Wo bleibt die Windkraft?

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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Kallenpeter » 13.06.2018, 08:57

Sicherlich wird man sowas auch Onshore einsetzen, aber ich glaube Flächendeckend ist das nur für offshore interessant. Denn bei Onshore kommen ja ein paar mehr Probleme zum tragen: Mehr Leistung geht Zwangsweise mit höheren Türmen und größerem Rotordurchmesser einher. Das beflügelt Wutbürger mehr bei Ihren Protesten. Außerdem braucht größere Kräne zur Installation und mehr Platz, was Onshore deutlich schwieriger ist. Und die notwendige permanente Kühlung fällt ja um so mehr ins Gewicht, je geringer die Volllaststunden sind. Und bei Onshore sind sie geringer.

Aber wer kann das schon genau vorhersehen, vielleicht wird es auch nie kommen, weil man bessere Alternativen findet......
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon CaptainPicard » 13.06.2018, 09:02

Wenn die Generatoren immer gekühlt werden müssen, auch wenn sie nicht laufen, würden dann nicht Windkraftwerke gerade in windstillen Zeiten kostbaren Strom verbrauchen und etwa die berühmte Dunkelflaute noch problematischer machen?
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon hfrik » 13.06.2018, 09:31

Kallenpeter hat geschrieben:Sicherlich wird man sowas auch Onshore einsetzen, aber ich glaube Flächendeckend ist das nur für offshore interessant. Denn bei Onshore kommen ja ein paar mehr Probleme zum tragen: Mehr Leistung geht Zwangsweise mit höheren Türmen und größerem Rotordurchmesser einher. Das beflügelt Wutbürger mehr bei Ihren Protesten. Außerdem braucht größere Kräne zur Installation und mehr Platz, was Onshore deutlich schwieriger ist. Und die notwendige permanente Kühlung fällt ja um so mehr ins Gewicht, je geringer die Volllaststunden sind. Und bei Onshore sind sie geringer.

Aber wer kann das schon genau vorhersehen, vielleicht wird es auch nie kommen, weil man bessere Alternativen findet......

Wobei man heute bei vernünftiger Planung nicht mehr mit Raupenkran und riesiger Schotterwüste aufbaut, sondern mit Turmdrehkran auf winzigem Grundstück. Ansonsten sind die Riesen leiser und optisch mit der langsamen Drehung viel unaufgeregter. Man kann auch sagen majestätisch.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Kallenpeter » 13.06.2018, 09:39

hfrik hat geschrieben:Ansonsten sind die Riesen leiser und optisch mit der langsamen Drehung viel unaufgeregter. Man kann auch sagen majestätisch.

Da gebe ich dir recht. Ich finde jede WKA schön, sind für mich ein Zeichen von Fortschritt. Leider sehen CDU- und CSU-Bauern das anders


CaptainPicard hat geschrieben:Wenn die Generatoren immer gekühlt werden müssen, auch wenn sie nicht laufen, würden dann nicht Windkraftwerke gerade in windstillen Zeiten kostbaren Strom verbrauchen und etwa die berühmte Dunkelflaute noch problematischer machen?

Ob man jetzt 80GW oder 80,4GW an gesicherter Leistung vorhalten muss... sehe ich jetzt nicht das Problem.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon bimon » 13.06.2018, 09:53

hfrik hat geschrieben:
Kallenpeter hat geschrieben: Ansonsten sind die Riesen leiser und optisch mit der langsamen Drehung viel unaufgeregter. Man kann auch sagen majestätisch.

Da kann ich nur zustimmen. Das wird in der politischen Realität aber nicht berücksichtigt. Da gibt es nun mal Abstandsregeln in Abhängigkeit von der Höhe etc.. Da müssten erst mal dicke Bretter gebohrt werden, bis das bei CDU/CSU/FDP ankommt.
Ulenspiegel hat geschrieben:Die Temperatur, die schon eine deutliche Vereinfachung bringen würde, ist der Siedepunkt von flüssigem Stickstoff, also -195,8 °C.

Das macht es ja vor allem günstiger, weil man auf Helium verzichten kann.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Ulenspiegel » 13.06.2018, 11:23

Kallenpeter hat geschrieben:Sicherlich wird man sowas auch Onshore einsetzen, aber ich glaube Flächendeckend ist das nur für offshore interessant. Denn bei Onshore kommen ja ein paar mehr Probleme zum tragen: Mehr Leistung geht Zwangsweise mit höheren Türmen und größerem Rotordurchmesser einher. Das beflügelt Wutbürger mehr bei Ihren Protesten. Außerdem braucht größere Kräne zur Installation und mehr Platz, was Onshore deutlich schwieriger ist. Und die notwendige permanente Kühlung fällt ja um so mehr ins Gewicht, je geringer die Volllaststunden sind. Und bei Onshore sind sie geringer.

Aber wer kann das schon genau vorhersehen, vielleicht wird es auch nie kommen, weil man bessere Alternativen findet......


