Netzausbau

Informationen oder Neuigkeiten außerhalb von PV zum energiepolitischen Tagesgeschehen und der Energiewende

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Re: Netzausbau

Beitragvon einstein0 » 02.09.2018, 07:24

Ja, inzwischen empfehlen hierzulande sogar unsere Stromversorger private Kleinstspeicher -mit der irrsinnigen Idee,
ihre Netze nicht ausbauen zu müssen. Ausser mitten im Winter -da kommen sie noch auf die Welt. 8)
Mal abwarten, ob dann die natürlich gekühlten, überlasteten Freileitungen nicht schnee- und eisfrei durchhängen. :wink:
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Re: Netzausbau

Beitragvon PV-Berlin » 02.09.2018, 10:52

Wenn das selbst Meister Einstein kapiert, verstehe ich nun wirklich nicht, das wir um eine so simple Tatsache endlos diskutieren müssen. Die Schweizer Versorgen sind nur aus einem Grund pro Speicher: Die privaten PV Anlagen noch unrentabler zu machen, als sie schon heute sind. denn so können die besten und ältesten KKW der Welt, noch viele gute Jahre haben! 8)

*Bei den Schweizer Zinsen (real fett negativ) ist es total dämlich, so wenig PV in der Schweiz zuzubauen, wo man derart gute Bedingen hat, den Strom zu verkaufen und zu mangen.


Die Netzertüchtigung in der Straße wird ohnehin stattfinden müssen, denn irgendwann gibt es weder Gas, noch Heizöl und auch keine Tankstellen für Benzin, Diesel, LPG , Gas und schon dreimal nicht für Wasserstoff.

Vielleicht sind wir dann so weit, das jeder einen Trafo hat, der von z.B. 1.000 V auf 400 V (Hausanschluss) den Strom ranschafft.
Netzertüchtigung hat in Berlin z.B. bedeutet, das man von 10 KV auf 60 KV umstellt. Also diesbezüglich habe ich großes Vertrauen in die Netzbetreiber und die zuständigen Kids. *es bleibt mir auch nix anders übrig!
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Netzausbau

Beitragvon eba » 02.09.2018, 11:05

Einen eigenen Trafo? eher nicht, sondern ein externes Ladegerät für den Hausspeicher oder eAuto.
Da die ganze Hausstromversorgung für die Beleuchtung und elektronische Geräte auf DC 48V umgestellt wurde, braucht keiner mehr Drehstrom mit 400V, nur die Induktionsherd wird direkt mit DC 760V versorgt. Die Beladung erfolgt bei besonders tiefen Tarif bzw. die Ausspeicherung zur Netzstabilisierung wird gut bezahlt.
Tesla P85+ seit 8/13 >365.000km gefahren. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.
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Re: Netzausbau

Beitragvon PV-Berlin » 02.09.2018, 12:02

Und schon rattert es im Kopf der Leute, die das drauf haben!
Ich sorge nur dafür, das du kein Gas/ Öl etc. bekommst (auch keine Holz!) selbstverständlich mit Ansage (Kostensteigerung) !

Ich mache mir mal so gar keinen Kopf, das man da alle Straßen aufbrechen muss etc. !

Was kostet den heute ein 100 KW Frequenzumrichter ? in den Frühen Neunziger Jahren, war so was teurer als ein richtiges Auto! Heute liegt sowas bei OBETA in der Reste Kiste.

*etwas überzeichnet, aber die Tendenz stimmt.
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Re: Netzausbau

Beitragvon hfrik » 04.09.2018, 12:43

Jupp, die 950V-Technik würde problemlos möglich, haben wir schon oft genug gebaut. Geht gut die 5-fache Leistung über die selbe Leitung, und 1-2 % Trafoverluste kann man manchmal auch Leitungsseitig wieder einsparen. Als Umbauoption ohne die Strasse aufzugraben in vielen Fällen möglich, die meisten Erdkabel sind für 1000/1500V spezifiziert.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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Re: Netzausbau

Beitragvon PV-Berlin » 04.09.2018, 13:25

Was ein gescheite Schulausbildung alles möglich macht!

Wenn man euch sagt: ihr bekommt 10% von 3 Mrd.€ p.A. und ihr lasst die Straßen zu? Ich meine, da werdet ihr schon aktiv oder?

*Die reinen Kabel kosten ca. 5% dessen, was ein Projekt kostet, ein neues Kabel zu verlegen. (Stadt)

Noch eine Frage:
Dann könnte man doch auch von dem unsinnigen 50 Hz absehen? Warum nicht 16 HZ oder 10 Hz? *Trafo zu Hausanschluss.
Dem Gleichrichter im Frequenzumrichter von Dannfoss macht das doch kaum teuer oder? 8)

Wenn man alles auf Gleichstrom in Wohnhäuser umbaut, müsste man für (Alt) Geräte die man alle 2 Jahre nur benutzt auch eine Lösung finden! Aber das ist alles irrelevant. weil die Netzertüchtigung in einem Bildungsland wie D. mit dem Anspruch Vorreiter in Sachen EE zu sein, einfach nur Teufelszeug ist.

Es gibt schon Öko Kitas mit dem Anbau von Gemüse etc. ! Das man da mit dem Diesel vorfahren muss, ist doch logisch oder? Es regnet ja seit Mai ununterbrochen ! *mein Neffe (2 Jahre alt)
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Re: Netzausbau

Beitragvon hfrik » 05.09.2018, 00:13

Nun, hätten die Ingenieure vor ca. 130 Jahren eine freie Frequenzwahl gehabt wären sie auf einige hundert Herz gegeangen. Angefangen hat man mal mit 133Hz, aber bei langsamlaufenden grossen Wasserkraftturinen und Kolbendampfmascheinen war die resultierene Polzahl zu unhandlich. Andererseits flackern Bogenlampen unter 42 Hz sehr unangenehm, so dass man auf 50 bzw. 60 Hz als Kompromiss ging.
Mit Halbleiterschaltern, die keine Lichtbogenprobleme haben könnte man auch gleich auf Gleichspannung gehen (mit einer guten Lichtbogenerkennung im Ortsnetztrafo, der muss dann kurz gelöscht werden wenn einer z.B. durch Blitzinduktion gezündet wird, bevors zu heiss wird....) dann kann man in house wahlweise mit Frequenzumrichter oder DC-DC-Umdetzer fahren. PV könnte dann direkt mit ca. 1000-1500V DC wieder eingespeist werden. Wir versuchen ja auch die Oberleitungs-LKW auf 1500V zu shcieben, die Indutstrie sträubt sich aber noch, die entsprechchenden Halbleiter müssen wegen unsauberkeiten der Spannung mehr "Luft" zur Nennspannung haben, weswegen die Standard Halbleiter aus den PV-Wechselrichter etc. nur bis ca. 700-800V an der Oberleitung reichen, bei höherer Spannung wirds bisher noch schlagartig teurer.
Zentralwechselrichter mit 5-10MW für 2000-3000V Stringspannung wären von dem her eine wunderschöne Sache, wenn da mal jemand den Henne-Ei-Knoten durchschlägt.
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Re: Netzausbau

Beitragvon sundevil » 05.09.2018, 03:42

Die NiedEspannungsnetzte sind aber selten der Engpass.

Für spezielle Netzte, wie straßenbeleucgtung kann es aber schon Sinn machen auf eine höhere spannung + DC zu gehen.
8,7 KWp SO und W , TLX pro

Elektromobile: Renault ZOE Q210 und Pedelec
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Re: Netzausbau

Beitragvon Kallenpeter » 20.09.2018, 23:36

EnLAG-Vorhaben 13
Neubau in neuer Trasse, Neubau in bestehender Trasse
Ort: Wesel (NRW) nach Doetinchem (Niederlande)
Länge: 30km (auf deutscher Seite?)
Kapazität: 1,5GW zusätzlich, 380kV AC
Inbetriebnahme: Morgen (21.09.2018)
https://www.netzausbau.de/leitungsvorha ... 13/de.html


Bewertung: Momentan sind die NL noch ein Nettoimporteur von Strom, aber man erwartet das sich dies innerhalb der nächsten 3-5 Jahre ändert, da die Niederlande massiv in Solar und Offshore investieren.
Zuletzt geändert von Kallenpeter am 20.09.2018, 23:47, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Netzausbau

Beitragvon Wade » 20.09.2018, 23:45

Kallenpeter hat geschrieben:EnLAG-Vorhaben 13
Bewertung: Momentan sind die NL noch ein Nettoexpoteur von Strom, aber man erwartet das sich dies innerhalb der nächsten 3-5 Jahre ändert, da die Niederlande massiv in Solar und Offshore investieren.


du meinst sicher netto Importeur?
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