Braucht man einen Steuerberater???

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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon Sion » 13.05.2018, 11:24

@kpr, ich stimme dir völlig zu. Die Steuerberater wollen (müssen) schließlich davon leben. Ich möchte die steuerlichen Anfänger eben darauf hinweisen, dass sie sich vorher(!) mit der Materie beschäftigen und das eigene Werk nur durchschauen lassen, was dann tatsächlich mit vergleichsweise wenig Aufwand gemacht werden kann. Wer seine Unterlagen völlig unvorbereitet zum Steuerberater bringt und einfach nur sagt "Mach mal", darf sich nicht über die Rechnung beschweren. Noch ein Tipp: Bevorzugt junge Steuerberater raus suchen, die gerade erst anfangen, wirtschaftlich selbständig zu werden. Die haben kaum Overhead.
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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon kpr » 13.05.2018, 15:44

OFF-TOPIC

Das "Mach mal" zu einer Rechnung führt, die vermutlich vom PV-Betreiber als "sehr hoch" empfunden wird - da sind wir uns einig. Das "nur Durchsicht" zu einem wirtschaftlich besseren Ergebnis führt...... eher nicht.
Wenn Du die Erfahrung gemacht hast - Glückwunsch.

Garantieren würde ich das nicht. Im Gegenteil.
Nach wie vor ein übliches Geschäftsmodell:
a) Der Mandant möchte Kosten senken. Prima. Er macht die Buchhaltung künftig selbst. Gespart werden "billige" Azubi-Stunden
Damit der Datenaustausch perfekt funktioniert und der Berater im Zweifel helfen kann, wird dem Mandanten die hauseigene Erfassungssoftware angeboten. Meist mit üblichen 15%-20% Aufschlag.
b) Der Abschluss bleibt natürlich beim Berater.
Ergebnis: Nun fallen in der Menge kaum kontrollierbare aber leicht zu rechtfertigende Stunden zum Höchst- oder sehr hohen Stundensatz an "Durchsicht der Buchführung".
Für den Berater - gerade zu Zeiten wo Fachpersonal nicht mehr zu bekommen ist - extrem lukrativ.

Schritt b) wäre genau so zu erwarten, wenn sich der PV-Laie seine 4-III-Rechnung durchschauen lässt.

Reine Abzocke?
Im wesentlichen definitiv nicht. Der Berater haftet bei der Durchsicht praktisch genau so, wie er haften würde, wenn er selbst erstellt hätte. (Ähnlich in der Baubranche: Das aufbauende Gewerk haftet)
Und die "Haftungsvergütung" ist ein sehr wesentlicher Bestandteil der Stundensatzkalkulation eines Beraters. .

Auch das junge Kollegen keinen "overhead" haben..... ich bin da nicht so wirklich bei Dir.
Wenn die die Briefe selbst schreiben - statt eine Sekretärin zu beschäftigen...... das machts für den Mandant nicht billiger - sondern verschafft dem Berater nur die Auslastung seiner eigenen Stunden.

Was häufig als "overhead" empfunden wird.... aber letztlich nur die berufsrechtlich erforderliche Qualitätssicherung angeht (Pflichtweiterbildung, Posteingangs- / ausgangsbücher, Fristenkontrollbücher, Dokumentation von Bescheidprüfungen)...
die hat der junge Kollege entweder genauso.... oder aber er handelt einfach fahrlässig.
Letzeres vergleiche ich immer mit einer Situation aus dem realen Leben:
Auswärtige Medenspiele im Jugendtennis. Und der Vater einer Spielerin der die Kids zum Spielort und wieder nach Hause fahren soll, zischt sich 4 Bierchen.
Sorry... aber wer so fahrlässig handelt, dürfte mir nicht mal den Hof kehren.
Nichts anderes bei Beratern, die gegen die berufsrechtlichen Vorgaben verstoßen.
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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon Eisbaer » 13.05.2018, 15:55

Schon in 2010 hab ich für mich ganz persönlich die Richtschnur gespannt: "Dachmiete", "Fremdkapital", "Steuerberater".
- Eines davon kann eine Anlage verkraften
- Zwei sind übel
- Alle drei der Rendite-Knock-Out. Vermutlich rote Rendite.


Naja, Fremdkapital spielt (bei guten Bedingungen) auch fast keine Rolle mehr!
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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon kpr » 13.05.2018, 16:06

@eisbaer / off-topic
2010 ist ja auch schon ein Weilchen her ;-)
(An dieser Stelle mal mein persönlicher Dank an dieses Forum. Ohne Forumsinformationen hätte meine rabenschwarze erzkonservative Seele keine PV gebaut. Heute sehe ich es neben der Auswahl des Bauplatzes als zweitklügste Entscheidung bei der Errichtung meines Wohnhauses an.)

Ich stecke wirklich nicht im Markt drin... aber rein gefühlt....
- einerseits wird die mir bislang nicht geläufige Ausgleichsregelung, die 400 Euro (???) von der Steuerbelastung freistellt zu Recht (!!) strategisch genutzt. Sprich: Viele haben gar keinen Gewinn von 400 Euro.
- umgekehrt: eine Beraterrechnung von 400 Euro.... da gibst noch nicht wirklich viel für.

Insofern können wir mein "Postulat" gerne abwandeln:
Dachpacht oder Berater - schon eines davon beeinträchtigt die Rendite wesentlich;
beides ist Geldverbrennung.
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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon Eisbaer » 13.05.2018, 16:22

Ich bin trotz Dachpacht immer noch im Geschäft, letzte Anlage aus 2018! :)
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