- Leerlaufspannung UOC 39,65 V
- Max. Systemspannung 1000 V
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Re: Wieviele Strings am Kostal Plenticore Plus ?

Beitragvon Weidemann » 03.10.2018, 13:45

Okay, bin irgendwie von 23 Modulen ausgegangen.
Bei 21 Modulen ist die Sache völlig klar: alle Module in einen String. Da kann dann auch die Auslegesoftware nichts ernsthaft dagegen haben ;-)
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Re: Wieviele Strings am Kostal Plenticore Plus ?

Beitragvon smoker59 » 03.10.2018, 14:42

Weidemann hat geschrieben:
Weiter verwirrend ist aber die "maximale Arbeitsspannung" von jetzt 900V, was soll das bedeuten? (Für die Batterie gilt das nicht, die hat einen Bereich bis max. 500V.)
Es bleibt also die Frage an Kostal: was bedeuten die 900V vs. 720V? Betreibt der WR den String bei max. 720V, oder regelt der Tracker bis 900V?


Ich finde die Angaben im Datenblatt auch reichlich verwirrend, da müsste Kostal schon für mehr Tranzparenz sorgen.
Hast du die Angaben in der Fußnote gesehen :?:
Kostal-Datenblatt Plenticore hat geschrieben:3) MPP-Bereich 120V...180V (bei eingeschränktem Strom von 9,5-13A). MPP-Bereich 680V...720V (bei eingeschränktem Strom von 11A).
mit freundlichem Gruß
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Re: Wieviele Strings am Kostal Plenticore Plus ?

Beitragvon Broadcasttechniker » 03.10.2018, 15:32

Der eingeschränkte Strom im nach unten erweiterten Trackig Bereich ist normal.
Auch dass der davon abhängt wieviele Tracker man parallel schaltet.
Das war schon bei der bewährten Generation so.
Was ich nicht kapiere ist dass es zwischen 720 Volt und 800 oder 900 Volt kein mppt mehr geben soll.
Dafür gibt es in meinen Augen keine Notwendigkeit.
Vielleicht funktioniert die Stromsteuerung der Sinusformer (Tiefsetzsteller) nicht stabil?
Kann ich mir eigentlich schlecht vorstellen.
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