Einkommensteuer Frage Jahreübergreifend

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Re: Einkommensteuer Frage Jahreübergreifend

Beitragvon KaFaBe » 10.05.2018, 08:35

Ich habe dazu auch noch eine Frage.
Ich hatte meine Anlage auch im Oktober und Dezember bezahlt.
Die Steuer kam am 05.01.2019 zurück. IBN Februar.
Bei der USt habe ich nun in Zeile 38 und 39 0€ eingetragen.
Zeile 62 die Steuer die zurück kam. Zeile 107 und 108 ebenfalls aber mit zusätzlichem Minus Zeichen.
Endbetrag in Zeile 109 ergibt dann 0€. So müsste es korrekt sein oder?
IBN: 05.03.2018. Zwei Ausrichtungen. SMA Homemanager.
35 Heckert PV-Module: 6,21 kWp an STP 5000 und 3,24 kWp an SB 1.5.
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Re: Einkommensteuer Frage Jahreübergreifend

Beitragvon Bento » 10.05.2018, 09:50

Wovon redest du; von deiner ESt.Erkl.2017?
Viele Grüße
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Re: Einkommensteuer Frage Jahreübergreifend

Beitragvon Paulchen » 10.05.2018, 10:03

@KaFaBe
Erstmal grundsätzlich:
Dein Beitrag passt nicht zum Thema des Threads. Hier geht es um Einkommensteuer, dein Beitrag dreht sich ausschließlich um Umsatzsteuer.
Zudem bist du anscheinend unserer Normalzeit ziemlich voraus :D (Rückerstattungszeitpunkt)

Zu deiner Frage:

Zeile 38 und 39 der UStE betreffen Lieferungen und Leistungen zu 19 % sowie die unentgeltliche Wertabgabe zu 19 %.
Wenn du
- in 2017 keine Zahlungen des Netzbetreibers erhalten hast und
- in 2017 keinen Selbstverbrauch hattest,
dann ist dein Eintrag korrekt.

In Zeile 62 der UStE werden "Vorsteuerbeträge aus Rechnungen von anderen Unternehmen ..." eingetragen. Bitte also die sog. Mehrwertsteuer auf allen Rechnungen von 2017 an deinen PV-Gewerbebetrieb summieren und dort eintragen. (Vielleicht entspricht die Summe ja auch der Rückerstattung, wenn du nur die Rechnungen für die Anlage erhalten hast.)

Zeile 107 der UStE ist die Differenz zwischen Zahlungsverpflichtung und bezahlter Vorsteuer - da du 0 € Umsätze aber Vorsteuerzahlungen hattest, ist das eine negative Zahl.

Zeile 108 der UStE ist das Vorauszahlungssoll für das jeweilige Steuerjahr. Die Eingabehilfe in Elster-Formular gibt hier sehr detailliert an, was darunter zu verstehen ist (siehe Bildanhang). Dein Eintrag kann also bei deinen Umständen ebenfalls richtig sein.

Fazit:
Wer die Feldbeschreibungen der Formulare genau liest, der kann aus ihnen durchaus erschließen, was ins jeweilige Feld eingetragen wird.

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Re: Einkommensteuer Frage Jahreübergreifend

Beitragvon kpr » 10.05.2018, 10:07

@Bento:
Fast. (So wie Du es Dir jetzt erklärst, brauchst Du tatsächlich das Stilmittel der "Order di Mufti".
Geht aber auch ohne ;-)

Als "wiederkehrende Zahlungen" sind die USt-Zahlungen zwischen Steuerpflichtigem und Finanzamt definiert.
(Das ist irgendwo einleuchtend. Eigentlich das Paradebeispiel der "wiederkehrenden Zahlungen".)
Und die fallen somit ertragsteuerlich unter die 10 Tage Regelung.

Die in Kundenzahlungen enthaltende USt sowie die in Zahlungen an Lieferanten enthaltene Vorsteuer wiederum sind niemals wiederkehrend.
(Wenn überhaupt, dann wäre nicht nur die enthaltene USt / Vorsteuer, sondern die gesamte Zahlung von Kunden Kunden / an Lieferanten eine wiederkehrende Zahlung. Z.B. bei Mieten.)

Wenn man nun konstatiert, dass das UStG kein Pendant zur einkommensteuerlichen 10-Tage-Regel gilt, so können hiermit ja die Zahlungen zwischen FA und Stpfl. ohnehin niemals gemeint sein, da die ja nicht mal einen Leistungsaustausch darstellen und in der umsatzsteuerlichen Deklaration (oder schon in der Steuerfindung) eh niemals auftauchen.

