Das ist ja der (Steuer-)Wahnsinn

Förderung, Kreditgeber, Finanzamt, Wirtschaftlichkeit, Steuern,...

Moderator: Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen)

Das ist ja der (Steuer-)Wahnsinn

Beitragvon rdorsch » 12.02.2018, 23:37

Liebe Foren-Mitglieder,

wir haben letztes Jahr unsere PV-Anlage auf unserem EFH in Betrieb genommen (9,7 kW). Der Aufwand für die Steuer für PV Anlagen auf dem EFH ist aus meiner Sicht der absolute Wahnsinn, wer hat sich das nur ausgedacht? Monatliche Vorsteueranmeldungen, um 16 EUR Umsatzsteuer pro Monat zu entrichten? Das Finanzamt stellt allen ein Bein, die die Zuordnungsentscheidung nicht rechtzeitig treffen? Staatliche Förderung und gleichzeitig wieder staatliche Einkommens-Besteuerung (?) Wäre es da nicht einfacher, die Förderung gleich zu reduzieren? Wenn ich ehrlich sein soll, hätte ich den Steuerwahnsinn vorausgesehen, hätte ich die Anlage nicht installiert und ich würde es auch keinem mehr empfehlen.

Hat es schonmal eine Initiative von irgendeiner Seite gegeben das zu vereinfachen? PV-Firmen? PV-Installateure?

Falls sich Friedrich Merz nochmal mit seiner Idee der Steuerklärung auf dem Bierdeckel zur Wahl stellen sollte, meine Stimme hätte er ganz sicher....auch wenn ich sonst von dem Programm seiner Partei nicht überzeugt bin.

Viele Grüße
Rainer Dorsch
rdorsch
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 16
Registriert: 27.02.2010, 16:10
Info: Interessent

Re: Das ist ja der (Steuer-)Wahnsinn

Beitragvon machtnix » 12.02.2018, 23:44

warum bist du nicht bei der Kleinunternehmerregelung geblieben?
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
machtnix
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 2354
Registriert: 25.06.2014, 19:17
Info: Betreiber

Re: Das ist ja der (Steuer-)Wahnsinn

Beitragvon GEST » 13.02.2018, 00:02

Red doch mal mit deinem FA, ob die nicht jetzt schon mit einer jährlichen Umsatzsteuermeldung (zum selben Zeitpunkt deiner Einkommensteuererklärung) zufrieden wären.
Du wirst ja sicherlich die 1.000 € Umsatzsteuer dauerhaft nicht überschreiten...

https://www.steuertipps.de/selbststaend ... satzsteuer

So ein kurzes Telefonat spart oft ne ganze Menge Arbeit...


P.S.
Was ist das eigentlich für eine verschissene Anspruchshaltung, quasi ohne Risiko Geld zu verdienen und dann
a. nix dafür tun zu wollen und
b. natürlich auch keine Steuern auf diese Einkünfte zahlen zu wollen?

Vermutlich wird es Meckerer auch dann noch geben, wenn man mal bedingungsloses Grundeinkommen bekommt UND darauf keine Steuern zahlen muss...
GEST
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1808
Registriert: 13.08.2014, 15:46
Info: Betreiber

Re: Das ist ja der (Steuer-)Wahnsinn

Beitragvon rdorsch » 13.02.2018, 00:05

machtnix hat geschrieben:warum bist du nicht bei der Kleinunternehmerregelung geblieben?


Da verliere ich den kompletten Vorsteuerabzug (?), ca. 3 kEUR bei unserer Anlage...
rdorsch
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 16
Registriert: 27.02.2010, 16:10
Info: Interessent

Re: Das ist ja der (Steuer-)Wahnsinn

Beitragvon rdorsch » 13.02.2018, 00:09

GEST hat geschrieben:[...]
a. nix dafür tun zu wollen und
b. natürlich auch keine Steuern auf diese Einkünfte zahlen zu wollen?


Wem hilft denn diese Arbeit?

