Netzausbau

Informationen oder Neuigkeiten außerhalb von PV zum energiepolitischen Tagesgeschehen und der Energiewende

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Re: Netzausbau

Beitragvon hfrik » 21.12.2016, 08:28

Ist ganz einfach:
-Leitungsverluste sinken mit dem Quadrat der übertragenen Leistung. Entsprechend fahren die Norweger je nach Preisunterschied nicht immer volle Leistung. Halbe Leistung =1/4 Leitungsverlust etc.
Konverterverluste werden in Strom bezahlt. z.B. 3% bei 3,1ct/kWh sind 0,093ct/kWh. D.h. von 1ct Preisunterschied bleiben ca. 0,9ct oder einen winzigen Tick weniger als Deckungsbeitrag (Rohgewinn), bei 5ct wie zum Zeipunkt der Meldung dann 1,9ct/kWh Deckungsbeitrag.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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Netzausbau

Beitragvon PV-Berlin » 21.12.2016, 19:22

Historisch haben bessere Transaktionsmöglichkeiten (Handelsplätze/ Beziehungen und Logistik) nicht nur zu einer dramatischen Erweiterung des Handels geführt, sondern auch zu deutlich geringeren Distributionkosten* .

Und es war extrem teuer und zeitlich sehr aufwendig das aufzubauen:

Schiffe, Häfen, Sueskanal, Straßen, Speicher.

Und alle sind reich dabei geworden, wenn die Geschäftspartner ebenbürtig waren bzw. wurden.

Es gibt für Handelspartner nicht nur die offensichtlichen Gründe, vielfältige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Vielleicht möchte man den Druck auf Geschäftspartner erhöhen, seine Basis verbreitern (Einkauf /Verkauf) oder betrachtet solche Projekte ganz simpel als Update .

Ein gesunder Wettbewerb unter den Geschäftsideen wäre hilfreich, Sicher sind Preiszonen (Netz) aus vielerlei Gründen unabdingbare Vorraussetzung. Ohne Preissignale kann kein Handel effizient funktionieren. Dann wird Brot an Schweine verfüttert, wie in der DDR. Oder "Windstrom" an Italien, der dann aus Öl in Österreich gewonnen wird.

Der Netzausbau würde uns nicht daran hindern, auch in Akku Projekte zu investieren, bzw. das bedingt einander.
*Akku Projekte direkt bei Verbrauchern mit hoher Last und große Strommengen.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Netzausbau

Beitragvon Henning_PV » 09.01.2017, 16:20

HGÜ zwischen den Niederlanden und Dänemark.
700MW auf 580km Erdkabel für weniger als 700Mill€. Kabel und Verlegung kostet ca 500Millionen und die "Wechselrichter" 170Millionen.
Anbindung von Belgien und offshore Windenergieanzapfung in der Nordsee ist auch eingeplant.
http://www.erneuerbareenergien.de/daeni ... entlasten/

Ich glaube bald sind wir an dem Punkt wo wir einfach alle 380KV Leitungen auf HGÜ umrüsten sollten statt neue Trassen zu bauen. Kostet nur ein Bruchteil wie neue Trassen. Keine Streiterei wegen neuer Trassen, keine aufwändigen Genehmigungen usw.
Wäre insofern schade als ich dachte das vielleicht eines Tages alle häßlichen überirdischen Leitungen durch Erdkabel ersetzt werden. Nunja, selbst mein Hausanschluß ist noch Freileitung und ich habe auch keine Lust Geld für eine Umrüstung auszugeben....
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Re: Netzausbau

Beitragvon Henning_PV » 09.01.2017, 16:31

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Re: Netzausbau

Beitragvon hfrik » 09.01.2017, 16:40

MAn kanns auch so sehen - der Stromstau in Norddeutschland Richtung Süden ist bereits so gross, dass die Dänen und Niederländer bereit sind 700 Mio € auszugeben um ihn per Seekabel zu umfahren.
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Re: Netzausbau

Beitragvon alterego » 09.01.2017, 16:42

Henning_PV hat geschrieben:keine aufwändigen Genehmigungen usw.

Träum weiter, wenn du von D schreibst, das Verfahren für eine Änderung ist nicht groß anders als ein Neubau. Nur mit den Grundstückseigentümern muß man nicht mehr verhandeln, die hat man ja schon mit einem Trinkgeld abgespeist. Aber die sind das geringste Problem, die kann man notfalls verpflichten oder zwangsenteignen, wenn das Gemeinwohl überwiegt.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Netzausbau

Beitragvon hfrik » 10.01.2017, 00:54

alterego hat geschrieben:
Henning_PV hat geschrieben:keine aufwändigen Genehmigungen usw.

Träum weiter, wenn du von D schreibst, das Verfahren für eine Änderung ist nicht groß anders als ein Neubau. Nur mit den Grundstückseigentümern muß man nicht mehr verhandeln, die hat man ja schon mit einem Trinkgeld abgespeist. Aber die sind das geringste Problem, die kann man notfalls verpflichten oder zwangsenteignen, wenn das Gemeinwohl überwiegt.

Irrtum denn genau dafür braucht man ein Planfesttellungsverfahren mit allen Einsichts un Einspruchsmöglichkeiten, und genau das funktionert in D nicht mehr.
Um von AC auf DC umzustellen, oder um Masten durch glleich grosse aber tragfähigere Masten zu ersetzen und dickere Leiterseile dranzuhängen braucht man das wegen fehlender Betroffener nicht oder nur in viel kleinerem Umfang.
Ebenso sind Eisprüche auch beu upgrades bestehender Trassen bedeutend geringer. on 220 auf 400kV aufzurüsten ist ein viel kleinerer Aufreger als 400kV neu zu bauen. Die Lete haben dann schon gelernt dass die Hochspannungsleitung nicht stinkt, ausser etwas brummen bei nasssem Wetter keinen Lärm macht, niemanden überfährt, sondern einfach nur dasteht.
Die Lückenschlüsse mit neuen Trassen müssen bis 2025 durch, danach gehts vermutlich mit Upgrades leichter weiter.
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Re: Netzausbau

Beitragvon werner8 » 10.01.2017, 08:08

Hallo hfrik,

du vergisst immer bei deinen HGÜ Kosten das die Leute die einen Speicher haben auch das kompletten Netzentgelte einspart und nicht nur den eine Cent der von den HGÜ-Leitungen auf alle kWh in Deutschland umgelegt wird.

Nach Auskunft des Datenbank-Unternehmens Enet liegt der durchschnittliche Netznutzungspreis für 2017 in Deutschland bei 8,20 Cent je Kilowattstunde.
In weiten Teilen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns liegt der Preis bei 11,88 Cent je Kilowattstunde, während beispielsweise in Bonn nur ein Preis von 4,27 Cent je Kilo-wattstunde erreicht wird.

Für die ca. 12 Cent kann ich in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bereits heute, spätestens in 3 Jahren einen Speicher an die PV-Anlage hinstellt und ziehe nur noch 10 bis 40% der kWh aus dem Netz.
Man spart ja nicht nur die Netzentgelte, sondern noch so man andere Ausgaben und Kostenstellen.

Machen das einige Hausbesitzer zusammen gibt es nur noch einen Netzanschluss für z.B. 3 Häuser um noch den letzten Rettungsanker zu haben.

Gruß
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Re: Netzausbau

Beitragvon hfrik » 10.01.2017, 09:13

Werner8- weswegen man sicherlich die NEtzentgelte von kWh- Basis auf Anschlussexistenz und ggf Leistungsnutzung (Höchste 100 Stunden Rein oder Raus) umstellen wird, so wie das in vielen anderen Ländern schon geschieht.
Dann kostet der Anschluss selbst nicht mehr nur Zählermiete, sondern vielleicht 25€/Monat, dafür kostet die kWh nur noch 20ct/kWh und darunter. Denn das Netz verschleisst ja nicht durch den Transport der kWh. Ob du über den 63A EFH-Hausanschluss 100kWh im JAhr beziehst oder 3,8 Mio kWh ändert an den Kosten die der Anschluss verursacht erst mal null. Aber das Netz muss auf die Leistung ausgebaut werden die der Anschluss des öfteren mal bezieht oder liefert. Das sollte man daher nach dem Verursacherprinzip gestalten.
Wenn PV-Stromerzeugung und Speicher dann so günstig sind dass es sich rechnet dann sollen Speicher installiert werden. Da man damit dann sicher versuchen wird die Spitzenleistungen und damit die Kosten zu senken, wärde so eine Preisgestaltung nebenher auch den netzdienlichen Betrieb des Speichers sicherstellen.
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