Tübingen will Solarpflicht vorschreiben

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Tübingen will Solarpflicht vorschreiben

Beitragvon ndorphin » 07.07.2018, 18:09

Das hier gerade gelesen:

https://www.heise.de/tp/features/Tuebin ... 04342.html

Über die Sinnhaftigkeit müssen wir hier ja nicht dikutieren. Das Spannende wird natürlich die Ausgestaltung. Wird es was für die Einspeisung geben wenn ich kein Gewerbe anmelden möchte? Wird man Speicher auch zu Pflicht machen?
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Re: Tübingen will Solarpflicht vorschreiben

Beitragvon seppelpeter » 07.07.2018, 18:55

Juchuh und es ist nicht Thermie gemeint!

Als Solarteur würde ich ein Büro in Tübingen eröffnen und Werbung schalten.

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Re: Tübingen will Solarpflicht vorschreiben

Beitragvon Schneemann88 » 07.07.2018, 19:43

Ein längst überfälliger Schritt. Die paar Tausender fallen bei einem Neubau nun wirklich nicht sonderlich ins Gewicht. Gebäude können uns sollten sich zu einem bestimmten Teil selbst mi Energie versorgen können.
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Re: Tübingen will Solarpflicht vorschreiben

Beitragvon Mastermind1 » 07.07.2018, 20:06

Schneemann88 hat geschrieben:Ein längst überfälliger Schritt. Die paar Tausender fallen bei einem Neubau nun wirklich nicht sonderlich ins Gewicht. Gebäude können uns sollten sich zu einem bestimmten Teil selbst mi Energie versorgen können.
Ich sage es Mal so. (Hab ja selbst ne PV Anlage).... Die Baupreise bei uns im Süden sind explodiert! Wird dort oben sicher nicht wesentlich anderst sein...

Und nun "darf" man sich noch ne aufgezwungene PV Anlage aufs Dach packen?

Und wenn ich ca. 12000€ übrig hätte würde ich diese zuerst in Dämmung packen oder in bessere Fenster, oder in eine bessere effizientere Heiztechnik...

Die PV kostet erstmal Geld. Manche Banken wollen davon nichts wissen, da die PV Anlage für eine Marktwertberechnung zur Beleihung eher nicht mit eingerechnet wird.... Und was macht man dann?
Man muss den erneuerbaren Energie Anteil ja auch noch leisten (z.b. WP, oder Gas + Solarthermie...)

Solange andere Bereiche geschont bleiben, oder Jahrzehnte lang betrügen können... der einfache Hausbauer darf wieder in die Tasche langen...

Unabhängig davon ob es sich fast selbst Trägt...
Problem daran ist, dass die Haushersteller die PV Anlagen zu preisen mit verkaufen die einfach nur frech sind.
Zwei aktuelle Angebote gesehen, kWp für 0815 Standardanlage knapp 1900€ pro kWp. Und dann die Aussage man soll auf jeden Fall noch einen Akku dazukaufen, da sich die einspeisevergütung nie rechnet
...
Aber die Leute zahlen es dann zwangsläufig.


Ich sehe solche politischen Zwänge kritisch, da es meist die falschen trifft.
Und zuerst sollte das steuerliche Thema vereinfacht werden für PV Betreiber bis x kWp
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Re: Tübingen will Solarpflicht vorschreiben

Beitragvon jodl » 07.07.2018, 20:30

Mastermind1 hat geschrieben:
Schneemann88 hat geschrieben:Ein längst überfälliger Schritt. Die paar Tausender fallen bei einem Neubau nun wirklich nicht sonderlich ins Gewicht. Gebäude können uns sollten sich zu einem bestimmten Teil selbst mi Energie versorgen können.
Ich sage es Mal so. (Hab ja selbst ne PV Anlage).... Die Baupreise bei uns im Süden sind explodiert! Wird dort sicher nicht anderst sein... Und nun "darf" man sich noch ne aufgezwungene PV Anlage aufs Dach packen?

Die kostet erstmal Geld. Manche Banken wollen davon nichts wissen, da die PV Anlage für eine Marktwertberechnung zur Beleihung eher nicht mit eingerechnet wird.... Und was macht man dann?
Man muss den erneuerbaren Energie Anteil ja auch noch leisten (z.b. WP, oder Gas + Solarthermie...)

Solange andere Bereiche geschont bleiben, oder Jahrzehnte lang betrügen können... der einfache Hausbauer darf wieder in die Tasche langen...

Unabhängig davon ob es sich fast selbst Trägt...
Problem daran ist, dass die Haushersteller die PV Anlagen zu preisen mit verkaufen die einfach nur frech sind.
Zwei aktuelle Angebote gesehen, kWp für 0815 Standardanlage knapp 1900€ pro kWp. Und dann die Aussage man soll auf jeden Fall noch einen Akku dazukaufen, da sich die einspeisevergütung nie rechnet
...
Aber die Leute zahlen es dann zwangsläufig.


Ich sehe solche politischen Zwänge kritisch, da es meist die falschen trifft.


mit Verlaub - das ist schon ziemlicher Mist was du da schreibst.
warum ist einer der ein neues Haus bauen kann, "der falsche den es trifft"?
wen sollte es denn stattdessen "treffen"? Etwa den Mieter der sich kein eigenes Haus bauen kann?
wer es sich leisten kann, ein Haus zu bauen, der braucht nicht über eine "PV Pflicht" zu jammern. Es gibt jede Menge anderer Sachen die vorgeschrieben werden und die einzuhalten sind, und die selbstverständlich akzeptiert werden. Oder meinst du veilleicht, mit den Vorschriften zum Energieverbrauch gemäß EnEV werden auch "die falschen getroffen" ?
rechtlich gesehen ist halt mal der Neubausektor am ehesten zu beeinflussen, an die bestehenden Gebäude kommt man viel schlechter ran.

Und noch eins, niemand ist gezwungen daß er eine PV Anlage zu einem überhöhten Preis von einem "Haushersteller" zu kaufen. Genausowenig wie auch niemand gezwungen ist, ein Haus von einem "Haushersteller" zu erwerben (gemeint ist wahrscheinlich ein Bauträger oder ein Generalunternehmer). Viele Bauherren machen es trotzdem, aus verschiedenen Gründen, und müssen dann halt mit den (positiven sowie negativen) Folgen dieser Entscheidung leben.

Eine (kleine) PV Anlage kostet einen so geringen Teil der Gesamtkosten, daß das Jammern darüber schlecht nachvollziehbar ist. Einen so kleinen Betrag sollte man ggf. an anderer Stelle leicht einsparen können.
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Re: Tübingen will Solarpflicht vorschreiben

Beitragvon Dringi » 07.07.2018, 20:40

Grundsätzlich: Wenn es nur Neubauten sind finde ich es ok.
Alerdings sollten nicht nur Privatleute dazu verpflichtet werden. Auch Gewerbebetriebe und Kommunen. Und gerade bei letzteren höre ich jetzt schon die Ausreden, warum es nicht gehen wird... das liebe Geld.
9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
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Re: Tübingen will Solarpflicht vorschreiben

Beitragvon Mastermind1 » 07.07.2018, 21:03

@jodl... wann hast du zuletzt gebaut um solche Aussagen zu treffen"wer bauen kann, ..."...

Wenn jemand die Ökobilanz nach oben bringen sollte, dann würde ich z.b. ein System etablieren, dass den Firmen ab bestimmten grössen, bzw. Ertragslagen eine PV Anlage auferlegt... Bei den grossen Autoherstellern mit Schummelsoftware würde ich anfangen. Aber nicht beim kleinen Bauherren.

Hier die Enev Vorschrift verschärft, da gezwungenermaßen einen Architekt benötigt für die stufen 1-4 (Entwurf bis Baugesuch), da ein Zwangs Gasanschluss von der Kommune an der Backe, da die Kommune zugleich Anteile an dem Erdgas Anbieter hat, da noch ne Auflage man darf den Mutterboden nur in den Jahreszeiten x y bewegen, aufgrund irgendwelcher ökovorschriften.... hier noch den Notar dafür bezahlt dass ein Gemeinschaftstermin mit x Bauherren zusammengelegt wurde bei voller Gebührenabrechnung......
Das könnte ich elendslang Fortsetzen...
Und dann geht es erst ans bauen...

Baunebenkosten sind heute ein riesen problem....

Sorry und dann noch ne Zwangs PV Anlage, damit man sich mit dem Finanzamt auseinandersetzen darf...
Das werden doch nur Pseudo PV Anlagen .... (kann ich sogar nachvollziehen)...

Und wenn das Dach kein süddach (Pultdach Richtung Norden z.b?) ist,... Muss ich trotzdem irgendwas aufs Dach packen, damit genehmigungsfähig, macht wenig Sinn......

Keiner zwingt einen zum Bauen, dass ist richtig.

P.s. ein paar tausender fallen durchaus ins Gewicht, da sich dies in der heutigen Zeit an vielen Stellen auftut....
jodl hat geschrieben:
Mastermind1 hat geschrieben:
Schneemann88 hat geschrieben:Ein längst überfälliger Schritt. Die paar Tausender fallen bei einem Neubau nun wirklich nicht sonderlich ins Gewicht. Gebäude können uns sollten sich zu einem bestimmten Teil selbst mi Energie versorgen können.
Ich sage es Mal so. (Hab ja selbst ne PV Anlage).... Die Baupreise bei uns im Süden sind explodiert! Wird dort sicher nicht anderst sein... Und nun "darf" man sich noch ne aufgezwungene PV Anlage aufs Dach packen?

