Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon wschmeiser » 07.08.2018, 13:00

@racingoat,
um das, was @donnermeister1 schon geschrieben hat, nochmals mit anderen Worten zum Ausdruck zu bringen:

Um die EÜR für 2017 zu machen, sind nur die Zahlungen in 2017 relevant.

Das sind
- die Abschlagszahlungen in 2017
- die Ausgleichszahlung aus der Abrechnung für 2016, die in 2017 erfolgte
- die Umsatzsteuerzahlungen/-erstattungen in 2017.

Soll Dir konkret geholfen werden, müsstest Du auch noch die Abrechnung des Netzbetreibers für das Kalenderjahr 2016 einstellen.
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon racinggoat » 07.08.2018, 13:12

Hab jetzt mal die aktuelle Ausfüllhilfe genutzt.

Nicht berücksichtigt ist die Restzahlung aus der Abrechnung für 2016. Ich müsste demnach im Feld 14 die 11 Abschlagszahlungen in 2017 (261,00 * 11) und die Restzahlung (hab die Zahl gerade nicht zur Hand) aus 2016 (vermutlich Februar 2017 eingegangen) aufsummieren. Für 2018 dann dementsprechend die 11 Abschlagszahlungen und die Restzahlung aus der Abrechnung 2017 usw.

Zeile 90 (Entnahmen) 2073 kWh * 0,1638 = 339,56

Zeile 91 (Einlagen) Versicherung 82,71 + Kreditzinsen 158,04 = 240,75


Einkommenssteuererklärung Zeil 4: Übernahme von 1818,10
Umsatzsteuererklärung 8003 * 28,74 = 2300,06 und davon die Steuer: 437,01


Könnten die Werte jetzt passen?

Die jeweiligen Restzahlungen berücksichtige ich nur in der EÜR oder noch sonstwo (müsste umsatzsteuerrechtlich vernachlässigbar sein, weil die jeweilige Verrechnung im Folgejahr erfolgt)?
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon kpr » 07.08.2018, 13:29

ich komme gerade nicht dazu alles zu lesen.
Auf jeden Fall ist die Rückfrage des FA völlig harmlos. Senke den Puls - lehne Dich zurück.
Eigentlich mal ein Grund für ein Lob an den Sachbearbeiter. Das Recht auf Gehör lässt sich aus den wichtigsten Grundrechten ableiten - und wird häufig mit Füßen getreten. Nur weil es problemlos "heilbar" ist - machts das nicht besser.
Später mehr. Bin gerade ein wenig im Stress. Sorry.
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon wschmeiser » 07.08.2018, 13:54

@racinggoat,
hast Du schon mal erläutert, was das FA genau anders haben möchte?

Und dann fange mal ganz langsam an (nur Geldbewegungen in 2017):
Deine Betriebsausgaben 1264,00 Afa, 158,04 Zinsen und 82,71 Versicherung dürften ja korrekt sein.

Deine Betriebseinnahmen sind (immer nur Nettowerte ohne USt)
+ Abschlagszahlungen in 2017: 11 x 219,33 = +2.412,63
+ die Zahlung aus der Abrechnung für 2016 in 2017 (kennen wir noch nicht)
+ Selbstverbrauch 2073 kWh x 0,2874 = +595,78

In die EÜR kommen dann noch die vereinnahmte USt und die in 2017 tatsächlich an das FA gezahlte USt. Dazu sollte aber erst einmal die Abrechnung für 2016 mit eingestellt werden.
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon wschmeiser » 07.08.2018, 15:24

@racinggoat
und noch 2 Anmerkungen:

1.
Die Kurzaufstellung des Netzbetreibers sorgt natürlich für maximale Verwirrung, denn sie hat nichts mit den Zahlungsströmen zu tun. Am besten Du wirfst sie weg.

Und in der EÜR werden mit Ausnahme der Afa nur Zahlungsströme/tatsächliche Zahlungen in 2017 berücksichtigt.

2.
Die Bewertung des selbstverbrauchten Stroms mit 28,74 ct/kWh = Deiner Einspeisevergütung ist auch falsch. Für die Logik der Erstellung der EÜR ist das aber erst einmal nicht relevant. Dazu wird sich sicher @kpr auslassen. Stichwort ist hier Teilwert.
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon alterego » 07.08.2018, 18:17

wschmeiser hat geschrieben:Die Bewertung des selbstverbrauchten Stroms mit 28,74 ct/kWh = Deiner Einspeisevergütung ist auch falsch. Für die Logik der Erstellung der EÜR ist das aber erst einmal nicht relevant. Dazu wird sich sicher @kpr auslassen. Stichwort ist hier Teilwert.

