Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

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Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon racinggoat » 06.08.2018, 16:18

Ihr habt das bestimmt schon tausendmal beantwortet. Irgendwie bin ich ins "Fahndungsraster" des Finanzamtes gekommen. Vermutlich, weil sich einige Sachen im Laufe der Jahre geändert haben und ich immer meinen "alten Stiefel" gefahren bin.

Vielleicht schaut mal einer drüber, der sich nicht nur, wie ich, einmal im Jahr mit den Steuer befasst.

In der Anlage habe ich die Abrechnung des Netzbetreibers und den Abschlagsplan für 2017 hinterlegt. Es handelt sich um eine Anlage mit Einspeisevergütung, mittlerweile wohl eher die Seltenheit. Die Finanzierung lief über Kredit, war zeitlich wegen Kreditablauf/Verlängerung gerade passend. Ich hatte in den ersten zwei Jahren eine Steuerberatung bemüht, dann davon "abgekupfert" und nie wieder irgendwas angepasst (vermutlich mein Fehler). Bin jetzt nervös, ob ich allzuviel falsch gemacht habe und vielleicht leichtfertig Steuern verkürzt habe :shock:

Beginn EÜR:

Betriebseinnahmen:
Zeile 14 Umsatzsteuerpflichtige Betriebseinnahmen: 3620,73
(3024,95 [Gesamtrechnungsbetrag der Netzgesellschaft] plus 595,78 [Gesamteigenverbrauch])

Zeile 16 Vereinnahmte Umsatzsteuer sowie Umsatzsteuer auf unentgeltliche Wertabgaben: 687,94
574,74 [USt der Gesamtrechnung] plus 113,20 [USt des Eigenverbrauchs])

Zeile 22 Summe Betriebseinnahmen: 4308,67 (Summe aus Zeile 14 und 16)

Betriebsausgaben
Zeile 30 AfA auf bewegliche Wirtschaftsgüter 1264,00 (die Zahl ist korrekt)

Zeile 45 Beiträge, Gebühren, Abgaben und Versicherungen: 82,71 (Versicherung, ist korrekt)

Zeile 48 Übrige Schuldzinsen: 158,04 (Zahl ist korrekt)

Zeile 65 Summe Betriebsausgaben 1504,75

Zeile 71: 4308,67
Zeile 72: 1504,75

Zeilen 80, 82 84: 2803,92

Entnahmenberechnung:
Zeile 90 Entnahmen einschließlich Sach-, Leistungs- und Nutzungsentnahmen: 4003,77
(3599,69 (Bruttorechnungsbetrag der Netzgesellschaft [3024,95 * 1,19] plus 404.08 Eigenverbrauch [339,56 * 1,19] )

Zeile 91 Einlagen einschließlich Sach-, Leistungs- und Nutzungseinlagen: 2716,46 (Versicherung: 82,71 plus Zinsen Kredit: 158,04 plus Tilgung Kredit: 2475,71)

Ende EÜR


Einkommenssteuererklärung
Zeile 4: 2803,92-> 2804 (Übernahme aus Zeile 84 der EÜR)


Umsatzsteuerklärung Beginn
Zeile 38: 3620,73

Zeile 60 Summe der Steuer: 687,94 (es ändert sich an dem Wert im Lauf der USt-Erklärung nichts mehr; dies war auch der Zahlbetrag an das FA.
Umsatzsteuerklärung Ende

BITTE nehmt Euch der Sache kurz an, ich schwitze schon leicht deswegen und soll die Werte im Rahmen einer Anhörung erläutern. Hoffe Ihr seht durch und ich hab hoffentlich nicht zuviel durcheinandergewürfelt.... Vielleicht hätte ich auch in anderen Zeilen der Erklärungen noch was ausfüllen müssen.