Die kostet erstmal Geld. Manche Banken wollen davon nichts wissen, da die PV Anlage für eine Marktwertberechnung zur Beleihung eher nicht mit eingerechnet wird.... Und was macht man dann?
Man muss den erneuerbaren Energie Anteil ja auch noch leisten (z.b. WP, oder Gas + Solarthermie...)

Solange andere Bereiche geschont bleiben, oder Jahrzehnte lang betrügen können... der einfache Hausbauer darf wieder in die Tasche langen...

Unabhängig davon ob es sich fast selbst Trägt...
Problem daran ist, dass die Haushersteller die PV Anlagen zu preisen mit verkaufen die einfach nur frech sind.
Zwei aktuelle Angebote gesehen, kWp für 0815 Standardanlage knapp 1900€ pro kWp. Und dann die Aussage man soll auf jeden Fall noch einen Akku dazukaufen, da sich die einspeisevergütung nie rechnet
...
Aber die Leute zahlen es dann zwangsläufig.


Ich sehe solche politischen Zwänge kritisch, da es meist die falschen trifft.


mit Verlaub - das ist schon ziemlicher Mist was du da schreibst.
warum ist einer der ein neues Haus bauen kann, "der falsche den es trifft"?
wen sollte es denn stattdessen "treffen"? Etwa den Mieter der sich kein eigenes Haus bauen kann?
wer es sich leisten kann, ein Haus zu bauen, der braucht nicht über eine "PV Pflicht" zu jammern. Es gibt jede Menge anderer Sachen die vorgeschrieben werden und die einzuhalten sind, und die selbstverständlich akzeptiert werden. Oder meinst du veilleicht, mit den Vorschriften zum Energieverbrauch gemäß EnEV werden auch "die falschen getroffen" ?
rechtlich gesehen ist halt mal der Neubausektor am ehesten zu beeinflussen, an die bestehenden Gebäude kommt man viel schlechter ran.

Und noch eins, niemand ist gezwungen daß er eine PV Anlage zu einem überhöhten Preis von einem "Haushersteller" zu kaufen. Genausowenig wie auch niemand gezwungen ist, ein Haus von einem "Haushersteller" zu erwerben (gemeint ist wahrscheinlich ein Bauträger oder ein Generalunternehmer). Viele Bauherren machen es trotzdem, aus verschiedenen Gründen, und müssen dann halt mit den (positiven sowie negativen) Folgen dieser Entscheidung leben.

Eine (kleine) PV Anlage kostet einen so geringen Teil der Gesamtkosten, daß das Jammern darüber schlecht nachvollziehbar ist. Einen so kleinen Betrag sollte man ggf. an anderer Stelle leicht einsparen können.
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Re: Tübingen will Solarpflicht vorschreiben

Beitragvon PV-Berlin » 07.07.2018, 21:34

[edit admin] gelöscht, wegen Beleidigungen und Sachmäßigkeit
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Tübingen will Solarpflicht vorschreiben

Beitragvon RolandD » 07.07.2018, 23:52

Solarthermie geht auch - da sie ein Möglicher Teil ist die EnEV in BW zuerfüllen.

Die geforderten Anlagengrößen stehen wohl noch nicht fest.
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Re: Tübingen will Solarpflicht vorschreiben

Beitragvon buergersolar » 08.07.2018, 00:14

@Mastermind1: Ich verstehe absolut nicht dein "Gejammer". Diese Probleme hat man nur, wenn man an Baumaterialien festhält, die einfach schlecht sind (Ziegel, Beton). Baut man mit Holz, dann unterschreitet man die EnEV trotz Verschärfung ohne irgend einen Mehraufwand. Wir bauen selbst demnächst und haben bei der Suche nach einem passenden Generalunternehmer kein einziges Holzhauskonzept gesehen, was nicht grundsätzlich KfW55-Standard erfüllt. Bei uns war es so, dass wir die Dämmung nur deshalb dicker haben wollten, weil die Wände sonst zu dünn gewesen wären für Rolladenkästen und wir keine Aufputz-Rolläden haben wollten. Und schwupps, die paar cm Dämmung haben uns schon ein KfW40-Haus beschert. Da ich sowieso eine PV-Anlage haben wollte und die WP auch gesetzt war, fehlte nur noch der Speicher zum KfW-40plus und dafür gibt es ja wieder einen zusätzlichen Tilgungszuschuss. In Summe wird unser Haus so fast auf Passivhaus-Niveau sein, ohne nennenswerte Mehrkosten.

Klar, mit Ziegelbauweise hätten wir dann 70 cm dicke Wände und Schießscharten als Fenster. Aber wenn man sich dafür entscheidet, ist man selber schuld.
Private PV-Anlage (ca. 02/2019):
derzeit in Planung, mit Batteriespeicher (KfW40plus-Haus)
Bürgersolaranlage (seit 04/2009):
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