Altbau / Umbau Fragen

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Re: Altbau / Umbau Fragen

Beitragvon Red5FS » 27.04.2015, 10:07

seppelpeter hat geschrieben:Ich wollte nur verdeutlichen, dass die schönste und modernste Heizung nur sehr wenig bringt, wenn man sie nicht bedienen kann oder sich auf die Werkseinstellungen verlässt.
Ich behaupte immer wieder gerne, dass alleine über eine bessere Einstellung der Heizung i.d.R. locker 20-30% Verbrauchsreduzierung möglich sind ohne auch nur eine Spur von Wohlfühlverlust.

Hey Du,
alles gut ;)
Ich wollte ja auch nur eine mögliche Ursache darstellen. Es gäbe ja noch viele mehr.
Die Wahrscheichste ist aber die der falschen Heizungseinstellung gekoppelt mit dem Rest...
Lg
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Re: Altbau / Umbau Fragen

Beitragvon seppelpeter » 27.04.2015, 10:17

Red5FS hat geschrieben:Hey Du, alles gut ;)


Hier schon, Gastherme ist seit Anfang April aus ... ich liebe solare Gewinne. :lol: :wink:
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Re: Altbau / Umbau Fragen

Beitragvon hfrik » 27.04.2015, 10:30

@ Seppelpeter - nun Seitenwäde hat ein Reihen-Mittelhaus Heizungstechnisch nicht, die Südfassade wird, so wie ich das verstehe, verglast (solare Gewinne - die verteilt bei wirklich geringer Vorlauftemperatur eine Fussbodenheizung im ganzen Haus - am Dach sind Dämmarbeiten vorgesehen, an der Nordfassade neue Fenster - dort ggf. wenige verbleibende qm Fassadendämmung ? - da bleibt für mich noch die Kellerdecke und die Lüftung mit Wärmerückgewinnung auf dem Weg zum Passivhaus. Die Luft WP wird auch auf der Nordseite Luft vorfinden, und wenn die insgesamt zu erbringende Rest-Wärmeleistung gering ist, braucht man auch nicht auf die zweite Nachkommastelle beim COP zu achten. Der grösste Block wäre dort dann die Warmwassererzeugung, für die liefert die PV die meiste Zeit des Jahres den Strom. Und gegenüber der BWWP wird die grössere Heizungswärmepumpe eher einen höheren COP erzielen - und die Wärme von aussen, und nicht aus dem Haus holen.
Daher würde ich noch mal scharf nachrechnen. Wenn dann am Ende noch 3000kwh reine Heizwärme aufzubringen sind, die dann zu 1000kWh Stromverbracuh an der Wärmepumpe führen, die zum Teil noch von der PV kommen, hilft auch ein Gaspreis von 0ct/kWh nicht mehr die Gastherme wirtschaftlich zu bekommen.
Bezüglich Wärmetauscher - wenn der Kamin nicht mehr gebraucht wird, kann man den als bestehednen lüftungskanal einmal quer durchs Haus ansehen. Wenn unten alles offen ist, muss man nur Abluft in WC und Bad einsammeln, und Zuluft in Treppenhaus und Schlaf/Arbeitszimmer einbringen, ggf über Kellerdecke + Dachboden.
Ist natürlich noch mehr zum Nachdenken für den Bauherr.
Wärmepumpen sind zwar nicht wartungsfrei und unkaputtbar, aber keine solche Mimosen wie Brennwertthermen. Wann musste dein Kühl- oder Gefrierschrank zum letzten mal gewartet werden?

