Wo bleibt die Windkraft?

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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon wschmeiser » 13.06.2018, 16:53

Ulenspiegel hat geschrieben:Das Projekt liefert doch extrem gute Perspektive für das investierte Geld. Nur weil du in einigen Bereichen Schwierigkeiten hast, über deinen Tellerrand zu schauen, müssen wir anderen doch nicht an demselben Problem leiden. :-)


Woher weißt Du, dass die Perspektive für das investierte Geld extrem gut ist?

Kennst Du den investierten Betrag? Die zukünftigen Mehrkosten?

Warum unterstellst Du mir einen Tellerrand? Tue ich bei Dir doch auch nicht.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon bimon » 13.06.2018, 17:30

Ulenspiegel hat geschrieben:Bimon,

viele Anwendungen erfordern sehr tiefe Temperatur, um Supraleitung zu erzielen oder zu erhalten, deshalb Helium. Es gibt andere Anwendungen mit Materialien, die sind supraleitend bei höheren Temperaturen, dann nimmt man natürlich eine Kühlmittel, dass billiger ist als Helium. Es macht z.B. einen extremen Unterschied, ob (hohe) Stromstärken und gleichzeitig starkes Magnetfeld erforderlich sind, siehe NMR-Spektrometer als Extremfall, sie werden immer noch mit Helium gekühlt.

Supraleitende Stromtrassen im 100000- 100000 V Mittelspannungsbereich werden dagegen schon mit Stickstoff realisiert.

Mit flüssigem Stickstoff könnte man zudem sehr einfach einen Puffer für Kompressorausfall und stillstehende Turbine schaffen.

Also habe ich das alles schon richtig verstanden. Aber schön, dass du das noch mal für die Allgemeinheit schreibst ;) Heißt also, dass die schon mit dem arbeiten, was technisch und wirtschaftlich möglich ist. Hoffen wir, dass man bald Supraleiter finden, die 1. für die Anwendung nutzbar sind und 2. bei noch höheren Temperaturen arbeiten, sodass wir dann bei den Stromdichten auch mit Stickstoff hinkommen. Wobei das Helium preislich vielleicht auch nicht so relevant ist wie bei langen Stromtrassen. Ich weiß da kann man sich verschätzen, kann es aber gerade nicht adäquat nachrechnen, darum auch "vielleicht". Aber so ein Unterschied von 50 Grad sollte dann doch ein wenig Kühlleistung einsparen.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon GEST » 13.06.2018, 17:40

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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon bimon » 13.06.2018, 20:43

Das ist dann aber eher ein Thema für den Netzausbau-Thread.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 13.06.2018, 23:47

Es geht da mit hoher Wahrscheinlichkeit um Generatoren an Getrieben, Was auch nachvollziehbar ist, denn die Baugröße ist ganz anders als die der Enercon Generatoren (Ring) . Die Getriebe benötigen meist eh eine Klimaanlage (steht auf der WKA) ,

Stickstoff klingt nur 'Billig' , wen ich den normalen N verwenden kann. Sollte ich 5.0 oder 5.5 verwenden müssen, geht das richtig ins Geld!

Der Theoretische Ansatz ist nicht neu! Um 1990 bis 1995 gab es diverse Forschungsprojekt zum e-Antrieb in Automobilen. Dort war es der geringe Akkubedarf dank WG von 99% der Antrieb-Motoren.

Ich sehe ganz andere Werkstoffe kommen die man so noch nicht auf dem Schirm har (Fertigungs-Probleme)
Z.B. Graphit (Monokristline Formen) Aber da wird nicht etwas Wasser die Havel & Spree runterfließen. Es geht um die Generation nach den GE WKA mit 12 bis 15 MWp je WKA (25 MW plus)
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Ulenspiegel » 14.06.2018, 06:01

Du würdest die Anlage in zwei Schichten aufbauen, den Kern mit dem guten Stickstoff, die Kühlung drumherum mit dem einfachen; Unterschied zu He ist, dass kein großer Temperaturunterschied zwischen innerer Schicht und äußerer besteht, also nicht das innere viel gepumpt werden muss und einfach lange auf Temperatur gehalten werden kann, wenn der Kompressor ausfällt.

BTW: Der Unterschied zwischen Helium und Stickstoff gleicher Qualität ist rund Faktor 12 für mich als Kunde. :-)
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Ulenspiegel » 14.06.2018, 06:05

wschmeiser hat geschrieben:
Ulenspiegel hat geschrieben:Das Projekt liefert doch extrem gute Perspektive für das investierte Geld. Nur weil du in einigen Bereichen Schwierigkeiten hast, über deinen Tellerrand zu schauen, müssen wir anderen doch nicht an demselben Problem leiden. :-)


Woher weißt Du, dass die Perspektive für das investierte Geld extrem gut ist?

Kennst Du den investierten Betrag? Die zukünftigen Mehrkosten?

Warum unterstellst Du mir einen Tellerrand? Tue ich bei Dir doch auch nicht.



Sorry, wir reden über einen Prototypen, das bedeutet man hat schon einen weiten Weg zurückgelegt.

Deinen Einstellung zu Forschung ist dumm, du hast absolut kein Gefühl dafür, was Firmen an Geld investieren müssen, um vorne mit zu schwimmen, das meiste funktioniert nicht, stirbt schon im Labor. Ins Technikum zu kommen, Prototyp zu entwickeln ist schon sehr gut. Es gibt Hidden Champions, die wenden 10% ihres UMSATZES für R&D auf.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Kallenpeter » 20.06.2018, 18:34

Vor ein paar Seiten ging es hier ja schonmal um den asiatischen Offshore Markt, vor allem um Taiwan. Hier etwas aus Südkorea und China:

Südkorea plant bis 2030 18GW Windkraft, vieles (das meiste?) davon offshore. Bis 2025 will man 5,5 GW offshore installiert haben. Zur Zeit sind es nur ein paar demonstrationsanlagen. Wie in Taiwan sind auch hier europäische Firmen vorne mit dabei (Siemens Gamesa, Orsted...)

China holt gerade sehr schnell auf dem offshore Markt auf. Bei Onshore ist man ja schon lange Installationsweltmeister. Bis 2027 will man 18GW offshore installiert haben. D.h. von 2022 an jährlich 3GW. Wie üblich spielen ausländische Firmen keine große Rolle.

https://www.greentechmedia.com/articles ... iversifies



Schön zu sehen wie schnell sich das Bild weltweit geändert hat und das Europa es geschafft hat Wegbereiter für die ganze Welt zu sein :-)
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Henning_PV » 20.06.2018, 19:21

und so war die Diskussion vor 7 Jahren
https://web.archive.org/web/20120107220 ... 44716.html
Eine etwas spinnerte Idee der Grünen im Zuge vom Atomausstieg1 der aber von der CDU ohne Einschränkung weitergeführt wurde.

Siemens Gamesa ist ja nur die Spitze der Wertschöpfungskette in Deutschland (z.B. in Cuxhaven mehr als 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen im Zeitraum 2016 bis heute.) https://www.iwr.de/news.php?id=30735 Siemens Gamesa ist immer noch mit Abstand weltweit weit vorne.
Die meisten (Export) Arbeitsplätze sind dann Zulieferer z.B. FAG, Schaeffler für Lager usw usw und die meisten Arbeitsplätze in Deutschland sind dann in der Installation und im Service.

Wie bei der PV - von einer unverstandenen und wenig akzeptierten Idee zu einem Erfolgsmodell in wenigen Jahren.
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