Haus wird verkauft, Anlage behalten?

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Re: Haus wird verkauft, Anlage behalten?

Beitragvon alterego » 13.07.2018, 17:21

Wechsel von Voll- auf Überschußeinspeisung und umgekehrt ist jederzeit möglich, das steht immer noch im EEG, ist also nicht mal eine Übergangsregelung. Und Vergütung bei Überschußeinpseisung war damals so. 200% sicher wäre ich aber auch nicht, die Übergangsregelungen sind manchmal unerwartet, aber das Bestehende beizubehalten sollte kein Problem sein.
Verlieren dürfte er aber den Bestandsschutz bei der EEG-Umlagebefreiung, da unter 10kWp bleibt es aber trotzdem erst mal frei. Aber auch da müßte man nochmal genau nachlesen.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Haus wird verkauft, Anlage behalten?

Beitragvon Bento » 13.07.2018, 17:47

alterego hat geschrieben:Wechsel von Voll- auf Überschußeinspeisung und umgekehrt ist jederzeit möglich, das steht immer noch im EEG, ist also nicht mal eine Übergangsregelung.

Da habe ich mich evtl. etwas komisch ausgedrückt. Natürlich ist ein Wechsel von Volleinspeisung zu Überschusseinspeisung immer möglich........streng genommen müsste (könnte) es aber Probleme mit dem vergüteten Eigenverbrauch bei einer 2011-er Anlage geben.
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Re: Haus wird verkauft, Anlage behalten?

Beitragvon alterego » 13.07.2018, 18:32

Wie geschrieben, das ist fester Bestandteil der damaligen Vergütung, entweder man bekommt die wie damals oder es findet sich ein Grund der dagegen spricht. Alles, was ich von der Clearingstelle so kenne, ist, daß Umzug nichts ändert (auch wenn der im EEG nirgends geregelt ist).
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Re: Haus wird verkauft, Anlage behalten?

Beitragvon Bento » 13.07.2018, 19:17

alterego hat geschrieben:Alles, was ich von der Clearingstelle so kenne, ist, daß Umzug nichts ändert (auch wenn der im EEG nirgends geregelt ist).

Gerade die Clearingstelle hat ja in dem Hinweis 2012/21 darüber geschrieben, dass ein ANDERER Vergütungstatbestand nach dem Versetzen nur vergütungsfähig ist, wenn dieser bei IBN und Neuinbetriebsetzung noch gilt.
Deshalb ja mein Beispiel:
2011-er Volleinspeiser wurde im ersten Halbjahr 2014 als Überschusseinspeiser (mit Eigenverbrauchsvergütung) umgemeldet. Soweit alles gut, aber wenn die Anlage dann in 2018 umziehen sollte, gibt es zwar unstrittig weiterhin den Anspruch auf Überschusseinspeisung, aber m.E. nicht zwangsläufig den Anspruch auf vergüteten Eigenverbrauch.
Die spannende Frage wäre, ob nur die Überschusseinspeisung als "anderer Vergütungstatbestand" angesehen würde oder auch der vergütete Eigenverbrauch.

Wahrscheinlich ist das aber alles so einzelfallbezogen kompliziert, dass selbst die VNBs da kein Problem sehen. Dann wollen wir da auch mal keins erzeugen. :wink:
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Re: Haus wird verkauft, Anlage behalten?

Beitragvon kampfkeks » 13.07.2018, 22:32

Macht mir keine Angst. Also meine Anlage ist bis heute auf Volleinspeisung, ich hab noch nicht umgestellt auf Überschuss, das soll dann auf dem neuen Zu Hause passieren. Ich dachte bisher für mich gilt weiterhin das EEG 2011... Also bekomme ich hoffentlich den Eigenverbrauch noch vergütet.
Sollte ich das vorher mal bei dem Netzbetreiber anfregen? Der ändert sich leider da anderes Gebiet. Oder sollte ich das dem Installateur überlassen der den Schrank umbaut?
Sollte man erst anfrragen ob man die Anlage da aufs Dach bauen darf oder baue ich sie auf und der Elektriker meldet sie dan einfach an?
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Re: Haus wird verkauft, Anlage behalten?

