Wo bleibt die Windkraft?

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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon hfrik » 18.05.2018, 09:03

MAn kann es so vielleicht besser formulieren: Je Anlage kann man mit den heute möglichen Türmen und ROtorblättern Offshore viel mehr GWh je Jahr produzieren als Onshore. Eine hypothetische 30MW Offshore Anlage mit 5000VLh würde je Stück 0,15 TWh produzieren im Jahr. Eine Onshoreanlage mit 3 MW und nur 2000VLh kommt hingegen nur auf 6 GWh, d.h. man muss viel mehr davon anfahren und unterhalten.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Ulenspiegel » 18.05.2018, 10:51

PV-Berlin hat geschrieben:Okay, das Thema Nötigung und Erpressung, nach dem Fall der "Schutzmacht" SU muss ich nicht weiter ausführen. Die Gelegenheit wäre aber günstig, auf Gas Importe schrittweise zu verzichten. Die Nordstream 2 schreibt die Geschichte des Irrwegs (sauberes Gas) fort und behindert massiv die Sektorenkopplung.

meinetwegen können die so viel Gas , Steinkohle und Öl importieren wie sie wollen! Nur dann bitte volle Lotte EEG Umlage da 100% Primärenergie + 100% Importenergie = der Wahnsinn hoch zwei

Warum ausgerechnet die CSU den Teppich für Gas (GuD) auslegt, erklärt sich weder im Namen, noch in der Aussage der angeblichen wirtschaftlichen Kompetenz oder gar der Aussage, wie wollen das Bayern vorne ist.


Da in beiden Fällen, mit Nord Stream 2 oder ohne, in den nächsten Jahren dieselbe Gasmenge importiert würde, sehe ich dein Argument nicht.

Der grundlegende Unterschied ist, dass Ukraine und Polen mit Nordstream 2 kein Druckmittel mehr in der Hand haben und die Ukraine in Zukunft für das Gas voll bezahlen muss. Dass sich Nordstream sehr schnell rechnet, ist ein direktes Resultat der ukrainischen "Entnahme- und Gebührenpolitik".

Dass die USA gerne weiter eine unsichere Leitung durch die Ukraine sehen möchten, ist verständlich, muss aber nicht hohe Priorität in der deutschen Außenpolitik haben.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon hfrik » 18.05.2018, 11:17

Ulenspiegel, Du übersiehst dass die Ukraine praktisch ein Gas mehr aus Russland kauft.
Die Ukraine hat den Gasverbrauch spürbar gesenkt, bezieht den überwiegenden Teil aus eigenen Quellen, und den Rest als Rückimporten aus der EU.
Es scheint aber noch gültige Lieferverträge mit Russland zu geben, die Russland anscheinend nicht erfüllt, da wurde eventuell Gazprom schon zu 2,56 Mrd $ Schadensersatzzahlung n die Ukraine bzw. deren Gasunternehmen verurteilt wurde: http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 27314.html
Das könnte dazu führen das russisches Gas bei Grenzübertritt nach D beschlagnahmt und versteigert wird.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 18.05.2018, 11:57

Buck Rogers hat geschrieben:Du willst es einfach nicht verstehen, oder? 8) Man kann eine WKA immer und egal wo so auslegen das sie 24/7 zu 99,9%% ausgelastet ist wenn man nur den Generator klein genug macht - und man vollkommene Windstille mal ignoriert. Oder gibt es etwas anderes auf das du damit (Vlh) hinaus willst ?


= inkompatible Tatsachenbehauptung


Sicher wird das mal wieder total überheblich klingen:

Was du dir mühselig aneignen musstest, fliegt in unseren Familie jedem einfach zu!
An wie vielen WKA bist du beteiligt oder warst beteiligt?

An der A20 stehen auch Schwachwindanalagen von Enercon ! Nur in einer Welt, in der die Strukturen des Strommarktes so gestrickt sind, das es zu keiner Sektorenkupllung kommen kann, 'lohnt' es 'Standorte' wegzuwerfen (Potential)

Meinst du wirklich, deine Schwachwindanlage dreht noch, wenn die 'normale' schon steht?

Bei offshore WKA wäre es vollkommen irre, auf Schwachwind zu machen, denn nicht der Schwachwind ist das 'Problem' sondern Windstärken oberhalb von x (das entwickelt sich grade rasant)

Die Anlagen werden in Summe nur an < 500 h im Jahr gar keinen Strom liefern ! Vielleicht verstehst du das!

Aber jeder darf sein Geld so investieren, wie er meint, das es sinnvoll ist!

*Sollte die EU aufwachen, wird der Strompreis selbst bei Sonne + Windstärke 5 in ganz Europa, oberhalb von 4 Cent liegen.

Aber im Moment holen wir uns ja lieber auch noch Fracking Gas von Trump! Die EU macht alles richtig Putin und Trump als Garant für eine europäische Energie und Wirtschaftspolitik! Das verwundert mich schon gar nicht mehr.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Ulenspiegel » 18.05.2018, 13:49

hfrik hat geschrieben:Ulenspiegel, Du übersiehst dass die Ukraine praktisch ein Gas mehr aus Russland kauft.
Die Ukraine hat den Gasverbrauch spürbar gesenkt, bezieht den überwiegenden Teil aus eigenen Quellen, und den Rest als Rückimporten aus der EU.
Es scheint aber noch gültige Lieferverträge mit Russland zu geben, die Russland anscheinend nicht erfüllt, da wurde eventuell Gazprom schon zu 2,56 Mrd $ Schadensersatzzahlung n die Ukraine bzw. deren Gasunternehmen verurteilt wurde: http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 27314.html
Das könnte dazu führen das russisches Gas bei Grenzübertritt nach D beschlagnahmt und versteigert wird.


Ukraine hat in der Vergangenheit einfach einen guten Teil des Bedarfs abgezweigt, Russland konnte dagegen nichts machen. Mit Nord Stream 2 ist die Pipeline durch die Ukraine überflüssig. Damit gewinnen Russland und Deutschland strategische Freiheit. Die Ukraine zahlt nun mit EU Geld einen Teil der Rückimporte, wenn ich das richtig verstehe.

Wenn es nur darum gegangen wäre, Russland Schwierigkeiten zu machen, dann wäre es das einfachste gewesen, auf Nord Stream 2 zu verzichten. Für Deutschland wäre dann aber dei Situation entstanden, dass Erpressungsversuche durch die Ukraine uns direkt treffen, wieweit eine Eskalation im Interesse der USA wären, kann sich jeder überlegen.

Der Punkt ist, bei ca. 2 Milliarden EUR Einsparungen pro Jahr war die neue Pipeline spottbillig.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon hfrik » 18.05.2018, 15:49

Naja, Russland hat behauptet, dass die Ukraine Gas abgezweigt hat. Dabei gabe zum Teil Abzweigen, zum Teil gab es undichtigkeiten, manchmal hat Russland soweit ich mich erinnere aber auch Gas das für die Verdichterstationen für den Transport benötigt wird, und von Russland zu tragen war als Abgezweigt deklriert, oder auch frei erfunden.
Deswegen kam im Schidsgerichstverfahren ja auch eine Zahlung von Russland an die Ukraine heraus, und nicht umgekehrt.
In D wird aber von den meisten immer die russische Schilderung geglaubt - dem ist das SChiedsgericht nicht gefolgt, im Gegenteil.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Ulenspiegel » 18.05.2018, 17:36

Ich habe als Quelle eine Arbeit (Dissertation)eines Franzosen, der seine Ergebnisse vor einigen Jahren auf der European Tribune diskutiert hat, da sah es mehr wie Erpressung und langjährigen Diebstahl durch die Ukraine aus. Wenn es keinen Diebstahl gegeben hätte, warum sollte Russland noch einmal in eine Pipeline investieren?

Ändert aber nichts an der grundsätzlichen russischen Entscheidung, die Gebühren deutlich sinnvoller anzulegen, dagegen kann die Ukraine nichts machen. Die deutsche Position wird auch besser.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Buck Rogers » 18.05.2018, 19:11

hfrik hat geschrieben:MAn kann es so vielleicht besser formulieren: Je Anlage kann man mit den heute möglichen Türmen und ROtorblättern Offshore viel mehr GWh je Jahr produzieren als Onshore. Eine hypothetische 30MW Offshore Anlage mit 5000VLh würde je Stück 0,15 TWh produzieren im Jahr. Eine Onshoreanlage mit 3 MW und nur 2000VLh kommt hingegen nur auf 6 GWh, d.h. man muss viel mehr davon anfahren und unterhalten.


