Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

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Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon Per Koro » 09.11.2018, 10:26

Hallo erstmal alle im Forum,

ich bin der Neue. 28, im Besten Fall in diesem Monat Hausbesitzer und beschäftige mich gefühlt ewig mit der Planung was mein Verbrauch von Gas und Strom angeht.

Zu erst einmal ein paar Eckdaten über den IST-Zustand.

Hausbaujahr 1978 - alte Gasheizung (91), Außenwand nachträglich gedämmt, Dach gedämmt. (Gasverbrauch ca. 16000KwH).
Wohnfläche liegt bei 100-110qm.
Das Dach hat Platz für eine Solaranlage, neue Fenster werden eingebaut und ich will die Heizungsnischen definitiv zumauern.
Eine Fußbodenheizung ist eigentlich nicht in Planung, eine Zeitlang habe ich mich mit Infrarotheizung beschäftigt, ja selbst die Brennstoffzelle hab ich im Auge gehabt. Die Decke wird aber abgehängt, also vielleicht eine Deckenheizung?
Das war ein Tipp, aus der Anlagenplanung. Wäre definitiv weniger Aufwand als den Estrich rauszustemmen.

Nun war mein Gedanke auf dem Dach Vakuumröhrenkollektoren für Kombispeicher zu installieren, den Rest Solarstrom in Eigenverbrauch und Speicher zu verheizen. ;)

Als ich dann hier las von einem Wasserspeicher mit Wärmepumpe.
Dass ich um eine Gasbrennwerttherme nicht herumkomme ist mir fast schon klar, wobei hier auch die Empfehlung war die alte Gasheizung zu nutzen bis sie kaputt ist.
Ich liebäugel auch mit einem Ofen mit Wasserführung.

So viele Möglichkeiten und so wenig Ahnung.
Deshalb suche ich Anregungen, Tipps, Ideen.

Die Wärmepumpe mit Warmwasser fande ich interessant, allerdings wird die wohl nicht ausreichen?

Mein Umfeld ist eher weniger ökologisch bewusst und sagt direkt Gas und vielleicht die Solarthermie.




Also sage ich mal auf Bald und freue mich auf gute Beiträge. (:

P.S. Mir wurde gesagt, dass es in Haustechnik besser passt als in Anlagenplanung.
Per Koro
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon solerling » 09.11.2018, 10:38

Halloo bist ja fast neu hier im PV-Forum
Falls Du hier nicht viele Vorschläge bekommst..?
Ich würde Dir raten ins "Haustechnikforum" zu wechseln dort sind viele Spezialisten,die Deine Probleme gut verstehen.
(Nichts gegen das PV-Forum),aber hier geht es ja eher speziell um PV.

Viele Grüsse
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon Broadcasttechniker » 09.11.2018, 10:49

Deswegen dürfen wir ihm doch sagen dass Solarthermie von gestern ist und bei Neuplanung eher nicht mit berücksichtigt werden sollte.
Dann ist er hier wieder richtig.
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon solerling » 09.11.2018, 10:55

Broadcasttechniker hat geschrieben:Deswegen dürfen wir ihm doch sagen dass Solarthermie von gestern ist und bei Neuplanung eher nicht mit berücksichtigt werden sollte.
Dann ist er hier wieder richtig.


Ja klar.........besser dann Beide Foren benutzen...... :wink:

Viele Grüsse
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon Per Koro » 09.11.2018, 11:05

Doppelt hält besser. :roll: :lol:

Nein, prinzipiell geht es wirklich auch um eine effiziente, kostengünstige Heizung.
Gemacht werden muss es eh, Budget ist da ,nur brauche ich Inspiration der Möglichkeiten. :wink:


Ich belese mich gerade zu Wandheizung, da ich keine Lust habe den Estrich rauszuholen und hätte somit ja die niedrige Temperatur im Vergleich zu Heizkörpern unter dem Fenster. Das wäre zumindest im 1. Stock wo Küche und Wohnbereich offen ist sinnig.
eine Luft-Wasser-Wärmepumpe wäre interessant. Da gibt es bisher nur fachfremden Gegenwind vom Vater (zieht Strom). Thermodynamisch finde ich das ganze aber mehr als interessant. :juggle:
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon ElektroZW » 09.11.2018, 11:11

Hallo Per,

hast Du den Strang unter

allgemeine-anlagenplanung-f69/komplettsanierung-heizung-und-ww-t126672-s30.html#p1680418

schon gesehen?

Bzgl. 16000 kWh/a dividiert durch 110 qm macht 145 kWh/(qm a), was Faktor 5...10 mehr ist, als ein nach aktuellem Standard gebautes Haus an Heizenergie benötigt!

Somit wird es sich bei der angeblichen Dämmung von Außenwand und Dach faktisch um Alibi-Aktionen gehandelt haben.

Du erwirbst faktisch mit diesem Haus nur einen Rohbau mit Grundstück.