Ich würde das ganze zumindest mal als Option durchdenken. Ein Reihenmittelhaus mit gut gedämmten Dach ist nie weit vom Passivhaus entfernt.
@ Red5 - wenn dein Brennwertgerät so friedlich ist, Glückwunsch. Bei mir in der Familie hat gerade ein Brennwertgerät eines nahmhaften deutschen Herstellers nach 8 Jahren mit einem Rums das zetliche gesegnet, nachdem er jährlich Reperaturen mal über mal unter 1000€ verschlungen hat, andere Geräte laufen besser, aber nicht so friedlich wie alte athmosphärische Brenner.
Bei der vergleichsrechnung Wärmepumpe / Gasbrenner kommt es immer auf das Gebäude an, und was man alles einrechnet. Solewärmepumpe braucht ne Erdbohrung, die Kapitalintensiv sit, sich also nur bei höherem Wärmebedarf jemals rechnen kann. Die Idee am Passivhaus ist ja, den Energiebedarf so weit herunterzubekommen, dass die Technik zum Heizen einfacher und billiger werden kann. was dann eine Luft WP wäre, deren geringerer COP bei geringem Wärmebedarf nicht mehr so wichtig ist, weil der geringere Invest das überwiegt.
Deine Beispielheizung mit 8000kWh Umsatz je Jahr, hat ja dann so ca. 480€ Brennstoffkosten, Schorni kostet hier im Süden durchaus mehr, Wartung ebenfalls - 50€ in 2 Jahren hätte ich gerne mal. Schorni + Wartung schlagen bei mir mit ca. 150-200€ je Jar zu Buche, wenn nichts kaputt geht. Gehen von den 8000kWh im Jahr 2000kWh auf das Warmwasser gehen und die von einer (BW)WP kämen, blieben für den Gasbrenner noch 6000kWh zum Heizen. Da hat der brenner eventuell noch genügend kWh um die Nase knapp vorne zu behalten. Muss der gasbrenner seine höheren Baukosten und Unterhaltskosten auf weniger kWh umlegen, zieht die Wärmepumpe vorbei.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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Re: Altbau / Umbau Fragen

Beitragvon Red5FS » 27.04.2015, 10:47

hfrik hat geschrieben:.....

Hi,
ich hab vergessen zu erwähnen, daß ich gelernter Schorni bin :-)
Den Energieberater hab ich dann auch mal mit meiner Meisterprüfung 2004 gemacht und einige Zeit im Meistervorbereitungslehrgung des Installateur- und Heizungsbauers verbracht....bis ich dann schließlich vor 4 Jahren gedacht habe, ach fang mal in der Justiz als Justizvollzugsbeamter an.....

Unser Gasverbrauch lag die letzten 3 Jahre bei ca. 1500m3 und 8rm Holz. Vorher beide voll berufstätig, da waren es 500m3 und 12rm Holz.
Jetzt seid November wassergeführter Ofen am Start und erst 40m3 Gas und 13rm Holz.....

Dann scheinen wir hier in Niedersachsen ja noch recht humane Gebühren für die Gewerke zuhaben ;)
Bist herzlich eingeladen hierhin zu ziehen :-)
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Re: Altbau / Umbau Fragen

Beitragvon hfrik » 27.04.2015, 11:13

Naja, ich bin professioneller Planer, weswegen ich dann der sache immer gleich planerisch auf den Grund gehe :) Und da ich auch mal Elektrotechnik studiert habe, sind mir dinge die mit Strom laufen vielleicht Symphatischer als Dinge die was verbrennen - was beim Schornsteinfeger sicher genau anderst herum ist :)
Bezüglich der Abhängigkeit von Strom - meine Gasheizung läuft aktuell nur, wenn sowohl Strom als auch Gas da sind - eine Wärmepumpe gibt sich mit Strom alleine zufrieden, der sich zudem noch aus vielen Quellen herstellen lässt, z.B. auch mit Photovoltaik :)
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Re: Altbau / Umbau Fragen

Beitragvon deaken » 16.10.2018, 12:55

eine kleine Rückmeldung meinerseits:
sind jetzt 2 Jahre fertig mit dem Komplettumbau - praktisch zurück zum Rohbau (inkl. aller Fenster, Elektro etc) und komplett Neuaufbau.

Letztlich ist es "nur" Solarthermie geworden, damit haben wir aber gute Erfahungen gemacht - ca 14500kWh im ersten Jahr (das war der strenge Winter und tüftelei mit der Einstellung) und ca12000kWh Gas im zweiten Jahr inkl. Warmwasser!
Unser Finanzberater hat von der großen Photovoltaikanlage abgeraten aufgrund dessen das wir alles finanziert haben und der Gewinn vermeintlich von den Zinsen aufgefressen wird.

Gedämmt wurde nur oberste Geschoßdecke und Kellerdecke! Fußbodenheizung überall, kleiner Wandheizkörper (am Fußbodenheizungskreis) für die Handtücher im Bad, 2 dezentrale Lüftungsanlagen (Wohnküche & Bad/oberes Geschoss).
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