Top2: Netz als Batterieersatz

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Top2: Netz als Batterieersatz

Beitragvon Elektron » 28.01.2017, 14:38

Die beschriebene Idee:
Anstelle der Installation eines Speichers (oder zusätzlich dazu?) wird der Strom in einem virtuellen Speicher gelagert. D.h. der Überschussstrom wird eingespeist, und kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgerufen werden.

ideenplattform-f176/%C3%96ffentliches-netz-als-batterieersatz-t115641.html
ideenplattform-f176/%C3%96ffentliches-netz-als-batterieersatz-ii-t115650.html

Ggf. ist hier ein Umtauschverhältnis zu beachten, d.h. eine kWh aus dem Speicher zu ziehen, muss 1,2 kWh in den Speicher laden. Für die Nutzung des virtuellen Speichers ist ggf. eine Grundgebühr zu zahlen. Zu diskutieren: Würde der Speicher zu einem bestimmten Zeitpunkt geleert werden oder wird eine – in Abhängigkeit von der Grundgebühr - maximale Speicherkapazität definiert.

Ansatzpunkte für die Diskussion:
Was müsste erfüllt sein, damit das Modell für einen Betreiber interessant wird? Ist diese bilanzielle Autarkie überhaupt ein (emotionaler) Vorteil? Wo kann ein Geschäftsmodell für den Betreiber des virtuellen Speichers liegen?
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Re: Top2: Netz als Batterieersatz

Beitragvon Dringi » 28.01.2017, 15:03

Als ich die Idee las, fragte ich mich spontan: Ist das nicht klassisches Netmetering? Einmal dreht der Zähler rückwärts und dann wieder vorwärts.

Den Nachteil den ich sehe: Wo bleiben die größeren Anlagen? Je nach Haushaltsgröße hat man einen Verbrauch von 3.000 bis 7.500 kWh/a. Gerechnet mit 850 kWh/kWp funktioniert das max. für Anlagen bis 9,5 kWp.
Gibt es eine Vergütung für nicht verbrauchten Strom? Weil. Wenn ich jedes Jahr 3.000, 4.000 oder 5.000 kWh ins Folgejahr nehme bin ich zwar hinterher Strom-Millionär kann mir dafür aber nichts kaufen.

Fazit:
+ Klasse für kleine Anlagen
+ Weniger Aufwendig als das jetzige EEG
- Widerspricht komplett dem jetzigen EGG
- Maximal für kleine Anlagen / kleine Verbräuche geeignet.
9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
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Re: Top2: Netz als Batterieersatz

Beitragvon Larry03 » 28.01.2017, 16:31

Gibt es doch schon längst. Der virtuelle Speicher ist mein Konto. Ich bekomme Einspeisevergütung nach EEG, vom Geld kann ich mir dann beim Anbieter meiner Wahl Strom kaufen. Mit aktueller Vergütung muss ich ca. 2kWh einspeisen, um 1kWh beziehen zu können.
Der Wirkungsgrad des Speichers ist also ca 50%; nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass der Speicher unbegrenzt groß ist und keine Anschaffungskosten, Wartungskosten etc. hat.
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Re: Top2: Netz als Batterieersatz

Beitragvon hheck » 10.03.2017, 18:21

Larry03 hat geschrieben:Gibt es doch schon längst. Der virtuelle Speicher ist mein Konto. Ich bekomme Einspeisevergütung nach EEG, vom Geld kann ich mir dann beim Anbieter meiner Wahl Strom kaufen. Mit aktueller Vergütung muss ich ca. 2kWh einspeisen, um 1kWh beziehen zu können.
Der Wirkungsgrad des Speichers ist also ca 50%; nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass der Speicher unbegrenzt groß ist und keine Anschaffungskosten, Wartungskosten etc. hat.


Ja, funzt aber nur, wenn man einen Einspeisevertrag hat.
Wenn man aber nur eine kleine Anlage für den Eigenbedarf investiert, und den Tagesüberschuß für abends oder eigene Lastspitzen zwischenspeichern möchte, dann ist das sinnvoll.
Denn die Kraftwerksleistung wird leicht nivelliert.
Der Überschußertrag wird nicht verschenkt und vom EVU an andere weiterverkauft.
Natürlich geht das nicht 1 zu 1, denn Leitungsbedarf muß bezahlt werden, wenn der Strom vom Erzeuger zu einem anderen Verbraucher geschickt werden muß und abends wieder zurück.
Da das Ganze ohne Bürokratie laufen kann, könnte das zu mindest unter den gleichen Bedingungen laufen, wie bei einem Einspeisevertrag, und es kann eine win-win-Situation für Alle sein.
Lediglich ein entsprechend programmierter Zähler müßte investiert werden.
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