Frage zur USt-Voranmeldung nach monatelanger Laufzeit

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Re: Frage zur USt-Voranmeldung nach monatelanger Laufzeit

Beitragvon Serin » 07.11.2018, 10:54

Richtig Larry :-)

glücklicherweise geht es hier noch garnicht um Einnahmen. Die Anlage ist ja jetzt erst bei der BNTZA gemeldet.

Aktuell geht es um die steuerliche Handhabung des Anlagenkaufs und unternehmertums ;-)

Trotzdem gute Zusatzinfo für zukünftige Fragen bezüglich EEG vergütung
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Re: Frage zur USt-Voranmeldung nach monatelanger Laufzeit

Beitragvon Bigbuh » 08.11.2018, 23:38

@serin
Ja selbtverständlich hab ich die Einkommenssteuer schon gemacht, die mach ich grundsätzlich immer so früh wie möglich, sobald ich alle Daten per Post erhalten hab (april/Mai). Dadurch hab ich da wohl Pech gehabt.

Das Schriftstück ans Finanzamt ist bereits raus, hab 1 Monat vor der ersten Rechnung als "Gründungsdatum" angegeben.
Ja das mit der ustva und der ust wollte ich dann sowieso für 2017 komplett machen, sobald ich vom Finanzamt meine "Firmendaten" habe, genauso dann eben für 2018 (bis zum jetzigen Stand),

@donnermeister1
das mit dem eür hab ich noch nicht so ganz kapiert, da muss ich mich wohl noch einlesen.

@larry03/serin
Habe gestern die Unterlagen bekommen mit dem Hinweis, dass ich vor dem Eingang bei der Bundesnetzagentur überhaupt keine Vergütung bzw. nur nach Marktprämie erhalten werde. Nach eines Telefonates meines PV-Installateurs werde ich wohl davor 80% vergütet bekommen, die restlichen 20% zahlt er mir, da er mich zu spät auf die Anmeldung hingewiesen hat.

Hat jemand eine Ahnung, wie lange man mit ner Antwort vom Finanzamt rechnen muss? Lohnt es sich zu warten um die ganzen Steuerdaten etc. an den Netzbetreiber zu senden oder soll ich lieber gleich alles raussenden mit dem Hinweis die Steuerdaten nachzureichen, sobald ich diese habe?
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Re: Frage zur USt-Voranmeldung nach monatelanger Laufzeit

Beitragvon donnermeister1 » 09.11.2018, 09:25

Bigbuh hat geschrieben:@donnermeister1
das mit dem eür hab ich noch nicht so ganz kapiert, da muss ich mich wohl noch einlesen.


Wenn du die PV-Anlage kaufst, dann ist die gezahlte USt eine Ausgabe in der EÜR. Diese gezahlte USt, die du etwas später als Vorsteuer in der UStVA deklarierst, bekommst du vom FA wieder. Dann ist diese ehemalige USt eine Einnahme. Das gleicht sich innerhalb eines Jahres aus. Geschieht das nun über einen Jahreswechsel, dann hat man in z.B. 2017 die USt als Augabe in der EÜR 2017 und in 2018 hat man die wiederbekommene USt als Einnahme in der EÜR 2018.

Hat man vergessen die gezahlte USt in der EÜR 2017 als Ausgabe anzugeben und ist die ESt rechtskräftig, dann kuckt man in die Röhre. Denn, solltest du die Einnahme der zurückgezahlten USt in der EÜR 2018 vergessen, das FA wird dich daran erinnern. Dan kuckst du noch einmal in die Röhre und dumm aus der Wäsche.
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Re: Frage zur USt-Voranmeldung nach monatelanger Laufzeit

Beitragvon ragtime » 09.11.2018, 10:04

Autsch... Der SuperGau... Da zeigt sich mal wieder, wie wichtig es ist Steuersachen immer auf den letzten Drücker und auf gar keinen Fall vor der zweiten Mahnung mit Zwangsgeldandrohung zu machen (ist bei mir die Regel, obwohl ich immer was wiederzukriegen habe)! :wink:

BTW, wenn du die USt aus 2017 wirklich nicht wiederholen kannst, hättest du besser bei der Anmeldung KUR angekreuzt. Dann könntest du dir wenigstens was über 20Jahre durch die höhere Abschreibung bei der ESt widerholen UND würdest dir das ganze USt-Gedöns, insb. die Steuer auf den Eigenverbrauch, komplett sparen.

Ich würde das sofort telefonisch mal beim FA klären, dann können Sie dir auch sagen wie lange das mit dem Setzen des USt-Merkmals in deiner Steuer-Akte geht (zw. 2 Tagen und 2 Monaten ist da wohl alles möglich, je nach deren Auslastung).
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Re: Frage zur USt-Voranmeldung nach monatelanger Laufzeit

Beitragvon donnermeister1 » 09.11.2018, 11:14

ragtime hat geschrieben:... wenn du die USt aus 2017 wirklich nicht wiederholen kannst, ...