Bitte teilt mir die Fehler/Falschangaben/Falschberechnung auch mit. Ich steh momentan komplett auf dem Schlauch, hab stundenlang in Foren gelesen und steh derzeit total neben mir. :danke:
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon alterego » 06.08.2018, 17:40

racinggoat hat geschrieben:Beginn EÜR:

Betriebseinnahmen:
Zeile 14 Umsatzsteuerpflichtige Betriebseinnahmen: 3620,73
(3024,95 [Gesamtrechnungsbetrag der Netzgesellschaft] plus 595,78 [Gesamteigenverbrauch])

Schon das ist falsch, ich komme auf 2895,84€ Vermutlich stimmt dann eine Verprobung irendwo nicht, weshalb jemand genauer hingeschaut hat.
Vergiß die erste Seite der "Aufstellung", die hilft dir in der EÜR nicht weiter.

Schau dir erst mal das in hilfe-zu-steuerfragen-fuer-pv-anlagenbetreiber-t112637.html verlinkte an. Ist mir zu mühsam da jetzt alle Folgefehler zu suchen.
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon Anion » 06.08.2018, 22:34

Ist hier die Einspeiesevergütung oder die Eigenverbrauchsvergütung gemeint?
Sonst greift hier die USTAE 2.5, also fiktive Volleinspeisung.
Die Berechnung in der EST überlasse ich mal den Spezialisten.
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon kpr » 07.08.2018, 08:07

Ich schaue es mir gerne im späteren Verlauf mal an.

Aber das dringlichste zuerst......
Bei all Deiner Unerfahrenheit wundert mich der Gebrauch des Wortes "Anhörung".
Sollst Du als Beschuldigter (z.B. in einem Steuerstrafverfahren) "angehört" werden?
(Dann würde mein Puls jetzt auch mal auf 85 gehen).
Oder ist dem Sachbearbeiter irgendwas aufgefallen; er beabsichtigt von der eingereichten Erklärung abzuweichen und schenkt Dir jetzt rechtliches Gehör? (Oder hat schlicht eine Rückfrage weil er es nicht kapiert was er liest?)
Dann bliebe mein Puls jetzt mal irgendwo bei 45-48.

Dies vorab - damit wir mal wissen, in welcher Liga wir hier spielen.

Und: Hast Du wirklich "nie was verändert" ? Immer wieder die gleichen Werte abgegeben????
Oder meinst Du mit "abgekupfert" - dass Du die Systematik übernommen und immer wieder mit aktuellen Werten bestückt hast?
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon donnermeister1 » 07.08.2018, 08:20

Wenn ich mir die Abrechnung des VNB so ansehe, dann weiß ich wieder, warum ich selbst die Rechnungen schreibe. :mrgreen:
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon racinggoat » 07.08.2018, 09:43

Vielen Dank zunächt für die Hilfestellungen

Das Schreiben des FA beginnt:
"...ich beabsichtige von den in der ESt-Erklärung 2017 erklärten Besteuerungsgrundlagen in dem nachstehend angegebenen Umfang abzuweichen...
....detailierte Aufschlüsselung....

...gemäß § 91 AO Gelegenheit sich zu äußern..."

Somit scheint es die "günstigere" Form der Anhörung wegen abweichender Festsetzung zu sein.

Abkupfern bedeutet das System übernommen und die Werte angepasst (Summierung mittels Exceltabelle). Da muss ich irgendwo mal richtig Mist gemacht haben, denn beim Vergleichen der Werte mit der Musterberechnung "Hilfe für den Betrieb von Photovoltaikanlagen" passt nicht allzu viel.

Wenn ich das richtig lese, wurde durch die Steuerberatung zu Anfang viel zu viel Gedöns gemacht. Da ich bei den Betriebseinnahmen seit Jahren stark unter 17500 € liege, wäre eine Anlage EÜR nicht nötig gewesen.

Ich werde die Tabelle aus "Hilfe für den Betrieb von Photovoltaikanlagen" Seite 40 verwenden (Anpassung entsprechend Stand vor 31.03.2012) und meine Werte mal eintragen und nochmals vorstellen.

Zum ermittelten Wert 2895,84€ (umsatzsteuerpflichtige Betriebseinnahmen):
In der Rechnung des Netzbetreibers wird im Tabellenteil "Vergütung Eigenverbrauch" zunächst der komplette Eigenverbrauch (2073 kWh) mit 28,47 ct/kWh berechnet und dann der komplette Wert (2073 kWh) zurückgerechnet (28,74 -16,38 = 12,36), so dass der Wert 256,66 € doch mein Eigenverbrauch ist.
PS: Durch die Jahresabrechnung komme ich nicht auf über 30 % Eigenverbrauch.
Somit wäre meiner Meinung nach auch 2895,84 nicht zutreffend, sondern 2300,06 + 256,22 = 2556,28 €. Ode ist das wieder ein Denkfehler drin?

