Kostal Piko 4.6 70% Begrenzung bei 2 Strings

PIKO-Wechselrichter (1phasig und 3phasig), Zubehör etc.

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Re: Kostal Piko 4.6 70% Begrenzung bei 2 Strings

Beitragvon black » 06.02.2017, 11:20

Kater_Charly hat geschrieben:Guten Tag,

da ich neu hier im Forum bin, stelle ich kurz meine Anlage vor: sie steht im Sauerland, Hausdach Südseite. 24 Aleo 255 Module, davon 8 flach (20°) auf der Gaube und 16 auf dem Dach (35°). Kostal Piko 5.5. Die Anlage ist im Januar auf das Dach gekommen, also noch flammneu. Mein Solarteur wollte mir einen SMA WR verkaufen, aber ich habe auf dem Kostal bestanden. Die Einrichtung des Kostal im Netz konnte ich selbst machen, was aber nicht so schwierig war. Die Kostal App zeigt mir auch die Daten, so dass ich eigenlich zufrieden bin.

Jetzt kommen wir gleich zum Problem: die Anlage ist ähnlich verschaltet, wie beim Themenstarter, nämlich 8 Module an einem String, 16 am anderen. Als wir hier Schnne hatte, blieben die 6 Module, die oberhalb der Gaube auf dem Dach montiert sind voller Schnee, weil die Unterkonstruktion der Solarmodule auf der Gaube das Abrutschen des Schnees verhinderten. Das hat mich schon gestört, weil die Ausbeute bei strahlendem Sonnenschein eher mickrig war.

Was ich hier lese verunsichert mich. Was kann ich besser machen?

Grüße aus dem Sauerland.



also gut, der WR war deine Entscheidung....ohne WR-Tausch bleibt dir 1 Möglichkeit damit das "gut" läuft:

Zunächst wäre es gut wenn du sagen könntest welche Aleo 255W - Module das exakt sind....ich habe das mit den aktuellen poly mit Uoc 37,6V und Tk -0,31%/K gerechnet!

Damit wärst du bei 24 modulen in einem string und -10°C bei 1000,31V und minimal über dem erlaubten Bereich!

Ich persönlich würde das "riskieren" und die beiden strings am wr verbinden und aufgrund des unterschiedlichen schneerutschverhaltens zumindest im winter das schattenmanagement aktivieren. die 15° unterschied bei der neigung werden nicht viel ertrag kosten.

DIe elegantere Möglichkeit ist natürlich sich die eigene Fehlentscheidung einzugestehen und mit dem Solarteur über einen WR-Tausch zu verhandeln- in deinem Fall bietet sich der 1~ SMA SB5000 an und die beiden Strings bleiben jeweils an einem eigenen MPP - sollte ertragstechnisch besser sein und wenn du cosphi 1 einspeisen darfst bleibt auch noch ein bisschen was für 70% weich das du ja vermutlich hast.
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Re: Kostal Piko 4.6 70% Begrenzung bei 2 Strings

Beitragvon Jacke » 09.02.2017, 07:56

Habe noch fragen bezüglich der anderen WR. Denke das passt hier nicht gut hin daher das mal an dieser Stelle.
https://www.photovoltaikforum.com/wechselrichter-f3/wechselrichter-austausch-t116417.html

Und Danke für die freundliche Hilfe
Jacke
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Re: Kostal Piko 4.6 70% Begrenzung bei 2 Strings

Beitragvon Kater_Charly » 11.02.2017, 21:05

Hallo Black,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Wenn ich deinen Avatar richtig interpretiere, bist Du auch Segelflieger. Nett.

Meine Module sind lt. Lieferschein S18L255.0. Deine Rechnung dürfte also richtig sein. Ich werde daher die beiden Strings zusammenlegen und das Schattenmanagement aktivieren - das muss ich noch klären, wie das geht. Da werde ich wohl den Elektriker mal konsulieren. Der muss auch noch den BA-Sensor aktivieren, den ich nachträglich eingebaut habe, das geht wohl nur mit dem Service-Zugang.