Beitragvon Elektro-Michel » 14.07.2018, 00:45

Hallo......

seppelpeter hat geschrieben:Wozu der Erzeugungszähler, ist doch unter 10KWp?!?

Ist 3-reihig Pflicht oder etwas mehr als nötig?
Ich glaube ich habe nur einen 2-reihigen im EFH ... ein Zweirichtungszähler, paar Sicherungen, extra Sicherung vor dem Zähler, FI und das war es.

Kann man das theoretisch nicht sogar selbst machen und nur den neuen Zähler in den neuen Schrank hängen macht einer vom VNB ... fertig vorkonfektionierte Zählerschränke gibt es ab 500,- aufwärts. :mrgreen:


Meine (notwendige) Unterschrift wird dann sehr teuer. Da ich nicht weiss wie Du arbeitest (Elektrofachkraft ?)
und ich mit meiner Unterschrift für Dich und Dein tun haften würde, würde ich sogar eventuell sagen.
"Such dir einen anderen" (Dummen)

Kaufst Du den Zählerschrank selbst, so solltest sehr aufmerksam die TAB durchlesen. Die sind
nämlich sehr unterschiedlich.......z.B. Mainzer Netze........haben 3-Punkt während andere
steckbare EHZ haben. Oder die Spannungsversorgung des Zusatzraums...über die Sammelschienen mit
Sicherung 6Ampere oder aber....über den EHZ-Platz mit Sicherungsbox.
Gemäß neuer DIN/VDE 4101:2015-09 istt noch ein Blitz-und Überspannungsschutz notwendig.
Auch an das APZ-Feld denken...dort muss eine Verbindung (Leerrohr) nach DIN 18015 zum
zum HÜP/APL hin...........

Literatur ?
Bitte sehr:
https://www.hager.de/files/download/0/1 ... SA_WEB.PDF

Da werden dann 500,00 € sehr knapp.

Aufgrund des Fachkräftemangels (nicht nur) unserem Gebiet, kann ich mir die Aufträge aussuchen.
Anderen geht das genau so....... dann kommt ein Bastler , den nichts anders sind Leute ohne
Kenntnis wie Du (sieht man in Deiner Fragestellung)...... hier werden die Unterschriften dann besonders
teuer. Ist das dann für Dich zu teuer, dann juckt mich, und viele andere (eingetragene) das auch nicht.
........aber vielleicht gibts ja noch den Dummen, der das Risiko für wenig Geld annimmt.
Du wirst keinen Zähler von einem Messstellenbetreiber erhalten,ohne die Unterschrift eines
Konzessionsträgers.

Das kein Missverständnis aufkommt: wenn ich mit meiner Unterschrift die Haftung übernehme, so wird die
Elektroanlage eingehend geprüft. (Das ist keine Sache von wenigen Stunden, sondern je nach Größe deutlich länger)Nicht nur die neu hinzugekommene PV-Anlage.

Weil, nur um ein Beispiel zu nennen: Du hättest aus versehen,weil Du einen 12 Stunden Tag in Deinem
regulären Job hinter dir hast, eine Steckdose verkehrt angeschlossen (Könntest DU das nach 12 Stunden ausschließen?)
Und dann kommt jemand zu Schaden...........Kleinkind........Aussenleiter an Schutzleiter angeschlossen.
Dann wird der Sachverständige + Gericht denjenigen in die Mangel nehmen der den Zählerantrag unterzeichnet hat.

Du weisst schon, das hier derjenige welcher die Unterschrift für den Zweirichtungszähler leistet, für die ganze
Elektroanlage gerade steht ? Kommt ein Menschenleben zu schaden interessiert kein Gericht in Deutschland
wer hat das gebaut.................sondern wer hat mittels seiner Unterschrift bestätigt, das die Anlage den technischen
Vorgaben entspricht und keine Gefahr für Dritte darstellt.
Lies Dir mal manche Zähleranträge durch......hatte die mal hier in einem anderen Threat eingestellt.

