Grenzen der Energiewende

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Re: Grenzen der Energiewende

Beitragvon remag » 23.06.2018, 19:53

CaptainPicard hat geschrieben:Mehrheit bei 36% Wahlbeteilgung nachdem bereits eine Abstimmung positiv ausgegangen ist, sie aber keine Ruhe gegeben haben. Also ja, es muss nicht immer eine Mehrheit sein die Dinge verhindert.


Das ist ja das schlimme daß es immer Minderheiten sind, die etwas blockieren.
Teilweise aus den hanebüchensten Gründen.

Nichts gegen berechtigte Zweifel, aber im Moment ist es so daß jeder Pfurz irgendjemand zum klagen bringt.
Da möchte ich nur an die Diskussion wegen spiegelnden Oberflächen bei PV erinnern.
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Re: Grenzen der Energiewende

Beitragvon django65 » 23.06.2018, 20:30

remag hat geschrieben:Das ist ja das schlimme daß es immer Minderheiten sind, die etwas blockieren.
Teilweise aus den hanebüchensten Gründen.


Nur gut wenn die die für das Bürgerwohl sorgen sollen es so lange drehen und wenden bis es ihnen und nicht dedr Allgemeinheit in den Kram passt.

Meine Hoffnung ist daß die Schreihälse in Bayern jeden Monat 2% an Wählerstimmen verlieren bin gespoannt was dann kommt. Vermutlich Neuwahlen oder eine Volksbefragung wo den Leuten die Antwort in den Mund gelegt wird.

Es lebe die Scheindemokratie der Autokraten.


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Re: Grenzen der Energiewende

Beitragvon bimon » 25.06.2018, 09:06

Da scheint der Verbund-Chef aber wohl auch ein wenig abzulenken, wenn er auf die innerdeutsche Problematik Nord-Süd verweist. So künstlich ist die Begrenzung zwischen D und Ö gar nicht. In jedem Fall erspart es der deutschen Seite massive Menge an Netzreserve. Für die Kupferplatte mit Österreich brauchte man ausländische Reservekraftwerke. energiepolitik-energiewende-f90/bedarf-an-reservekraftwerken-sinkt-um-3-8-gw-t123538.html

Das innerdeutsche Problem ist unbestritten und die Probleme der Kupferplatte haben wir auch schon oft diskutiert. Genauso sehe ich auch die Wichtigkeit des paneuropäischen Ansatzes. Aber die österreichischen Ansprüche sind schon interessant. Wie engagiert sich Österreich eigentlich in dem Bereich aktuell? Wenn man denn die gemeinsame Kupferplatte möchte, gibt es da dann auch einen gewissen Netzentgeltausgleich?
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Re: Grenzen der Energiewende

Beitragvon RolandD » 25.06.2018, 09:35

Einen ausgleich für unterschiedliche Netzentgelte ?

Gibt es ja scheinbar nicht mal innerhalb Dtl.

https://www.bundesnetzagentur.de/Shared ... poster&v=2
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Re: Grenzen der Energiewende

Beitragvon Kallenpeter » 25.06.2018, 09:58

bimon hat geschrieben:So künstlich ist die Begrenzung zwischen D und Ö gar nicht.

ähhh, doch genau das ist sie oO

bimon hat geschrieben:In jedem Fall erspart es der deutschen Seite massive Menge an Netzreserve. Für die Kupferplatte mit Österreich brauchte man ausländische Reservekraftwerke. energiepolitik-energiewende-f90/bedarf-an-reservekraftwerken-sinkt-um-3-8-gw-t123538.html

Ändert alles nichts daran, dass man die Grenze nicht zwischen Deutschland und Österreich ziehen sollte, sondern innerhalb Deutschlands. Dann würde man noch mehr Geld sparen.
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Re: Grenzen der Energiewende

Beitragvon PV-Berlin » 25.06.2018, 10:03

Dazu laufen diverse Klagen, denn der Großteil der Spreizung resultiert aus der Tatsache, dass das EVU den Netzausbau in Regionen mit erheblichen Zubau der EE besonders aktiv vorantreiben mussten und der Tatsache, das beim Verkauf der Netze viele Rücklagen aufgelöst wurden ( Berlin US Investor) . An der Karte erkennt man deutlich, das es besonderes Regionen trifft, die dazu dünn besiedelt sind und kaum Industrieansiedlungen haben, die wirklich viel Strom benötigen.

Wenn man das so zulässt, wäre es aber logisch und Richtig, dass diese Regionen auch von den EE zu profitieren haben (Verbraucher, die Netzentgelte zu zahlen haben)

Es wäre sehr einfach. EVU Signal bei "Zu viel EE Strom im Netz" = Heizen für X Cent (WP, Direkt)
Da diese Regionen in der Regel sehr am Öl als Wärmequelle hängen, ein probates Mittel der Wahl.
Auch über einen Tarif für WP mit flexibler Sperrzeit (24 h Planung) muss man hier nachdenken.

Das Grundgesetz hat dazu eine ganz 'spezielle' Meinung, die ich teile , die aber offensichtlich aber von der Netzagentur etc. anders interpretiert wird.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Grenzen der Energiewende

Beitragvon Buck Rogers » 08.07.2018, 15:46

Leerrohre bei HGÜ - oder anders ausgedrückt, wieso nicht gleich eine dicke Leitung bauen (Vermutlich weil irgendwer dann nicht mehrfach dran verdient :roll: ):

"Die im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) geplanten Gleichstromautobahnen (HGÜ) sollten so
dimensioniert werden, dass weitere Großprojekte weder bis 2030 noch danach bis zur Vollendung
der Energiewende erforderlich werden. Dies bedeutet entweder eine Aufstockung der Übertragungsleistung
der geplanten Trassen oder die Verlegung von Leerrohren in diesen Trassen
, in die
später bedarfsgerecht zusätzliche Kabel eingezogen werden können."

Quelle: https://www.agora-energiewende.de/veroe ... -bis-2030/
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Re: Grenzen der Energiewende

Beitragvon RolandD » 08.07.2018, 17:36

Weil die HGÜ - besonders die Kabelstrecken Prototypen sind.

Ein *Richtiges* Lerrrohr wäre dämlich - da bekommt man die Wärme nicht weg und die Neuen Leitungen könnte man nicht auslasten.
Natürlich könnte man die Trassen verbreitern um später neue Systeme unterzubringen - Das dürfte noch mal 10-20 m breitere Schneissen bedeuten. Und natürlich gibt es nicht nur Widerstand gegen Freileitungen, sondern auch gegen Kabeltrassen.
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Re: Grenzen der Energiewende

Beitragvon Ulenspiegel » 08.07.2018, 18:03

Kallenpeter hat geschrieben:
bimon hat geschrieben:So künstlich ist die Begrenzung zwischen D und Ö gar nicht.

ähhh, doch genau das ist sie oO

bimon hat geschrieben:In jedem Fall erspart es der deutschen Seite massive Menge an Netzreserve. Für die Kupferplatte mit Österreich brauchte man ausländische Reservekraftwerke. energiepolitik-energiewende-f90/bedarf-an-reservekraftwerken-sinkt-um-3-8-gw-t123538.html

Ändert alles nichts daran, dass man die Grenze nicht zwischen Deutschland und Österreich ziehen sollte, sondern innerhalb Deutschlands. Dann würde man noch mehr Geld sparen.


Die Österreicher verdienen laut österreichischer Quellen rund 300 Millionen EUR pro Jahr an dem gemeinsamen Strommarkt, das ganze ohne eigene Investitionen. Es ist deshalb eine verständliche ordnungspolitische Maßnahme, die Marktgrenze auf die deutsch-österreichische Grenze zu legen. Österreich hatte fast drei Jahre Zeit, Vorschläge zu machen und Lösungen anzubieten, es ist nicht passiert.

Hier eine kastrierte Onlineversion, die Druckausgabe war eine mehrseitiger Artikel mit deutlich mehr Informationen:

https://derstandard.at/2000018039748/Oe ... -fuerchten
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Re: Grenzen der Energiewende

Beitragvon dornfelder10 » 08.07.2018, 18:31

Buck Rogers hat geschrieben:Quelle: https://www.agora-energiewende.de/veroe ... -bis-2030/

Danke für den Link :danke:


Da sieh mal einer an. Die Autoren des Berichts sind wohl genau so doof wie ich 8) Was die alles für abstruse Sachen machen wollen - tz tz tz....
Die sind tatsächlich der Meinung dass das bestehende Netzt durch intelligente Steuerung und Monitoring viel besser ausgelastet wrden kann.
Außerdem schreiben die dass viele Probleme nicht durch die Technik sondern durch falsche Marktanreize und Vorschriften entstehen. Blasphemie!
Und zu guter Letzt wollen die noch Batteriespeicher im Übertragungsnetz haben :shock: Völlig durchgeknallt die Typen. :ironie:

Gruß

Bernhard
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