Freie Fahrt für Elektromobile

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Re: Freie Fahrt für Elektromobile

Beitragvon SmartPanel » 05.11.2018, 13:34

Wenn ich die Quelle sehe, beschlägt es meine Brille noch mehr.
Daten aus den USA, ohne Quellenangabe.Ohne wissenschaftlichen Hintergrund. Ohne Angabe der Ausgangsdaten.
Das ist echte gute Information.

Das zeigt mir dass Du das Video nicht einmal angesehen hast, oder zugehört weil Brille immer noch schwarz.

Der Redner verweist gleich zu Anfang auf die Quellen im Begleittext unter dem Video. *z.B. vom MIT
Die Quellenangaben und Ergänzungen wären ausgedruckt ca. 1-2 DIN A4 Seiten lang.

Aber Du willst halt nicht. Lieber seltsame Kommentare posten.
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Re: Freie Fahrt für Elektromobile

Beitragvon hfrik » 05.11.2018, 17:04

kalle bond hat geschrieben:
mk_nd_13 hat geschrieben:Bei unabhängigen Studien hat sich doch mittlerweile herausgestellt, dass ein mit Strom aus erneuerbaren Energien betriebenes Elektroauto ab einer gewissen Laufleistung beim CO2 Ausstoß besser ist wie ein PKW mit Verbrennungsmotor.


Wird der jetzt erzeugte Strom aus eneuerbaren Energien nicht schon anderswo verbraucht bzw ist bereits besetzt?
Dh für jedes E Fahrzeug müßte zusätzlich die entsprechende Leistung bzw elektrische Arbeit durch neue Installationen von PV / Windenergie erst erzeugt werden. Mir kommt das so vor, dass hier eine Energiemenge mehrfach genutzt werden soll, was physikalisch/chemisch nicht möglich ist. Bei den paar E Fahrzeugen zur Zeit mag das noch keine große Rolle spielen, bei einigen Mio dann schon. Da ist parallel massiver Ausbau der Eneuerbaren gefragt.

Das "Massiv" jält sich wegen der hohen Effizienz der E-Fahrzeuge doch rrecht in Grenzen. Es muss ausgebaut werden, zugleich wird aber wegen des gut steuerbaren Verbrauchs der Netzbetrieb deutlich einfacher, was einen höheren EE-Anteil bei gleicehem Netzausbauzustand erlaubt.
Was die graue Energie angeht wird oft übersehen dass zum einen bei starker Verbreitung von E-Autos auch entsprechend viel Batteriematerial direkt recykelt wird (Auch recykling hat die üblichen Skaleneffekte) sowie die graue Energie auch immer weniger CO2 enthält, womit das Verhhältnis von Verbrenner zu Batteriauto bezüglich der Umweltentlastung sich auch bei der Fertigung immer stärker in Richtung E-Auto verschiebt. Besonders wenn batterien noch etwas leichter werden, da jedes kg weniger Batterie das Fahrzeug an anderer Stelle auch ein kg leichter macht. Ist das Gewicht des Verbrenners so beim alternativen BEV erreicht ist auch der Vorteil der grauen Energie bem Verbrenner weg.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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Re: Freie Fahrt für Elektromobile

Beitragvon PV-Berlin » 05.11.2018, 17:20

Wer sich mit der aktuellen Ölförderung beschäftigt, die zusätzlich stattfinden muss, um die vielen zusätzlichen PKW, Nutzfahrzeuge und Baumaschinen zu betreiben, der kann selbst über 1.000 g CO² je kWh Strom nur schmunzelt.

Nur in den feuchten und voll ständig unwissenschaftlichen Träumen der Fraktion Diesel und Benzin im Blut wird aus 1 Liter Rohöl 1 Liter Kraftstoff u.a. chemische Produkte.

Der Stand der 'Technik' ist eher : 3 Liter fördern und 1 Liter nutzen! Aber ganz cool, das wir mal drüber gesprochen haben.

Was fördert denn eine Öl-Förderstelle überhaupt? Ach so, bis zu 98% verdrecktes Wasser :idea:
Was machen die 'Kanadischen Aktivisten' in ihren Wäldern? Öl aus dem Permafrostboden rauskochen.
Wie hält sich nur eine Ölplattform über > 1.000 m Grund? Und wie kommt die Dicke Pampe wohl in den Tanker?
Harry Potter oder doch Pod-Antriebe und ein Müllheizkraftwerk? *Auf See gibt es keinen Kat etc.

