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Beitragvon Egon » 27.06.2005, 17:25

Hallo, habe seit einer Woche eine kleine Anlage von 3,4kWp.
Warte noch auf die Rechnung.
Was muss ich machen um an die MWSt zu kommen?
Muss man ein Gewerbe anmelden?
Was und wie kann man abschreiben?
Egon
 
- Threadstarter -
 

Beitragvon Walter » 27.06.2005, 21:31

Das ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Auf deinem Steuerbescheid ist eine Rufnummer, anrufen und fragen.

bei mir mußte man 2005 noch ein Gewerbe anmelden, seit 2005 ist dies nicht mehr notwendig.

Aber das weis das finanzamt am Besten :P
Gruss Walter ( Lothar Beer )
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Beitragvon Doris » 07.07.2005, 22:09

Hallo Egon,

lade dir doch mal diese *.PDF herunter:

http://www.steuertips.de/downloads/doku ... oltaik.pdf

Hier sollte so ziemlich alles drin stehen, was du am Anfang zu Steuern und PV wissen solltest.

Und lass dich nicht vom Finanzamt drängen, ein Gewerbe anzumelden!
Das ist nur dann für dich interessant, wenn du alle anderen Möglichkeiten (z. B. Veringerung der Einkommenssteuer) dauerhaft zu deinen Gunsten nutzen kannst.

Tschüss
Doris
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Beitragvon MatthiasM. » 11.07.2005, 10:57

Hallo Doris,

etwas irritiert bin ich von deiner Aussage,
"Und lass dich nicht vom Finanzamt drängen, ein Gewerbe anzumelden!"

Ich habe zwar kein Gewerbe bei der Gemeinde bzw. IHK angemeldet,
jedoch das Formular des Finanzamtes zur Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit. Also hab ich beim Finanzamt ein Gewerbe angemeldet, um
erstens § 7g und zweitens durch Verzicht auf Kleinunternehmertum
die Vorsteuer erstattet zu bekommen, wenn ich die monatliche Umsatz-
steuervoranmeldung mache usw.

Das ist doch ratsam, oder nicht?
Oder hab ich da etwas missverstanden?

Gruß
MatthiasM.
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Beitragvon Doris » 11.07.2005, 12:48

Hallo MatthiasM.

was des Finanzministers rechte Hand ist - also der Dr. Stuhrmann hat in seinem BMF-Schreiben vom 04.12.2001 (in der Anlage von dem Link hier http://www.steuertips.de/downloads/doku ... oltaik.pdf )
jedermann, der dauernd den gesamten erzeugten Strom verkauft (in das Netz einspeist) per Dekret zum Unternehmer im umsatzsteuerlichen Sinn geschlagen. Der normale Weg über das Gewerbeamt wurde also aufgeweicht.
D.h. für alle Aktivitäten, Erklärungen, Erstattungen, Zoff usw. ist deine Unternehmereigenschaft von ganz alleine gekommen und genauso zeigst du das dem Finanzamt an. Nichts weiter. Vorläufig.

Allerdings gibt es Einschränkungen, die nicht vom Finanzamt, sondern von dem Kommunen ausgehen. Und die machen das unterschiedlich, wie Walter schon bemerkte. Verschiedene Kommunen sagen, bis 30 kWp oder weniger können wir sowieso nicht mit Gewerbesteuern rechnen. Oder die Solarstromgewinnung erfolgt im Nebenerwerb usw. also mehr Aufwand als Nutzen. Den Kommunen, denen das Wasser bis zum Halse steht, die wollen natürlich deine 15 Euro für die Anmeldung auch noch kassieren und in der Statistik der Gewerbeneugründungen macht sich sowas gut.
In der Folge der Gewerbeanmeldung hast du nun natürlich den ganzen deutschen Verwaltungsapparat an den Hacken - von Berufsgenossenschaft bis IHK.

Und noch eine Ausnahme gibt es ;-). Geschickt verpackt, äh mit solidem Unternehmenskonzept gelingt es dir, die Solarstromproduktion als Existenzgründung oder Ich-Ag zu verkaufen.
Da du schon Unternehmer aus steuerlicher Sicht bist, muss du also in der Folge auch als Existenzgründer anerkannt werden. Denn die Administration kann nicht das eine wollen und gleichzeitig das andere lassen.
Mir fällt da ein z. B. Produktion von Solarstrom und Aufklärung und Werbung (nicht Beratung!!!) über regenerative Energien mit min. 16 h/p.m.
Musst dich aber beeilen! An den Knöpfen wird gerade gedreht!

Tschüss Doris
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