Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Förderung, Kreditgeber, Finanzamt, Wirtschaftlichkeit, Steuern,...

Moderator: Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen)

Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon racinggoat » 08.08.2018, 20:00

Ist mit drin, Zeile 26
racinggoat
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 27
Registriert: 27.01.2011, 11:37
Info: Interessent

Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon wschmeiser » 08.08.2018, 20:09

racinggoat hat geschrieben:Ist mit drin, Zeile 26


Ja, aber wenn ich es richtig interpretiere, nicht in der Beispielsrechnung von @donnermeister1.

Und in Deiner Zeile darfst Du ihn nicht wirklich mit 12,36 ct/kWh bewerten. Ich hatte das zuvor schon ausführlicher erläutert, aber warte jetzt erst einmal die Antwort von @donnermeister1 ab.

Nichts desto trotz wäre es wichtig, dass Du mal erläuterst, was das FA in Deiner EÜR beanstandet hat und was das FA wie abändern möchte. Vielleicht stellst Du Deine abgegebene EÜR und die Anmerkungen des FA auch mal ein.
wschmeiser
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3684
Registriert: 12.04.2011, 21:53
Wohnort: 82418 Murnau
PV-Anlage [kWp]: 18,72
Info: Betreiber

Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon donnermeister1 » 08.08.2018, 21:17

wschmeiser hat geschrieben:@donnermeister1,
fehlt in Deiner Rechnung bei den Einnahmen der EÜR nicht der Selbstverbrauch?


Wusst ich's doch, irgendwas habe ich vergessen. Stimmt, die Sachentnahme in der EÜR fehlt. Reiche ich morgen nach.


racinggoat hat geschrieben:Einige Anmerkungen zur "Donnermeister-Vorgabe":

Messentgelte sind bisher nicht enthalten (wo müssten die mit rein)
- sind geflossenen Gelder und sind meine Ausgaben
- sollten also auf der Betriebsausgabenseite bei der EÜR auftauchen (mit 17,02 €; in EÜR 2017 oder 2018) und
- in der Umsatzsteuererklärung (2017 oder 2018) auf der Gezahltseite (2,72 € mindernd eingehend); wo genau (welche Zeile/Rubrik) in der USt-Erklärung?

Restzahlung noch unberücksichtigt, da erst 2018 gelaufen


Die Abrechnung 2017 hast du erst 2018 bekommen. Darin verrechnet der VNB es. Somit zahlst du das Messentgelt auch erst 2018 gezahlt und kannst es erst in der EÜR 2018 angeben. In der EÜR 2017 kannst du natürlich das Messentgelt von 2016, dass du in 2017 gezahlt hast deklarieren.

Ditto in der Umsatzsteuererklärung, Vorsteuer für Messentgelt 2017 in 2018 gezahlt, also erst in UStE 2018 angeben.
Benutzeravatar
donnermeister1
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3768
Registriert: 28.04.2011, 12:23
Wohnort: Berlin
PV-Anlage [kWp]: 10,6
Info: Betreiber

Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon donnermeister1 » 09.08.2018, 09:03

Wie versprochen, hier mit Sachentnahme.

racinggoat-neu.pdf
(90.33 KiB) 22-mal heruntergeladen
Benutzeravatar
donnermeister1
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3768
Registriert: 28.04.2011, 12:23
Wohnort: Berlin
PV-Anlage [kWp]: 10,6
Info: Betreiber

Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon wschmeiser » 09.08.2018, 09:25

Danke, ja jetzt passts.

@donnermeister1 hat die Sachentnahme für den Eigenverbrauch mit 16,38 ct/kWh angesetzt. Das entspricht den Rücklieferungskosten.

Es bleibt aber immer noch die Frage an den TS, was das FA für Vorstellungen hat?

Du solltest, wenn irgend möglich, gegenüber dem FA keine neuen Fässer aufmachen.
wschmeiser
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3684
Registriert: 12.04.2011, 21:53
Wohnort: 82418 Murnau
PV-Anlage [kWp]: 18,72
Info: Betreiber

Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon racinggoat » 09.08.2018, 15:04

Vielen, Vielen Dank

wschmeiser hat geschrieben:Es bleibt aber immer noch die Frage an den TS, was das FA für Vorstellungen hat?

racinggoat hat geschrieben:zu geplanten abweichenden Festsetzung:

1) Der Ansatz der in der EÜR erklärten Schuldzinsen....
- ist mir klar, war ein Zahlendreher

2) Die vereinnahmten Betriebseinnahmen sind anhand der eingereichten Vertragskontenabrechnung und der EÜR nicht nachvollziehbar. Ich bitte um eine detaillierte Aufschlüsselung der vereinnahmten Beträge. Zudem bitte ich zu erläutern, in welcher Höhe die Entnahme des Stroms für private Zwecke angesetzt wurde.


Die Passage unter 2) ist so vom Schreiben abgeschrieben. Kann ich schon verstehen, wenn ich jetzt mit meine dem FA übermittelten Daten vergleiche. Ihr wollt die Zahlenwerte auch wirklich GAR NICHT WISSEN ;-) Ist mir so peinlich! :oops: Im Übrigen habe ich festgestellt, dass die Steuerberatung damals absolut nicht durchgesehen hat, da ich mich nicht weiter mit der Materie befasst habe, hatte ich gar keine Chance. Staune im Nachhinein, dass solange keiner gefragt hat. War aber in Summe alles zu meinen Ungunsten gemeldet, also nicht mit §§ 369 ff. AO. :)


wschmeiser hat geschrieben:Du solltest, wenn irgend möglich, gegenüber dem FA keine neuen Fässer aufmachen.

Da kann ich nicht für garantieren....

Die Rechnung von donnermeister1 beinhaltet ja die Bereinigung (rausrechnen) um die Nachzahlung, welche erst in 2018 gelaufen ist (153,95). Die Messentgelte aus der Abrechnung für 2017 (14,30 netto) laufen erst in 2018 mit rein - verständlich.
Wie wirkt sich die Rückzahlung (mit den Messentgelten) i.H.v. 118,59 anstelle der Nachzahlung i.H.v. 153,95 aus? Ändert sich der Wert bei "Ust aus Kundenzahlungen" in der EÜR und/oder der Wert "Umsatz zu 19%", da es sich ja um eine Zahlung handelt, die ich "ausgebe", sprich einfließen mit anderen Vorzeichen? Ich hoffe, ich hab mich verständlich ausgedrückt.

Lohnt es sich, dass ich mich mit dem Messentgelten aus der Abrechnung 2016 befasse und diese versuche einzuarbeiten?


Wie sollte ich nun weiter taktisch vorgehen. Diese Berechnungstabelle mit einem Anschreiben vorlegen und um Berichtigung meiner elektronisch gemeldeten Werte bitten? Oder persönlich? Oder...?
racinggoat
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 27
Registriert: 27.01.2011, 11:37
Info: Interessent

Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon kpr » 09.08.2018, 15:20

So.. sorry.. hat etwas länger gedauert; aber die Sperrung von T1 in FRA hatte auch bei mir so ihre Nachwirkungen.

Anbei habe ich das mal so gemacht, wie man jede Position bis zum letzten Cent gut verteidigen kann.
Sicher... Pareto-Prinzip....für Beträge von wenigen Euro und teils nur Cent, geht ein vielfaches an Aufwand als für den Rest einher.

Es sind im Sachverhalt nach wie vor nicht alle Fragen geklärt.
Es macht aber m.E. keinen Sinn, nach immer mehr Details zu forschen - und das Problem wie Weißbier aufzuschäumen.
Lieber klären wir mal bis hierher - und schauen, was uns noch fehlt / was man besser machen kann.

Fachlich haben wir eigentlich zwei Problembereiche
a) Wir kennen die Vorveranlagung und zugehörige Deklaration nicht - und wissen nicht, was der Ersteller sich dabei gedacht hat. Vielleicht war das ja gar nicht sooooo falsch; zumindest nicht so, dass man einen Systemwechsel rechtfertigen kann.
b) Wir haben es hier mit einem Altfall einer Anlage vor dem 1.4.12 zu tun. Der UStAE hat dieses Problem wunderbar geregelt; aber aa) es ist jetzt schon ein Weilchen her... und komplexe Fälle löst man nicht mehr aus der Hüfte;
bb) wir werden offensichtlich in die Zeit zurückgeschossen, wo die VNB den Anlagenbetreiber haben dumm sterben lassen.
Wir kommen in eine hässliche Schätzungsproblematik - weil wir nicht wissen, wie der VNB den Abschlag aufteilt.

Ernsthafte Bewertungsprobleme haben wir hier definitiv nicht.


Zur beigefügten Tabelle:

Der Steuerpflichtige hat mit dem VNB ausdrücklich oder konkludent vereinbart, dass der VNB die Abrechnung organisiert und dabei eine jährliche Abrechnung mit monatlichen Abschlags- sowie einer Schlusszahlung durchführt. Hierbei sind insgesamt drei Leistungsbeziehungen zu würdigen
a) Volleinspeisung durch den Anlagenbetreiber; Verkauf an den VNB
b) Rücklieferung des Direktverbrauchs durch den VNB an den Anlagenbetreiber
c) Vergütung für Messstellenbetrieb (Leistung des VNB an den Anlagenbetreiber)

Die Abschläge wurden in einem einheitlichen Betrag geleistet. Eine quantifizierte Aufteilung auf die drei Leistungsbeziehungen ist nicht erfolgt. Zur Erstellung einer korrekten USt-Erklärung bzw. zur Ermittlung des steuerlichen Gewinns ist dies unverzichtbar. Hier war auf den Schätzungsweg zurückzugreifen.

Im Wege der Schätzung wurde unterstellt, dass das Entgelt für den Messtellenbetrieb im Abschlag nicht berücksichtigt ist und erst nachschüssig mit der Jahresabrechnung gezahlt wird; die Abschläge sich somit nach gleichen Teilen auf die beiden Leistungsbeziehungen "Volleinspeisung" und "Rücklieferung DV" verteilen.
Die Zahlung des VNB zerfällt entsprechend wie in Zeilen 4-12 dargestellt.

In den Zeilen 15-23 wird dies für den Restbetrag analog durchgeführt. Hier wird unterstellt, dass
a) in 2017 der "Rest" zu erklären ist, der für die drei Komponenten in 2016 nicht erklärt wurde
b) bewusst falsch unterstellt, dass 2016 nach gleichem Muster wie nun 2017 erstellt wurde. (Dies wird kaum so sein; hier muss die Tabelle in der Spalte H (rot markierte Felder) überarbeitet werden.


Umatzsteuer (auch wenn der Thread auf ein ertragsteuerliches Thema hinweist - ohne USt gehts hier nicht)
- hier habe ich die Problematik des Restbetrages in 2017 für 2016 ruasgelassen. Es wäre zu verwirrend, so lange nicht definitiv geklärt ist, was in 2016 deklariert wurde. Das sind auch nur Peanuts).

Zu versteuern ist der Teilbetrag in den Abschlagszahlungen, der auf die Volleinspeisung entfällt.
Sowohl für die Abschläge in 2017 für 2017, als auch die Abschlusszahlung in 2017 für 2016.

Für den Messstellenbetrieb wurde unterstellt, dass es keine Abschlagszahlungen gab; somit keine Zahlungen vor Leistungserbringung. Somit ist die Vorsteuer abzugsfähig, wenn die Leistung ausgeführt und die Rechnung vorliegt.
Die Vorsteuer aus dem Messstellenbetrieb für 2016 ist demnach in 2017 abzugsfähig; die aus 2017 in 2018.
(Dies theoretisch sogar für den Fall, dass es hierdurch zu einem doppelten Abzug der Vorsteuer für 2016 kommt, weil die Vorsteuer schon in 2016 (unzulässig) gezogen wurden.
Das wäre
a) ein problem des FA
b) kein Grund für einen Kleinkrieg; da gibt der klügere nach

Der vom VNB an den Anlagenbetreiber zurückgelieferte Direktverbrauch wurde vom Anlagenbetreiber für Zwecke außerhalb seines Unternehmens verwendet. Ein Vorsteuerabzug hieraus ist nicht möglich.

Evtl. geleistete Vorauszahlungen wären noch zu ergänzen.



Ertragsteuer:
Problem: Die Fiktion aus Volleinspeisung und Rücklieferung gibt es ertragsteuerlich nicht.
Trotzdem versucht die klassische Darstellung in der EÜR eine Verprobung / Plausiprüfung der USt.
Das kann nicht gelingen. "Best practice" funktioniert wie folgt

zunächst werden in a) die steuerpflichtigen Umsätze (Volleinspeisung) dargestellt
in b) erfolgt eine Korrektur um den Brutto-Wert der Rücklieferung; da es diese ertragsteuerlich gar nicht gibt
in c) sind die in den Kundenzahlungen enthaltenen USt dargestellt.
a) bis c) ergeben den Geldfluss dafür, dass (ertragsteuerlich) der Anlagenbetreiber Strom an den VNB verkauft hat - in Höhe des erzeugten, nicht selbst verbrauchten Stromes

Zeile d) scheint unbesetzt und ist nur der Vollständigkeit halber aufgeführt (zahlungen des FA an den Stpfl.)

Zeile e) ist der Wert der Sachentnahme.
Der Gewinn ist so zu ermitteln, dass er von Entnahmehandlungen des Stpfl. nicht beeinflusst wird.
Das ist bei PV extrem einfach und völlig problemlos. Hätte der der Stpfl. nicht entnommen, hätte er eingespeist - und statt 12,36 Cent pro selbst verbrauchter KWh 28,74 Cent bekommen.
Die 12,36 sind in den bisher dargestellten BE schon drin - bleibt also nur noch das Delta von 16,38 Cent.

Wenn das FA eine andere Meinung hat... so ist das ebenso berechtigt (in D herrscht Meinungsfreiheit) wie objektiv falsch.
Wer von der Bahnsteigkante mal zurücktritt, und sich fragt was er hier eigentlich macht (nämlich den Gewinn eines Unternehmens zu ermitteln - und nicht den Wert des dem Unternehmer aus dem Betrieb seines Unternehmens erwachsenden monetären Vorteils) der erkennt sehr schnell, das alle anderen Werte Unfug sind.
(Zugegeben.... man neigt hier zur Lohnsteuerdenke.... "Wert des aus dem Arbeistverhältnis in Geld oder Geldeswert zugeflossenen Vorteils. Aber wir sind nun mal nicht bei der AN-Veranlagung und Einkünften aus §19 - sondern wir sind bei der Gewinnermittlung nach § 4 i. Z. mit Einkünften aus § 15 EStG.

Die Betriebsausgaben sind eigentlich easy. Komplitückisch wird es nur, weil auch die Messtellenentgelte in den Abschlagzahlungen verwurstet worden sind.

Deswegen - nur nachrichtlich - ganz unten eine Verprobung, dass auch tatsächlich die geflossenen Zahlungen in die EÜR aufgenommen worden sind.


Zahlendreher u.ä., können im zweiten Anlauf bereinigt werden.
lasst uns erstmal das klären, was uns eint.

Vorrangig wäre interessant, was uns der Ersteller der Erklärungen 2016 für den Restbetrag der in 2017 geflossen ist, deklaratorisch übrig gelassen hat. Da wage ich keinerlei Prognosen. Da hat so jeder seine eigene best practice.
Dateianhänge
pv ro.xlsx
(14.53 KiB) 23-mal heruntergeladen
16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung
Benutzeravatar
kpr
Forum Genie
Forum Genie
 
Beiträge: 8979
Registriert: 02.04.2010, 17:03
PV-Anlage [kWp]: 16,92
Info: Betreiber

Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon racinggoat » 10.08.2018, 08:48

WOW, danke kpr. Das ist ja mal ne Aufstellung. Muss ich mir in Ruhe ansehen und in Verbindung mit dem sehr ausführlichen Post begreifen (Formeln/Werte nachvollziehen können). Ohne Nachvollziehbarkeit für mich stehe ich sonst nächstes Jahr wieder auf dem Schlauch (und unter Beobachtung des FA).

Wie schon geschrieben, meine "alten" Werte sind nur peinlich (der bereinigte Gewinn [Zeile 84] lag mehr als doppelt so hoch). Die ganzen Jahre immer Geld verschenkt (ESt), bei der USt nicht ganz so schlimm.

