Photovoiltaik abrechnung Steuer ?

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Re: Photovoiltaik abrechnung Steuer ?

Beitragvon Red5FS » 12.08.2018, 22:31

Dein Gewinn ist doch „grundsätzlich“ höher als das was nachher auf dem Blatt Papier steht....
Bei mir standen zwei Jahre ein Minus davor...
Trotzdem habe ich in den beiden Jahren Geld überbehalten...

Das sind Zahlen auf einem Blatt Papier....
Selbst wenn Du jetzt einen Gewinn von 410€ im Jahr hättest, was wäre daran so schlimm?

Deine Mieteinnahmen machen doch den größeren Anteil aus.
Bei 12 x 410€ = 4920€
Nehmen wir mal einen Steuersatz von 40% an..
Macht 1960€ Steuern 4920 x 0,4

Jetzt käme PV mit 410€ dabei
13 x 410€ x 0,4 = 2132€ Steuern...
Das macht dann 172€ höhere Steuern.

Jetzt kann man sagen 410€ PV Gewinn - 172€ =238€ über....
Was aber in meinen Augen komplett vergessen wird ist die immer wiederkehrende monatliche Ersparnis beim Stromabschlag durch den Eigenverbrauch...
Bei bsp. 1500kWh EV und einen Preis von 0,25€/kWh wären das 375€/a oder 31,25€ im Monat, die mein Stromanbieter nicht mehr von mir bekommt....

Diese 375€ hab ich dann on Top....
Und selbst diese Steuerrechnung ist nicht vollständig, da auch die Mieteinnahmen nicht vollständig zu versteuern sind....auch hier gibts ne Ausgabenseite....




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Re: Photovoiltaik abrechnung Steuer ?

Beitragvon Xerx » 13.08.2018, 07:44

chris45 hat geschrieben:Hallo erst mal danke für die Hilfe ich möchte es halt vorher genau wissen.

Wird schwierig. Wenn du am Beginn deiner Erfahrungen mit PV bist, ist vieles Raterei - begrifflich wie inhaltlich. Bei mir war und ist das nicht anders. Die Mengen von Ertrag und Eigenverbrauch sind Schätzungen, Steuerberaterkosten hätte ich dir nicht sagen können. Zählerkosten kenne ich erst durch PV. Wann oder ob unsere Anlage einen Smartmeter bekommt ist Raterei, mit Kosten heute ca. 15 € dann evtl. 60 € usw. . Das PV-Anlagen im Winter nichts abwerfen habe ich oft gehört, verstanden dann erst nach dem 2. Winter. Zumindest ich musste mehrfach meine Vorstellungen an die Realität anpassen.
Steuerlich werden mit der EÜR (Einnahme-Überschuss-Rechnung) die Einnahmen (aus betrieblicher Sicht) kalkuliert, die Ausgaben davon abgezogen, im Ergebnis hat man einen Gewinn oder Verlust, bei dir 207 €. Dann kommt die Besteuerung. Der Eigenverbrauchvorteil (Strompreis minus Sachentnahme minus UST) ist nicht steuerrelevant.
Die Excel-Rechner berechnen - stark vereinfacht - das Grundprinzip mit mittleren Werten über 20 Jahre, viel genauer als die Schätzung von ragtime ist das auch nicht. Im Detail ist das durch Wechselwirkungen und 100 Variablen sicherlich noch komplexer.
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Re: Photovoiltaik abrechnung Steuer ?

Beitragvon chris45 » 13.08.2018, 12:16

Danke für die Info aber das sich die PV selbst Trägt bzw. ,den Kredit ist aber auch nicht mehr so oder ?
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Re: Photovoiltaik abrechnung Steuer ?

Beitragvon wschmeiser » 13.08.2018, 12:39

chris45 hat geschrieben:Danke für die Info aber das sich die PV selbst Trägt bzw. ,den Kredit ist aber auch nicht mehr so oder ?


Anders als @Xerx schreibt, ist das nicht wirklich komplex. Aber man muss sich halt damit auseinandersetzen. In
diesem Forum findet man alles dazu und geholfen wird einem auch.