Die Aussage geht dann wiederum speziell auf die Zahlungen von Kunden / an Lieferanten. Und da passt es ja wieder: Bei der Bestimmung des Zeitpunkt der Fälligkeit der USt / Abzugsfähigkeit der Vorsteuer kommt es (beim IST-Versteurer) ausschließlich auf den exakten Zahlungszeitpunkt an.

Fazit:
Eigenlich ist der Sachverhalt einfach.
"Bestimme den Zeitpunkt der ertragsteuerlichen Berücksichtigung von BE und BA unter Berücksichtigung der 10-Tage-Regel.
Eine entsprechende Regel zur Bestimmung der Fälligkeit der USt / Abzugsfähigkeit der Vorsteuer gibt es nicht. Verwende hier immer den exakten Zahlungszeitpunkt."

Die o.g. Fundstelle ist leider ziemlich missverständlich.
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Re: Einkommensteuer Frage Jahreübergreifend

Beitragvon Bento » 10.05.2018, 11:34

Hallo kpr,

schade, jetzt bin ich wieder verwirrt.

kpr hat geschrieben:Als "wiederkehrende Zahlungen" sind die USt-Zahlungen zwischen Steuerpflichtigem und Finanzamt definiert.
(Das ist irgendwo einleuchtend. Eigentlich das Paradebeispiel der "wiederkehrenden Zahlungen".)
Und die fallen somit ertragsteuerlich unter die 10 Tage Regelung.

Das hatte ich ja gerade mit "per Order di Mufti" bezeichnet. Oder gibt es irgendwo eine Gesetzes-Fundstelle, wo das so geregelt ist?
Ich störe mich etwas an dem Begriff "wiederkehrend". Wenn man alle USt.-Bewegungen nur deshalb als "wiederkehrend" definiert, weil es regelmäßige USt.-Voranmeldungen etc. beim Finanzamt gibt, dann müssten eigentlich auch alle Einnahmen und Ausgaben "wiederkehrend" sein, denn selbstverständlich hat ein Unternehmer jeden Monat regelmäßig Einnahmen und Ausgaben.

kpr hat geschrieben:Die in Kundenzahlungen enthaltende USt sowie die in Zahlungen an Lieferanten enthaltene Vorsteuer wiederum sind niemals wiederkehrend.
(Wenn überhaupt, dann wäre nicht nur die enthaltene USt / Vorsteuer, sondern die gesamte Zahlung von Kunden Kunden / an Lieferanten eine wiederkehrende Zahlung. Z.B. bei Mieten.)

Auch das verstehe ich dann nicht.

Vielleicht mal ein konkretes Beispiel, wie es sich bei mir so oder so ähnlich am Jahresanfang abgespielt hat:
Unbenannt.PNG

Kannst du mir sagen, ob alle Nettowerte und USt.-Werte ertragssteuerlich dem Jahr 2017 zuzuordnen sind?
Viele Grüße
Bento

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Re: Einkommensteuer Frage Jahreübergreifend

Beitragvon wschmeiser » 10.05.2018, 11:55

@Bento,
bei allen Deinen angeführten Zahlungen handelt es sich um Werte der Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung (EAÜR).

Die 10-Tage-Regel ist also zu berücksichtigen.

Sie gilt aber nur für wiederkehrende/regelmäßige Zahlungen.

Das sind in Deinem Beispiel die Einspeisevergütung des VNB am 8.1.2018 für Dezember 2017 und die Mobilfunkrechnung am 10.01.2018. Beide entfallen auf das Jahr 2017 und sind innerhalb der 10-Tages-Regel bezahlt/ausgeglichen worden. Beide sind in der EAÜR von 2017 zu berücksichtigen.

Wenn ich das nun richtig interpretiere und hierzu soll sich @kpr nochmals äußern, dann gilt das nur für die Nettobeträge. Eh nur diese sind in der EAÜR zu berücksichtigen. Die auf diese beide Zahlungen entfallende Umsatzsteuer gehört bereits in die USt-Voranmeldung für Januar 2018.

Der Wechselrichtertausch ist nicht wiederkehrend. In der EAÜR also im Jahr der Zahlung (=2018) zu buchen.