Den SMA zu kaufen und den Kostal zurückzugeben, dürfte den zu erwarteten Mehrgewinn auffressen, und damit wohl uninteressant sein. Damit muss ich dann wohl leben.

Schöne Grüße aus dem Sauerland.
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Re: Kostal Piko 4.6 70% Begrenzung bei 2 Strings

Beitragvon Kater_Charly » 15.03.2017, 20:07

Hallo,

ich habe jetzt meine Anlage entsprechend Euren Ratschlägen optimiert und die beiden Strings zusammengelegt. In den letzten sonnigen Tagen konnte ich bis zu 5100W in der Erzeugung sehen, die dann teilweise ins Haus flossen und deshalb nicht abgeregelt wurden. Der BA-Sensor zickte erst rum, aber dank der flotten Hilfe des Kostal Service konnte ich den Fehler schnell finden (der Solarteur hatte am WR die Phasen L1 und L3 vertauscht) und beheben.

Als nächstes würde ich dann noch gerne den BA-Sensor mit einem Arduino auslesen, wenn die Sonne nicht scheint, aber das kann noch etwas warten. Im WR habe ich schon 5V Anschlüsse entdeckt, da muss ich mal im Service fragen, ob die einen Arduino mit Peripherie aushalten.

Schöne Grüße aus dem Sauerland.
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Re: Kostal Piko 4.6 70% Begrenzung bei 2 Strings

Beitragvon AOC » 12.07.2017, 21:50

Hallo,

ich habe seit 3 Wochen meine PV Anlage in Betrieb und bin durch Zufall beim Stöbern im Inet auf dieses Forum und diesen Beitrag gestoßen. Und da ich eine ähnliche Konstellation habe, wollte ich mal fragen, ob mein WR vielleicht auch nicht so gut zu den Modulen passt. Ich habe 2 Strings mit jeweils 8 und 9 Benq Sunvivo 300Watt Modulen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, darf die Stringspannung nicht unter 265V rutschen, was bei dem String mit den 8 Modulen natürlich passiert. Wenn das so ist, wäre es dann nicht besser, alle 17 Module in einem String zu betreiben? Die Module liege alle auf eine Dachseite, mit Süd/West Ausrichtung.

Danke und Gruß
AOC
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Re: Kostal Piko 4.6 70% Begrenzung bei 2 Strings

Beitragvon qualiman » 12.07.2017, 22:15

@AOC
Ich nehme mal an, Du hast auch einen Piko 4.6 WR. Mit 729V Leerlaufspanung bei -10 Grad ist diese Reihenschaltung von den 17 Modulen weit innerhalb der Spezifikation und liegt gut im Nominalen Bereich. Das Zusammenstecken der beiden Strings sollest Du bei Dunkelheit tun. Vorher den Leistungsschutzschalter (Sicherungen) über alle 3 Phasen ausschalten und den DC-Freischalter auf der linken Gehäusezeichnung auch auf Aus stellen.
Erneute Inbetriebnahme dann in umgekehrter Reihenfolge.

Da Du noch in der Gewährleistung bist, sollte der Mangel besser vom Solarteur behoben werden.
WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest
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Re: Kostal Piko 4.6 70% Begrenzung bei 2 Strings

Beitragvon AOC » 13.07.2017, 07:25

qualiman hat geschrieben:Ich nehme mal an, Du hast auch einen Piko 4.6 WR.


Ja genau, sorry hatte ich vergessen zu schreiben. Ist ein Piko 4.6.

Das heißt, es wäre auf jeden Fall besser die Module in einem String zu betreiben? Ich bin da etwas irrtiert, die Bude, die die Anlage geplant hat, auch die Aufteilung der Strings, ist keine kleine Klitsche und macht seit über 20 Jahren in PV Anlagen.