Die Idee war -> Förderung reduzieren & Besteuerung zumindest radikal vereinfachen. In der Summe darf das ruhig eine Null geben (da wird der eine etwas mehr bezahlen, der andere etwas mehr kriegen als vorher)....aber dann ist zumindest diese für mich sinnfreie Finanzbürokratie weg.
rdorsch
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 16
Registriert: 27.02.2010, 16:10
Info: Interessent

Re: Das ist ja der (Steuer-)Wahnsinn

Beitragvon Anion » 13.02.2018, 00:29

Radikal vereinfachen?
Warum dann nicht auf die Vorsteuererstattung verzichten, also KUR und mit Abschreibung und Kosten auf
Liebhaberei deklarieren oder sogar Einkommensteuer zu sparen?
Es kann alles so einfach sein, man muss es nur wahrnehmen ohne auf die Rendite zu spekulieren :(
28 EGING 190W, WR SMA 5000TL20
Ausrichtung -36°, DN 42°
I.B.N. 6/2011
Anion
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 980
Registriert: 20.12.2013, 22:45
Wohnort: 58....
PV-Anlage [kWp]: 5,32
Info: Betreiber

Re: Das ist ja der (Steuer-)Wahnsinn

Beitragvon didimausi » 13.02.2018, 00:53

Mit einer EEG-Anlage bist Du ein Unternehmer wie jeder andere auch und hast deine Steuer zu machen in D.
Bei der PV hast Du auch noch 20 Jahre gesicherte Einnahmen. Das wünschten sich Unternehmer anderer Sparten auch. :mrgreen:
Grüße
Didi
didimausi
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 413
Registriert: 29.11.2014, 11:49
PV-Anlage [kWp]: 3,9
Info: Betreiber

Re: Das ist ja der (Steuer-)Wahnsinn

Beitragvon tks » 13.02.2018, 01:15

rdorsch hat geschrieben:Da verliere ich den kompletten Vorsteuerabzug (?), ca. 3 kEUR bei unserer Anlage...

Nicht wirklich. Bei der KUR schreibst du den Bruttopreis über die Nutzungsdauer ab. Dauert halt nur etwas länger.
tks
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 649
Registriert: 23.08.2015, 00:19
Info: Betreiber

Re: Das ist ja der (Steuer-)Wahnsinn

Beitragvon rdorsch » 13.02.2018, 09:50

tks hat geschrieben:
rdorsch hat geschrieben:Da verliere ich den kompletten Vorsteuerabzug (?), ca. 3 kEUR bei unserer Anlage...

Nicht wirklich. Bei der KUR schreibst du den Bruttopreis über die Nutzungsdauer ab. Dauert halt nur etwas länger.


Bei der Abschreibung beläuft die sich die Erstattung aber nur auf den persönlichen Grenzsteuersatz (z.B. 30%) und nicht auf 100%. Oder willst Du sagen, dass beide Varianten nach 20 Jahren das gleiche Ergebnis liefern?
rdorsch
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 16
Registriert: 27.02.2010, 16:10
Info: Interessent

Re: Das ist ja der (Steuer-)Wahnsinn

Beitragvon rdorsch » 13.02.2018, 09:58

didimausi hat geschrieben:Mit einer EEG-Anlage bist Du ein Unternehmer wie jeder andere auch und hast deine Steuer zu machen in D.
Bei der PV hast Du auch noch 20 Jahre gesicherte Einnahmen. Das wünschten sich Unternehmer anderer Sparten auch. :mrgreen:


Um mal das ganze mit Zahlen greifbar zu machen:

Typische PV-Anlage auf EFH: 5kWp

Investitionskosten: ca. 7500 EUR.
Steuerberater für 20 Jahre: 500 EUR
Versicherung für 20 Jahre: 1000 EUR
-> Invest: 9.000 EUR

Ertrag: ca. 5000 kWh/Jahr -> 100.000 kWh/20 Jahre
Garantierte Einspeisevergütung: 10 ct/kWh
Ertrag: 10.000 EUR
-> Nettorendite: 1000 EUR

Für den ganzen Aufwand, Risiko und der langen Laufzeit recht mager als Ertrag.

Die einzigen, die bei dem ganzen Prozess ein gesichertes Einkommen und kein Risiko haben, sind Steuerberater und Finanzbeamter !

Nicht ohne Grund geht die Nachfrage nach PV-Anlagen für EFH zurück...
rdorsch
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 16
Registriert: 27.02.2010, 16:10
Info: Interessent

Nächste

Zurück zu Finanzen / Steuern



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 2 Gäste