Top1: Nachbarschaftsstrom – bilanzielle Lieferung.

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Top1: Nachbarschaftsstrom – bilanzielle Lieferung.

Beitragvon Elektron » 28.01.2017, 15:37

Die beschriebene Idee:
Der Überschussstrom wird physikalisch wie bisher eingespeist. Die Menge des eingespeisten Stroms kann bspw. vom Nachbar oder Freunden oder Bekannten zu einem vorab definierten Preis bezogen werden.

ideenplattform-f176/nachbarschaftsstrom-die-zweite-t115792.html
ideenplattform-f176/nachbarschaftsstrom-t115675.html
ideenplattform-f176/virtueller-eigenverbrauch-t115848.html

Ein solches Modell ist sicherlich nicht ganz einfach umzusetzen. Auf die gelieferte Menge sind natürlich Netzentgelte, EEG-Umlage etc. zu bezahlen. Dennoch gibt es mögliche Ansatzpunkte: Ein Stromlieferant kauft den Strom in Höhe der EEG-Vergütung + bspw. Marktprämienbonus ein und beliefert dafür den Nachbarn zu einem definierten Preis. Dieser Preis könnte bspw. davon abhängig sein, wie hoch die bilanzielle Autarkie ist. Für den Lieferanten könnte dies die Möglichkeit sein, Neukunden zu gewinnen, der Nachbar profitiert von „echtem Ökostrom“ zu wettbewerbsfähigen Preisen der Betreiber vom Bonus aus der Vermarktung. Vielleicht würde eine solche Vermarktung auch dazu beitragen, PV wieder etwas positiver zu besetzen?
Ansatzpunkte für die Diskussion:
Was müsste erfüllt sein, damit eine solcher Idee funktioniert? Wie kann eine solche Idee umgesetzt werden? Wo werden Chancen gesehen, wo die Risiken? Was funktioniert und was funktioniert nicht?
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Re: Top1: Nachbarschaftsstrom – bilanzielle Lieferung.

Beitragvon RolandD » 29.01.2017, 16:16

Die Zusammenfassung der Vorschläge entspricht nicht unbedingt den zugrunde liegenden Ideen.

Der Virtuelle Eigenverbrauch würde einen Solarpark *aufsplitten*. Die Teilanlagen können (oder auch nicht) als eigenständige EEG-Subjekte behandelt werden - also auch potentiell mit der höheren Vergütung für den Anteil - 9.99 KWp beispielsweise.

Benötigt würde zusätzlich zu der Lastgangmessung an der Erzeugungsstelle (bei einem Park vermutlich öfters schon vorhanden) eine beim Verbraucher. Der Vergleich würde es nötig machen die Erzeugungs/Verbrauchszeiträume 1/4 stündlich zu erfassen und zu bewerten. Technisch wohl möglich mit einem brauchbaren *Smartmeter*.

Der Hauptvorteil bestünde darin, das ein Mieter sich direkt an der PV beteiligen könnte. Er Eigentümer des PV-Stromes würde und auch Verkäufer nach EEG. Eine EEG-Umlage würde nach den selben Bedingungen wie bei *Privaten* PVlern erhoben - gleichzeitig würde der EV die Umlage reduzieren dio der Mieter auf seine Stromverbrauch entrichtet (Mieterstromverbrauch - EV).
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Re: Top1: Nachbarschaftsstrom – bilanzielle Lieferung.

Beitragvon cybersoft » 29.01.2017, 16:56

Die Frage die man klären muss: Wie kann ich welche Abgaben vermeiden.

Der Börsenstrom kostet zur Zeit etwa 5 Cent, da wird man mit einer PV Anlage nur schwer rankommen. Die Vertriebe nehmen einen ordentlichen Risikoaufschlag und der Rest sind die Abgaben.

Also müsste man jetzt mal die ganzen Abgaben aufschreiben und dann schauen wo man was abknabbern kann.

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Re: Top1: Nachbarschaftsstrom – bilanzielle Lieferung.

Beitragvon RolandD » 29.01.2017, 17:10

cybersoft hat geschrieben:Die Frage die man klären muss: Wie kann ich welche Abgaben vermeiden.

Der Börsenstrom kostet zur Zeit etwa 5 Cent, da wird man mit einer PV Anlage nur schwer rankommen. Die Vertriebe nehmen einen ordentlichen Risikoaufschlag und der Rest sind die Abgaben.

Also müsste man jetzt mal die ganzen Abgaben aufschreiben und dann schauen wo man was abknabbern kann.

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Es ist dein Strom, den du durchs Netz schickst. Dafür sollst du bezahlen. Dein Strom wird am Solarpark für 12 ct per EEG vergütet. Dafür nutzt du ihn bei dir zu Hause und bezahlst 23 ct NICHT.

Grob gesagt - Nutzt du das NS Netz 1/3 der Netzentgelte - beim MS 2/3 - beim HS voller preis. Grob gesagt.
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Re: Top1: Nachbarschaftsstrom – bilanzielle Lieferung.

Beitragvon cybersoft » 29.01.2017, 17:15

Was ist mit Konzessionsabgabe und den ganzen anderen Umlagen?
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Re: Top1: Nachbarschaftsstrom – bilanzielle Lieferung.

Beitragvon RolandD » 29.01.2017, 21:19

cybersoft hat geschrieben:Was ist mit Konzessionsabgabe und den ganzen anderen Umlagen?


Offensichtlich zahlst du die Konzessionsabgabe - Warum auch nicht ?

Welche anderen Teile ? Mehrwertsteuer - auf die Abgaben und die Netzentgelte.
Offshore ? Gehört zur Netzfinanzierung - hat aber kaum was mit der lokalen Durchleitung zutun (50% chance)
KWK ? Kommt dem Schon näher.
Ebenfalls *umschaltbare Lasten*
Stromsteuer dürfte entfallen, sofern das Gesetzt bestehen bleibt

Überlege einfach was Sinn macht. Was ist nötig fürs Durchleiten.
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