Besteht die Möglichkeit, dass nach Richtigstellung der Werte dem FA diese vereinefachte Tabelle "Hilfe für den Betrieb von Photovoltaikanlagen" zur Verfügung gestellt wird. D.h. wären die damit evtl. zufrieden?
Sollte man telefonischen/persönlichen Kontakt suchen, oder eher nur Schriftprinzip?
Kann ich im nächsten Jahr die Berechnung entsprechend der Tabelle machen und ohne Gründe die Anlage EÜR weglassen, so dass der entscheidende Wert nur in der Einkommenssteuererklärung auftaucht, oder muss ich eine Art "Ersatz" (händische Aufschlüsselung der Werte) mitschicken?

Existiert irgendwo eine Vorlage im z.B. Excelformat für die Abrechnung bei Anlagen mit Inbetriebnahme vor dem 31.03.2012?

Vielen Dank nocheinmal bisher!
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon alterego » 07.08.2018, 10:01

Die Rücklieferung ist deine Privatangelegenheit (außer du würdest die für ein Unternhemen nutzen, von dem du noch nichts geschrieben hast). Insbesondere ist die darin enthaltenen Umsatzsteuer keine Vorsteuer im Unternehmen, steht aber alles auch im Leitfaden.
Seit der Steuererklärung für 2017 ist die Anlage EÜR Pflicht, da müßte man den Leitfaden aktualisieren.
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon wschmeiser » 07.08.2018, 10:02

@racinggoat,
also, kein Grund zur Aufregung.

Nur: Hast Du denn in Deinem Beitrag auch geschrieben, was Du in der Steuererklärung angegeben hast und worin das FA davon abweichen möchte? Das kann ich leider aus Deinem Beitrag nicht herauslesen.

Vielleicht erläuterst Du das nochmals etwas klarer.
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon donnermeister1 » 07.08.2018, 11:20

Ob 17.500 € oder nicht, EÜR musst du so oder so machen.

In der EÜR 2017 werden die Ein- und Ausnahmen des Jahres 2017 erfasst.

Das folgende mag banal und allseits bekannt klingen, es ist jedoch hilfreich sich das immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.
Das Jahr 2017 begann am 01.01.2017 um 00:00 Uhr und es endete am 31.12.2107 um 24:00 Uhr.
Es gibt leider als Ausnahme davon die 10-Tages-Regel für wiederkehrende Ein- und Ausgaben.

Die Abrechnung von 2017 wirst du erst 2018 erhalten haben. Ebenso die Restzahlung. Zahlungen in 2018 sind keine Zahlungen in 2017. (Außer 10-Tage-Ausnahme)

Ich sehe 11 Abschlagszahlungen in 2017. Das waren deine Einnahmen in 2017. Wenn du eine Restzahlung aus der Abrechnung 2016 (die in 2017 gezahlt wurde) hattest, dann kommt die auch noch in die Einnahmen 2017 dazu.

Das Problem bei der ganzen Sache ist, daß die Abschlagszahlungen nicht in fiktive Volleinspeisung und Rücklieferung DV aufgeshlüsselt ist.

Warten wir auf KPR. :mrgreen:
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon racinggoat » 07.08.2018, 11:50

zu geplanten abweichenden Festsetzung:

1) Der Ansatz der in der EÜR erklärten Schuldzinsen....
- ist mir klar, war ein Zahlendreher

2) Die vereinnahmten Betriebseinnahmen sind anhand der eingereichten Vertragskontenabrechnung und der EÜR nicht nachvollziehbar. Ich bitte um eine detaillierte Aufschlüsselung der vereinnahmten Beträge. Zudem bitte ich zu erläutern, in welcher Höhe die Entnahme des Stroms für private Zwecke angesetzt wurde.

Mein Problem ist also derzeit 2.)
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