Er hat ja vergüteten Eigenverbracuh, da gibt es keinen Bewertungsspielraum, die 16,38ct/kWh netto stehen im Gesetz und die hat der VNB auch korrekt (aber vielleicht nicht für jeden so einfahc ersichtlich) abgerechnet.
Der Teil ist aber Privat und steckt (leider) auch in den Abschlägen mit drin, das muß man rausrechnen.
Zu den Details übergebe ich auch an die Experten.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon wschmeiser » 07.08.2018, 18:50

alterego hat geschrieben:
wschmeiser hat geschrieben:Die Bewertung des selbstverbrauchten Stroms mit 28,74 ct/kWh = Deiner Einspeisevergütung ist auch falsch. Für die Logik der Erstellung der EÜR ist das aber erst einmal nicht relevant. Dazu wird sich sicher @kpr auslassen. Stichwort ist hier Teilwert.

Er hat ja vergüteten Eigenverbracuh, da gibt es keinen Bewertungsspielraum, die 16,38ct/kWh netto stehen im Gesetz und die hat der VNB auch korrekt (aber vielleicht nicht für jeden so einfahc ersichtlich) abgerechnet.
Der Teil ist aber Privat und steckt (leider) auch in den Abschlägen mit drin, das muß man rausrechnen.
Zu den Details übergebe ich auch an die Experten.


Bitte den Threadstarter nicht verwirren. Der Netzbetreiber hat mit den 28,74 ct/kWh Vergütung und 16,38 ct/kWh Rücklieferungskosten schon korrekt abgerechnet (Differenz 12,36 Zuschuss für Eigenverbrauch). Für die Bewertung des Selbstverbrauchs in der EÜR sind aber alle Werte nicht die richtigen. Und den Ausführungen von @kpr möchte ich hier nicht vorgreifen.
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon racinggoat » 07.08.2018, 21:07

wschmeiser hat geschrieben:Bitte den Threadstarter nicht verwirren.

Mehr geht momentan kaum nicht. Dachte wäre der Lösung (hoffentlich gibt es nur eine einzige) schon nahe gekommen. Scheinbar noch nicht. Hab jetzt die realen geforderten Werte rausgesucht und fasse zusammen (hoffe das vereinfacht ein wenig):

    1) Allgemein: Anlage mit Einspeisevergütung; Inbetriebnahme 2011; Einspeisevergütung 28,74 ct/kWh; Vergütungssatz für Eigenverbrauch <30%: 12,36 ct/kWh; Vergütungssatz für >=30%: 16,74 ct /kWh

    2) Werte der Anlage in 2017 aus Abrechnung der Netzgesellschaft: erzeugte Menge: 10076 kWh; Einspeisung: 8003 kWh; Eigenverbrauch: 2073 kWh

    3) Zahlungsflüsse in 2017:
      a) Rückzahlung an die Netzgesellschaft 118,59 € am 25.1.17 (wird hier nach Netto/Brutto unterschieden?) aus der Abrechnung 2016
      b) 11 mal die Abschagszahlung erhalten: je 219,33 netto; Summe 2412,65 €
      c) an das FA gezahlte USt für Steuererklärung 2016: 611,61 am 30.5.17
    4) sonstige Werte:
      a) AfA: 1264,00 €
      b) gezahlte Versicherung: 82,71 €
      c) gezahlte Schuldzinsen: 158,04

Das sollten hoffentlich alle Zahlen sein, die von Interesse sind.
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon wschmeiser » 08.08.2018, 11:13

@racinggoat,
ja, es gibt nur eine Lösung und ein richtiges Ergebnis.

Beginnen musst Du aber mit der USt-Erklärung für 2017, um zu wissen, wie viel USt Du in 2017 mit den jeweiligen Zahlungen vereinnahmt hast.
Klar ist die USt von 458,37 auf die 11 x Vorauszahlungen in 2017 in Höhe von insgesamt 2.412,63.
Was fehlt, ist USt aus der Abrechnung in 2017 für 2016.
Ohne die Abrechnung für das Kalenderjahr 2016 kommt man damit nicht weiter.
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Re: Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung

Beitragvon donnermeister1 » 08.08.2018, 12:08

@wschmeiser

Bitte nicht noch die USt ins Spiel bringen. Der Diskussionsfaden nennt sich "Nachhilfe für EÜR, Anlage mir Einspeisevergütung".
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