Braucht man einen Steuerberater???

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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon michael091963 » 09.12.2013, 15:07

nö - ich bin ganz normaler Steuerlaie.

Ich habe ja auch nicht gesagt, dass man beim FA nicht, falsch oder schlecht beraten wird.
Es gibt nur hier im Forum genügend Beispiele für "die freundliche Dame / der freundliche Herr" vom Finanzamt, die leider freundlicher als kompetent waren.

Und wenn es ganz schlecht läuft, gibst Du beim netten Plausch mit dem FA unwissend Detailinformationen preis, die Dir hinterher auf die Füße fallen.

Die grundsätzlichen Fragen: wo gibt es das Formular; welchen Antrag muss ich stellen, wie ist der Bearbeitungsstand - all das ist sicher unproblematisch. Aber die Mitarbeiter sind weder ausgebildet noch befugt, Fragen der Steuergestaltung im Sinne des geizigen Steuerbürgers zu beantworten ;-)
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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon erwinruhl » 09.12.2013, 16:51

Es ist wie bereits geschehen anzuraten bei Unklarheiten und Fragen hier im Forum zu fragen wenn man keinen Steuerberater hat, der einem alles mundgerecht serviert.
Es ist nach meiner Meinung auch nur von Vorteil wenn man sich mit den eigenen Finanzen selbst beschäftigt und durch das Forum auf Sachen aufmerksam wird, die man sonst nicht weis.
Man kann mit Excel die G/V- Rechnung und Abschreibungstabelle leicht erstellen und mit ELSTER die Steuer machen.
Im großen und ganzen produziert ELSTER eine formgerechte Steuererklärung.
Wenn man keinen Steuerberater hat, muss man sich halt damit auseinandersetzen. Ich sehe das aber als Vorteil. Die Kosten des Steuerberaters sind ja auch nicht unerheblich.
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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon bogi32b » 12.12.2013, 14:10

Dringi hat geschrieben:Hier im Forum gibt es mehere Paulschalangebote von Steuerberatern bezüglich dem PV-Part Deiner Steuererklärung. ...

Wer wäre das? Ich habe einen mal angeschrieben, der antwortet seit tagen nicht...
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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon Dringi » 12.12.2013, 14:17

Der eine ist xxx der aber recht schwer hier im Forum zu finden ist. Ich war zufrieden.
Der zweite müsste Sonnenstevie sein. Da bin ich mir aber nicht 100%ig sicher.
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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon michael091963 » 12.12.2013, 14:28

User Sonnenstevie ist der zweite.
schemmp ist hier in den letzten Monaten nicht mehr aktiv.
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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon MartinSohle » 29.10.2017, 12:34

Natürlich braucht man nicht zwingend einen Steuerberater, aber der kann hilfreich sein, gerade wenn man sich nicht so gut auskennt oder nicht genug Zeit für den ganzen Kram hat. Bei mir macht mein Steuerberater in Hamm das,aber man kann sich auch selbst informieren und das alles selber machen, auch wenn das dann vielleicht nicht perfekt wird.
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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon MartinSohle » 24.04.2018, 11:49

Und hast du dir einen Steuerberater dazugeholt? Zwingend braucht man natürlich keinen Steuerberater, aber es ist oft hilfreich. Ich habe meine Steuererklärung auch lange selber gemacht, aber jetzt ist es auf jeden Fall eine Erleichterung, dass mein Steuerberater aus Hamm das macht.
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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon patba » 24.04.2018, 12:56

hinfällig, sorry.

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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon Sion » 09.05.2018, 00:31

Es ist ratsam vorher mit einem Steuerberater das Honorar zu klären. Es gibt eine Gebührenordnung, die als Empfehlung für den Steuerberater zu verstehen ist. Diese Kalkulation ist aber häufig genug sehr teuer. Wenn nichts anderes vereinbart ist, wird aber darauf zugegriffen. Daher das unbedingt vorher klären. Es ist keine Schande nach dem Preis zu fragen. Leider tun einige Steuerberater so, als wäre diese Gebührenordnung zwingend. Das stimmt aber nicht.