Ich melde mich auf jeden Fall nach dem Durcharbeiten.
racinggoat
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 27
Registriert: 27.01.2011, 11:37
Info: Interessent

Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon kpr » 10.08.2018, 09:18

Ich wünsche da viel Spass bei.
Die Tabelle ist mehr oder weniger "on the fly" beim Durchdenken des Sachverhalts entstanden.
Das jede Formel sofern möglich die gleiche Struktur hat; und auf gleiche Variablen immer an der gleichen Stelle zurückgreift - kann ich nicht garantieren.

Konzentriere Dich jeweils zunächst mal auf den originären Sachverhalt 2017 (Zahlungen in 2017 für 2017.
Das "Anhängsel" / "der Rest" (Zahlungen in 2017 für 2016) macht es extrem komplexer, wenn man da in einem Atemzug durch will. (Ich habs auch nicht geschafft. Daher die Idee die beiden Geschäftsvorfälle in separaten Spalten abzubilden und aufzusummieren).

Wenn sich "hinten und vorne" keine vernünftige Verbindung zur Deklaration 2016 herstellen lässt, weil die völlig "out of control" gelaufen ist, kann ich Dir - um des lieben Rechtsfriedens Willen - vermutlich nur den Rat geben, in den sauren Apfel zu beissen, und die Rückzahlung (die ja eigentlich steuermindernd wirkt) einfach rauszulassen.
Damit stellst Du das FA streitlos. Und dann ist Ruhe im Karton. Im Zweifel kann die Klärung des Sachverhalts sonst schnell mal ein Vielfaches der streitigen Steuer kosten.

Auch nochmal der Hinweis:
Dir fehlen Besteuerungsgrundlagen (die Aufteilung der Abschläge auf die Leistungsbeziehungen.)
Wenn die nicht auftauchen, muss nicht nur geschätzt werden - sondern zwangsläufig ist jede Deklarationsform eine irgendwie geartete Schätzung. Ob Du willst oder nicht. Ob Du das nun bewusst tust - oder durch unbewusste Unterstellungen im Wege des "einfach ignorieren".

Meine Schätzungsmethodik ist nicht die einfachste. Sie ist nicht die Beste. Und auf gar keinen Fall erhebt sie den Anspruch auf alleinige Richtigkeit.
Wäre es "meine" Steuererklärung....
a) wäre ich gar nicht in die Situation gekommen ;-)))
b) würde ich die Dinge pragmatischer lösen; wobei ich aber auf einen guten Draht zum FA zurückgreifen könnte
Also eine völlig andere Grundlage, als wenn ich hier "an Deiner Stelle" rechne / denke.

So wie ich hier vorgegangen bin, kann auch der allerletzte Halbhaarspalter und Halbpfennigfuchser nichts ernsthaftes entgegen setzen. Natürlich würde der erstmal laut aufstöhnen.... und sich schwören in diesem Leben nie mehr i. Z. mit einer haushaltsüblichen PV auch nur nach der Lieblingsfarbe des Steuerpflichtigen rückzufragen. Der wird auch denken "die Geister die ich rief...." Aber da muss er jetzt durch.
(Du aber auch. "Anders falsch" kann ja jetzt nicht das Ziel sein. Du musst da mit dem dicken Kopf evtl. auch gegen oder durch die Wand. Sonst hast Du das Drama in Folgejahren weiterhin.)
16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung
Benutzeravatar
kpr
Forum Genie
Forum Genie
 
Beiträge: 8979
Registriert: 02.04.2010, 17:03
PV-Anlage [kWp]: 16,92
Info: Betreiber

Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon wschmeiser » 10.08.2018, 09:48

@kpr,
ich verstehe folgendes nicht:

Der TS hat doch für 2017 und auch die Vorjahre viel zu hohe Einnahmen/Gewinn und USt deklariert und versteuert.

Das FA meint nun für 2017 davon abzuweichen. Wahrscheinlich weil irgendwelche Dinge nicht plausibel erscheinen.

Worin sollte denn nun das Problem liegen, wenn er nun für 2017, wahrscheinlich erstmalig, eine korrekte EÜR abgibt?

Er hat doch immer zu viel an das FA bezahlt.
wschmeiser
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3684
Registriert: 12.04.2011, 21:53
Wohnort: 82418 Murnau
PV-Anlage [kWp]: 18,72
Info: Betreiber

VorherigeNächste

Zurück zu Finanzen / Steuern



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste