Wo bleibt die Windkraft?

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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon hfrik » 29.08.2018, 14:41

Nun, mal sehen ob man da in Norddeutschland schnell genug in die Gänge kommt.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon bimon » 04.09.2018, 21:58

Erste PPA für die Zeit nach dem Auslaufen des EEG. Nur 46 MW, aber immerhin:
https://www.windkraft-journal.de/2018/0 ... rks/126913
Es wird interessant. BIs 2020 fallen 4.5 GW aus der Vergütung. Bis 2026 weitere 17 GW.

Wenn man die Liste durchgeht, geht es in der Tat in den meisten Fällen um Anlagen von 1999-2001. Interessant ist der größte Park Bassum mit 19,5 MW, der erst 2016 errichtet wurde. Hierbei scheint es um ein PPA nach Abschluss der Anfangsvergütung (5y+x) zu gehen, dass somit attraktiver als die Grundvergütung (~4,9 Cent) sein muss.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 05.09.2018, 10:33

Echt peinlich, für RWE und e-on, denn die hätten, mit ihrer Kundenbasis und den Verbindungen z z.B. den örtlichen Netzbetreibern beste Voraussetzungen, um dieses langfristig super rentable Geschäft zu machen. Im übrigen, was macht die von den 'Grünen' dominierte EnBW?
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon bimon » 06.09.2018, 11:49

Auch Greenpeace Energy tütet das erste PPA ein. 7,8 MW aus 2000: https://w3.windmesse.de/windenergie/new ... erwindpark
Die Anlagen an der dänischen Grenze von AN Bonus haben immerhin ~2000 VLh (Ertrag bis 2014 öffentlich dokumentiert) und damit wohl relativ ertragreich. Hier ein Artikel zu dem Park bzw. dem Dorf und seinen diversen Parks. http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 78759.html

Stand 2016 wurde dort noch sehr oft abgeregelt. Das wäre für einen PPA-Weiterbetrieb sehr hinderlich. Da wird man wohl maßgeblich von der Westküstenleitung (und vielleicht unmittelbar von der Mittelachse) profitieren. Die scheint aber erst Ende 2021 wirklich fertig zu werden.

Ich lese bei Wiki von "Strom aus Windenergie zwischen 6,19 und 9,10 Cent/kWh" für das EEG 2000. Wenn ich das EEG 2000 richtig interpretiere, bekommen die zum jetztigen Zeitpunkt alle nur noch die 6,19 Cent.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 06.09.2018, 13:40

Genau solche Verträge sind für mich die Basis, das ich von einer e-on zu einem anderen Stromanbieter wechseln würde! Es ist schon klar, das sie noch Jahrzehnte benötigen werden, um wirklich 100% Strom aus EE (mit Vertrag) liefern zu können. Aber, mit sagen wir mal 10% zu meiner Bedarfsdeckung kann ich heute schon leben.

*irgendwelche Zertifikate und/ oder Wasserkraft sind für mich persönlich keine Lösung!

Dieses Geschäftsmodell habe ich schon vor Jahren als einzig gangbaren Weg für RWE und e-on gesehen. Damit ist viel mehr Umsatz und vor allem viel mehr Ertrag zur Bilanz zu erwirtschaften.

Hier sind 5% Marge eben nicht 5% Marge, die man mit eigenen Kraftwerken erzielen kann! *im Handel

Der nächste Schritt geht in Richtung: Die kaufen Strommengen von neuen Anlagen auf! Ich meine, warum sich heute mit Ausschreibungen beschäftigen? Ich würde mich als Projektleiter darauf konzentrieren, möglichst lange, möglichst günstig Strom liefern zu können (zuverlässig) ! Auf das zufällige Ergebnis einer Auktion mein Geschäftsmodell abstellen ? *Lachhaft!
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon GEST » 07.09.2018, 10:46

Als Kind hatte ich mal so ein Buch über "die letzten Rätsel der Welt". Darin gab es ein Kapitel, demzufolge mit der Atomenergie die Meere entsalzt und die Wüsten bewässert werden könnten.

Sieht so aus, als wären WKA und PV dafür besser geeignet:

They found that all those hypothetical wind turbines and solar panels would make their immediate surroundings both warmer and rainier, and could turn parts of the Sahara green for the first time in at least 4,500 years.
[...]
Precipitation increases of 0.25 mm per day associated with wind farms sound more modest, yet this would be almost double the previous amount of rainfall. Again, the effect associated with solar parks was smaller – an increase of 0.13 mm/day – but still significant when added up over a year.
https://theconversation.com/massive-sol ... ara-102745

Lesenswerter Artikel.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 07.09.2018, 14:59

Wie machst du das? Ich finde im Netz gar nix mehr!

Sicher, das sind hoch theoretische Ansätze (Fragen) . Man stelle sich vor, die Jungs der Kernkraft hätten ach nur im Ansatz so gearbeitet!

