Wo bleibt die Windkraft?

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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Farmjanny » 26.09.2018, 14:58

190 m? Krass! Und Cuxhaven macht sich bei mehr als 24 m für die Kleinwindanlage ins Hemd...
Grüße von der Küste - Farmjanny
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV Ndh » 26.09.2018, 18:32

bimon hat geschrieben:Die Betonschalen für die Ringe sind jetzt gedrittelt und so kommt man auf 2,8 statt 3,8 m Höhe, womit man fast ausschließlich auf Standard-LKW zurückgreifen kann. Gleichzeitig können der Kran und dessen Standfläche kleiner ausfallen.

Ist das Maschinenhaus nicht der mit Abstand Schwerste Teil einer WKA? Von daher wird sich an dem zur Aufstellung notwendigen Kran doch nichts ändern.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon bimon » 27.09.2018, 10:42

Ja, das ist mir auch aufgefallen. Allerdings wird dieser Kletterturm von Liebherr und Bögl bei weitem nicht überall eingesetzt. Der wird bei Schwachwindanlagen genutzt dann dort wo halt möglichst wenig Fläche beansprucht werden soll (wie z.B. im Wald). Insofern kommen auch bei Bögl oft Mobilkräne etc. zum Einsatz. Die ganz dicken Dinger müssen dann erst zum Einsatzort, wenn die Gondeln und Rotorblätter montiert werden. Das senkt dann den absoluten Platzbedarf vielleicht nicht, ermöglicht es aber den Turmaufbau mit kleineren Einheiten durchzuführen. Kann ich mir jedenfalls so vorstellen.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon CaptainPicard » 10.10.2018, 00:00

Erneut sind die ersten Windräder für Salzburg gescheitert – Tourismuswirtschaft und Kronen Zeitung kampagnisierten dagegen

Auf dem Fanningberg in Weißpriach, einem Skigebiet, sollten acht Windräder entstehen. Doch noch bevor die Lungauer Gemeinde das Widmungsverfahren startete, ging der Sturm der Entrüstung los. Die Tourismuswirtschaft warnte vor Verschandelung, eine Bürgerinitiative lehnte die Errichtung vehement ab, und die Kronen Zeitung fährt seit Wochen eine Kampagne gegen die Windräder.

"Ich habe Verständnis dafür, dass die Betreiber nicht weiter bereit sind, Geld zu investieren", sagt Schellhorn. Robert Gruber, einer der Initiatoren, bestätigt dem STANDARD den Stopp des Projekts. "Wir wollen die Bevölkerung nicht spalten", sagt er. Die Gemeinde Weißpriach hat sich übrigens für die Windräder ausgesprochen, der Aufschrei kam von anderen Gemeinden im Lungau. "Ein paar Ortskaiser aus über 25 Kilometer entfernten Gemeinden sind dagegen", sagt der Projektbetreiber.


https://derstandard.at/2000089012624/Be ... au-zurueck



Dass das im Jahr 2018 immer noch passiert...
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon eggis » 10.10.2018, 14:31

CaptainPicard hat geschrieben:Dass das im Jahr 2018 immer noch passiert...

Als ob ein vernarbter Berg mit Skipiste durch ein paar Windkraftanlagen verschandelt würde.
Hoffentlich schmilzt denen der Schnee bald unterm A... weg.

"Ortskaiser" musst ich erstmal nachschlagen. "Einflussreicher Bürgermeister" gibt mir der Duden als Antwort.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon CaptainPicard » 12.10.2018, 15:50

Gibt es eigentlich traditionell in den letzten Monaten des Jahres noch einmal einen Boom beim Zubau bzw. der Anmeldung von neuen Anlagen? Weil wenn das so weiter geht wie bisher dann wird 2018 das schwächste Jahr seit 2013 für den Zubau von neuer Windkraft werden: https://energy-charts.de/power_inst_de. ... pe=inc_dec
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Buck Rogers » 12.10.2018, 19:38

War absehbar > vergeigte Vorgaben für Ausschreibungen, sprich nicht genehmigte Projekte waren in Ausschreibungen zugelassen. Entweder war das bewusst "sabotiert" oder einfach Unfähigkeit im Amt.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Kallenpeter » 19.10.2018, 11:32

Ich bin nicht grundsätzlich gegen die Ausschreibungen, aber erinnert ihr euch noch, wie die Politik sich selbst gefeiert hat als die Windpreise nach Einführung der Ausschreibungen schlagartig gesunken sind?


Jetzt sind die Ergebnisse der letzten Ausschreibungsrunde bekannt:
Zu der ausgeschriebenen Menge von 670 Megawatt wurden 62 Gebote mit einem Volumen von knapp 400 Megawatt eingereicht.

Was die Politik wohl dazu sagen wird?

Insgesamt haben sogar nur 363 MW einen Zuschlag erhalten, weil ein paar Gebote ungültig waren. Damit konnte nur etwas mehr als die Hälfte der ausgeschriebenen Menge bezuschlagt werden.

Details:
Der durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 6,26 ct/kWh
Und es gibt tatsächlich auch ein paar Gebote aus Bayern.

Weitere Details
https://www.bundesnetzagentur.de/Shared ... ?nn=265778
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon SmartPanel » 19.10.2018, 12:39

Bezüglich des Titels:
Der Windertrag 2018 wird in den nächsten Tagen den Gesamtjahresertrag von 2016 bzw. 2015 erreichen. *ca. 80TWh
Also bereits Ende Oktober, die windreiche Zeit geht dann erst los.
Ob es für den bisherigen Rekord aus 2017 reicht ist natürlich noch offen. *ca. 106TWh

PV hat übrigens bereits Anfang Oktober die Vorjahresrekorde eingestellt. *derzeit ca. 42TWh
Braun- und Steinkohle werden voraussichtlich knapp unter ihren Vorjahreserzeugungen liegen, evtl. auf 16-Jahrestief, abhängig vom Windertrag und der angespannten AKW-Situation in Belgien mit Zuspitzung im November.

Quelle zum Nachverfolgen
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