Wo bleibt die Windkraft?

Informationen oder Neuigkeiten außerhalb von PV zum energiepolitischen Tagesgeschehen und der Energiewende

Moderator: Mod-Team

 

5.00 (1 Bewertungen)

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Ulenspiegel » 16.05.2018, 12:50

PV-Berlin hat geschrieben:Ich sehe im Moment eher Stagnation bei Enercon, denn bei Offshore wollen sie immer noch nicht mitmachen und die Gewinnentnahmen sind schon heftig! Der Sohn ist ja auch nur ein BWL und die Stiftung?




Blöde Frage. Wie hoch ist die Gewinnentnahme? Was wird - um einen relevanten Vergleich zu haben - bei einer Aktiengesellschaft wie Vestas als Dividende ausgeschüttet?
Ulenspiegel
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1802
Registriert: 09.03.2012, 09:17
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 16.05.2018, 13:19

WKN: 878380 / ISIN: US92276F1003
Symbol: VTR

Ventas ist ein blödes Beispiel, wie du selbst wissen wirst. Ventas
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
Benutzeravatar
PV-Berlin
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 15322
Registriert: 30.06.2010, 13:27
Wohnort: Berlin & Rügen
PV-Anlage [kWp]: 1
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Ulenspiegel » 16.05.2018, 14:45

Es war Vestas. :-)
Ulenspiegel
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1802
Registriert: 09.03.2012, 09:17
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon bimon » 16.05.2018, 16:13

Ulenspiegel hat geschrieben:Wenn du dir die Homepage von Enercon ansiehst, dann stellst du fest, dass die E-126 EP8 nicht mehr aufgeführt wird. Das sagt natürlich streng genommen nicht, dass es sie nicht mehr gibt, ist aber seltsam und deutet darauf hin.

Ja, ich stelle das auch nicht in Frage und habe das natürlich auch gesehen. Quellen interessieren mich aber immer.

Da habe ich jetzt ein Beispiel gefunden, bei dem wohl sogar der Bebauungsplan deswegen geändert werden musste. Statt E-126, E-138 EP3.

https://www.mz-web.de/salzlandkreis/ueb ... r-30071916

Da wird zwar von 4,2 Megawatt E-126 gesprochen, aber die ist ja noch erhältlich. Verlinkt ist auch die "EP8".

Interssanterweise ist die E-138 EP3 allerdings für IIIA, wohingegen die alte E-126 für IA war und E-126 EP4 nur für IA/IIA.

PV-Berlin hat geschrieben:Ja , die Maschine ist gewaltig! Aber die macht ja auch gewaltig viel Strom! Die Berliner Entwickler (ich kenne da einige persönlich) investieren ungern bis gar nicht, in Anlagen < 4 MWp besser > 4,5 MWp (Deutschland, Dänemark etc.)

Dazwischen ist Enercon ja auch vertreten. Siemens Gamesa hatte mal ein 5 MW--Getriebemodell im Angebot, jetzt nicht mehr. Nordex bringt jetzt 4,8 MW mit Getriebe für Starkwind und GE ebenso 4,8 MW mit Getriebe für mittlere bis schwächere Windstandorte und riesigem Rotor. Also ist Konkurrenz da jetzt auch nicht in ganz anderen Sphären.

Hier noch ein Artikel zu Enercon: https://www.erneuerbareenergien.de/deut ... 434/107855
Es geht mehr um die neue EP3-Plattform, aber da wird schon sehr hervorgehoben, was man für Logisitkverbesserungen hat. Man schwenkt auch auf einteilige und schlankere Blätter zurück, neues Wicklungsdesign(Alu-Formspulen). Starke Senkung der Masse des Turmkopfs "Standard-Azimut-Motoren können nun den Kopf der Anlage in den Wind drehen. ". Vieles wird von der Baustelle zurück ins Werk geholt, was viele Kosten einspart.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass die alte E-126 auch schon ein sehr altes Design nutzt. Die Vorteile eines 7,5 MW-Generators gibt es sicherlich. Aber das darf halt auch nicht so viel mehr kosten.

Die EP4-Plattform ermöglicht ja anscheinend auch einen modularen Baukasten von Schwach- bis Starkwind, höheren Naben und größeren Rotordurchmessern. Die E-126 ist halt ein alter Monolith. Für weitere Details muss man sicherlich direkt mit Enercon sprechen, aber ganz so abstrus klingt die Entscheidung für mich dann doch nicht.
bimon
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 2537
Registriert: 25.09.2009, 23:04
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 16.05.2018, 17:24

Ulenspiegel hat geschrieben:Es war Vestas. :-)



Sorry, ich wollte ganz schnell sein, weil ich los musste. Hatte mich schon gewundert, das die in $ bilanzieren und an einer USA Börse gelistet sind!

Darf nicht passieren. Vestas haut für meinen Geschmack auch viel zu viel Dividende raus. In dem Industrie Sektor sollte man 75% plus EK haben. Alles andere kann sonst teuer werden, wenn es mal unrund läuft.

Ich hatte mich echt in die E126 verliebt. Die haben meine Abneigung gegen Onshore WKA schwinden lassen. Die sind gegen die, die wir mal hatten, ruhige Riesen. Lieber nur 10 Stück davon am Horizont, als 20 Zwerge!

Ich bin mir aber sehr sicher, dass die Onshore (auch) noch deutlich größer werden. dazu muss selbstverständlich, auch die Höhenbegrenzung fallen, die ich ohnehin nicht nachvollziehen kann. 250 m Nabenhöhe sollte mit Hilfe von Max Böge Wind-Sparte drin sein. *z.Z. 190 m machbar.

Konzeptionell 30 Jahre plus (Gondel etc.) ! *Turm 60 bis 100 Jahre! Dann lohnt es schon! Es würde ja auch keiner ein Rinnsal aufstauen (Damm errichten). Ähnlich ja Offshore! Hier sollten auf jeden Fall für den Turm 100 Jahre plus (technisch) angesetzt werden. Warum? dann wären WKA (Türme) die perfekte Anlage für die Altersversorgung!

Da die Zeiten der 'Vergütung' bald international vorbei sein werden, gehe ich davon aus, das sich neue Allianzen herausbilden.
Das Argument, möglichst alles in der Fabrik zu fertigen, ist ja genau mein Argument, für die Begründung , das Offshore WKA die neuen Braunkohlekraftwerke sein werden. Werften, die 50.000 t Stahl + Beton am Stück ausliefern können, hat man schon gesehen.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
Benutzeravatar
PV-Berlin
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 15322
Registriert: 30.06.2010, 13:27
Wohnort: Berlin & Rügen
PV-Anlage [kWp]: 1
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon hfrik » 16.05.2018, 17:53

Jupp, ganz grosse Offshore WKA am Stück auszuliefern ist dann richtig grosses Spielzeug für richtige Ingenieure :-)
Dafür müssen die aber schwimmen damit das richtig in Serie geht wie's brezelbacken. Wie man die dann sehr kostüngünstig und leistungsstark verkabeln könnte hatte ich schon mal skiziiert. Ob das noch mal jemand aufgreift?
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
Thomas Alva Edison
Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)
hfrik
Forum Genie
Forum Genie
 
Beiträge: 6727
Registriert: 14.01.2011, 18:02
PV-Anlage [kWp]: 2,6
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 16.05.2018, 18:05

Wenn die Bestellungen der vielen ganz großen Containerschiffe platzen, auslaufen nicht nachkommen, werden Japan, Südkorea und die Werften in China und Rotchina ganz sicher ihren Regierungen auf den Sack gehen.

Es ist ja nicht nur die Werft Industrie, die das braucht (richtig fette Offshore WKA ) es sind die Stahlwerke, die richtig guten Stahl (teuer) absetzen wollen, es sind ABB, Siemens & Co., die richtig viele km offshore HGÜ Kabel verkaufen müssen. UND UND UND!

50.000 EH der A18 Klasse? mehr als unwahrscheinlich ! 8)
50.000 EH der Super Offshore Klasse Z ??? (alternativ zur A 18 Klasse) eher sehr wahrscheinlich = 50 Jahre Arbeit non stopp !

Wahlen zu gewinnen, wäre so einfach!

*wie man den BDI kriegt? Ganz simpel! der reale Strompreis wird für die Industrie nicht steigen. Was ja eher eine Drohung, als ein Versprechen ist! 8)
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
Benutzeravatar
PV-Berlin
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 15322
Registriert: 30.06.2010, 13:27
Wohnort: Berlin & Rügen
PV-Anlage [kWp]: 1
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon hfrik » 16.05.2018, 18:18

Klasse Z mit 30 MW / Stück? Davon dann >500 in einer Kabelschleife mit je 5km Abstand= 2500km linear? 1500kV Kabel, 750 Stück in einer Schleife für eine Atlantiküberquerung, entweder man kann an beiden Enden je 11GW Windstrom aus dem Kabel ziehen, oder 22 GW an einem Ende, oder wenn der Wind fehlt die entsprechenden GW von links nach rechts oder umgekehrt über die Leitung schicken. Ich denke das würden deutlich mehr als 50.000 Einheiten, bei 1,5 TWp wird man da noch lange nicht aufhören.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
Thomas Alva Edison
Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)
hfrik
Forum Genie
Forum Genie
 
Beiträge: 6727
Registriert: 14.01.2011, 18:02
PV-Anlage [kWp]: 2,6
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon Ulenspiegel » 17.05.2018, 06:11

Hier noch ein Artikel zu Enercon: https://www.erneuerbareenergien.de/deut ... 434/107855
Es geht mehr um die neue EP3-Plattform, aber da wird schon sehr hervorgehoben, was man für Logisitkverbesserungen hat. Man schwenkt auch auf einteilige und schlankere Blätter zurück, neues Wicklungsdesign(Alu-Formspulen). Starke Senkung der Masse des Turmkopfs "Standard-Azimut-Motoren können nun den Kopf der Anlage in den Wind drehen. ". Vieles wird von der Baustelle zurück ins Werk geholt, was viele Kosten einspart.

[/quote]

Meine Interpretation der EP3 ist, dass sie die preiswerte Produktlinie Enercons für den Export in Entwicklungsländer wird, die EP4 ist die Premiumlinie, in der einige Konzepte der EP3 wie Generatordesign übernommen werden.
Ulenspiegel
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1802
Registriert: 09.03.2012, 09:17
Info: Betreiber

Re: Wo bleibt die Windkraft?

Beitragvon PV-Berlin » 17.05.2018, 08:38

Okay, Enercon passt sich dem Post EEG Markt (Vergütung oberhalb des Marktpreise &/ Steuervergünstigung wie in den USA) an.
Kann ich nachvollziehen. Ob sie auch bei den Wartungskosten (Verträge) deutlich besser werden? Die Gewinnmarge im Service ist derart hoch, dass dies selbst einer Siemens fast schon peinlich sein müsste!


Die Maximalrotation gibt das Unternehmen für die EP3-Schwachwindanlage mit 10,8 Umdrehungen pro Minute an – im Vergleich zu 12,8 und 11,6 Umdrehungen pro Minute der bisherigen E-115 und der 4,2-MW-Starkwindvariante E-126 EP4. Nur die E-141 EP4 dreht mit 10,6 Umdrehungen etwas langsamer, während gleichwohl die Blattspitzengeschwindigkeit der neuen Schwachwindanlage der EP3-Serie dennoch leicht geringer ausfällt. Je geringer das Fahrtempo der Blattspitzen desto weniger Lärm verursachen die durch die Luft zischenden Flügel


Das liebe ich ja, an den Enercon Anlagen (drehen halt angenehm langsam) . Das mit dem Krach, kann ich nicht nachvollziehen. Die Autobahn ist eh lauter.


Die Generatorwicklung ist nicht mehr von Hand aus Endlos-Kupferdraht eingelegt und maschinell nachverdichtet sondern aus Aluminium-Formspulen gefertigt. Sie stammen aus einer nach Enercon-Vorgaben durch Zulieferer standardisierten maschinellen Industrieproduktion. Dabei ist einerseits das neue Material Aluminium leichter als das ersetzte Kupfer. Der laut Enercon-Geschäftsführer Simon-Hermann Woben sieben Meter Durchmesser große Generator mit 114 Polschuhen erreicht dank Material und dank gleichmäßigerer Fertigung mehr Fülldichte – also eine höhere Leistungsdichte beziehungsweise mehr Kraft.



Sorry, ich muss mich dann doch korrigieren. Die Innovationen sind schon heftig! Ich komme eben aus einer Zeit, wo jedes Jahr immer mehr Power angesagt war! :oops:

-----------------
Klasse Z mit 30 MWp

meine Beiträge werden ja irgendwann wieder ausgebuddelt. daher muss ich ja Zahlen angeben, die heute noch als verrückt bewertet werden, aber im Nachgang als relativ langweilig daher kommen. Hinterher schlau zu sein, haben ja viele drauf.
Auch die Deutsche Werftindustrie könnte profitieren. Aber hat man schon schiess in der Hose, wenn man zwei Schiffe für die Offshore Ambitionen bestellt.

Das einzige was man für den Erfolg der Offshore benötigt ist Zeit (Horizont) man muss einfach wissen, dass die AfA Tabellen in dem Bereich erst bei 30 Jahre starten. *Anlagevermögen

Deshalb ist es hilfreich, dass der Schiffsbau bald ein jähes Ende nehmen wird und der Krempel trotzdem fast neu ist!
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
Benutzeravatar
PV-Berlin
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 15322
Registriert: 30.06.2010, 13:27
Wohnort: Berlin & Rügen
PV-Anlage [kWp]: 1
Info: Betreiber

VorherigeNächste

Zurück zu Energiepolitik | Energiewende



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste