Wo bleibt die Windkraft?

Informationen oder Neuigkeiten außerhalb von PV zum energiepolitischen Tagesgeschehen und der Energiewende

Moderator: Mod-Team

 

5.00 (1 Bewertungen)

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon wschmeiser » 12.08.2018, 10:36

@eba
Aber die etwa 20.000 Arbeitsplätze in der Braunkohleindustrie werden hochsubventioniert und super geschützt


Wie kann man die Tatsachen nur so verdrehen ...

Natürlich kann man sagen, dass man für die Braunkohle die Landschaftszerstörung und Luftverschmutzung bepreisen müsste ... aber das würde dann für jede Art von Industrieflächen und Luftverschmutzung gelten müssen ..... nur sind das halt derzeit für die Braunkohle keine Subventionen.

Ganz anders wie bei der Windkraft, die nicht nur über das EEG sondern auch direkt über Subventionen und Zusatzleistungen für die Ansiedlung im Emsland angelockt wurden .... und halt dann, weil sie wirklich nie wettbewerbsfähig waren und sein werden auch wieder verschwinden.

So war es mit den Klöckner-Stahlwerken an der Weser und vielen anderen subventionierten Industrieansiedlungen und so wird es auch mit dem Gamesa-Windkraftwerk in Cuxhaven passieren.

Gegen den Markt kommt halt keiner an ...... und deshalb werden bei gegebener Zeit auch die Braunkohlekraftwerke verschwinden .... nicht weil die Subventionen auslaufen, sondern weil auch sie wegen zu geringer Betriebszeiten nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können.

Den Markt aus zu schließen war und ist aber so gewollt .... also kein Raum für (be-)klagen.
wschmeiser
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3684
Registriert: 12.04.2011, 21:53
Wohnort: 82418 Murnau
PV-Anlage [kWp]: 18,72
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 12.08.2018, 12:18

Was für eine Grütze!

Die Braunkohle ist nicht subventioniert?
Dann schaue dir mal den Unterschied zwischen Brutto und Netto Stromerzeugung an und deren Behandlung im Bezug auf Abgaben, Steuern, Durchleitungsgebühren etc. .

Auch wird die massive Wasserentnahme bzw. der Eingriff in den Wasserhaushalt nicht in Rechnung gestellt. Würde so ein Tagebau, auch nur 1/ 100 der Summe zahlen müssen, die in Berlin ein Neubau kostet, dann wäre der Strom aus Braunkohle nicht mehr bezahlbar.

Vom Wasserverbrauch der Kraftwerke und der Erwärmung der Flüsse etc. gar nicht zu reden. In der Lausitz hätte die Braunkohle nix gegen den 'Rost' Einrag machen müssen, den ihre Pumpen in den Spreewald etc. einleiten. Das geschah 'freiwillig' und wenn ich mich nicht irre, mit staatlicher Hilfe.

Man darf auch nicht unterschätzen, das die jahrzehntelange Freistellung, der Haftung der Binnen-Schifferei ihren Ursprung im Transport der Braunkohle und Steinkohle auf dem Wasserwege hatte.

Und es gibt da sicher noch viel mehr!

Ich sage ja nicht, das dies falsch war, ich sage ja viel mehr, dass die Onshore und Offshore die Braunkohle ablösen sollen! Das dies in einem sehr stark regulierten Energiemarkt nicht ohne Eingriffe passieren kann, ist logisch!

Es gibt so weit mir bekannt ist, keinen nicht regulierten 'freien' Energiemarkt in einer Region und/ oder in einem Land , welches man als halbwegs entwickelt einstufen kann. FDP Gesülzte sollte man sich verkneifen. Denn diese 'lupenreinen' Marktverfechter, sind doch genau die Pappnasen, die in Brüssel und Berlin Lobbyismus als Hauptbetätigungsfeld betrachten.

Ziemlich irre ist, den Wandel aufzuhalten und dabei die Chance zu verspielen, bei der Windkraft weltweit vorne mitzuspielen.
Selbst das richtige China (Ungleich Rot China) setzt auf Windkraft aus Europa, um die Kernkraft beerdigen zu können (Offshore)
I-Phon gegen Offshore tauschen, - kein ganz dummes Geschäftsmodel für Deutschland!

Aber was soll ich erwarten, du verhältst dich halt, wie jeder BWL mit Abschluss 'genügend' aus Köln, der seine Informationen, aus Welt, Focus & Co. entnimmt, einer Handvoll Clans, deren Interessen diametral den Volkswirtschaftlichen Gesamtinteressen entgegenstehen. In D. hat halt zum Großteil, das untere Mittelmaß das Sagen und 'alle' sind zufrieden. * Frei nach Merkel
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
Benutzeravatar
PV-Berlin
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 14842
Registriert: 30.06.2010, 13:27
Wohnort: Berlin & Rügen
PV-Anlage [kWp]: 1
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon django65 » 12.08.2018, 12:43

wschmeiser hat geschrieben:Wie kann man die Tatsachen nur so verdrehen ...

Natürlich kann man sagen, dass man für die Braunkohle die Landschaftszerstörung und Luftverschmutzung bepreisen müsste ... aber das würde dann für jede Art von Industrieflächen und Luftverschmutzung gelten müssen ..... nur sind das halt derzeit für die Braunkohle keine Subventionen.


du wirst es zwar nicht hören wollen bzw nicht verstehen, aber du solltest bei allem Heiligenschein für die dreckskohle nicht vergessen, daß die RWE für die Flächen die sie noch abzubaggern gedenkt und von denen sie die Leute vertrieben hat auch noch Flächenprämien aus Brüssel kassiert.

Ja du hast richtig gehört der Versorger ist eigentlich ein Dummer Bauer der von Brüssel Subventionen kassiert und von so jemand erwartest Du Entscheidungen die zum wohle des Deutschen Volkes sind?

Übrigens ist dein versteckter Neid total unangebracht. Wer um die Ecke denken und wie beim Schach wenn - dann Überlegungen anstellen kann der ist im Vortei und hat damals in die Windkraft investiert.

Wer zu feige war etwas zu für die Zukunft Deutschlands zu "riskieren" braucht heute nicht dagegen plärren nur weil er zu spät gekommen ist.



Django
Zuletzt geändert von django65 am 12.08.2018, 12:46, insgesamt 1-mal geändert.
Luschenpraktikant L 2
1000er Jäger
JK 8 , D 1
django65
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 2764
Registriert: 24.10.2013, 21:57
PV-Anlage [kWp]: 9
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon wschmeiser » 12.08.2018, 12:45

django65 hat geschrieben:
wschmeiser hat geschrieben:Wie kann man die Tatsachen nur so verdrehen ...

Natürlich kann man sagen, dass man für die Braunkohle die Landschaftszerstörung und Luftverschmutzung bepreisen müsste ... aber das würde dann für jede Art von Industrieflächen und Luftverschmutzung gelten müssen ..... nur sind das halt derzeit für die Braunkohle keine Subventionen.


du wirst es zwar nicht hören wollen bzw nicht verstehen, aber du solltest bei allem Heiligenschein für die dreckskohle nicht vergessen, daß die RWE für die Flächen die sie noch abzubaggern gedenkt und von denen sie die Leute vertrieben hat auch noch Flächenprämien aus Brüssel kassiert.

Ja du hast richtig gehört der Versorger ist eigentlich ein Dummer Bauer der von Brüssel Subventionen kassiert und von so jemand erwartest Du Entscheidungen die zum wohle des Deutschen Volkes sind? Django


Warum sollte ich das nicht hören wollen. Es wundert mich nicht einmal.

Das Problem ist aber nicht die RWE sondern die EU, die landwirtschaftlichen Subventionen etc. ...... nur, was mich dann wundert sind halt die EEG-Subventionen .... die nun halt gut sind! Jeder halt nach seiner Facon.
wschmeiser
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3684
Registriert: 12.04.2011, 21:53
Wohnort: 82418 Murnau
PV-Anlage [kWp]: 18,72
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon django65 » 12.08.2018, 12:58

wschmeiser hat geschrieben:was mich dann wundert sind halt die EEG-Subventionen .... die nun halt gut sind! Jeder halt nach seiner Facon.


Wieder Äpfel mit Pflaumen.

Du tust immer so als wenn dich das EEG an den Rand des Ruins bringt obwohl du doch auch davon provitierst.

Aber du "Deutscher Gartenzwerggärtner" hast es noch immer nicht kapiert und eigentlich ist es ja "Perlen vor die Säue"

Das Deutsche EEg hat bewirkt, daß diePV heute auch für Schwellenländer bezahlbar ist. Daß unsere Regierung die Zukunft verpennt und andere Länder die Chanche sehen und sie nützen lasse ich mir nicht ankreiden denn ich habe diese Volksverräter die letzten 4 Wahlen nicht unterstützt. Bei dir bin ich mir da nicht so sicher denn du willst ja keine Veränderung und somit keinen Fortschritt. => Stillstand ist Rückschritt.

Django
Luschenpraktikant L 2
1000er Jäger
JK 8 , D 1
django65
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 2764
Registriert: 24.10.2013, 21:57
PV-Anlage [kWp]: 9
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon wschmeiser » 12.08.2018, 13:13

@django65
Daß unsere Regierung die Zukunft verpennt .....


oder verspielt ......!

Und Windräder gab es schon lange in anderen Ländern, bevor man in D mit dem EEG angefangen hat.

Und Du vergisst einen weiteren wesentlichen Aspekt: die niedrigen Zinsen, die automatisch einen positiven Effekt bei einer kapitalintensiven Energieerzeugung wie Wind und PV mit sich bringen.

Der Windradboom wäre so oder so gekommen .... vielleicht nicht ganz so schnell, aber keinen Fall so überfördert und teuer wie in D.
wschmeiser
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3684
Registriert: 12.04.2011, 21:53
Wohnort: 82418 Murnau
PV-Anlage [kWp]: 18,72
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 12.08.2018, 13:45

Ich bin ja alt genug und kann mich an den Schrott in Kalifornien noch erinnern. Also an den ersten großen Boom !
Ganz doof gelaufen, denn die Art der Förderung dieser WKA hat zu was geführt?

Richtig, der Ertrag war halb so wichtig, denn die 'übliche' Steuergutschrift war primär wichtiger, so das die Dinger kaum auf effizient gebaut wurden und recht bald auch nicht mehr gewartet wurden, was in den USA eh dank Null Handwerk nicht verwundert. Da waren dann WKA Regionen gesperrt worden, bis die Dinger umgefallen sind!

Da das Deutsche EEG eben Deutsch war, kam erst mit dem EEG der Boom der WKA !

Wer sich mit dem Thema beschäftigt, z.B. an der Entwicklung der Enercon , würde dazu etwas zu schreiben können und nicht wieder mal nur Grütze absondern.

Aber zwei Phrasen Halbsätze wirken so schön kritisch & gescheit!
Da kann man sich besser fühlen! * halt typisch ....
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
Benutzeravatar
PV-Berlin
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 14842
Registriert: 30.06.2010, 13:27
Wohnort: Berlin & Rügen
PV-Anlage [kWp]: 1
Info: Betreiber

Vorherige

Zurück zu Energiepolitik | Energiewende



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste