Prof. Quaschning: 400GW Photovoltaik für Deutschland nötig!

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Prof. Quaschning: 400GW Photovoltaik für Deutschland nötig!

Beitragvon Kallenpeter » 13.03.2017, 16:20

Elektron hat geschrieben:


Danke für den Link, zwar nichts grundlegend neues, aber ist ein sehr treffender Vortrag.


Ich habe übrigens auch schonmal meine Bundestagsabgeordneten angeschrieben (CDU und SPD). Die Antworten waren lächerlich.
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Re: Prof. Quaschning: 400GW Photovoltaik für Deutschland nöt

Beitragvon GWeberJ » 14.03.2017, 09:32

Der Vortrag zeigt sehr gut, dass die ganze "Klimarettung" ein unmögliches Unterfangen ist.

Es wird natürlich nicht dazu kommen, aber unterstellen wir mal einen PV-Ausbau von 15 GW p. a. in Deutschland. Machbar ist das sicherlich für einige Zeit. Aber schon im Jahr 2020 wird man im Sommer nicht wissen, was man mit dem Strom anfangen soll. Und schon 2025 hat man dann nochmal 75 GW PV mehr im Netz. Wohin damit? Mit dem 1,4 GW Klingeldraht, den wir bis dahin fertiggebaut haben, nach Norwegen exportieren?

PV und Windkraft in die Landschaft zu stellen ist der einfache, der triviale Teil der Energiewende. Der Umbau der gesamten Energieinfrastruktur hin zur Nutzung dieser beiden Energiequellen, das ist der schwierige Teil. Bisher hat man ja im Wesentlichen alles so gelassen, wie es schon vor 50 Jahren war, und die EEs halt konventionelle Kraftwerke verdrängen lassen. Das klappt selbst mit dem bisherigen Zubautempo nur noch 10 bis 15 Jahre. Bei den von Prof. Quaschning in den Raum gestellten zahlen, wäre unser System schon im Jahr 2020 am Ende. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass der Energieverbrauch im Jahr 2020 ziemlich genau so aussehen wird, wie heute. Also völlig untauglich, um PV und WIndkraft in wirklich großen Mengen zu verwerten.
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Re: Prof. Quaschning: 400GW Photovoltaik für Deutschland nöt

Beitragvon Litholas » 14.03.2017, 09:47

GWeberJ hat geschrieben:Der Vortrag zeigt sehr gut, dass die ganze "Klimarettung" ein unmögliches Unterfangen ist.

Es wird natürlich nicht dazu kommen, aber unterstellen wir mal einen PV-Ausbau von 15 GW p. a. in Deutschland. Machbar ist das sicherlich für einige Zeit. Aber schon im Jahr 2020 wird man im Sommer nicht wissen, was man mit dem Strom anfangen soll. Und schon 2025 hat man dann nochmal 75 GW PV mehr im Netz. Wohin damit? Mit dem 1,4 GW Klingeldraht, den wir bis dahin fertiggebaut haben, nach Norwegen exportieren?

PV und Windkraft in die Landschaft zu stellen ist der einfache, der triviale Teil der Energiewende. Der Umbau der gesamten Energieinfrastruktur hin zur Nutzung dieser beiden Energiequellen, das ist der schwierige Teil. Bisher hat man ja im Wesentlichen alles so gelassen, wie es schon vor 50 Jahren war, und die EEs halt konventionelle Kraftwerke verdrängen lassen. Das klappt selbst mit dem bisherigen Zubautempo nur noch 10 bis 15 Jahre. Bei den von Prof. Quaschning in den Raum gestellten zahlen, wäre unser System schon im Jahr 2020 am Ende. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass der Energieverbrauch im Jahr 2020 ziemlich genau so aussehen wird, wie heute. Also völlig untauglich, um PV und WIndkraft in wirklich großen Mengen zu verwerten.


200GWp Photovoltaik würden etwa 180 Mrd kWh im Jahr erzeugen. Davon wären etwa 136,8 Mrd kWh direkt nutzbar und würden über 25% des Jahresstrombedarfs decken.

Die vorhandenen 40GWh Pumpspeicher würden mit 200 Zyklen a 30GWh 6 Mrd kWh vom Überschuss retten. Beiben etwa 36 Mrd kWh ungenutzter Überschuss.

500 GWp Photovoltaik zusammen mit 500GWh Akkumulatoren würden etwa 70% des Strombedarfs decken, der Überschuss würde etwa 90 Mrd kWh im Jahr betragen.

Wo soll bei Photovoltaiküberschüssen ein Problem bestehen? Man trennt die Leitungen zu den Modulen und bekommt völlig harmlose in der Sonne liegende Siliziumkacheln.
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Re: Prof. Quaschning: 400GW Photovoltaik für Deutschland nöt

Beitragvon irgendwer » 14.03.2017, 10:30

Alleine für Warmwasser wird 130 Mrd kWh benötigt und Warmwasser lässt sich ausgesprochen günstig speichern.

Was soll an einem isolierten Wassertank im 21. Jahrhundert plötzlich so schwierig sein?
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Re: Prof. Quaschning: 400GW Photovoltaik für Deutschland nöt

Beitragvon timohome » 14.03.2017, 11:04

Endlich mal nicht nur so Schwarzmalende Leute! Genau so seh ich das auch. Strom unterzubekommen sollte doch nun wirklich kein Problem sein! Einfache Frage nach der Steuerung! mit Pumpspeicherkraftwerken sehe ich das ziemlich ähnlich, das sind riesige Verbraucher, genau auch wie die einzelnen Haushalte mit Batterien und Warmwasserspeicherung über Strom können dazu viel beitragen. Un´d, was ich nach wie vor einfach nicht verstehe, warum macht man nicht einfach Power to Gas? Gerade bei in der Art Freiflächenanlagen, sollte es wirklich dazu kommen, dass wir zu viel Strom haben, dann geht die Anlage vom Netz und macht Gas. Das sollte doch nun wirklich kein Problem darstellen. Jaa, der Wirkungsgrad ist schlechter, aber besser als 0 !

Nicht zu vergessen die Elektroautos, wo am Tage wesentlich mehr geladen werden kann als in der Nacht.

Kurzum, Bauen bauen bauen, würde meine Devise lauten - an der Steuerung arbeiten!
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Re: Prof. Quaschning: 400GW Photovoltaik für Deutschland nöt

Beitragvon trinkfix » 14.03.2017, 11:22

Er geht auch von einer Verdopplung des Stromverbrauchs aus durch die vollständige Substitution von Öl und Gas.
20°Neigung/150°Ausrichtung/29,75 kWp/135x SunPower E13/220W poly/3xWR Danfoss TripleLynx10K/SolarLog 1000
40°Neigung/50°Ausrichtung/12,21 kWp/66x Yingli 185PT-23b/1x WR SMA Tripower 12K
9,9 kWp/36x Winaico 275W
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Re: Prof. Quaschning: 400GW Photovoltaik für Deutschland nöt

Beitragvon GEST » 14.03.2017, 11:27

timohome hat geschrieben:Un´d, was ich nach wie vor einfach nicht verstehe, warum macht man nicht einfach Power to Gas?



Ist ne Frage des (miesen) Wirkungsgrades und lohnt sich damit erst wenn der Direktverbrauch von Strom ausgeschöpft ist und man sonst die PV-Anlagen vom Netz nehmen müsste.
Und dann hast halt das Problem dass ein Elektrolyseur der nur 5h pro Tag läuft höhere spezifische Produktionskosten hat als einer der 24h durchläuft.
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Re: Prof. Quaschning: 400GW Photovoltaik für Deutschland nöt

Beitragvon timohome » 14.03.2017, 11:36

Ja sag ich ja, Der WG ist ein Punkt den ich nicht vergessen hab, aber besser als 0! Es ist eine Möglichkeit, dass alle EE zwar nicht am "Netz" bleiben, aber betrieben werden und dann eben Energie erzeugen, die wir eben brauchen.

Das Problem ist doch immer das gleiche: Viele sagen jaaa, AKW weg, Kohle und Dreckschleudern weg - wollen wir alle nicht mehr! WIr wollen saubere Energie. Gut, wird 2 Cent die KWh teurer. WAAAAAAS SO TEUER Schon wird ein Riiiiiesen Fass aufgemacht, alles so teuer, dies das jenes. Natürlich wird es erstmal Geld kosten. Auch Speicher kosten Geld, nichts ist umsonst. Haben wir aber erstmal Windräder, PV Parks und Pumpspeicherwerke, dann ist außer Wartung und Kontrolle da nichts mehr teuer dran.

Keiner will dafür eben mal ne Mark mehr ausgeben, lieber 3 Mal in den Urlaub fliegen etc.
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Re: Prof. Quaschning: 400GW Photovoltaik für Deutschland nöt

Beitragvon PeterQ » 14.03.2017, 11:58

timohome hat geschrieben: Gut, wird 2 Cent die KWh teurer. WAAAAAAS SO TEUER Schon wird ein Riiiiiesen Fass aufgemacht
Theoretisch hat es doch die Bundesregierung in der Hand, ihre Steuern auf Strom beispielsweise um 2 Cent mal zu senken.
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Re: Prof. Quaschning: 400GW Photovoltaik für Deutschland nöt

Beitragvon hfrik » 14.03.2017, 12:40

@GWEberBV - das hängt davon ab, ob man die Hände in den Schoss legt, und zusieht, wie alte Infrastruktur mit neuen Anforderungen immer weniger zusammenpasst, oder ob man tätig wird. Z.B in dem man neue Leitungen initiiert, in alle Richtungen. In dem man power to heat zulässt durch passende Gesetzesänderungen. 15 GWp Zubau bis 2015 wären in 8 Jahren dann 160 GW in D. Das wären dann etwa 100-110 GW in der SPitze, mehr kommt wegen WEtter und unterschiedlicher Orientierung der Paneele nicht raus. Das wäre wenn man KWK konsequent mit ELektrodenkessel ausstattet 70 GW Mittagsverbrauch in D+15 GW export + 6 GW pumpen + 10GW Elektrodenkessel, Kühlhäuser, Wärmepumpen etc. +0-9GW Abregelung. Bis 2015 könnte man bei gutem Willen und Kapitalbeteiligung von deutscher Seite auch NorGer, Hansa Powerbridge 1+2 fertig haben, sowie die Nord-Südleitungen so weit dass man in die Alpen massiv Strom exportieren kann. Dann ist Luft für die nächsten 30 GWp. Ab 2027 wirds dann spannender, ab 190 GWp aufwärts. Dann müsste man eine HGÜ-Leitung chinesischen Ausmasses je JAr in das Umland bauen. Nun die Chinesen baen davon 23 Stück parallel. Ist also nur ein politisches porblem, kein technisches und kein ökonomisches.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
Thomas Alva Edison
Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)
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