Mit den USt-Voranmeldungen oder der Umsatzsteuererklärung hat das, wie schon zuvor gesagt, überhaupt nichts zu tun.

In der EAÜR hat man aber auch die Zahlungen/Erstattung aus den Umsatzsteuervoranmeldungen zu berücksichtigen.

Und wie bei der Einspeisevergütung und Mobilfunkrechnung gelten nun die Zahlungen/Erstattungen aus den Umsatzsteuervoranmeldungen in der EAÜR als wiederkehrend, weil die USt-Voranmeldungen monatlich erfolgen.
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Re: Einkommensteuer Frage Jahreübergreifend

Beitragvon kpr » 10.05.2018, 13:32

@Bento
O.k. Die entscheidende Stelle liegt frei. Es ist Dein Verständnis der "wiederkehrenden Zahlung".
Mir fehlt hier der Zugriff auf vernünftige Datenbanken... ich muss ein wenig improvisieren.

Hier mal ein Auszug aus einem Urteil des BFH zum Begriff der wiederkehrenden Leistung (hier am Beispiel der monatlichen Abschläge der KZV'en). Besser kann ich es dann auch nicht mehr erklären:

Die von der Kassenärztlichen Vereinigung geleisteten monatlichen Abschlagszahlungen sind regelmäßig wiederkehrende Einnahmen, weil es sich um monatlich zahlbare Leistungen handelt. Entgegen der Auffassung der Revision bezieht sich das Adjektiv "regelmäßig", wie sich der Beifügung "wiederkehrend" entnehmen läßt, nicht auf die Gleichmäßigkeit der Beträge, sondern allein auf die zeitliche Aufeinanderfolge der Einnahmen (und Ausgaben). Diese am Wortsinn orientierte Auslegung des Begriffs "regelmäßig wiederkehrend" wird auch durch den Regelungszweck des § 11 Abs. 1 Satz 2 EStG bestätigt. Die Vorschrift soll Zweifel vermeiden, zu denen der Zufluß von Einnahmen um die Jahreswende Anlaß geben könnte. Deshalb hat der BFH den Ausdruck wiederkehrende Einnahmen ganz allgemein so verstanden, daß diese Einnahmen ihrer Natur nach wiederkehren müssen (Urteile vom 3. Juni 1975 VIII R 47/70, BFHE 116, 147, BStBl II 1975, 696, und vom 10. Dezember 1985 VIII R 15/83, BFHE 145, 538, BStBl II 1986, 342). Mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) zum Begriff der wiederkehrenden Leistungen in § 197 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ist für Leistungen dieser Art charakteristisch, daß der Anspruch des Zahlungsempfängers von vornherein und seiner Natur nach auf Zahlungen gerichtet ist, die nicht einmal, sondern in regelmäßiger Wiederkehr zu erbringen sind (BGH-Urteil vom 10. Juli 1986 III ZR 133/85, Zeitschrift für Wirtschaftsrecht und Insolvenzpraxis - ZiP - 1986, 1037, 1040). Es handelt sich somit um Zahlungen, die aufgrund von bestehenden Rechtsverhältnissen wiederkehrend zu leisten sind (vgl. Schmidt/Heinicke, Einkommensteuergesetz, 5. Aufl., § 11 Anm. 4; ebenso zuletzt BFHE 145, 438, BStBl II 1986, 342).


Die gleiche Argumentation lässt sich auf die monatlichen Abschläge zur Umsatzsteuer (Umsatzsteuervorauszahlungen) übertragen. Ohne dass ich es exakt recherchieren könnte: Das war schon zu Zeiten meiner Ausbildung eine Selbstverständlichkeit.... also zu Blütezeiten der DDR.
Zuletzt hat der BFH sich dem Thema nochmal 2007 angenommen.


Wo ich gerade drüber gestolpert bin:
In 2016 hat die OFD Nordrhein-Westfalen sich nochmal des Themas Umsatzsteuerzahlungen und 10-Tage-Regel angenommen.
Weitestgehend nichts Neues. Tenor: Es gibt nichts was die 10-T-Regel irgendwie verlängert. Kein Samstag, Kein Sonntag und auch nicht Mariä Empfängnis, Sperrmüll oder Ramadan.

Bei einer Sache bin ich mir allerdings nicht sicher, ob die Jungs und Mädels auf der Höhe der Zeit sind.
Die frühere Auffassung der OFD Rheinland, dass bei bestehendem Lastschrifteinzug zu Gunsten der Finanzverwaltung das kriegsentscheidende Kriterium "Verlust der Verfügungsmacht" bereits mit Abgabe der UStVA bewirkt ist, wurde bestätigt.

