Unentgeltl. Wertabgabe in ESt-Erklärung/Gewinn aus Gewerbe

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Unentgeltl. Wertabgabe in ESt-Erklärung/Gewinn aus Gewerbe

Beitragvon Chris13 » 12.06.2018, 21:28

Hallo miteinander,

bisher war ich passiver Nutzer des Forums und konnte dank der vielen Forenbeiträge und dem tollen Tool PV-Steuer bisher alle steuerlichen Fragen ganz gut lösen. Nun habe ich meinen ESt-Bescheid für 2017 erhalten, bin etwas ratlos und hoffe, dass mir jemand helfen kann!

Kurz zu den Eckdaten: Meine Frau und ich betreiben als GbR eine PV-Anlage und haben auf die KUR verzichtet. Die Anlage wurde 2017 fertiggestellt und ans Netz angeschlossen. Wie bereits erwähnt, nutze ich PV-Steuer. Dort habe die unentgeltliche Wertabgabe entsprechend der Empfehlungen in der Tabelle berechnet (30,83 ct/kWh) und komme auf 904 Euro, die ich entsprechend in der USt-Erklärung angegeben haben. Als Entnahmewert für den Direktverbrauch habe ich wie empfohlen die Einspreisevergütung (12,3 ct/kWh) angesetzt und komme in der EÜR bei der Sachentnahme Direktverbrauch auf 360,78 Euro. Insgesamt ergibt sich in der EÜR-Berechnung ein Verlust von 442,28 Euro, den ich entsprechend in der EÜR, der GewSt-Erklärung und der Anlage G der ESt-Erklärung eingetragen habe.

Im ESt-Bescheid schreibt das Finanzamt nun:
Der Gewinn wurde geändert, da die unentgeltliche Wertabgabe in Höhe von 904 Euro als Einnahme anzusetzen ist, vgl. Umsatzsteuererklärung.


Wenn ich etliche Foreneinträge richtig verstanden habe, liegt das Finanzamt hier doch falsch, oder? Oder ist mir ein Fehler unterlaufen?
Falls – wovon ich ausgehe – die Berechnung von PV Steuer korrekt ist und ich keine Übertragungsfehler gemacht habe, das Finanzamt also einer falschen Annahme unterliegt: Wie kann ich begründen, dass für den Gewinn aus Gewerbebetrieb nicht die 904 Euro Bezugsstrompreis wie in der USt-Erklärung relevant sind, sondern die 360 Euro Einspeisevergütung?
Chris13
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Re: Unentgeltl. Wertabgabe in ESt-Erklärung/Gewinn aus Gewer

Beitragvon Chrislybear » 13.06.2018, 01:19

Nach § 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UStG bemisst sich die unentgeltliche Wertabgabe nach § 3 Abs. 1b UStG nach dem Einkaufspreis zuzüglich der Nebenkosten für den Gegenstand oder einen gleichartigen Gegenstand oder mangels eines Einkaufspreises nach den Selbstkosten.

Siehe: https://www.bundesfinanzministerium.de/ ... onFile&v=3

Wenn du also 30,83 Cent / kWh inkl. Grundgebühr (wäre ganz schön teuer) für den Strombezug bezahlst, berechnest du auf dieser Basis deine USt und nicht aufgrund einer „beliebigen“ Empfehlung. Unterstellen wir mal das dieser Betrag dein Preis für Reststrombezug ist und die USt korrekt berechnet wurde.

Selbstverständlich ist auch die Sachentnahme für den Eigenverbrauch eine (fiktive) Einnahme. Dem stimmst du laut deinem Text auch zu soweit ich das erkenne. Diese muss nach dem Teilwert und nicht zwingend nach der Einspeisevergütung berechnet werden. Teilwert ist der Betrag, den ein Erwerber des ganzen Betriebs im Rahmen des Gesamtkaufpreises für das einzelne Wirtschaftsgut ansetzen würde; dabei ist davon auszugehen, dass der Erwerber den Betrieb fortführt (= § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG).

Siehe:
https://www.finanzamt.bayern.de/Informa ... 015-02.pdf

Was dein Finanzamt hier macht ist zur Vereinfachung bei der Teilwertmethode die unentgeltliche Wertabgabe aus der UStErkl zu übernehmen. Das kann man machen ist aber normal für dich die ungünstigste Methode.

Zur Teilwertbewertung des selbst verbrauchten Stroms bestehen folgende Möglichkeiten:
- anhand der individuell angefallenen Kosten (progressive Methode)
- durch Ableitung aus dem voraussichtlich am Markt erzielbaren Verkaufspreis (gemindert um den kalkulatorischen Gewinnaufschlag - retrograde Methode) ... was du gemacht hast
- oder obige Methode wie das Finanzamt gerechnet hat.

Dieser Teilwert ist noch um die Umsatzsteuer für die unentgeltliche Wertabgabe zu erhöhen. ... das hast du vergessen? Vielleicht zickt deswegen das Finanzamt.

Falls du linear abschreibst ist mir im Übrigen nicht klar warum du Verlust machst. War die Anlage so teuer oder ging so spät im Jahr ans Netz? Die erstattete USt aus 2017 ist auch in der EÜR? Das würde einen Gesamtverlust nochmal unwahrscheinlicher machen.

Hinweis: Hier handelt es sich um persönliche Recherchen. Dies ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
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Re: Unentgeltl. Wertabgabe in ESt-Erklärung/Gewinn aus Gewer

Beitragvon machtnix » 13.06.2018, 06:56

Chrislybear hat geschrieben:Falls du linear abschreibst ist mir im Übrigen nicht klar warum du Verlust machst. War die Anlage so teuer ..


er hat eine Anlage mit Speicher. Da kommt man mit den 12,x cent/kwh Sachentnahme nicht in die Gewinnzone.
Da hat das Finanzamt einfach mal den Bezugspreis für die Sachentnahme angesetzt und schon macht die Anlage wieder einen steuerlichen Gewinn :roll:
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: Unentgeltl. Wertabgabe in ESt-Erklärung/Gewinn aus Gewer

Beitragvon donnermeister1 » 13.06.2018, 07:56

Chris13 hat geschrieben:Wie kann ich begründen, dass für den Gewinn aus Gewerbebetrieb nicht die 904 Euro Bezugsstrompreis wie in der USt-Erklärung relevant sind, sondern die 360 Euro Einspeisevergütung?


Suchst du nach den Beiträgen von KPR. Da findet sich ein Begründung für genau diesen Fall.

finanzen-steuern-f9/berechnung-unentgeltliche-wertabgabe-t92575-s240.html#p1122154
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Re: Unentgeltl. Wertabgabe in ESt-Erklärung/Gewinn aus Gewer

Beitragvon ragtime » 13.06.2018, 08:10

@Chris13: Du bist dir wirklich sicher du hast USt auf unentgeltliche Wertabgabe als durchlaufenden Posten in der EÜR?

Also einmal als Vereinnahmte MWSt (von dir als Privatmann) und einmal als bezahlte USt an das FA (zus. zur USt des VNB). Sind bei mir mittlerweile unterschiedliche Beträge, da ich die USt erst im Folgejahr erkläre/bezahle, im ersten Jahr war das aber identisch, da ich noch UStVAs machte.
Also das was Chrislybaer oben mit "Der Teilwert ist noch zu erhöhen um die USt..." meinte (Du musst da aber nix addieren, sind extra Felder). Weiss jetzt grade die entspr. Nummern im ESt-Formular nicht... Paul's Tool weiß das aber.