Die USt kann mit der UStE 2017 wiedergeholt werden. Nur die USt als Ausgabe für 2017 ist verloren, wenn der ESt-Bescheid rechtskräftig geworden ist.
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Re: Frage zur USt-Voranmeldung nach monatelanger Laufzeit

Beitragvon Bigbuh » 09.11.2018, 11:47

Damit hier generell keine Missverständnisse entstehen, ich habe bisher noch gar keine UST gemacht, weder als VA noch fürs Jahr 2017. Wie soll ich das denn auch abgeben, wenn ich noch keine "Firmen-Unterlagen" vom Finanzamt habe?

Weiter oben war lediglich die Frage, ob ich die Einkommenssteuer schon gemacht habe - und das habe ich für 2017 getan.
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Re: Frage zur USt-Voranmeldung nach monatelanger Laufzeit

Beitragvon kpr » 09.11.2018, 12:36

Fragebogen zur Aufnahme einer gewerblichen Tägigkeit ausfüllen und abgeben.
Ausstehende Steueranmeldungen auf Papier umgehend nachholen.
Ausstehende Steuererklärungen auf Papier umgehend nachholen.

oder anders: "machen - nicht warten".
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Re: Frage zur USt-Voranmeldung nach monatelanger Laufzeit

Beitragvon donnermeister1 » 09.11.2018, 13:41

Bigbuh hat geschrieben:... wenn ich noch keine "Firmen-Unterlagen" vom Finanzamt habe?

Weiter oben war lediglich die Frage, ob ich die Einkommenssteuer schon gemacht habe - und das habe ich für 2017 getan.


Auf was für "Firmen-Unterlagen" vom FA wartest du denn? Feierliche Überreichung einer Urkunde vom Bürgermeister mit Handschlag? Erinnerungsfoto vor der Truppenfahne und Blick ins Mündungfeuer? :mrgreen:

Zur ESt, EStE 2017 so wie immer, als Arbeitnehmer oder schon mit EÜR gemacht?
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Re: Frage zur USt-Voranmeldung nach monatelanger Laufzeit

Beitragvon Bigbuh » 09.11.2018, 21:06

Steuernummer etc?
Wenn ich den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" abgeschickt habe, dann werde ich ja wohl erst mal eine Rückinfo über meine Steuernummer o.ä erhalten müssen, bevor ich ans Finanzamt die Umsatzsteuer/Umsatzsteuervoranmeldung machen kann?!

Als Arbeitnehmer.
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Re: Frage zur USt-Voranmeldung nach monatelanger Laufzeit

Beitragvon Serin » 12.11.2018, 09:41

Autsch, da muss man aber einiges glattziehen um hier noch deine Schäfchen ins Trockene zu holen ;-)

1. USt
Solange du vom FA noch keine neue Steuernummer bekommen hast, kannst du deine UStE und USTVA normalerweise noch auf deiner aktuellen Steuernummer machen (hab ich auch gemacht).
Da du die UST in 2017 ausgegeben hast ist deine USTVAund deine USTe für 2017 für dich natürlich sehr wichtig und macht den Löwenanteil aus. Wie KPR shcon gesagt hat: mach die so schnell es geht.

2. ESt
Hier haben wir das Problem, dass du offensichtlich schon die EST2017 gemacht hast. Da du allerdings nach deiner Anmeldung ab 2017 schon Unternehmer warst, hättest du eine EÜR mit der EST abgeben müssen um Einnahmen aus deinem Gewerbe zu versteuern. Das du das nicht gemacht hast ist in diesem Fall zu deinem Nachteil, da du in 2017 nur Ausgaben hattest (die UST der Anlage sowie evtl. anteilige Abschreibungen) aber noch keine Einnahmen erhalten hattest. Also hast du 2017 eigentlich "zuviel" EST bezahlt. Das fällt dir zwar jetzt noch nicht auf, aber mit der EST2018 will das FA nuneinmal genausoviel GEld von dir haben, wie es dir eigentlich 2017 hätte gutschreiben müssen (und zwar egal ob du das Geld tatsächlich bekommen hast oder nicht).
Steht auf deinem Steuerbescheid ein Vorbehaltsvermerk?
Vielleicht kannst du deinem FA mitteilen, dass du die EÜR veregssen hast und den EST korrigieren möchtest? (Ich weiß, KPR wird mich steinigen, aber zumindest bei mir hat ein telefonischer Kontakt mit dem FA tatsächlich geholfen ^^)

(Nur um einmal die Größenordnung zu nennen, ich denke es wird so um ca. 30% der UST gehen, je nach Steuersatz)
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