Hilfe bei der Steuer

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Re: Hilfe bei der Steuer

Beitragvon donnermeister1 » 09.09.2018, 10:08

ragtime hat geschrieben:Richtig,... Das mit der Endabrechnung Anfang Januar und Zugehörigkeit zur DezVA gilt auch nur da... Stichwort 10-Tagesregel für wiederkehrende Zahlungen am Jahresende. ...


Die 10-Tage-Regel nach § 11 EstG gilt nicht für die Umsatzsteuer. Kommt das Entgelt im Januar, dann ist das Umsatz im Januar. Egal ob zw. dem 1. und 10. oder 11. bis 31.
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Re: Hilfe bei der Steuer

Beitragvon ragtime » 09.09.2018, 14:03

Arghhh, im Ernst?
Das heißt der Netto-Abschlussrechnungsbetrag den ich Anfang Januar 2018 bezahlt habe, kommt in die EÜR 17. Die Umsatzsteuer darauf aber erst in die UST 18, die ich aber erst 2019 erkläre/bezahle... Also als Einnahme in die EÜR 18, aber als Ausgabe dann wiederum erst in die EÜR 19? Insgesamt also 2-3 Jahre bis ich einen Vorgang aus 2017 vergessen kann...

Und grade lese ich noch was von wg. Fälligkeit... Bei Fälligkeit jenseits der 10-Tage gilt das alles auch nicht... Ausser man hat ne Einzusermächtigung erteilt? Ich bin verwirrt... https://www.haufe.de/finance/buchfuehru ... 92256.html
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Re: Hilfe bei der Steuer

Beitragvon Bento » 09.09.2018, 14:48

Ich glaube, du bringst da Einiges durcheinander.

Zunächst würde ich eine Schlusszahlung für die PV-Anlage nicht als regelmäßig wiederkehrende Ausgabe einstufen, sodass ich hierfür keine Anwendung der 10-Tage-Regel sehe. Dann solltest du EKSt und USt trennen.
Bei einer Schlussrechnungszahlung bis zum 10.Januar 2018 würde ich alle steuerlichen Sachverhalte im Wirtschaftsjahr 2018 sehen.

Aber nehmen wir einfach mal an, du müsstest monatlich zum 1.ten im Nachhinein deine Mobilfunkrechnung für deinen GPRS-Datenlogger i.H.v. 10,- € netto zzgl. 1,90 € USt. = 11,90 € brutto bezahlen.
Dann wäre die Ausgabe am 01.01.2018 so zu sehen:

ESt.
Sowohl die 10 € netto als auch die 1,90 € USt. wären wegen der 10-Tage-Regel dem Wirtschaftsjahr 2017 als Betriebsausgabe zuzuordnen.
Da du dir die Vorsteuer von 1,90 € erst im Februar 2018 zurückholen kannst, wird diese zwangsläufig eine Betriebsausgabe 2018.

USt.
Da die 10-Tage-Regel umsatzsteuerlich nicht gilt, kannst du dir auch die 1,90 € USt. die du am 01.01.2018 gezahlt hast, nicht bereits mit der Dezember 2017-UStVA zurück holen, die du ja bis spät 10.Januar 2018 machen musst. Die 1,90 € kannst du dir - wie bereits zuvor geschrieben - erst mit der UStVA für Januar 2018 wiederholen.
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Re: Hilfe bei der Steuer

Beitragvon ragtime » 09.09.2018, 15:21

Ich meint nicht die PV-Abschlussrechnung, sondern die wiederkehrende Zahlung des Netzbetreibers, der Anfang Januar18 das Jahr 2017 abrechnet. Und von den VAs bis ich ja schon lange befreit, ich deklarieren jedwede USt also erst bis Mai und mach wg. ein paar Euro Vorsteuer nicht extra ne VA.

Damit kommt auch die USt von Januar 18 also in die EÜR 17 als Einnahme (vom VNB, wg. 10-Tagesregel) und in die EÜR 18 dann als Ausgabe (ans FA)...? Aeh, nein... Ich deklarieren diese ja dann erst 2019 (USt 18)... Also Ausgabe EÜR 19. Puhh.. macht es nicht besser. Damit sind 2 Jahre zw. Eingang und Ausgang.

Die ESt 2016 ging ohne Beanstandung durch, bin ich mal gespannt was sie zu der 2017er meinen die ich grade erst abgegeben hab...

Edit: Grade nochmal nachgeguckt... In ESt 2016 war gar keine bezahlte USt ans FA, da ich ja 2015 noch VAs machte. Und jetzt habe ich erst die 2017 bezahlte USt (aus VNB Zahlungen schon 2016 erhalten) als Ausgabe in ESt 2017 deklariert. Also wohl alles gut... :D
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Re: Hilfe bei der Steuer

Beitragvon Bento » 09.09.2018, 18:11

ragtime hat geschrieben:Ich meint nicht die PV-Abschlussrechnung, sondern die wiederkehrende Zahlung des Netzbetreibers, der Anfang Januar18 das Jahr 2017 abrechnet.

Ah, dann hatte ich es falsch verstanden und es handelt sich natürlich um eine wiederkehrende Zahlung. Dein VNB ist aber verdammt schnell mit seinen Jahresabschlussrechnungen.

Du bist allerdings der Erste, den es stört, dass er die vereinnahmte USt. erst im Folgejahr ans FA weiterleiten muss. :wink:
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Re: Hilfe bei der Steuer

Beitragvon ragtime » 09.09.2018, 22:14

Naja, das sind ja nur ein paar Kröten rauf oder runter, die da im Januar ausgeglichen werden,... je nachdem wie das Solarjahr war, geht es um 10€ Umsatzsteuer mehr oder weniger. Und die EnBW ist da tatsächlich schnell, wenn ich am 31.12. Online den Zählerstand übermittle, ist Geld&Rechnung am 5.1. da (oder abgebucht,... aber meist kommt noch ein bischen was).

Und ich mache das in der Tat wohl tatsächlich falsch, da ich die Umsatzsteuer auf die Ausgleichzahlung im Januar dann auch dem Vorjahr zurechne und in der kurz danach folgenden Umsatzsteuer-Jahreserklärung schon deklariere. Schien mir logisch, und ist so ja auch einfach in der Gesamtrechnung der EnBW abzulesen.

Solange sich das FA nicht beschwert lasse ich das auch dabei... Mach mir doch nicht extra mehr Arbeit und trenne das Jahr für USt und ESt nun unterschiedlich auf... wegen fast nichts an Geldfluss.

BTW, ist das bei mir eigentlich Zufall (bzw. ev. nur da ich den Zähler damals schon Januar vor IBN auf meinen Namen umgemeldet hatte, der Zweirichtungszähler kam dann erst April) oder wird die EEG-Vergütung bei jedem Kalenderjährlich abgerechnet (wie ich bislang annahm)?
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