Falls ja, gilt was oben geschrieben wurde... Da braucht jemand beim FA Nachhilfe. Kann ich mir aber fast nicht vorstellen... Bist ja nicht deren einziger PVler.
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Re: Unentgeltl. Wertabgabe in ESt-Erklärung/Gewinn aus Gewer

Beitragvon Paulchen » 13.06.2018, 08:40

@Chris13
Ich habe eben deinen Eingangsnachricht gelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass du mit 30,83 Ct. einen doch recht hohen Preis für deinen Strombezug ansetzt. Schau doch nochmal nach, ob hier wirklich alles bei deiner Berechnung richtig eingetragen ist. Wenn ja, dann solltest du überlegen, ob ein Wechsel des Stromanbieters nicht sinnvoll wäre.

Zum Ansetzen der unentgeltlichen Wertabgabe bei der EÜR habe ich mir aus einem früheren Beitrag von @kpr die Passage zu einem Einspruch gegen eine entsprechende Vorgehensweise des FA kopiert. Ich bin sicher, du kannst diesen Text gut gebrauchen, wenn der Sachbearbeiter auf seinem Standpunkt beharrt. Ich kopiere dir den Text unter meine Unterschrift.

mfg
Paulchen

Zitat:

Sehr geehrte Damen und Herren,
gegen o. a. Steuerbescheid wird form- und fristgerecht das Rechtsmittel des
E I N S P R U C H
gem. § 347 AO eingelegt.

Zur Begründung:
Der Steuerbescheid verletzt formales Recht.
Die Behörde ist in dem o.a. Steuerbescheid von der eingereichten Erklärung abgewichen ohne den Steuerpflichtigen zu hören. Dem Steuerpflichtigen wurde das rechtliche Gehör verweigert.

Der Steuerbescheid verletzt materielles Recht.
Gegenüber der eingereichten Erklärung wird der Wert der Sachentnahme für vom Unternehmer für Zwecke außerhalb des Unternehmens entnommenen Strom mit .... angesetzt.

Es ist unstreitig, dass die Entnahme von erzeugtem Strom durch den Unternehmer für außerbetriebliche Zwecke als Sachentnahme gewinnerhöhend zu erfassen ist.

Unabhängig von der Ermittlung des steuerlichen Gewinns als Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben gem. § 4 Abs. 3 EStG ist der Gewinn auch in diesem Fall so zu ermitteln, als wäre er durch Entnahmehandlungen des Steuerpflichtigen nicht beeinflusst worden.

Es ist jedoch nicht Ziel der steuerlichen Gewinnermittlung, den beim Unternehmer zugeflossenen Wert der Besteuerung zu unterwerfen.

Die Sachentnahme ist mit dem Teilwert zu bewerten.
Aufgrund der besonderen Umstände im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Photovoltaikanlage auf Basis des Vergütungsanspruchs nach EEG kommt hier nur eine Bewertung der Sachentnahme mit dem gesetzlichen Vergütungsanspruch in Betracht. Damit wird exakt der gleiche Betrag erzielt wie der, wenn der Unternehmer den Strom nicht für private Zwecke entnommen hätte.

Eine Bewertung mit dem Marktpreis / Bezugspreis hingegen ist nicht sachgerecht, da der Unternehmer zu diesem Wert den Strom unter keinen Umständen hätte veräußern können.

Es wird gebeten und beantragt, den o.a. Steuerbescheid entsprechend vorstehender Begründung zu berichtigen.
Zitat Ende
Excel-Tools zu Buchführung und Steuer für PV-Anlagen:
Einspeise-, Direktverbrauchs-Anlagen und Kombinationen beider Arten
DV-Tool auch für OS X - WIN-DV-Tool auch mit KUR
Informationen unter https://www.pv-steuer.com
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Re: Unentgeltl. Wertabgabe in ESt-Erklärung/Gewinn aus Gewer

Beitragvon Chrislybear » 13.06.2018, 11:29

Ich nutze WISO und plane es dort so zu machen (meine erste ESt/USt mit PV gibt es erst nächstes Jahr):
Die USt auf den Eigenverbrauch berechne ich manuell anhand meines Bezugspreis. Das buche ich mit verständlichem Buchungstext als Einnahme auf USt lfd. Jahr.
Für die Sachentnahme buche ich eine Einnahme ohne USt (da diese ja schon separat gebucht wird) auf Basis der mir entstandenen Kosten, also Herstellungspreis und sofern erfolgt Wartung.

In der automatisch erzeugten UStVA steht dann die richtige USt und in der EÜR kommt der zu meinen Gunsten korrekt ermittelte Gewinn heraus. Spätestens im 2. Jahr mache ich auch Gewinn da ich keinen Speicher habe und linear abschreibe.

Ob das in dem PV Tool auch so geht weiß ich nicht.

PS Ich habe übrigens die IST-Versteuerung beantragt und genehmigt bekommen, damit mache ich die Abrechnung nicht monatlich, sondern dann wenn vom Stromanbieter die Rechnung kommt.
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Re: Unentgeltl. Wertabgabe in ESt-Erklärung/Gewinn aus Gewer

Beitragvon Chris13 » 14.06.2018, 21:37

Hallo miteinander und vielen Dank für eure hilfreichen Antworten, wirklich großartig! :danke:

Chrislybear hat geschrieben:Wenn du also 30,83 Cent / kWh inkl. Grundgebühr (wäre ganz schön teuer) für den Strombezug bezahlst, ...

Paulchen hat geschrieben:Dabei ist mir aufgefallen, dass du mit 30,83 Ct. einen doch recht hohen Preis für deinen Strombezug ansetzt. Schau doch nochmal nach, ob hier wirklich alles bei deiner Berechnung richtig eingetragen ist. Wenn ja, dann solltest du überlegen, ob ein Wechsel des Stromanbieters nicht sinnvoll wäre.

Ja, wir sind immer noch in der Grundversorgung :roll: Ich habe aus verschiedenen Gründen noch nicht die Zeit gefunden, mich damit zu beschäftigen – steht aber für die nächsten Wochen auf der Agenda.

Chrislybear hat geschrieben:Dieser Teilwert ist noch um die Umsatzsteuer für die unentgeltliche Wertabgabe zu erhöhen. ... das hast du vergessen? Vielleicht zickt deswegen das Finanzamt.

Nein, die ist drin. Untenstehend mal die EÜR, wie sie Paulchens PV-Steuer-Tool ermittelt hat. Exakt diese Daten habe ich dem Finanzamt übermittelt, habe es gerade noch ein weiteres Mal gegengecheckt.

Chrislybear hat geschrieben:Falls du linear abschreibst ist mir im Übrigen nicht klar warum du Verlust machst. War die Anlage so teuer oder ging so spät im Jahr ans Netz? Die erstattete USt aus 2017 ist auch in der EÜR? Das würde einen Gesamtverlust nochmal unwahrscheinlicher machen.

Teuer ist ja immer relativ :lol: Die Anlage wurde zwar im April fertiggestellt, aber der Netzanschluss erfolgte erst Mitte September, sodass ich von April bis September einen 100%igen Direktverbrauch hatte. Außerdem haben wir, wie machtnix schrieb, einen Batteriespeicher.

donnermeister1 hat geschrieben:Suchst du nach den Beiträgen von KPR. Da findet sich ein Begründung für genau diesen Fall.

finanzen-steuern-f9/berechnung-unentgeltliche-wertabgabe-t92575-s240.html#p1122154

Paulchen hat geschrieben:Zum Ansetzen der unentgeltlichen Wertabgabe bei der EÜR habe ich mir aus einem früheren Beitrag von @kpr die Passage zu einem Einspruch gegen eine entsprechende Vorgehensweise des FA kopiert. Ich bin sicher, du kannst diesen Text gut gebrauchen, wenn der Sachbearbeiter auf seinem Standpunkt beharrt. Ich kopiere dir den Text unter meine Unterschrift.

Herzlichen Dank! Das scheint genau das zu sein, was ich in meiner Situation benötige. Ich werde es damit versuchen.

ragtime hat geschrieben:@Chris13: Du bist dir wirklich sicher du hast USt auf unentgeltliche Wertabgabe als durchlaufenden Posten in der EÜR?

Also einmal als Vereinnahmte MWSt (von dir als Privatmann) und einmal als bezahlte USt an das FA (zus. zur USt des VNB). Sind bei mir mittlerweile unterschiedliche Beträge, da ich die USt erst im Folgejahr erkläre/bezahle, im ersten Jahr war das aber identisch, da ich noch UStVAs machte.
Also das was Chrislybaer oben mit "Der Teilwert ist noch zu erhöhen um die USt..." meinte (Du musst da aber nix addieren, sind extra Felder). Weiss jetzt grade die entspr. Nummern im ESt-Formular nicht... Paul's Tool weiß das aber.

Ja, ich bin mir schon sicher. Wie unten im Screenshot zu sehen, ist sowohl der Direktverbrauch anhand dem voraussichtlich am Markt erzielbaren Verkaufspreis i.H.v. 12,3 ct./kWh angeben als auch die USt. auf die unentgeltlichen Wertabgaben (zum Bezugspreis i.H.v. 30,83 ct/kWh) sowie die vereinnahmte Umsatzsteuer.

Ans Finanzamt gezahlte Umsatzsteuer habe ich 2017 keine, da ich fälschlicherweise annahm, eine SEPA-Lastschrift hinterlegt zu haben. Die Zahlungen für Oktober, November und Dezember 2017 fließen ins Steuerjahr 2018.

ragtime hat geschrieben:Falls ja, gilt was oben geschrieben wurde... Da braucht jemand beim FA Nachhilfe. Kann ich mir aber fast nicht vorstellen... Bist ja nicht deren einziger PVler.

Also wenn ich das soweit richtig verstehe, hast du wohl Recht mit deiner Annahme.
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Re: Unentgeltl. Wertabgabe in ESt-Erklärung/Gewinn aus Gewer

Beitragvon MBIKER_SURFER » 14.06.2018, 23:10

Moin,

über 31 ct/kWh Strompreis würde ich mich freuen :idea: - auf Grund unseres geringen Verbrauchs liegen wir bei um die 37 ct/kWh - geht nicht günstiger bei uns -> Wesermarsch. Eigentlich schon frustrierend. Aber die PV kompensiert das locker :D
Gruß
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Re: Unentgeltl. Wertabgabe in ESt-Erklärung/Gewinn aus Gewer

Beitragvon Chris13 » 04.07.2018, 10:43

Das Finanzamt hat auf meinen Einspruch reagiert, leider zunächst nicht in meinem Sinne:
Ihr Einspruch ist nach meinen Feststellungen unbegründet.

Mit Schreiben vom 21.06.2018 legten Sie gegen den o.g. Bescheid Einspruch ein. Es wurde beantragt, die unentgeltliche Wertabgabe zu überprüfen.

Nach Überprüfung ergibt sich folgendes:
Aus der Umsatzsteuererklärung ergab sich eine unentgeltliche Wertabgabe in Höhe von 904 €.
Laut Anlage EÜR betrug die sonstige Sach-, Nutzungs- und Leistungsentnahme 360,78 €. Bei der Veranlagung wurde die Betriebseinnahme auf den Wert laut Umsatzsteuererklärung erhöht, da die Abweichung nicht plausibel erschien.

Um über den Ansatz weiter entscheiden zu können, übersenden Sie bitte eine Berechnung der 904 € und der 360,78 € und entsprechende Nachweise.

Solange diese nicht vorliegen, muss davon ausgegangen werden, dass die unentgeltliche Wertabgabe laut Umsatzsteuererklärung auch bei der Ertragsbesteuerung zu Grunde zu legen ist.
Derzeit ist der Einspruch unbegründet.

Drucke ich jetzt einfach die entsprechenden Seiten aus dem PV-Steuer-Tool aus? Inhaltlich anders begründen als bereits beim Einspruch geht ja eigentlich nicht, oder? Höchstens in anderen Worten...
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