Top10: Geothermie - Wärmepumpe + PV

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Top10: Geothermie - Wärmepumpe + PV

Beitragvon Elektron » 28.01.2017, 14:50

Die beschriebene Idee:
„Der Geothermie-Wärmepumpen-Strom sollte nicht aus dem Netz gekauft werden, sondern - wenn er zur Verfügung steht - von der PV bezogen werden“

ideenplattform-f176/geothermie-waermepumpe-mit-ueberschuessigen-strom--t115786.html

Die einfachste Lösung wäre hier sicherlich die Wärmepumpe und die PV an denselben Zähler zu hängen, allerdings liegt der Nachteil auf der Hand: Der Bezug des günstigen Wärmepumpenstrom-Tarifs ist dann nicht mehr möglich.
Eine Lösungsmöglichkeit: Die Wärmepumpe, die PV- Anlage und der Haushaltsstrom sind hinter demselben Zähler. Da Wärmepumpen Pflichteinbaufälle für intelligente Messsysteme sind, könnte die Wärmepumpe die Verbrauchsdaten an das Gateway senden, und der Wärmepumpen Verbrauch könnte separat abgerechnet werden. Voraussetzung wären natürlich die Schnittstellen an der Wärmepumpe: So wie der Sunny Home Manager den Verbrauch der Stiebel Eltron Wärmepumpe erfassen und visualisieren kann, könnte es ein smart Meter Gateway wahrscheinlich auch tun. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Versorger / Lieferant / MSB mitspielt und ein entsprechendes Produkt auch anbietet und sich (anders als in der Vergangenheit) kooperativ zeigt. Aber vielleicht sind für das Problem aber auch andere Lösungen möglich?

Ansatzpunkte für die Diskussion:

Wie könnte eine Lösung über intelligente Messsysteme aussehen? Was müsste hier entwickelt werden (Stichwort Schnittstellen). Gibt es andere Lösungsansätze? Braucht es zusätzlich eine Steuerintelligenz, um die Wärmepumpe dann zu betreiben, wenn die PV-Anlage Strom erzeugt, der nicht im Haushalt verbraucht werden kann?
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Re: Top10: Geothermie - Wärmepumpe + PV

Beitragvon hfrik » 30.01.2017, 12:16

Also man könnte die WP wenn PV-Strom da ist einfasch vom Wärmepumpenzähler auf den Normalzähler umschalten. MEhr Logik braucht es nicht. Aber bei den heute immer besser gedämmten Häusern (und damit geringerem Bezug durch die WÄrmepumpe) und den dann duche PV-STrom noch weiter sinkenden Bezug von Wärmepumpenstrom lohnen sich diese Tarife wegen der höheren Grundgebühr immer weniger bzw. garnicht. Dann kann man die WP direkt auf den HAushaltsstrom hängen, was bei neubauten heute eher Standard ist.
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Re: Top10: Geothermie - Wärmepumpe + PV

Beitragvon tkuehne » 30.01.2017, 17:19

Das war genau auch meine Erkenntnis. Nach zwei Jahren im Neubau (2014 KFW55) haben wir im letzten Jahr knapp 50 Euro mehr für den Wärmepumpenstrom ausgegeben, als wir für dieselbe Menge Haushaltsstrom bezahlt haben. Ausschlaggebend war hier die Grundgebühr für den Zähler.
Ergo: Zusammenlegen und PV-Anlage auf's Dach zumindest für das Warmwasser im Sommer nutzen.

Für mich persönlich könnte ich die Fragestellung so lösen, dass ich vom dann für die PV Anlage installierten Smart Meter am Einspeisepunkt mir die aktuellen Werte für die Überschußeinspeiseleistung hole. Wenn der Wert >1,5kW ist, würde ich dann an der Wärmepumpe den Sollwert für die Brauchwassertemperatur hochsetzen. Oder ansonsten halt die Betriebszeiten für die WW-Bereitung an der WP eher in die Mittagszeit legen.
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Re: Top10: Geothermie - Wärmepumpe + PV

