Liquid Air Energy Storage - Potentiale für die Energiewende

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Liquid Air Energy Storage - Potentiale für die Energiewende

Beitragvon PV-Loader » 05.01.2017, 10:01

In der Nähe von Manchester entsteht die größte kryogene Speicheranlage der Welt. Bei dieser Form der Energiespeicherung wird überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen in flüssiger Luft zwischengespeichert. Der Vorteil der Liquid Air Energy Storage (LAES)-Technologie ist, dass sie anders als andere großskalige Lösungen überall und in kurzer Zeit errichtet werden kann. Zudem haben die Anlagen eine lange Lebensdauer und basieren auf üblichen und bewährten Industriekomponenten.

http://energyload.eu/stromspeicher/powe ... eicherung/
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Re: Liquid Air Energy Storage - Potentiale für die Energiewe

Beitragvon PV-Berlin » 06.01.2017, 12:20

auf -190 Grad Celsius zu flüssiger Form heruntergekühlt, um in tiefkalten (kryogenen) Tanks gespeichert zu werden. Ihre Dichte ist dann 700-mal höher ist als im gasförmigen Zustand.


um dann:
Wenn Strom benötigt wird, wird die Luft erwärmt, wobei sie sich mit großer Kraft wieder ausdehnt und dabei eine Turbine antreibt.


Zum WG:
Highview Power gibt den Wirkungsgrad von alleinstehenden LAES-Systemen mit 60 Prozent an. Bei Einsatz von überschüssiger Wärme und Kälte kombiniert kann dieser mehr als 100 Prozent betragen.


Was sie uns nicht sagen:

Dass die Industrielle Kälte oder Wärme von fossilen Kraftwerken kommen muss bzw. soll.
Wie oft das System liefern muss, um z.B. bei einem Preishub von sagen wir mal 10 Cent sich zu rechnen. *eher hoch und selten.

Ich könnte mir Vorstellen sowas in Regionen zu errichten, die in den Spitzenlastzeiten (Strom) auch einen extrem hohen Überschuss an Wärme haben. Und in der Nacht eher ein Kälte Überschuss (Wüstenstädte u.ä.)

Ansonsten sind die hohen Kosten und der niedrige WG ein Problem.
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Re: Liquid Air Energy Storage - Potentiale für die Energiewe

Beitragvon GWeberJ » 07.01.2017, 15:25

PV-Berlin hat geschrieben:Ich könnte mir Vorstellen sowas in Regionen zu errichten, die in den Spitzenlastzeiten (Strom) auch einen extrem hohen Überschuss an Wärme haben. Und in der Nacht eher ein Kälte Überschuss (Wüstenstädte u.ä.).


Das läuft aber umgekehrt. Beim Verdichtung muss man Kühlen (bzw. Wärme abführen), bei der Expansion wiederum nimmt das Medium Wärme auf (also ist eine Wärmequelle) nett. In Dubai et al. könne man während des PV-Peaks die Abwärme durch das Verdichten in den Ozean (kippen) oder der Industrie (haben die welche?) zur Verfügung stellen. Am Abend dann mittels eines "Fernkälte"-Netzes die Häuser kühlen.

Bei <3 Cet/kWh für PV-Strom aus Neuanlagen werden wir dort in den nächsten Jahren sicherlich einige interessante Sachen sehen.
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Re: Liquid Air Energy Storage - Potentiale für die Energiewe

Beitragvon PV-Berlin » 07.01.2017, 17:15

Bei der Expansion von Gasen benötige ich Wärme. Die Expansion generiert auch Strom. Beim Verdichter benötige ich viel Strom und Kälte. Wo habe ich da etwas falsch gedacht?

*Abhängigkeit von Temperatur und Druck (jedes Schema eines Kühlmittels)

Ich gehe davon mal aus, das auch in Dubai die maximale Last (Strom) mit dem Maximum an Kältebedarf einhergehen! In Nairobi ist dem so und da ist es nicht halb so warm nur früher dunkel.

Wo der Strom herkommt? Wenn du das mit PV Strom machen möchtest, geht es selbstverständlich nicht regional.

Ich mag Propan als Kühlmittel. Billig, hoch effektiv, problemlos (Schema) überall verfügbar =
wird kaum verwendet, weil ? Richtig! weil es nicht geht! :evil:

Wer überhaupt als normales Unternehmen (Klimaanlagenbauer) Kühlmittel bekommt, der wird wissen, was das Zeug kostet und was die Händler (Fischer) sonst noch alles abgreifen! .

Wenn ich die Türme auf dem Bildern sehe, ahne ich, dass dies ein absurd teure Anlage ist, die garantiert niemand regional aufbauen kann (soll) bzw. auch nicht warten kann (soll) Wie war das ab 500 kg?
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Re: Liquid Air Energy Storage - Potentiale für die Energiewe

Beitragvon hfrik » 07.01.2017, 23:05

Nun von Propan darf sich jeder Flaschen mit etlichen Kilo Inhalt in den Keller stellen, zum Löten, zum Kochen etc. Völlig ungefährlich und unreguliert. Nur wenn man das Zeug statt in eine Gasflasche in einen Kältekreislauf einsperrt, wird das Zeug auf einmal hochgefährlich. Irgendwie. Ansonsten fällt mir bei dem System nur ein, dass etliche bestandteile der Luft durchaus wertvoller sein könnten als ihr energiegehalt beim Verdampfen. und dass diese bei geeignetem Aufbau der Anlage recht rein gewonnen können werden müssten (Destillation/Kondensation) . Nur wirds dann halt kein Speicher sondern ne klassische Gaszerlegung - bis auf ggf Anteile des Stickstoffs.
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Re: Liquid Air Energy Storage - Potentiale für die Energiewe

Beitragvon PV-Berlin » 08.01.2017, 12:08

Klar, daran habe ich nicht gedacht! Stickstoff, Sauerstoff, CO2 und vielleicht noch etwas Edelgas. Alles Gase, die richtig Geld kosten, in einer 30 kg Flasche abgefüllt.

Ergo eine prima Idee, um ein PV Strom Überhang ökonomisch zu nutzen.

Es gibt Wärmepumpenanlagen mit Propan, nur leider kümmern sich die Erbauer solcher Anlagen nicht um diese, bzw. vermurksen halt viel. Für einen richtigen Spezi ist das weder gefährlich noch besonders, sondern im Gegenteil macht sogar Spaß.
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Re: Liquid Air Energy Storage - Potentiale für die Energiewe

Beitragvon hfrik » 09.01.2017, 00:33

Jupp und besonders: mit Propan und Butan darf Hinz und Kunz arbeiten, mit Sicherheitskätemitteln nur jemand mit Kältemittelschein. Wes wegen die technischen Anforderungen fü Anlagen mit Butan oder PRopan auch sehr sehr seh auf die sichere Seite gelegt wurden. Weswegen Propan & Co bei Anlagen grösser als ein Kühlschrank kaum eingesetzt wird.
Ach ja, wird das Kältemittel als Kälespray verwendet, braucht man wieder keinen Kältemittelschein, das darf jeder, weil man dann ja das Kältemittel planmässig in die Athmosphäre bläst. Der Kältemittelschein ist dazu da damit das Kältemittel bei Arbeiten an Kältenalnaken nicht unplanmässig freigesetzt wird.
Wem dabei nicht alles ganz klar ist ist nicht allein,
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Re: Liquid Air Energy Storage - Potentiale für die Energiewe

Beitragvon Kleinstromer » 09.01.2017, 19:40

Hallo!

das Konzept kann man wohl als Schnapsidee abhaken! Um auf etwa -200 ° C zu kommen, bedarf es mehrerer Kältekreisläufe (Kaskaden), um einen akzeptablen Wirkungsgrad zu bekommen. So eine Anlage läuft kontinuierlich durch, mal eben die PV-Spitze zwischen 10-14 h abzugreifen, is nich!! Und die Kryotanks sind auch nicht billig....

Das Konzept macht nur einigermaßen Sínn, wenn ich die "Flüssigluft" nicht einfach zur Stromerzeugung wieder vergase, sondern mindestens die einzelnen Bestandteile Argon und Sauerstoff wie in konventionellen Luftzerlegeanlagen als Produktgase verwerte und nur den Stickstoff zur Stromerzeugung durch eine Turbine "abblase". Der Bedarf an Sauerstoff ist allerdings recht überschaubar, da verteilt man in einem Land vielleicht 20 Anlagen a´5-10 MW, als "Speicher" für die Energiewende also eher insgesamt Kleinkram. Und wie gesagt, Kurzzeitbetrieb geht nicht, einige Stunden am Stück muß so ein Teil schon volle Kanne laufen und die übrige Zeit besser auch nicht stehen, sondern in Teillast weiter tuckern.

Druckluft in alten Salzkavernen als Speicher zu nehmen kommt auf ähnliche (bescheidene) Wirkungsgrade, ist aber einfacher und besser in wenigen Minuten rauf und runter zu fahren.

Gruß!

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