Heizsstrom - Lösung gesucht

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Heizsstrom - Lösung gesucht

Beitragvon biotox » 12.09.2017, 13:48

Hallo,
nach unzähligen Gesprächen mit "Energieexperten", Energieberatern,Heizungsbauern etc. ergibt sich kein klarer Lösungsweg für Nachfolgendes Problem.

Ich habe eine Haus mit 200 qm Fläche, dass mit einer Elektrofussbodenheizung läuft.

Für dieses Forum wäre für mich die Frage interessant:

Ist es machbar anstatt für ca. 20.000 Euro eine komplett neue Heizung zu installieren, über Solarmodule und Speicher den Jahresbedarf von ca. 20.000 kwh für die Fussbodneheizung zu erzielen?

Ich weiss, das Thema Speicher ist ein Problem (Jahreszeiten und Verbrauch).

Dachfläche mit Süd und Südwestausrichtung ist da, wobei ich mal nicht von sonderlich sehr großer Fläche ausgehe.
Sehr viel Grundstücksfläche wäre noch frei (wobei ich nun auch nicht 200 qm Solarmodule auf der Wiese haben wollen würde)

Die Frage, gibt es hier mit dem Budget einen Weg oder sind alle Wege entweder vom Preis (bitte staaatliche Förderung mkitbetrachten) einfach viel zu teuer oder es würden extrem große Fläche für Solarmodule benötigt neben dem Hausdach, was es dann zu einem Optikproblem machen würde.

Wovor ich mich Sorge:
Ich baue für 20.000 Euro oder mehr eine Heizungsanlage und dann haben wir in 10 Jahren eine Welt, wo die Strompreise dank anderer Gesetze deutlich günstiger sind und die Möglichkeiten der Solarmodule um Welten besser und das neue Heizungssystem ist hinfällig. Da wü+rde ich lieber heute schon in die Zukunft Strom, Solar investieren, wenn mir jemand sagt, dass ist bei dem Strombedarf übrhaupt möglich.

Vielen Dank
biotox
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Re: Heizsstrom - Lösung gesucht

Beitragvon Onkel_Denis » 12.09.2017, 13:57

Wenn du mich fragst , dann bau eine andere Heizung ein. Die 20tkwh wirst du gerade im Winter nicht zusammen bekommen , ohne über den Daumen gepeilt , mindestens 50kWp an PV zu installieren. Eine Kombi aus Pufferspeicher, Wärmepumpe und konventioneller Heizung wird wohl im Moment die beste Kombi mit PV darstellen.

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Re: Heizsstrom - Lösung gesucht

Beitragvon biotox » 12.09.2017, 14:01

Danke.

Ich denke, den Bedarf kann ich nach Dämmung auf ca. 17.000 kwh reduzieren.

Wenn mich eine neue Heiz.Anlage 20.000 Euro kostet und nur 10.000 kwh liefert und ich die 7.000 kwh als Heizstrom zu 18 Cent einkaufe, wäre das immernoch nicht teurer als eine bspw. Gasheizung. Die kostet 20.000 Anschaffung und knapp 1500 Euro pro Jahr.

Wie gesagt, ich kann auch Solar auf dem Boden aufbringen...wenn ich die Fläche mal wüsste und die Kosten. Vermutlich liegts am Ende am Speicherproblem für den Winter?
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Re: Heizsstrom - Lösung gesucht

Beitragvon Havokll » 12.09.2017, 14:03

Dein erstes Problem ist das du am meisten Wärme (kWh ) im Winter brauchst. Müsstest du erstmal auseinander klamüsseln in welcher Jahreszeit du was Verbrauchst. Aber selbst 10000kwh zu produzieren ist schon wahnsinnig !

Zumal der Bedarf nachts höher ist. Also wäre ein riesen Speicher von Nöten .
Insel ok. Aber parallel würde ich persönlich auch über eine andere Heizungs Variante nachdenken . Wärmepumpen zb.
Parallel kannst dann Überschüsse in den Boden heizen

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Re: Heizsstrom - Lösung gesucht

Beitragvon jodl » 12.09.2017, 14:39

einfache Antwort: vergiss es.
das kann nicht funktionieren, weil Photovoltaik-Stromerzeugung und Heizstrombedarf zeitlich gegenläufig sind.
Im WInter, wenn du einen Großteil der 20.000 kWh brauchst, bringt die PV am wenigsten.
Und wenn die PV viel bringt, dann brauchst du am wenigsten Heizung.
Von einem Speicher möchte ich da garnicht reden, wenn du schon meinst daß 20.000 Euro für einen Heizungsumbau viel Geld ist.

