Frage zu Ust Voranmeldung/Eigenverbrauch

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Re: Frage zu Ust Voranmeldung/Eigenverbrauch

Beitragvon hildefeuer » 12.10.2018, 12:47

Also ich halte es für falsch, den Eigenverbrauch zu schätzen. Das würde gegen eine ordnungsgemäße Buchhaltung verstossen.
Zumal man ja nach dem Zufluss und Abflussprinzip buchen muss. Der Eigenverbrauch löst ja keine monatliche Zahlung aus.
Ich würde dies erst nach dem Abrechnungszeitraum buchen. Da ja auch dann erst Zahlungen erfolgen müssen. Also nach Ablesung und Abrechnung des VTN. Ist auch einfacher, als dann auch noch eine Korrekturbuchung zu machen.
Übrigens ich verbrauche ca. 1000Kw/h pro Jahr und kaufe ca. 1000kw/h pro Jahr dazu mit einer 8,4Kw/p Anlage von 2009.
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Re: Frage zu Ust Voranmeldung/Eigenverbrauch

Beitragvon hildefeuer » 12.10.2018, 12:50

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Re: Frage zu Ust Voranmeldung/Eigenverbrauch

Beitragvon donnermeister1 » 12.10.2018, 13:49

hildefeuer hat geschrieben:... Zumal man ja nach dem Zufluss und Abflussprinzip buchen muss. Der Eigenverbrauch löst ja keine monatliche Zahlung aus.
Ich würde dies erst nach dem Abrechnungszeitraum buchen. Da ja auch dann erst Zahlungen erfolgen müssen. ...


:lol: :lol: :lol:

Welche Zahlungen für den DV meinst du, bekommt der TE? Ich sage, er bekommt genau NULL.
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Re: Frage zu Ust Voranmeldung/Eigenverbrauch

Beitragvon Xare15 » 12.10.2018, 15:07

hildefeuer hat geschrieben:Also ich halte es für falsch, den Eigenverbrauch zu schätzen. Das würde gegen eine ordnungsgemäße Buchhaltung verstossen.
Zumal man ja nach dem Zufluss und Abflussprinzip buchen muss. Der Eigenverbrauch löst ja keine monatliche Zahlung aus.
Ich würde dies erst nach dem Abrechnungszeitraum buchen. Da ja auch dann erst Zahlungen erfolgen müssen. Also nach Ablesung und Abrechnung des VTN. Ist auch einfacher, als dann auch noch eine Korrekturbuchung zu machen.
Übrigens ich verbrauche ca. 1000Kw/h pro Jahr und kaufe ca. 1000kw/h pro Jahr dazu mit einer 8,4Kw/p Anlage von 2009.


Das heißt bezogen auf EV, nichts in die Ust. Voranmeldung reinschreiben, sondern erst bei der Ust. Jahreserklärung? Und Ust. Voranmeldung nur echte Abschläge/Rechnungen (Anschaffung, Wartung, Reparatur)?
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Re: Frage zu Ust Voranmeldung/Eigenverbrauch

Beitragvon MrF » 12.10.2018, 16:23

Ich geb den Eigenverbrauch monatlich an.

Also ich hab da ne Excel-Tabelle, in der ich Endstand Vormonat und Endstand aktueller Monat für erzeugte Energie (vom Wechselrichter oder vom Portal ablesen) und für eingespeiste Energie (vom Zweirichtungszähler ablesen) eintippe.
Die erzeugte Energie - der eingespeisten ist dann der Eigenverbrauch.
Diesen multipliziere ich mit meinen Strombezugskosten/kWh und habe den Brutto-Wert der "Einnahmen durch den Eigenverbrauch" .
Nun addiere ich noch den Abschlag des Energieversorgers für den eingespeisten Strom und erhalte den Bruttowert der gesamten Einnahmen.
Dieses Ergebnis wird nun durch 1,19 geteilt um den in Feld 81 der UStVA einzutragen - dann erscheint hinten der Steuerbetrag.
Dann sende ich das Formular per Elster ab.