Das ist so falsch. Die derzeitige Turmhöhe von 150 Metern ist ausreichend, besonders in Küstennähe. Schau dir die Enercon E-126 an. Problem ist die Generatorgröße und -masse. Die können offshore leichter bewegt und aufgebaut werden. Mit einem leichteren Generator kannst du wieder größere Leistung mit weniger Schwierigkeiten onshore installieren.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Ulenspiegel » 13.06.2018, 11:28

bimon hat geschrieben:
hfrik hat geschrieben:
Kallenpeter hat geschrieben: Ansonsten sind die Riesen leiser und optisch mit der langsamen Drehung viel unaufgeregter. Man kann auch sagen majestätisch.

Da kann ich nur zustimmen. Das wird in der politischen Realität aber nicht berücksichtigt. Da gibt es nun mal Abstandsregeln in Abhängigkeit von der Höhe etc.. Da müssten erst mal dicke Bretter gebohrt werden, bis das bei CDU/CSU/FDP ankommt.
Ulenspiegel hat geschrieben:Die Temperatur, die schon eine deutliche Vereinfachung bringen würde, ist der Siedepunkt von flüssigem Stickstoff, also -195,8 °C.

Das macht es ja vor allem günstiger, weil man auf Helium verzichten kann.


Es wird wahrscheinlich flüssiger Wasserstoff (Siedepunkt 20K) genommen, Helium wäre teurer und versorgungstechnisch ein höheres Risiko.

Stickstoff hätte den Vorteil, der er aus der Luft billig vor Ort gewonnen werden kann und ein Tank eine billige Bevorratung für den Ausfall der Verflüssigungsanlage ermöglicht.
Zuletzt geändert von Ulenspiegel am 13.06.2018, 11:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Kallenpeter » 13.06.2018, 11:33

Ulenspiegel hat geschrieben:Das ist so falsch. Die derzeitige Turmhöhe von 150 Metern ist ausreichend, besonders in Küstennähe. Schau dir die Enercon E-126 an. Problem ist die Generatorgröße und -masse. Die können offshore leichter bewegt und aufgebaut werden. Mit einem leichteren Generator kannst du wieder größere Leistung mit weniger Schwierigkeiten onshore installieren.


Bist du dir sicher das man ausreichend mehr Leistung bekommt ohne den Rotordurchmesser zu vergrößern?
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Ulenspiegel » 13.06.2018, 11:43

Kallenpeter hat geschrieben:
Ulenspiegel hat geschrieben:Das ist so falsch. Die derzeitige Turmhöhe von 150 Metern ist ausreichend, besonders in Küstennähe. Schau dir die Enercon E-126 an. Problem ist die Generatorgröße und -masse. Die können offshore leichter bewegt und aufgebaut werden. Mit einem leichteren Generator kannst du wieder größere Leistung mit weniger Schwierigkeiten onshore installieren.


Bist du dir sicher das man ausreichend mehr Leistung bekommt ohne den Rotordurchmesser zu vergrößern?



Du nimmst den 141 Meter Rotor und baust ihn an einen 6-7 MW Generator anstatt an 4 MW Generator, wäre nette Turbine, die ein breiteres Einsatzspektrum als die alte E-126 hätte und logistisch einfacher wäre.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon hfrik » 13.06.2018, 12:13

Ulenspiegel hat geschrieben:
Kallenpeter hat geschrieben:Sicherlich wird man sowas auch Onshore einsetzen, aber ich glaube Flächendeckend ist das nur für offshore interessant. Denn bei Onshore kommen ja ein paar mehr Probleme zum tragen: Mehr Leistung geht Zwangsweise mit höheren Türmen und größerem Rotordurchmesser einher. Das beflügelt Wutbürger mehr bei Ihren Protesten. Außerdem braucht größere Kräne zur Installation und mehr Platz, was Onshore deutlich schwieriger ist. Und die notwendige permanente Kühlung fällt ja um so mehr ins Gewicht, je geringer die Volllaststunden sind. Und bei Onshore sind sie geringer.

Aber wer kann das schon genau vorhersehen, vielleicht wird es auch nie kommen, weil man bessere Alternativen findet......


Das ist so falsch. Die derzeitige Turmhöhe von 150 Metern ist ausreichend, besonders in Küstennähe. Schau dir die Enercon E-126 an. Problem ist die Generatorgröße und -masse. Die können offshore leichter bewegt und aufgebaut werden. Mit einem leichteren Generator kannst du wieder größere Leistung mit weniger Schwierigkeiten onshore installieren.

Wobei ich MAx Bögel so verstehe, dass es bis 200m NAbenhöhe mit Turmdrehkran kein wirkliches Problem gibt, wenn das von Turmhöhe/Rotordurchmesser / Ertrag zusammenpasst.
Die Riesen haben auch den Vorteil dass sich in sachen Fledermäuse und Vögel die überweigenden Bewegungen unter 100m Höhe abspielen. Eine noch auf dem Markt zu kommende Anlage mit z.B. 180m Nabenhöhe und 160m Rotordurchmesser würde sich da komplett "raushalten" (GE plant in der Region). Dazu noch die mögliche "Luftraumüberwachung" zum erkennen relevanter Vögel und Fledermäuse zum abschalten, und viele aus Naturschutzgründen aktuell nicht nutzbare Standorte wären problemlos nutzbar.
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