--> Prüfen welche Möglichkeiten zur Verringerung des Wärmebedarfs es gibt, und dann prüfen wie dieser Wärmebedarf am sinnvollsten gedeckt werden kann.
Eine direktelektrische Heizung wird wahrscheinlich immer ziemlich hinten landen.
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Re: Heizsstrom - Lösung gesucht

Beitragvon klaus24V » 12.09.2017, 14:53

ich frage mich, wozu man im Winter 200m² beheizten Wohnraum braucht?
Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.
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Re: Heizsstrom - Lösung gesucht

Beitragvon black » 12.09.2017, 15:02

also die elektrofussbodenheizung die du momentan hast ist quasi ein heizdraht? falls ja wäre das sehr aufwändig umzubauen. wenn es wassergeführt wäre dann wärs recht einfach mit einer wp umzusetzen.

die gewählte variante hängt primär davon ab wie lange du noch vor hast in diesem haus zu wohnen...bei >20 jahren wäre eine grundüberholung wohl unumgänglich :idea:
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Re: Heizsstrom - Lösung gesucht

Beitragvon RolandD » 16.09.2017, 12:51

Setzt dir eine PV aufs Dach, so groß du willst und wie du optisch akzeptierst. Die rechnet sich mit der reinen Einspeisung trotzdem. Alles was du selbst verbrauchst ist ein zusätzliches Gewinn. Halt der Abstand zwischen EVU-Preis und PV-Erzeugung .. genau genommen der Teil der im Winter ankommt.

Nach den einfachen Energiesparmassnahmen - Dach-Dämmung, Fenster, Temperaturabsenkungen (wo es möglich ist) - such dir ein zusätzliches *Heizsystem*. Normaler Holzofen oder Kachelofen (warmluftschacht durch die Stockwerke) zum Beispiel.

Möglich wäre auch teilweise auf eine Wasserbassierte Öl/Gasheizung/WP-umzusteigen. Steigeschacht vom Keller .. Küche .. DG. Hier halt auf wenig Aufwand achten -sofern es möglich ist. Sozusagen den Kernbereich damit zu Heizen. Hier hättest du auch das Warmwasser gewöhnlich abgedeckt

Die Grundidee ist die Fussbodenheizung drinne zulassen und sie nur zu entlasten. Sie bleibt dein Backup für die ganz kalten Tage und auch für Übergangszeit. Sie heizt die Peripherie - sofern nötig - Bringt auch die Grundtemperatur falls du länger unterwegs bist.
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Re: Heizsstrom - Lösung gesucht

Beitragvon einstein0 » 16.09.2017, 14:40

Nächste Woche installiere ich mit einem Kumpel ein 4 kWp Repowering. Das Reihenhaus hat el. Fb-Heizung.
Als Volleinspeiser kriegt er einen sehr hohen KEV-Tarif. Also verheizt er nicht seinen teuren Solar- sondern Nachtstrom.
Ohne KEV könnte die PV-Anlage noch wesentlich grösser ausfallen, um die Heizenergie bereitzustellen wenn sie anfällt.
Speicher braucht es keinen!
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30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
1 kW- Insel im Camper ohne PV! 2014: EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
2015: PV-Repowering und Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR.
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Re: Heizsstrom - Lösung gesucht

Beitragvon jodl » 16.09.2017, 15:14

einstein0 hat geschrieben:Nächste Woche installiere ich mit einem Kumpel ein 4 kWp Repowering. Das Reihenhaus hat el. Fb-Heizung.
Als Volleinspeiser kriegt er einen sehr hohen KEV-Tarif. Also verheizt er nicht seinen teuren Solar- sondern Nachtstrom.
Ohne KEV könnte die PV-Anlage noch wesentlich grösser ausfallen, um die Heizenergie bereitzustellen wenn sie anfällt.
Speicher braucht es keinen!
einstein0


ich weiß ja nicht wie groß in der Schweiz so üblicherweise die Reihenhäuser sind.
ich nehme aber an, daß es auch dort kein Reihenhaus gibt auf dem eine PV Anlage Platz hat die die Energie für eine elektrische Fußbodenheizung bereitstellen kann. Nicht mit, und nicht ohne Speicher.
Es sei denn, der Hausbesitzer hat es im Sommer gerne heiß und im Winter gerne saukalt.
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