Und anders als @Xerx schreibt, ist der Eigenverbrauch durchaus steuerlich relevant.

Und die Wirtschaftlichkeit wird doch nur durch 3 Faktoren bestimmt:
- wie hoch sind deine Anschaffungskosten/Investition zu Beginn (11.800 €).
- wie hoch ist dein jährlicher Stromertrag (9.000 kWh)
- wie viel kannst Du davon selbst nutzen (Ersparnis ca. 25-30 ct/kWh) und musst du einspeisen (rd. 12 ct/kWh Einnahmen).

Daraus errechnet sich Deine Wirtschaftlichkeit. Das ist nicht schwierig.

Mit der PV-Anlage wird man dann aber Gewerbetreibender mit einer Reihe von Pflichten: USt-Erklärung, EÜR, usw.

Und es ist eine Investition über 20 Jahre .... das ist eine lange Zeit, in der viel passieren kann!

Und natürlich trägt eine solche Investition auch eine Finanzierung .... nur stellt sich die Frage, ob für jemanden, der eine solche Investition finanzieren muss, eine solche sinnvoll ist.

Und Steuern musst Du nur bezahlen, wenn Du Gewinn machst ..... und dann sollte man die Steuer eigentlich gerne bezahlen.
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Re: Photovoiltaik abrechnung Steuer ?

Beitragvon chris45 » 13.08.2018, 18:25

Danke für die sehr ausfühlichen Infos.


Die anlage soll auf 70% Dynamisch laufen ist das gut ?
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Re: Photovoiltaik abrechnung Steuer ?

Beitragvon chris45 » 14.08.2018, 06:00

Sollte ich einen Akku mit installieren ?

Danke Mfg
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Re: Photovoiltaik abrechnung Steuer ?

Beitragvon Red5FS » 14.08.2018, 06:37

Moin,

Kommt drauf an....
Für größere Autarkie, mehr Unabhängigkeit und einen gutem Gefühl....wäre die Antwort ja.

Wenn wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund stehen dann eher nein....

Liegt halt daran, das ein Speicher sogenannte Umwandlungsverluste hat. Um 1000kWh aus dem Speicher nutzen zu können musst Du ca. 1200kWh einspeichern.

250€ Ersparnis zu 150€ Einspeiseverluste (grob geschätzt)...macht ein Plus pronJahrbvon 100€ vor Steuern....und was kostet der Speicher mehr.


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Re: Photovoiltaik abrechnung Steuer ?

Beitragvon chris45 » 14.08.2018, 07:21

Ok danke was der speicher kostet weis ich noch nicht genau

Gruß
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Re: Photovoiltaik abrechnung Steuer ?

Beitragvon Xerx » 16.08.2018, 22:14

wschmeiser hat geschrieben:Anders als @Xerx schreibt, ...

mmm? Vielen Dank, dass du aufpasst! Nebenbei der spez. Ertrag/ PVGIS wurde glaube auf S.3 mit 1030 kWh/ kWp (vielleicht eine konservative Zahl) angegeben. Die 900 stammen aus meiner Realität.
wschmeiser hat geschrieben:Inflation wäre vorteilhaft und nicht nachteilig, weil Afa und Einspeisevergütung gleich bleiben, Deine Ersparnis aus dem Eigenverbrauch aber immer weiter zunimmt.

Kannst du das mal bitte Vorrechnen, ich blick' das leider auch nicht.
Angenommen Chris hätte:
9,9 kWp für 11800 € netto,
Vergütung = 11,83 ct,
PVGIS = 1130,
Strompreis 24 ct,
EV = 2600 kWh,
Inflation = 1%
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Re: Photovoiltaik abrechnung Steuer ?

Beitragvon wschmeiser » 16.08.2018, 22:25

@Xerx,
die wesentliche Ausgabe ist Afa. Die ist für 20 Jahre fest.

Das gleiche gilt für die Einspeisevergütung.

Inflation aber würde bedeuten, dass der Strompreis mit der Inflation steigt. Und damit steigt bei Inflation die Ersparnis aus dem Eigenverbrauch.
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