Wozu hat der WR dann überhaupt 2 Strings, ausschließlich für eine ost/west Konstelation mit entsprechnend vielen Modulen?
Für Teilverschattungen auf einer Seite scheint der ja nicht zu gebrauchen.
AOC
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Re: Kostal Piko 4.6 70% Begrenzung bei 2 Strings

Beitragvon Ralf Hofmann » 13.07.2017, 07:43

Hi,

AOC hat geschrieben:Das heißt, es wäre auf jeden Fall besser die Module in einem String zu betreiben?

natürlich ist das so, es sei denn, Du hast eine Verschattung auf der Anlage.
Denn nur das kann ein Grund sein, zwei Strings zu machen: Einen mit Schatten und einen ohne.
Das hat man gemacht, als es noch kein Schattenmanagement gab.
Bei `nem modernen WR mit Schattenmanagement ist das aber völliger Quatsch und das Gegenteil richtig.

Aber bei Schatten wäre der Einsatz eines Kostal der alten Generation sowieso Quark.
So hat man das gemacht, als es noch kein Schattenmanangement gab. Also in der solaren Steinzeit.


AOC hat geschrieben:Ich bin da etwas irrtiert, die Bude, die die Anlage geplant hat, auch die Aufteilung der Strings, ist keine kleine Klitsche und macht seit über 20 Jahren in PV Anlagen.

Leider ist`s genau bei solchen Firmen oft so, dass sich veraltetes Fachwissen (früher war das ja auch mal richtig so) hartnäckig hält und mit den Jahren eine gewisse Beratungsresistenz einstellt.
Nach der Erfahrung im Forum leider besonders oft bei Kostal-Solarteuren anzutreffen. :roll:
Du bist kein Einzelfall mit so einer unterirdischen Anlagenplanung.


AOC hat geschrieben:Wozu hat der WR dann überhaupt 2 Strings, ausschließlich für eine ost/west Konstelation mit entsprechnend vielen Modulen?
Für Teilverschattungen auf einer Seite scheint der ja nicht zu gebrauchen.

Genau so ist das.
MfG
Ralf Hofmann
___________

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Degertraker und 5 kWh NiCd-Insel
Meine Anlagen: http://www.photovoltaikforum.com/viewto ... 72378.html
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Re: Kostal Piko 4.6 70% Begrenzung bei 2 Strings

Beitragvon Retrerni » 08.09.2018, 00:17

Jacke hat geschrieben:Verstehe nicht warum 3 Phasen schlimm sind was ich aus dem gleichspannungs Kreis Wechselrichte dürfte doch eigentlich egal sein

Egal ist es eben gerade nicht. Dreiphasige WR haben eine Zwischenkreisspannung von minimal 580 V, typisch 680 V und manchmal sogar 750 V. Der Hochsetzsteller am WR-Eingang muß hier also sehr weit hochsetzten und je weiter er hochsetzen muss desto ineffizienter wird er (Idealfall mit minimalem Verlust ist "nicht hochsetzen" (Faktor 1)). Bei einphasigen WR hingegen genügen 333 bis 350 V im Zwischenkreis.
Ein klassischer Hochsetzsteller kann sinnvoll um den Faktor 2 hochsetzen, bei 194 V zu 680 V sind wir aber bei einem Faktor von 3,5, der langsam schlecht zu kontrollieren ist (Regelung wird instabil). Für einen einphasigen Wr mit einem Faktor von 1,8 jedoch kein Problem.

Rein geometrisch betrachtet kommen von Deinen 4,845 kWp am WR bei quasi-STC-Bedingungen maximal 3,735 kW an, insofern wäre hier maximal ein 3,85 kVA WR nötig. Sinnvollerweise verwendet man dann einen einphasigen mit 3,68 kW.

Nur wann kamen denn die Fehlermeldungen? In Deinem Excel-Log sieht man ja auch 5-Minuten-Mittelwerte (?!?) von 190 V. Wenn der WR da "anstößt" würde mich die Fehlermeldung nicht verwundern...

Ciao

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