Ich bin Freiberufler und habe mit meiner Steuerberaterin einen Stundensatz vereinbart. 95% mache ich selbst und kläre dann in einem Gespräch, was noch offen ist. Damit lassen sich die Kosten gering halten.
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Re: Braucht man einen Steuerberater???

Beitragvon kpr » 10.05.2018, 11:29

Sicherlich gibt es die Gebührenordnung.
Und tatsächlich: Sofern nichts anderes vereinbart ist - ist diese zwingend zu beachten.
Natürlich kann man ein abweichendes Honorar vorher vereinbaren. Das muss der Berater halt auch wollen.
(Ob das jemand nur für eine PV will... hängt von seinem Kalkulationsschema ab. Wer generell über Stundensätze kalkuliert und diese nur in dei StBGebVO "übersetzt"... wird dazu gerne bereit sein. Wer die StBGebVO so in seiner Kalkulation verinnerlicht hat, dass die Rückübersetzung in Stundensätze automatisch funktioniert - der wird es garantiert nicht machen.)

Aber machen wir uns nichts vor: Ein Steuerberater (oder Rechtsanwalt, oder Architekt) ist auch nur ein Unternehmer.
Am Ende wird immer über Stundensätze kalkuliert.
In den Gebührenordnungen der Steuerberater wird dies dann über die Zehntelsätze (die der Berater festsetzt) oder aber auch das Aufnehmen / Weglassen bestimmter Gebührenpositionen gesteuert.
Beliebtes Instrument ist die Aufwandspauschale für Porto, Telefon, Kopien, Büromaterial. Mann kann sie ganz weglassen; man kann sie "pro Auftrag" ansetzen (dann wirkt meist die 40,- / Euro-Kappung)... man darf sie aber auch pro Gebührenposition ansetzen.

Ganz grob kann man abschätzen, dass ein Steuerberater etwa folgende Stundensätze benötigt, um wirtschaftlich arbeiten zu können:
a) Azubis 35-50 Euro
b) Fachangestellte ohne besondere Kenntnisse: 40-60 Euro
c) Fachangestellte mit langjähriger Erfahrung: 70-90 Euro
d) Bilanzbuchhalter.. je nach Erfahrung / Kompetenz: 80-120 Euro
e) Berufsträger : 100-150 Euro
f) Junior-Partner: 120-180 Euro
g) Senior-Parnter: 150-600 Euro

PV-Anlagen sollten eigentlich Mitarbeiter aus den Kategorien c) und d) erledigen können.
Der Aufwand für die reine PV sollte etwa 2-3 Stunden im Erstjahr, 1-2 Stunden in Folgejahren nicht überschreiten.

Wenn eine Kanzlei die Abläufe auf PV-Anlagen hin optimiert und Massengeschäft abbilden kann, kann man sicherlich deutlich drunter bleiben.
In einer Kanzlei die sich auf mittelständische Unternehmen fokussiert - wird der Berater selbst mit 5 Stundensätzen nicht glücklich.

Lange Rede - kurzer Sinn:
Wer einen Berater nur wegen der PV mit ESt-Erklärung und USt-Erklärung beauftragt, wird herbe Renditeeinbußen bei seiner PV hinnehmen müssen.
Schon in 2010 hab ich für mich ganz persönlich die Richtschnur gespannt: "Dachmiete", "Fremdkapital", "Steuerberater".
- Eines davon kann eine Anlage verkraften
- Zwei sind übel
- Alle drei der Rendite-Knock-Out. Vermutlich rote Rendite.

Zu heutigen Konditionen wird in vielen Fällen schon der Berater alleine große Teile der Rendite fressen.

==> Wohl oder übel.... hier werden die Erbauer von Anlagen unter 10 kWp vermutlich selbst ran müssen. Sonst fressen In Industrie, Handwerk und Berater den Kuchen auf - und der Unternehmer muss auf Krümel hoffen.


Man verstehe diesen Post ausdrücklich nicht als Kritik an den Honoraren der Steuerberater!
Jeder Unternehmer muss sehen, dass er am Ende des Tages Geld verdient hat. Niemand arbeitet aus altruistischen Gründen.
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