Genauers steht übrigens hier.......mit Literaturnachweisen:
zaehlerschrank-p1601908.html#p1601908
oder vorher hier.
zaehlerschrank-p1601798.html#p1601798

Nicht umsonst wird hier im Forum mittlerweile oft geschrieben das der "Elektriker" zu finden ist.
z.B. bei Selbstaufbau inkl. AC
Das dies nicht einfach sei.



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Re: Haus wird verkauft, Anlage behalten?

Beitragvon alterego » 14.07.2018, 08:54

kampfkeks hat geschrieben:Macht mir keine Angst. Also meine Anlage ist bis heute auf Volleinspeisung, ich hab noch nicht umgestellt auf Überschuss, das soll dann auf dem neuen Zu Hause passieren. Ich dachte bisher für mich gilt weiterhin das EEG 2011... Also bekomme ich hoffentlich den Eigenverbrauch noch vergütet.

Für mich ist die Selbstverbruachsvergütung Teil der Vergütung. Anders als es in der Praxis abgerechnet wird, stand im EEG das du für den vor Ort genutzten Strom eine geringere Vergütung bekommst.
Vergütungstatbestand bleibt für mich Solar/Gebäude 2011 (siehe https://www.netztransparenz.de/portals/1/Content/Erneuerbare-Energien-Gesetz/EEG-Umsetzungshilfen/EEG-Verguetungskategorien_bis-2011_Stand20101129_Final.xls ) Es gibt insbesondere Kategorien (SgK33420----11, SgK33430----11, Zeilen 3307/8) für unter 30% und über 30% das kann imo keine Änderung im Sinne des Beitrags der Clearingstelle sein, weil man sich ja vorher nciht festlegen muß.
Sollte man erst anfrragen ob man die Anlage da aufs Dach bauen darf oder baue ich sie auf und der Elektriker meldet sie dan einfach an?

Natürlich brauchst du eine Netzverträglichkeitsprüfung am neuen Standort. Bei unter 10kWp normalerweise kein Problem - Ausnahmen bestätigen die Regel, daher sollte man (am besten der Elektriker) das ja vorher machen.

edit:
Nachtrag zur Vergütung
Wenn du einen Erzeugungszähler hast, bekommst du ja immer zunächst voll vergütet, was der anzeigt. Solltest du dann die Rücklieferung aus irgendwelchen Gründen doch nicht abgezogen bekommen, bleibst du halt bei Volleinspeisung. Nicht optimal, aber auch nicht schlecht.
Auch was die Zähler angeht, hast du immer nur zwei, Kosten bleiben also auch gleich.
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Re: Haus wird verkauft, Anlage behalten?

Beitragvon Bento » 14.07.2018, 09:31

kampfkeks hat geschrieben:Sollte ich das vorher mal bei dem Netzbetreiber anfregen? Der ändert sich leider da anderes Gebiet.

Ich würde da keine (evtl.?) schlafenden Hunde wecken. Einfach zum gegebenen Zeitpunkt als Überschusseinspeiser anmelden lassen.

Hinweis:
Damit ein "Umzug", also die Anmeldung einer bereits vormals in Betrieb gegangenen Anlage bei einem neuen VNB, reibungslos klappt, solltest du dem neuen Netzbetreiber sämtliche Daten der Anlage (ehemaliger Netzbetreiber, Anlagenschlüssel, ehemaliger Standort, neuer Standort, Anlagengröße, Art der Einspeisung,..............) mitteilen, damit es keine Probleme bei der Zuordnung gibt. Viele VNB haben dafür mittlerweile schon ein spezielles Formular.
Eine Abmeldung zum gegebenen Zeitpunkt beim Alt-VNB wäre auch nicht schlecht. :wink:
Viele Grüße
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