Beitragvon LumpiStefan » 30.01.2017, 17:36

Nicht an jedem Hausanschluss, bzw. bei jedem Stromanbieter darf die Wärmepumpe am normalen Haushaltszähler angeschlossen werden (bei unseren Stadtwerken z.b. explizit untersagt).
Die Ansteuerung der Wärmepumpen ist (bei manchem Modellen), aber auch schon über diverse Datenlogger realisierbar.
Sinnvoll wäre mit Sicherheit eine Regelung wann die WP auch laufen soll, ohne das PV-Strom zur Verfügung steht. Optimal wäre natürlich das Bewohnerverhalten mit einzurechnen (z.B. wenn Abends geduscht wird, das typischerweise vorher das WW über die WP erhitzt wird, oder aber z.B. kurz vor dem Abend das WW nochmals auf Maximaltemperatur erhitzt wird, damit das WW bis zum nächsten Morgen reicht).
Problematisch sehe ich hier eine standardisierte Schnittstelle und nicht zuletzt auch der Sicherheitsfaktor in der Kommunikation.

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Re: Top10: Geothermie - Wärmepumpe + PV

Beitragvon Python » 30.01.2017, 20:29

tkuehne hat geschrieben:...Nach zwei Jahren im Neubau (2014 KFW55) haben wir im letzten Jahr knapp 50 Euro mehr für den Wärmepumpenstrom ausgegeben, als wir für dieselbe Menge Haushaltsstrom bezahlt haben. Ausschlaggebend war hier die Grundgebühr für den Zähler...


Ich habe neulich mal nachgerechnet. Ich spare mit dem WP-Tarif immerhin noch 17€.
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Re: Top10: Geothermie - Wärmepumpe + PV

Beitragvon RolandD » 30.01.2017, 20:44

LumpiStefan hat geschrieben:Nicht an jedem Hausanschluss, bzw. bei jedem Stromanbieter darf die Wärmepumpe am normalen Haushaltszähler angeschlossen werden (bei unseren Stadtwerken z.b. explizit untersagt).


Welche Begrenzung sollte es da geben ? Eine Genehmigung für bestimmte Verbraucher erfolgt erst bei einer bestimmten Leistungsgrenze - 8 KW zum Beispiel. Eine WP die diese Leistungsgrenze reisst ist defakto schon eine Stromdirektheizung.

Betreibe ich meine WP am Haushaltszähler kommen ich also auf 24h x 8 KW = 192 KWh. DABEI habe ich also ein ganz anderes Problem.

Also die WP NICHT anmelden - weil sie unter der vorgeschriebenen Grenze liegt und diese gibt es ganz gewiss.
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Re: Top10: Geothermie - Wärmepumpe + PV

Beitragvon LumpiStefan » 30.01.2017, 20:53

@RolandD: Steht explizit in den Tarifbedingungen drin...
Dieser Tarif gilt nicht für Strombedarf für Wärmepumpen oder Elektroheizungen.

Würde mir auch telefonisch so bestätigt. Auch wenn man bei Tarifvergleichen sucht, sind oft diese Ausnahmen genannt....
Klar kann man versuchen, das zu verschweigen, aber ob das so sinnvoll immer ist? Bleibt aber mit Sicherheit jedem selbst überlassen, außerdem geht es ja hier im Ideenforum weniger um das Thema...

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Re: Top10: Geothermie - Wärmepumpe + PV

Beitragvon PV-Berlin » 31.01.2017, 08:15

Welche Begrenzung sollte es da geben ? Eine Genehmigung für bestimmte Verbraucher erfolgt erst bei einer bestimmten Leistungsgrenze - 8 KW zum Beispiel. Eine WP die diese Leistungsgrenze reisst ist defakto schon eine Stromdirektheizung.

Betreibe ich meine WP am Haushaltszähler kommen ich also auf 24h x 8 KW = 192 KWh. DABEI habe ich also ein ganz anderes Problem.


Schon mal was von regelbaren WP gehört? Und 8 KW Spitzen-Leistung (Aufnahme) wäre sie bei mir immer noch zu klein, selbst wenn sie COP 6 hätte. *

Und Bauernhöfe mit Heizöltanks und großer PV Anlage soll es auch geben.

Eine richtige Wärmepumpe nicht am Frequenzumrichter zu betreiben macht ja gar keinen Sinn. Das würde insoweit auch die Integration einer PV Anlage unterstützen.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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