Daher verbraucht ein Super VW Golf Diesel nicht nur 5 Liter Diesel, sondern noch mal 10 Liter Rohöl plus einiges an Strom.

*sollte ich 'Kaiser' von Deutschland werden, gibt es in jeder Stadt ab 100.000 EW eine Maut und die gilt auch für e-PKW
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Freie Fahrt für Elektromobile

Beitragvon SmartPanel » 05.11.2018, 17:48

kalle bond hat geschrieben:... Wird der jetzt erzeugte Strom aus eneuerbaren Energien nicht schon anderswo verbraucht bzw ist bereits besetzt?
Dh für jedes E Fahrzeug müßte zusätzlich die entsprechende Leistung bzw elektrische Arbeit durch neue Installationen von PV / Windenergie erst erzeugt werden. ...

Als Ergänzung zur guten Info von hfrik zwei Beiträge weiter oben:
Die allein 2018 neu in D hinzugekommenen Wind- und PV-Anlagen reichen aus um theoretisch 2 Millionen neue E-Fahrzeuge dauerhaft zu versorgen.

Und wenn das irgendwann nicht reicht - dann muss eben mehr EE zugebaut werden. So einfach ist das.

(Rechnung:
3GWp Wind mit 2000VLh + 2GWp PV mit 1000Vlh = 8 TWh
8 TWh / 15.000km p.a. *0,2kWh/km = 2,67 Millionen E-Fahrzeuge, abzgl. Durchleit-/Ladeverluste ca 2 Mio. )
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Re: Freie Fahrt für Elektromobile

Beitragvon hfrik » 06.11.2018, 08:20

Hier mal ein etwas anderes E-Mobil: https://electrek.co/2018/10/30/cummins- ... -electric/ das einen ebenfalls wichtigen Markt in sachen Elekrifizirung angeht.
In D gibts bereits Kleinbagger mit Kabelanschluss, bei denen das Verbrenner-Pumpenmodul gegen ein E-Motor-Pumpenmodul getauscht wird, z.B. zum Arbeiten in Gebäuden.
(Erspart auch den ganzen Umgang mit Treibstoff)
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Re: Freie Fahrt für Elektromobile

Beitragvon e-zepp » 06.11.2018, 08:36

Servus, auch OT :hat ein kleines Baggerunternehmen hier vor Ort ganz einfach selber verwirklicht : elektrischen Pumpenmotor "huckepack" mit Schnellkupplung parallel zur dieselbetriebenen Ölpumpe im Minibagger für Indoor.
Dadurch kann sich der Bagger jederzeit auch kabellos bewegen und sich den 400V/8kW-Pumpenmotor auch selber
auf -und abladen. Kosten (alles Gebrauchtteile) waren komplett so knapp 1k€ :D
lg,
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Re: Freie Fahrt für Elektromobile

Beitragvon kalle bond » 06.11.2018, 09:53

SmartPanel hat geschrieben:
kalle bond hat geschrieben:... Wird der jetzt erzeugte Strom aus eneuerbaren Energien nicht schon anderswo verbraucht bzw ist bereits besetzt?
Dh für jedes E Fahrzeug müßte zusätzlich die entsprechende Leistung bzw elektrische Arbeit durch neue Installationen von PV / Windenergie erst erzeugt werden. ...

Als Ergänzung zur guten Info von hfrik zwei Beiträge weiter oben:
Die allein 2018 neu in D hinzugekommenen Wind- und PV-Anlagen reichen aus um theoretisch 2 Millionen neue E-Fahrzeuge dauerhaft zu versorgen.

Und wenn das irgendwann nicht reicht - dann muss eben mehr EE zugebaut werden. So einfach ist das.

(Rechnung:
3GWp Wind mit 2000VLh + 2GWp PV mit 1000Vlh = 8 TWh
8 TWh / 15.000km p.a. *0,2kWh/km = 2,67 Millionen E-Fahrzeuge, abzgl. Durchleit-/Ladeverluste ca 2 Mio. )


Leider komplett falsch, da die Eneuerbaren und speziell PV ja erst xx % zum Gesamtstromverbrauch liefern.
Alles was dazu gebaut wird, erhöht den Anteil. Da die E Autos neue Verbraucher darstellen, müßte hier also speziell zugebaut werden.
Und zu deinem Statement: "dann muß eben mehr EE zugebaut werden" - wo siehst du das hier? Gerade wird abgespeckt, siehe größere Industrieanlagen.
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Re: Freie Fahrt für Elektromobile

Beitragvon hfrik » 06.11.2018, 12:23

Nun, wird nicht für die E-Mobilität zugebaut, ist es trotzdem kein Nachteil weil die Abgase nicht mehr direkt vor der NAse enstehen, und Lärm auch reduziert wird in den Städten. Beste Diesel-Kleinwagen und Kohlebetriebenes E-Auto liegen bei CO2 gleichauf.
Bei weiter fortlaufendem EE-Ausbau wird aber der NEtzbetrieb über die steuerbaren Lasten der E-Autos einfacher, wodurch weniger Bremsgründe entstehen. Aussedem werden die E-Autos dann automatisch sauberer ohne dass man nach Ausbau der EE nochmal 30 Jahre warten muss bis man erst die E-Auto Produktionskapazitäeten hochgezogen hat und dann binnen 15 Jahren die Flotte im wesentlichen austauscht. Der Wechsel zum E-Auto muss also parallel zum EE-Stromausbau laufen, und der EE-Stromausbau wird duchr mehr E-Autos gefördert.
Erst darauf zu warten bis man 100% EE-Strom im Stromnetz hat, und dann erst mit der Umrüstung des Verkehrs und der Gebäude etc. anzufangen führt zu spürbaren CO2 Minderungen erst gegen 2080 oder später sprich deutlich zu spät.
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Re: Freie Fahrt für Elektromobile

Beitragvon solerling » 06.11.2018, 13:28

kalle bond hat geschrieben:
mk_nd_13 hat geschrieben:Bei unabhängigen Studien hat sich doch mittlerweile herausgestellt, dass ein mit Strom aus erneuerbaren Energien betriebenes Elektroauto ab einer gewissen Laufleistung beim CO2 Ausstoß besser ist wie ein PKW mit Verbrennungsmotor.


Wird der jetzt erzeugte Strom aus eneuerbaren Energien nicht schon anderswo verbraucht bzw ist bereits besetzt?
Dh für jedes E Fahrzeug müßte zusätzlich die entsprechende Leistung bzw elektrische Arbeit durch neue Installationen von PV / Windenergie erst erzeugt werden. Mir kommt das so vor, dass hier eine Energiemenge mehrfach genutzt werden soll, was physikalisch/chemisch nicht möglich ist. Bei den paar E Fahrzeugen zur Zeit mag das noch keine große Rolle spielen, bei einigen Mio dann schon. Da ist parallel massiver Ausbau der Eneuerbaren gefragt.


Na da möchte ich Dir aber schon widersprechen..... :roll:
Ich erzeuge mit meiner PV im Jahr ca. 45k kwh Strom,davon verbrauche ich ca. 4000kwh mit dem E-Auto,und etwa 2000kwh für den Haushalt,also bleiben noch fast 40 000kwh übrig,und wer bestimmt dann für was diese 40 000kwh verbraucht werden dürfen... :shock:
Habe noch nirgends gelesen,dass z.B. der Elektroherd,oder die Wärmepumpenheizung,oder oder einenVorrang haben gegenüber einem E-Auto... :wink:
Es ist ganz einfach sauberer Strom,egal wer in dann verbraucht,oder hat jemand schon mal drüber nachgedacht,ob sein Elektroherd mit Kohlestrom,oder mit Windstrom heizt...... :roll:
Naja man kann den entsprechenden Stromanbieter wählen,aber besser wäre natürlch selber erzeugen.

Viele Grüsse
solerling
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Re: Freie Fahrt für Elektromobile

Beitragvon kalle bond » 06.11.2018, 15:08

solerling, stimmt, wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht :D

Für die Gesamtsituation Eneuerbare und E Autos leider so nicht anwendbar.
Als Einzelfall natürlich durchaus löblich! Aber wer von den künftigen Mio E Auto Besitzern allein in den Städten wird denn eine eigene PV Anlage besitzen?
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