Das ist erstmal so. Eine OFD für alle OFD'en. Letztlich völlig egal wie es geregelt ist - Hauptsache es ist geregelt. Insofern kann ich damit gut leben.
Die Begründung vermag dennoch nicht zu überzeugen, denn in Zeiten des SEPA Core Direct Debit Verfahrens (das Lastschrifteinzugverfahren existiert nicht mehr) ist dieser vermeintliche Verlust der Verfügungsmacht nicht mehr gegeben. Zumindest wäre der Zeitpunkt des Zugangs der Prenotification maßgeblich - und nicht mehr der, der Abgabe der UStVA.

Würde ich jetzt bei der OFD sitzen, würde ich auf diese Kritk kackfrech antworten: Ja. Stimmt. Aber das OFD-Schreiben befasst sich ja ausdrücklich mit dem Lastschrifteinzugverfahren - und gerade nicht mit dem SEPA-Verfahren.
(Gut.. dann ist die Verfügung halt so nützlich wie ne Packung Viagra für eine Leiche in Leichenstarre.)
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Re: Einkommensteuer Frage Jahreübergreifend

Beitragvon Bento » 10.05.2018, 13:47

@kpr:
Da ich konkrete Antworten liebe, würde ich dich bitten, noch zum meinem Beispiel Stellung zu beziehen.
Viele Grüße
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Re: Einkommensteuer Frage Jahreübergreifend

Beitragvon Bento » 10.05.2018, 13:53

wschmeiser hat geschrieben:Der Wechselrichtertausch ist nicht wiederkehrend. In der EAÜR also im Jahr der Zahlung (=2018) zu buchen.

Du hast mein Verständnisproblem schon richtig erkannt:
Warum sollen die Nettokosten für den WR-Tausch Ausgaben für 2018 sein und die Ust. daraus Ausgaben für 2017?
Viele Grüße
Bento

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Re: Einkommensteuer Frage Jahreübergreifend

Beitragvon wschmeiser » 10.05.2018, 14:02

Bento hat geschrieben:
wschmeiser hat geschrieben:Der Wechselrichtertausch ist nicht wiederkehrend. In der EAÜR also im Jahr der Zahlung (=2018) zu buchen.

Du hast mein Verständnisproblem schon richtig erkannt:
Warum sollen die Nettokosten für den WR-Tausch Ausgaben für 2018 sein und die Ust. daraus Ausgaben für 2017?


Du hast das noch falsch verstanden. Die USt aus dem WR-Tausch hat nichts mit 2017 zu tun. Die Zahlung erfolgte in 2018, also ist alles in 2018 zu berücksichtigen. Die USt ist in der Voranmeldung Januar 2018 zu berücksichtigen. Auch die USt aus den beiden von Dir genannten wiederkehrenden Zahlungen in 2018 ist in der Voranmeldung Januar 2018 zu berücksichtigen.

Für die USt gibt es keine 10-Tages-Regel und die USt-Voranmeldungen haben nichts mit der EAÜR zu tun. Das must Du komplett trennen.

Da für den WR-Tausch weder nach der Einkommensteuererklärung die 10-Tages-Regel gilt (nicht regelmäßig/nicht wiederkehrend) und es für die USt überhaupt keine 10-Tages-Regel gibt, ist beides in 2018 in buchen.

Vielleicht hilft Dir dazu folgendes Beispiel:

Hätte die Zahlung für den WR-Tausch ebenfalls im Dezember 2017 stattgefunden, dann wäre der Nettobetrag in die EAÜR-2017 gekommen und die USt darauf in die Umsatzsteuervoranmeldung für Dezember 2017.

Angenommen Du hättest die Umsatzsteuervoranmeldung für Dez-2017 am 2.1.2018 gemacht und das FA hätte Dir die Umsatzsteuer bereits am 9.1.2018 erstattet, dann wäre diese UST-Erstattung Einnahme in 2017 gewesen.

Hätte das FA die Umsatzsteuer aus der Voranmeldung Dez-2017 erst am 11.1.2018 erstattet, dann wäre die UST-Erstattung in 2018 als Einnahme zu buchen gewesen.
Zuletzt geändert von wschmeiser am 10.05.2018, 14:10, insgesamt 1-mal geändert.
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