Gruß

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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon machtnix » 09.11.2018, 11:17

ElektroZW hat geschrieben:Bzgl. 16000 kWh/a dividiert durch 110 qm macht 145 kWh/(qm a), was Faktor 5...10 mehr ist, als ein nach aktuellem Standard gebautes Haus an Heizenergie benötigt!


nun schreib doch mal, wieviel Energie ein nach heutigem Standard? gebautes Haus in der Realität benötigt, möglichst in Kwh Wärme.
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon mdonau » 09.11.2018, 11:47

Per Koro hat geschrieben:Als ich dann hier las von einem Wasserspeicher mit Wärmepumpe.
Dass ich um eine Gasbrennwerttherme nicht herumkomme ist mir fast schon klar, wobei hier auch die Empfehlung war die alte Gasheizung zu nutzen bis sie kaputt ist.


Der Vorteil von Niedertemperatur zu brennwert ist minimal, wenn beide optimal betrieben werden.

Per Koro hat geschrieben:Ich liebäugel auch mit einem Ofen mit Wasserführung.

Als "Notheizung" dann nicht zu gebrauchen, hohe Zusatzkosten bei meist sehr sporadischer Nutzung.
Effizenz schlecht und Stückholz ist entweder teuer oder zeitaufwändig.
Konsequentes Heizen mit Holz ist ebenso Zeitaufwändig und macht Dreck.

Per Koro hat geschrieben:So viele Möglichkeiten und so wenig Ahnung.
Deshalb suche ich Anregungen, Tipps, Ideen.


Da ist der richtige Ort dafür: https://www.haustechnikdialog.de/Forum/ ... rview=true

Per Koro hat geschrieben:Die Wärmepumpe mit Warmwasser fande ich interessant, allerdings wird die wohl nicht ausreichen?

Mein Umfeld ist eher weniger ökologisch bewusst und sagt direkt Gas und vielleicht die Solarthermie.


Vorerst vielleicht nicht, dafür müsste man erstmal eine Bestandsaufnahme machen und einen
langfristigen Plan machen...

Machen ja alle so, Gas ist ja blllig, noch ;)
Thermie ist seit die PV-Preise so niedrig sind absoluter Unsinn.
Dein energieausweis düfte nach dem Verbrauch erstellt sein und nicht nach berechnetem Bedarf,
da ist meist noch Luft nach unten

Für den Anfang: PV aufs Dach, wenn dieses nicht mehr angefasst werden muss und die Heizung mit einem
Wärmemengenzähler versehen und optimieren: VL-Temperatur runter usw. an der diskrepanz zwischen Gaszähler
und WMZ kann man dann gut erkennen, was noch im Haus landet, dazu kommen dann noch Strom, ggf Wartung
und der Schornsteinfeger. Schon ist die kWh Wärme bei einer Vollkostenrechnung 20+% teurer als auf der
Gasrechnung angenommen.

Im Haustechnikdialog findest Du viele Beispiele, wie man eine Wärmepumpe effizient betreiben kann,
informiere dich und überstürze die Entscheidungen nicht.

Jede Heizung braucht irgend eine Form von Energie, die immer Geld kostet.
Heizöl z.B. ist inzwischen wirtschaftlich nicht mehr darstellbar, wer heute noch
in diese Technik Geld investiert muss einen Sockenschuss haben.

Bei Gas ist der Preis noch künstlich niedrig gehalten, sobald klar wird, dass die Vorgaben zur CO2-Reduzierung
nicht annähernd erfüllt werden, dürfte sich das deutlich ändern. Diese Kosten sind beim Strom schon heute incl.

Bei Strom für die WP ist der Preis erstmal hoch, wird aber durch die JAZ geteilt (hier ist alles schon mit drin Brutto=Netto)
ist der Preis pro kWh Wärme dann gar nicht mehr so schlecht. i.V.m. PV ist es die perfekte Kombination.
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon Per Koro » 09.11.2018, 14:37

Holz hat halt dann nochmal was. Ich kenne es aus dem Elternhaus, war selbst mit im Wald. Das wäre okay.

Von der Thermie bin ich inzwischen weg. Die Fläche nutze ich für PV.

Da habe ich mich mal eingelesen. Ich glaube, dass interessante Optionen Niedertemperaturheizkörper oder eine Wandheizung bzw Deckenheizung (wird eh abgehängt) sein könnten. Dann könnte man die Vorlauftemperaturen für die WP senken.

Bei dem Gaspreis geh ich d'accord mit dir, zumal ich denke, dass diese fossile Brennstoffe im Jahr 2018 vermeidbar sind (für mich persönlich müssen) bei einer Sanierung.

Ich habe Hanglage und meine Garage ist unterkellert. Mein Gedanke war aus dem Raum die Luft für die Wärmepumpe zu nehmen, da es dort schonmal Wärmer ist als draußen.
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon Larry03 » 09.11.2018, 14:45

Per Koro hat geschrieben:Ich habe Hanglage und meine Garage ist unterkellert. Mein Gedanke war aus dem Raum die Luft für die Wärmepumpe zu nehmen, da es dort schonmal Wärmer ist als draußen.

Eine Wärmepumpe hat aber schon so 4000m³/h Luftdurchsatz, mit einer Garage kommst du da nicht weit.
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