Nach 5 Jahren zur Kleinunternehmerregelung wechseln ???

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Re: Nach 5 Jahren zur Kleinunternehmerregelung wechseln ???

Beitragvon Heico » 17.02.2018, 11:41

Hab alles durchlelesen, aber jeder Fall ist anders.

Bei mir geht es um 3 Anlagen die von 2010 bis 2011 gebaut sind.
Insgesamt 110 kWp mit Einnahmen von ca 30.000 e p.a.
Der Steuerberater nimmt für die VJ-Anmeldungen und Abschluss 1600 € p.a.
Da sind schon mal in 7 Jahren über 10.000 € weg.
Wo kann ich sparen?
Ummeldung auf Kleinunternehmer scheint nichts zu bringen.
Aber dann könnte ich die Steueranmeldung vielleich einfach selber machen!?
Gruß
Heico

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Re: Nach 5 Jahren zur Kleinunternehmerregelung wechseln ???

Beitragvon donnermeister1 » 17.02.2018, 11:45

Heico hat geschrieben:Aber dann könnte ich die Steueranmeldung vielleich einfach selber machen!?


Ja, spart 1600 €/a.
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Re: Nach 5 Jahren zur Kleinunternehmerregelung wechseln ???

Beitragvon machtnix » 17.02.2018, 11:52

Heico hat geschrieben:Insgesamt 110 kWp mit Einnahmen von ca 30.000 e p.a.
Ummeldung auf Kleinunternehmer scheint nichts zu bringen.


die Kleinunternehmerregelung gilt nur für Umsätze unter 17500€ im Jahr.

den Steuerberater kannst du dir sparen...
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: Nach 5 Jahren zur Kleinunternehmerregelung wechseln ???

Beitragvon EMS_INSANE » 17.02.2018, 12:47

Wie verhält es sich eigentlich wenn man meherere Anlagen hat:

erste Anlage IB 2011
zweite Anlage IB 2018

Beide zusammen weit unter 17500€ Umsatz im Jahr.

Kann ich mit der ersten Anlage wechseln und die 2. so lassen und dann in 5 Jahren wechseln oder geht das immer nur komplett.

Danke schon mal,

So long

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Re: Nach 5 Jahren zur Kleinunternehmerregelung wechseln ???

Beitragvon kpr » 17.02.2018, 14:17

Ein Blick ins Gesetz......

§19 Abs. 1 USt G:
Die geschuldete Steuer wird von UNTERNEHMERN (nicht: Unternehmen)
nicht erhoben, deren Gesamtumsätze 17.500 Euro nicht übersteigen.
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Re: Nach 5 Jahren zur Kleinunternehmerregelung wechseln ???

Beitragvon timohome » 13.06.2018, 11:41

Hallo,

auf die Frage von Insane muss ich auch nochmal zurückkommen und wäre auch für mich interessant.

Eine Anlage in 13, eine in 15 in Betrieb genommen. Bei beiden Vorsteuer gezogen. Wechsel ich 2019 zur KUR, muss ich für die zweite Anlage Anteilig die Steuer zurückzahlen?

Was wäre bei Abmeldung der zweiten Anlage. Ein Defekt und wird nicht weiter betrieben. ?
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Re: Nach 5 Jahren zur Kleinunternehmerregelung wechseln ???

Beitragvon donnermeister1 » 13.06.2018, 11:56

timohome hat geschrieben:Wechsel ich 2019 zur KUR, muss ich für die zweite Anlage Anteilig die Steuer zurückzahlen?


Ja.

timohome hat geschrieben:Was wäre bei Abmeldung der zweiten Anlage. Ein Defekt und wird nicht weiter betrieben. ?


Da zahlst du auch Vorsteuer zurück.
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Re: Nach 5 Jahren zur Kleinunternehmerregelung wechseln ???

Beitragvon gueg » 01.07.2018, 13:03

Ich habe meine Anlage im September 2012 installiert und ab Oktober 2012 in Betrieb genommen.
Habe auch meine Mwst. vom Finanzamt erhalten. Soweit alles klar.
Jetzt hat ein Bekannter mich darauf hingewiesen, dass ich ja nach 5 Jahren wieder die KUR in Anspruch nehmen kann.
Ist ja hier ausführlich beschrieben worden.

Trotzdem gibt es ein paar Fragen.
1. Muss ich jetzt ein formloses Schreiben an Finanzamt schicken oder gibt es dafür ein Formular.
2. Muss ich das auch meinem Netzbetreiber (EnBW) mitteilen, wenn ja, ab wann gilt das.? Ab Sofort oder erst nach Bestätigung durch das Finanzamt.
3. Ich hätte das ja schon früher machen können, kann ich eventuell zuviel gezahlte Ust. zurückverlangen. ???
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Re: Nach 5 Jahren zur Kleinunternehmerregelung wechseln ???

Beitragvon creapy » 01.07.2018, 13:24

Da schließe ich mich gleich mal an. Genau die gleichen Fragen hab ich auch. Meine Anlage ging Oktober 2013 in Betrieb.


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Re: Nach 5 Jahren zur Kleinunternehmerregelung wechseln ???

Beitragvon kpr » 01.07.2018, 19:23

zu 1) Das FA wird in der USt-Erklärung darüber informiert
zu 2) Die Angabe ist Pflichtangabe in jeder Rechnung. Sofern die Abrechnungslast auf den Leistungsempfänger übertragen wurde, muss der leistende Unternehmer den Leistungsempfänger wohl informieren., Hellsehen wird der Leistungsempfänger nicht können. Vermute ich.
zu 3) Der Wechsel zur KUR kann bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung erfolgen. Es ist im Einzelfall zu prüfen, ob diese hier schon eingetreten ist. Hier reden wir im üblichen Fall von etlichen Jahren.
Allerdings gelten natürlich alle übrigen Vorschriften weiterhin. Vorrangig wäre §14c UStG zu nennen, wonach falsch oder unberechtigt erhobene Steuer ebenfalls geschuldet wird.
Die ist im Regelfall zu korrigieren. Auch hier würde ich davon ausgehen, das dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch möglich ist.
Allerdings: Der deklaratorische Weg ist kein einfacher. Ich hab den Ritt vor zwei Jahren durch (zugegeben;: Der Grundlagenfall war an Komplexität kaum zu übertreffen) - und musste die Erfahrung machen, dass selbst routinierte Mitarbeiter beim FA damit ihre Probleme hatten.
Wegen 50 Euro USt auf den Direktverbrauch würde ich persönlich das Faß nicht aufmachen.

Weiterhin greift §15a UStG.
Bei einer Anlage die im Oktober 2012 dem Unternehmen zugeordnet wurde, endet der Korrekturzeitraum im September 2017. Würde für 2017 zur KUR optiert, wären 9/60 der ursprünglich gezogenen Vorsteuer zurückzuzahlen.

Bei einer Anlage die im Oktober 2013 an den Start ging, kann die KUR ohnehin erstmalig für 2018 angewendet werden.
Auch hier wären 9/60 der usprünglichen Steuer zu korrigieren.
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