Da kann man aber sinnvollerweise andere Bezugswerte herstellen. Am ehesten z.B. die mittlere Windgeschwindigkeit - oder z.B. die für die geerntete Energie (GWh/a) verbrauchte Grundfläche (km^2) und/oder dafür entstandene Kosten. Eben nicht als Bezugswert die Nennleistung der Anlage. VLh sind nur ein Ergebnis der jeweiligen Anlagenauslegung - ich kann doch mit zwei unterschiedlichen Anlagen an ein und der selben Stelle 1000 oder 5000 VLh im Ergebnis sehen. An einen z.B. 3MW Generator kann man Rotorblätter unterschiedlicher Auslegung hängen (unabhängig davon das der Generator bei gleicher Nennleistung noch unterschiedlich ausgelegt ist / sein kann). Ob am Ende volkswirtschaftlich oder für den Anlagenbetreiber das beste Ergebnis bei raus kommt, im Idealfall für beide, steht auf einem anderen Blatt.
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 19.05.2018, 08:52

Ein Spreizung von 1.000 zu 5.000 VLh ist nicht nur vollkommender Blödsinn, sie kann weder Wirtschaftliche noch VW eine sinnvolle Lösung sein. Aber 'Piloten' , die nicht mal einen Flughafen gesehen haben, werden es schon wissen.

Das in Moment an einigen Standorten die WKA Dichte zu hoch ist, kann man ahnen. Deshalb sollte auch größere Anlagen mit entsprechenden Abständen gebaut werden. Fakt ist, das fast alle Projekte, die nach oben genanten Parametern realisiert wurden, für die Anleger ein Reinfall sind. Oder stellt mir hier jemand ein öffentliches Angebot (Prospekt) rein, das nach 5 Jahren Realisierung, dann noch immer nahe der Prognose ist?

Die Fehler wiederholen sich, bzw. die dummen Anleger bestimmen den Kurs! Wir hatten ja schon mal einen richtigen Boom bei WKA ! Was ist aus den vielen Anleger geworden? Sind sie alle reich? Wurden die WKA durch bessere ersetzt? Oder was ist passiert?

Zuerst gehört verboten, das WKA Investment (auch PV) in Fonds ahnungslosen Kleinanlegern verkauft werden darf! Die dann nicht mal begreifen, das 200% Ausschüttung ein herber Verlust sind! Wie ich schon länger behaute, alles über Klasse 4 ist rausgeschmissenes Geld (für 90% der Bevölkerung)
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Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 19.05.2018, 09:04

Der Gaskonflickt ist nicht neu (Ukraine und Polen) ! Logisch, das diese beiden wirtschaftlich extrem schwachen Ländern Russland ausgeraubt haben! Was man heute am Rhein bewundern kann (Burgen) wollten sie auch. Das Russland sich dann auch nicht mehr an Abmachungen halten konnte , ganz klare Sache!

Was man gut an dem Konflikt festmachen kann ist, das Russland trotz extremer Übervorteilung seine militärischen Möglichkeiten nicht mal angedroht hat. Das würde der US Admin niemals passieren können.

Wer die Zeche im wesentlichen am Ende bezahlt hat, sollte aber auch klar sein , oder?

Wenn Nordstream 2 kommt, wird festgeschrieben sein, das wir ganz hinten stehen werden, beim Umbau auf die EE. Damit wird unsere Industrie vom Platz an der Sonne, zum zweiten UK werden!

Ich hätte ein Kompromiss! Auf den Importanteil Gas, die EEG Umlage draufhauen. Damit wäre sie beim Strom deutlich < 3 Cent und die Wettbewerbsverzerrung zwischen Strom und Gas, wäre etwas gemildert (Wärmemarkt)

Wie viel WKA Leistung müsste in Europa installiert sein, das bei nahe 90% (auch utopisch) Nennleistung der Wärmemarkt diese Leistung nicht aufnehmen kann? Man beachte! Leistung und Energiemenge hängen wie zusammen?
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