Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon Mastermind1 » 09.11.2018, 14:56

Sind den auch grundlegende Gartenbauarbeiten angedacht? Ist der Garten gross?

Im hauatechnikdialog gibt es viele Beispiele für effiziente Sole WP die mit einem selbst verlegten ringgrabenkollektor betrieben wird.
Dazu werden einfach ausgedrückt Rohre im Garten verlegt die d Boden Wärme entziehen.
Damit sind - bei Betrieb - mit einer Fussbodenheizung und somit mit geringer Vorlauftemperatur JAZ von 4,5-5,5 erreicht.

Wie gesagt: Voraussetzung ist eine niedrige VL Temperatur (Fussbodenheizung/Wandheizung/spezielle WP Heizkörper)
Die heizlast (heizlast Berechnung nach DIN 12381) sollte bekannt sein, damit die richtige Größe an Heizung gekauft wird.

Für Sole WP mit Kollektor oder auch Bohrung gibt es im.bestand sehr sehr gute bafa Förderungen die man anschauen sollte.

Aber: das Gesamtkonzept muss passen.
Nur ne Wärmepumpe allein ist noch nicht alles.

Wie schon erwähnt bist du im hauatechnikdialog Forum sehr gut aufgehoben.
Du musst halt Daten liefern.
Heizlastbedarf?
Normaussentemperatur?
Wärmebedarf?
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon passra » 09.11.2018, 14:58

Und warum machst du eigentlich jeden Tag einen neuen Beitrag auf, noch dazu, ohne auf den alten hinzuweisen:
allgemeine-anlagenplanung-f69/ich-bin-ueberfordert-von-den-moeglichkeiten-hilfe--t126999.html
:evil:
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon Per Koro » 09.11.2018, 15:38

Das Grundstück ist leider in Hanglage und recht klein. Da wird das ganze wohl eher schwierig mit der Realisierung.

passra hat geschrieben:Und warum machst du eigentlich jeden Tag einen neuen Beitrag auf, noch dazu, ohne auf den alten hinzuweisen:
allgemeine-anlagenplanung-f69/ich-bin-ueberfordert-von-den-moeglichkeiten-hilfe--t126999.html
:evil:
ich habe im P.S. bei der Eröffnung auf den freundlichen Verweis hingewiesen, dass es wohl besser in Haustechnik passt. (:
Bitte entschuldige den Anfängerfehler der Orientierungsschwierigkeit.
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon buergersolar » 09.11.2018, 16:34

Der wasserführende Ofen erzeugt hohe Vorlauftemperaturen. Eine Wärmepumpe oder Brennwert-Gasheizung erzeugt niedrige VL-Temperaturen. Das passt nicht richtig zusammen.

Daher würde ich schauen, bei der Heizung auf große Flächen zu gehen (Wände, Decken) und mit niedriger VL-Temperatur zu arbeiten. Den Ofen dann für extrem kalte Tage und/oder die Gemütlichkeit im Wohnzimmer, aber ohne Wassertasche.

Wie du selbst auch würde ich bei einem neuen Heizsystem nicht mehr auf fossile Brennstoffe setzen. Das heißt kein Gas, sondern WP. Aufgrund des hohen Energiebedarfs (im Vgl. zum Neubau) würde ich da schon versuchen, Wärmetauscher im Garten zu vergraben. Denn die meiste Energie brauchst du, wenn die Luft draußen am kältesten ist. Das ist zwar beim Neubau genauso, aber da ist der Bedarf halt in absoluten Zahlen so niedrig, dass sich ein Flächen- oder Grabenkollektor nicht wirklich rentiert.

Mein Fazit:
  • Wand-/Deckenheizung
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Kollektor im Garten
  • Dach mit PV voll
  • Batteriespeicher wenn dann als Hobby, nicht zum Geld sparen.
30€ für dich, 30€ für mich, 30€ für den BUND

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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon Assel+ » 10.11.2018, 00:34

Hallo zusammen,

für die Heizung solltest Du die Wärmepumpe bevorzugen. Warum die nicht ausreichend sollte wäre mir schleierhaft. Ich beheize mein Haus seit 13 Jahren ausschließlich über Sole-Wasser-Wärmepumpe. Mit dieser Anlage kühle ich im Sommer auch das ganze Haus. Damit hast Du eine Anlage für Heizung und Kühlung. Die Sole sorgt für Heizung und Kühlung für geringen Energieaufwand.

Auch ich habe im Dachgeschoss die Heizung als Deckenheizung gestaltet. Warum sollte es in unteren Geschoss nicht auch gehen. Auch der Kühleffekt ist bei Deckenheizungen sehr vorteilhaft.

Auch ich hatte bei der Altbausanierung keine Lust den Estrich raus zu hauen. Dafür gibt es Systeme für Altbausanierung. Bauhöhe ca. 2cm. Bei mir hieß es: "Dielung raus und das flache System rein. Das wäre eine Alternative zur Deckenheizung. Mit der dünnen Fußboden- und Deckenheizung hast Du zwar keinen Energiespeicher, dafür reagiert die Heizung sehr schnell auch in Übergangszeiten.

Und die Kombination mit dem Holkofen sehe ich nicht problematisch. Dafür baust Du einen Pufferspeicher mit rein. Den musst Du ja nicht nutzen, wenn die reine WP läuft.

Mit dem reinen Heizungsumbau = Heizkörper gegen Flächenheizung getauscht und Ölofen gegen WP getauscht hat sich mein Heizenergiebedarf um 80% reduziert. 30.000kWh Öl zu 5.000kWh Strom. Kein Schornsteinfeger, keine Wartung, keine Zusatzkosten..... Langfristige die sinnvollste Lösung.

Damit viel Erfolg bei Deiner Planung

Gruß Assel+
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon passra » 10.11.2018, 12:11

Bei der hier im Raum stehenden Heizlast von geschätzt 12 kW ist eine WP aber schon ein mutiges Unterfangen. Das Haus ist bei dem Energieverbrauch noch nicht wirklich WP-geeignet. Solange der Vorlauf nicht unter 40°C bei -10°C Außentemp. liegt, würde ich da noch nicht dran denken und erst mal bei Gas bleiben. Sonst wird das ein Groschengrab.
Wie schon geschrieben:
Gastherme (alt) mit neuer WP im bivalenten Betrieb. Eine 5kW-WP von z.b. Panasonic gibt es für 3000€.
Dann neue Heizkörper mit großer Fläche und erst mal runter mit der Vorlauftemperatur. Da sind normalerweise min. 10 -15°C drin. Heiztechnik ändern, nicht mehr heizen, sondern temperieren und die Nacht immer durchfahren, nicht absenken. Dann reichen dir bei 0° wahrscheinlich max. 40° Vorlauf rein aus der WP.
Dazu dann große PV.

BWWP sind kappes, wo kommt den die Wärme für die WW-Erzeugung her, aus dem Haus, in das man vorher die Energie mit Gas reingesteckt hat.


Heizenergiebedarf um 80% reduziert. 30.000kWh Öl zu 5.000kWh Strom

Deinen Heizenergiebedarf hast du sicher nicht um 80% reduziert, eine reine Milchmädchenrechnung. Aus den 5000 kWh Strom werden ja auch 20000 kWh Heizenergie zu vorher 30000 kWh.
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon Per Koro » 12.11.2018, 08:30

Also meine Überlegung um den Energiebedarf zu reduzieren sieht momentan so aus, dass ich Fußbodenheizung installiere und somit niedrige Vorlauftemperaturen zu bekommen.
Dann kommen die nicht einmal 40qm Estrich im Wohnbereich/Küche halt raus.
Souterrain würde ich wohl schauen, einen niedrigen Aufbau der FBH auf den Estrich zu realisieren (2cm wären ein Traum).
Aber selbst hier sehe ich auf den 40qm auch weniger Probleme, wenn er doch raus muss.
Es ist Drecksarbeit, aber für Umwelt, Energieverbrauch und die zukünftige Generation ist es mir das wert.
Im Dachausbau würden zwei Niedrigtemperaturheizkörper wohl ausreichen, um ausreichend Wärme abzugeben. (Deckenheizung eventuell optional).

Da ich ungünstige Hanglage (Haus steht "oben") habe, glaube ich, dass eine Erdkollektoren höchstens als Korbausführung kommen könnten. Da ich das als massiven Aufwand sehe, tendiere ich momentan zu einer Luft-Wasserwärmepumpe.

Für das warme Brauchwasser bin ich am überlegen, ob ich Durchlauferhitzer nehme. In denen sehe ich gerade aufgrund von wenig Platz mehr Vorteil als einen Speicher und Wege zu installieren.
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon Mastermind1 » 12.11.2018, 09:14

Gerade bei einem haus mit hohem Wärmebedarf sollte man die effizienteste Art zu heizen anschauen.
Erdwärme gibt es auch mit einer Bohrung. In der Variante bekommst du im bestandsbau die höchste Förderung der BAFA, + smart grid Bonus.
Schau dir die Förderungen im Vergleich Mal an.

