P2H - P2G - P2L - P2V - Sektorenkopplung m. Überschuss-Strom

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Re: P2H - P2G - P2L - P2V - Sektorenkopplung m. Überschuss-S

Beitragvon PV-Berlin » 12.05.2018, 15:12

Korrekt! Und weil man das Rad nicht neu erfinden muss, nehmen wird die KfW, die ja schon in Primärenergie rechnet.
EEG Umlage 1 bis 2 Cent auf die kWh Primärenergie und schon ist Essig mit Strompreisen von Null! oder gar negativen Strompreisen.

Kommt aber nicht, denn in der Welt der 'Wirtschaftsexperten' aus CDU/CSU geht es nicht um die Volkswirtschaft, sondern um eine relativ kleine Gruppe von Unternehmen, die in Summe eigentlich unbedeutend sind (BIP, Arbeitsplätze, Staatsquote)

Der BDI behauptet immer noch ganz frech, das eine Akku Fertigung in D. wegen der enorm hohen Stromkosten nicht darzustellen wäre. Keinen Arsch in der Hose zu haben, darf man logisch nicht zugeben, wenn man so auf dicke Hose macht. Investitionen und Risiken überlässt man heute lieber dem Steuerzahler.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: P2H - P2G - P2L - P2V - Sektorenkopplung m. Überschuss-S

Beitragvon hfrik » 14.05.2018, 10:18

Henning_PV hat geschrieben:null Cent Börsenstrompreis ist das klare Zeichen dafür, daß die Sektorenkopplung (noch) nicht funktioniert.
Es ist ja klar wirtschafltich besser Strom für 1Cent in Wärme umzuwandeln als 2-5Cent für Erdgas auszugeben.
Die Kapitalkosten um Strom in Wärme umzusetzen gehen auch gegen Null, da ein Heizstab fast nichts kostet und verschleißfrei und wartungsfrei locker 30-50 Jahre hält. Das Problem ist eben, daß 99% aller Kunden eben nicht 2 Cent für den Strom bezahlen den sie in Wärme umwandeln, sondern die kompletten Umlagen und Steuern obendrauf und dann machts keinen Sinn. Man braucht als theoretisch ein Modell wo Strom für Wärme x Umlage bezahlt und Strom für klassische Anwendungen y Umlage und Steuern. Nette Theorie, nur funktioniert das natürlich praktisch nicht weil Strom Strom ist und man das nicht kontrollieren kann wie er verwendet wird.


Ansonsten ist das sozusagen im reinen Strommarkt die Zukunft beim derzeitigen Marktdesign bei Grenzkosten null wie ich hier im Forum bereits vor vielen Jahren diskutiert habe. Ist aber im Grunde sowohl für die Erzeuger als auch für die Verbraucher prinzipiell egal. Ob ich nun 3 Cent umlage bezahle oder 3 Cent Strompreis - einfach nur ein anderes Rechenmodell.

Mein Lösungsvorschlag - ceterum censeo - EEG Einnahmenseite rein auf fossile Brennstoffe umlegen und vom Strom wegnehmen und dann sieht es ganz schnell anders aus. 1Cent EEG Umlage pro KWh Erdgas und Erdöl und Kohle kompensiert ungefähr den kompletten Wegfall der EEG Umlage Strom.
Dann noch variable Umlage der Netzkosten minimieren und auf festen Betrga für Anschlußleistung ändern und dann funct die Sektorenkopplung sehr schnell.

Alternativ- beides dürfte funktionieren, und beides kann auch gemischt werden - die Steuern und Abgaben Aufkommensneutral in Prozent des Börsenstrompreises erheben, wie die Mehrwertsteuer. Gibts dann viel Strom wird der billig, bei Börsenstrompreis 0ct/kWh bekommt auch Lieschen Müller den Strom für 0ct/kWh an der Steckdose (so sie einen flexiblen Tarif haben möchte und keinen "Versicherungsstrom", dafür zahlt Lieschen Müller auch deutlich über 28ct/kWh oder so wenn Strom knapp ist. Dann kann jeder Enscheiden ob Bequemlichkeit oder Geldbeutel gerade wichtiger sind.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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