Im letzten Monat: Anschlag Einspeisung: 29,-€
74 kWh Eigenverbrauch * 0,2487 €/kWh = 18,40€
Summe: 47,40€ -> Eintrag in Elster: 40€ -> Steuerabzug : 7,60 €

Die 29,- sind das, was der Energieversorger pauschal im ersten Jahr pro Monat zahlt - abgerechnet wird dann im Dezember.
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Re: Frage zu Ust Voranmeldung/Eigenverbrauch

Beitragvon kpr » 13.10.2018, 00:31

Die Sache ist relativ einfach.
a) Mit dem Zahlungsfluss hat die Erfassung der unentgeltlichen Wertabgabe schon mal definitiv gar nichts zu tun; Wesensmerkmal der unentgeltlichen Wertabgabe ist ja gerade, dass sie unentgeltlich erfolgt - es also keinen Geldfluss gibt. Deswegen sind ja Dinge wie Bemessungsgrundlage und Entstehungszeitpunkt der Steuer eigenständig geregelt.
Vgl. §13, Abs. 1 Nr. 2 i. V. § 3 Abs. 1b, 9a. Die Steuer entsteht mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums in dem die Leistung ausgeführt worden ist. (Praktisch gedacht: Auf unentgeltliche Wertabgaben immer Soll-Besteuerung)

b) Nächster simpler Grundsatz: Wenn Besteuerungsgrundlagen nicht ermittelt werden können, sind sie zu schätzen.
§162 AO. Den Weg, wie man nur über unzureichende Angaben des STeuerpflichtigen zu einer Schätzungsverpflichtung der FinVerw und von dort wieder zur Pflicht zur Schätzung für den Steuerpflichtigen kommt, spare ich mir jetzt hier. Das hat eh nur akademischen Wert. Grundsatz: Was nicht bekannt ist - muss geschätzt werden.

c) Bis Mitte 2016 hätte man ohne jede Einschränkung sagen können "Aufgrund der unwesentlichen Beträge um die es hier geht, genügt es, wenn der Direktverbrauch im Rahmen der Jahreserklärung berücksichtigt wird. Bzw. umgekehrt: Man bekommt keinen Ärger, wenn man es unterjährig unterlässt. Es interessiert beim FA keinen Ar### - es bleibt ohne Sanktionen (da Berichtigungsrecht) und es löst keine Verzinsung aus (keine unterjährige Verzinsung in der USt).

d) Mit Veröffentlichung des BMF-SChreibens Mitte 2016 hat sich der Wind hier ein wenig gedreht.
Ob man die Suppe so heiss ist, wie sie gekocht wurde -muss jeder Steuerpflichtige für sich selbst entscheiden.
Fakt ist: Jede objektiv falsche Angabe in einer Steuerererklärung oder Steueranmeldung führt zunächst ins Sanktionsrecht;
nur wenn der Nachweis erbracht wird, dass man nicht leichtfertig gehandelt hat, gelangt man wieder ins (harmlose) Berichtigungsrecht hinein. Mindestanforderung für diesen Nachweis, ist ein eingerichtetes Tax-CMS... über das ein PV-Betreiber nicht verfügt / nicht verfügen kann.
Werte erst nicht zu ermitteln (obwohl dies ja technisch problemlos möglich ist - lediglich "lästig" und vielleicht auch unwirtschaftlich) - und dann komplett zu vergessen, statt auch nur symbolisch zu schätzen... ist dann halt zunächst einmal eine Steuerordnungswidrigkeit.
(Das das FA weder Interesse noch Personal hat, aus diesen Fäden einen Strick zu drehen - ist ja mal ein zweites Thema)

Von daher.... warum nicht auf einfachste Weise irgendeinen dämlichen Schätzwert unterjährig eintragen;
im Dezember glattstellen - und das Thema ist "clean"?
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