Die doppelte Niederschlagsmenge könnte wirklich schon ausreichen, um eine Vegetation entstehen zu lassen. Zumindest kann man mit den Folgen leben.

ich sehe aber die Zukunft der Landwirtschaft vollkommen anders!

Ich sehe nicht, das man selbst mit PV Strom &/ WKA so viel Wasser so preiswert entsalzen und transportieren kann, das man in sehr trockenen Regionen Gemüse u.ä. anbauen wird können. Geschweige denn Futtermittel u.ä. :Zumindest auf einer wirtschaftlichen Basis betrachtet.

*5% des Kongo anzuzapfen, sollte aber möglich werden!
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon CaptainPicard » 07.09.2018, 16:19

GEST hat geschrieben:https://theconversation.com/massive-solar-and-wind-farms-could-bring-vegetation-back-to-the-sahara-102745

Lesenswerter Artikel.

Hier eine Zusammenfassung davon auf deutsch: https://derstandard.at/2000086852065/Mi ... -begruenen
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon hfrik » 07.09.2018, 16:29

Hmmm - bist Du Dir da wirklich sicher?

Ich denke da nur immer an die "Sendung mit der Maus" Filme von meinem Kleinen, wo Ausetwickelte 60'er oder 70'er Jahre Maschinen Standardprodukte die seit 100 Jahren so aussehen wie sie aussehen ohne wesentliche Eingriffe von Aussen fertigen, und ab und zu einer das Produkt auf der einen Seite aus der Maschine 1 nimmt und in Maschine 2 legt - was heute sicher ein Roboter macht.

In einer entsprechend ausentwickelten PV-Montage steht da ein PV-Montageautomat der in 24/7/365 Einsatz PV-Module samt Kabeln, Gestellen und Wechselrichtern in den Wüstenboden donnert und von Geländegängigen Flurförderfahrzeugen versorgt wird, und einmal in der Wocher kommt ein Servicetechniker vorbei und sieht nach dem Rechten. Je Automat so 8GWp Montageleistung, und so ein paar tausend Automaten wird man da ja schon am laufen haben, die brauchen dann immernoch weniger Servicetechniker als die Braunkohleblöcke in D allein. Also in Richtung 100TWp je Jahr montieren und produzieren wird schon gehen. Stelle ich mir die finanzielle Seite von so einer Science-Fiction mssenfertigung auf Basis dessen was heute geht vor komme ich da so auf 200, maximal 300€/kWp, kann aber auch deutlich billiger sein auf Modulseite, denn Rahmen und so Firlefanz braucht so ein Automat ja nicht mehr. Sagen wir mal realistischer 100-200€/kWp bis das Zeug in der Wüste steht. Sofern jemand so viel strom sinnvoll verwenden kann.
Die Schlüsselfrage wäre dabei dann wie billig kann man Meerwasserentsalzung in Massenproduktion machen.
100TWp liefern 100*10E9kWh in der Mittagszeit. Nach Siemens brauchen die Jungs weniger als 2kWh um 1m³ Wasser zu entsalzen. Also könnte man mit 100TWp Mittags je Stunde 50Mrd m³ Meerwasser entsalzen Oder knapp 14 Mio m³ je Sekunde oder so viel wie 330 Kongo flüsse. Mit dem denkbaren PV-Zubau in einem Jahr Wenn man das wirklich Voll und Ganz auf Massenproduktion trimmt. (-> Bierdeckelkalkulation im science fiction modus)
Also an den Ingenieuren wirds nicht liegen die Sahara mit Trinkwasser zu fluten. Ob's die Bleistifte finanziert bekommen?
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 07.09.2018, 16:47

Warum 300 €? seit 2010 steht fest, das nachweislich auch 600 $ je kWp bei 5% Realverzinsung vollkommen ausreichend sein werden, um ein grenzenloses Wachstum zu generieren! * Zumindest, was die Finanzierung betrifft.

*Wurde hier im Forum erarbeitet!

Bei WKA muss man noch beachten, was man haben möchte! Aber auch da sehe ich schon heute gar keine Grenzen des Wachstums. Würde jemand auch nur 1.000 WKA p.A. auf 10 bis 15 Jahre bestellen, wäre der Strom bei ca. 2.500 bis 3.500 VLh unschlagbar günstig . Selbst wenn ab heute kein einziges Kind mehr an der Technik rummacht! *Weiterentwicklung

In 5 Jahren werden wir über unsere Zweifel und Irrungen nur noch lachen.

Die Ökonomie kennt keine Lichtgeschwindigkeit (als Obergrenze) ! *Physik ist eben etwas für Langweiler :lol:

Als ich behaupte habe, das Offshore zur neuen Braunkohle wird! haben mich hier alle ausgelacht! Gibt es nur ein Beispiel in der Geschichte der Großtechnik, das ein Produkt innerhalb eines so Kleinen Zeitraums und so einer kleinen Ausbreitung auch nur ansatzweise diese Produktivitätssteigerung erfahren hat?

Wie hoch war noch mal die Vergütungszusage der jüngsten Projekte?
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