Luft WP gibt es inzwischen recht gute.
Aber die erreichen in der Realität nur ne JAZ von 3-4,x. (Ne Panasonic Geisha lasse ich bei dem hohen bedarf aussen vor:-) )

Bestand
Luft WP bei leistungsgeregelter Variante:
1.500€ Basis
500€ Lastmanagement
Die innovationsförderung mit ner Luft WP zu erreichen halte ich für schwierig. Und wenn dann sind gerade diese Modelle überteuert.
Also gesamt 2.000€ Förderung.

Bestand
Sole WP mit Bohrung
6.750€ innovationsförderung (JAZ 4,5)
500€ Lastmanagement
Gesamt: 7.250€ Förderung

Bestand
Sole WP mit Kollektor (flach/erdkollektor...)
6.000€ innogationsförderung
500€ Lastmanagement
Gesamt: 6.500€ Förderung

Ich würde das wirklich im Detail beleuchten, bevor man unbedingt ne Luft WP möchte.
Lärm? Abstandsgrenzen eingehalten?
Aufwand für das Fundament, Verrohrung, Dämmung der rohre, Stromkabel, Datenkabel....
Nur hinstellen und das war's ist auch bei ner Luft WP nicht ganz richtig...

Gerade bei einem höheren Wärmebedarf
Macht es einen Unterschied ob man ne JAZ von 3,5 oder 5 erreicht.

Nimm die Wärmemenge geteilt durch die JAZ und du hast in etwa den Stromverbrauch.

Beispiel
20.000kWh Wärmebedarf : 3,5 = 5714kWh Strombedarf bei einer Luft WP

20.000kWh Wärmebedarf : 5 = 4.000kWh Strombedarf bei einer Sole WP

Sind überschlagen 1700kWh Unterschied oder in Euro aktuell bei 0,25€/kWh über 425€ mehr an Heizkosten.
Bei 0,30€/kWh schon über 510€ usw....


PS. Ich hab selbst ne Luft WP (2009) und wurde heute wenn ich die Wahl hätte eher keine mehr verbauen ....oder nur wenn ne 3000€ Panasonic Geisha passen würde, abzüglich Förderung knapp 1000€ + Materialkosten für ne neue Heizung...
Aber die vielen Luft WP die locker 10.000€ kosten, halte ich für überteuert.
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon jodl » 12.11.2018, 09:28

Per Koro hat geschrieben:Also meine Überlegung um den Energiebedarf zu reduzieren sieht momentan so aus, dass ich Fußbodenheizung installiere und somit niedrige Vorlauftemperaturen zu bekommen.
Dann kommen die nicht einmal 40qm Estrich im Wohnbereich/Küche halt raus.
Souterrain würde ich wohl schauen, einen niedrigen Aufbau der FBH auf den Estrich zu realisieren (2cm wären ein Traum).
Aber selbst hier sehe ich auf den 40qm auch weniger Probleme, wenn er doch raus muss.
Es ist Drecksarbeit, aber für Umwelt, Energieverbrauch und die zukünftige Generation ist es mir das wert.
Im Dachausbau würden zwei Niedrigtemperaturheizkörper wohl ausreichen, um ausreichend Wärme abzugeben. (Deckenheizung eventuell optional).

Da ich ungünstige Hanglage (Haus steht "oben") habe, glaube ich, dass eine Erdkollektoren höchstens als Korbausführung kommen könnten. Da ich das als massiven Aufwand sehe, tendiere ich momentan zu einer Luft-Wasserwärmepumpe.

Für das warme Brauchwasser bin ich am überlegen, ob ich Durchlauferhitzer nehme. In denen sehe ich gerade aufgrund von wenig Platz mehr Vorteil als einen Speicher und Wege zu installieren.


Fußbodenheizung und niedrige Vorlauftemperaturen ändern aber nichts am (hohen) Energiebedarf von einem Altbau.
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Re: Sanierung einer Doppelhaushälfte. Aber wie?!

Beitragvon Per Koro » 12.11.2018, 09:34

Der Wärmebedarf ist mit Heizungsnischen, altem Gaskessel (1991), Fenstern aus 1980 und ungedämmten Rollokästen.

Ich sehe dahingehend mit zumauern der Nischen, neuen Fenstern und einer Dämmung der Rollokästen recht gutes Potential in der Energieeinsparung. Dass der Energiebedarf gesenkt werden muss ist mir bewusst.

Auf dem Grundstück habe ich vor dem Haus 3 Meter Platz (dort liegt Gas/Strom/Abwasser) und mehr als 2 Meter um auf die Unterseite vom Grundstück zu kommen ist nicht.
Deshalb wäre aufgrund von Hanglage wohl nur Erdwärmekörbe möglich. Hab das mal fix hochgeladen um es besser zu beschreiben.

Deshalb war mein Gedanke den Energiebedarf so gut zu optimieren wie es geht und dann sollte doch noch der APEE Bonus greifen?
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